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La Source

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Dans une demeure baroque, inattendue, extravagante, nichée en contre-bas d’un bourg de Franche-Comté, Lottie, solide  nonagénaire, vit seule. L’histoire de cette maison, du domaine et de ses fantômes, Lottie va la dévider par le travers pour la narratrice, professeur de sociologie de passage sous couvert d’une enquête universitaire. Mais faut-il la croire sur parole ? Anne-Marie Garat fait entrer mémoire et mensonge dans le plus passionnant des dialogues – donnant naissance au conte ininterrompu dont la littérature nourrit ses puissants sortilèges jusqu’à recomposer la matière même du temps.

378 pages, Kindle Edition

First published August 19, 2015

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About the author

Anne-Marie Garat

45 books8 followers
Born 1946 in Bordeaux, Gironde, she won the Prix Femina for her novel Aden in 1992 and the prix Marguerite Audoux for her novel Les mal famées.
Studying literature in Bordeaux, she then obtained a DEA in cinema at the université de Paris I. She lived in Paris, where she taught cinema and photography. Jack Lang then commissioned her to teach cinema at the école.
She has published several novels, psychological in nature and with major female characters. They are set in various eras of the 20th century (e.g. the 1910s for Dans la main du diable, the Second World War for Les mal famées).
Following Dans la main du diable set before World War I in 1914, Anne-Marie Garat pursued in 2008, with L'enfant des ténèbres, her epic depiction of the 20th century, bringing up the period of 1930s and the rise of the totalitarian dictatorships.

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5 stars
4 (11%)
4 stars
13 (36%)
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9 (25%)
2 stars
6 (16%)
1 star
4 (11%)
Displaying 1 - 11 of 11 reviews
Profile Image for Buchdoktor.
2,365 reviews190 followers
August 12, 2023
In den 80ern des vorigen Jahrhunderts erkundet eine Dozentin der kanadischen Simon-Fraser-Universität eine französische Region, in der ihre Studierenden der Humangeografie Feldforschung betreiben können. Als Zimmervermieterin wird ihr in Le Mauduit die mitteilsame Lottie Carmeaux empfohlen, vor 1900 geboren und Kindermädchen der kleinen Anaïs Ardenne. Lotties Lebenserinnerungen allein könnten bereits ein ergiebiger Forschungsgegenstand sein; denn in ihrer Kindheit trug man noch Pelerine und reiste im Landauer.

Die Wissenschaftlerin als Icherzählerin verschachtelt nun Lotties Erinnerungen (aus einer weiteren Ichperspektive) mit Informationen über die Gutsbesitzer Ardenne, die Geschichte des Dorfs in der Franche-Comté und des François Ardenne, der nach Kanada auswanderte und dort im Holzhandel arbeitete. Lotties Erinnerung setzt mit der Szene ein, als ein Fremder, dem ein Ohr fehlt, ein Baby im Haus der Ardennes ablegt, einen Gegenstand hinterlässt und einen anderen Gegenstand aus dem Haus mitnimmt. Das Baby Anaïs nimmt die 12-jährige Lottie sofort in Besitz und lässt sich nur noch von ihr beruhigen. Mme Ardenne kauft für die Arbeit als Kindermädchen Lottie ihren Eltern praktisch ab. Den Carmeaux ist dabei bewusst, dass Lottie wie ihre Schwester mit einer Schneiderlehre eine sicherere Basis hätte. Die Perspektive der 12-jährigen aus einfachen Verhältnissen, der die Bereiche Zeugung und Abstammung noch ein Rätsel sind, trifft Anne-Marie Garat hier ausgezeichnet. Viel später erst wird der Besucherin aus Vancouver klar, dass das Dorf an sich aus der Zeit der Résistance ein kollektives Geheimnis bewahrt und dass ihre eigene Familiengeschichte eng mit Le Mauduit verknüpft ist.

„Erinnerung und Lüge“ umfasst als komplexer Familienroman ein Jahrhundert, in dem Frankreich an mehr als den beiden Welt-Kriegen beteiligt war. Das Schicksal der kleinen Anaïs entwickelt sich vor der Folie einer Epoche, in der ganze Generationen junger Männer im Krieg „fielen“ und so manche Familie die Hoffnung nicht aufgab, einen vermissten Angehörigen doch noch traumatisiert oder versehrt in irgendeinem Lazarett wiederzufinden. Lotties Erzählung aus der Ichperspektive hält die Epochen und Figuren beisammen. Garats altertümlich verschnörkelt wirkender Stil hat mich jedoch nicht überzeugt; denn 6-teilige Satzkonstruktionen harmonieren meiner Ansicht nach weder mit der circa 1960 geborenen Wissenschaftlerin, noch mit Lottie, die Ende des 19. Jahrhunderts nur 6 Jahre lang zur Volksschule ging. Die Sprache verbirgt die Geschichte eher als sie preiszugeben. Rückblickend habe ich - in der ebook-Ausgabe - zu viel Aufmerksamkeit investiert, um mich zu orientieren, wer in welcher Epoche gerade erzählt, Aufmerksamkeit, die ich lieber der Entwicklung der Personen gewidmet hätte.

Literarisch und durch die abgedeckte Zeitspanne eines Jahrhunderts sicher ein bemerkenswerter Roman, der allerdings große Geduld mit seinem verschnörkeltem Stil voraussetzt.
Profile Image for Leselöckchen.
39 reviews
September 5, 2023
*Rezensionsexemplar*

Eine Dozentin reist im Rahmen einer Feldstudie in das verschlafene, französische Dörfchen Le Mauduit, welches ihr aus einem Familienurlaub noch in Erinnerung geblieben ist. Dabei quartiert sie sich kurzerhand im Gut der Ardenne bei dem ehemaligen Kindermädchen Lottie ein, welche sich schon von klein auf mit Tagträumen und Geschichten umgibt und der Protagonistin Stück für Stück die weit zurückgreifende Geschichte des Gutshauses und der darin lebenden Menschen erzählt.

Dabei entpuppt sich Lottie als eine unzuverlässige Erzählerin, sodass man jede ihrer Geschichten hinterfragt und sich mit der Protagonistin ein Bild aus den verstreuten Schnipseln zusammensetzen muss. Die Auseinandersetzung mit Erinnerungen, der Wahrheiten und Lügen, die im Vergangenem stecken, zieht sich durch das ganze Buch fort und wirft einige philosophische Fragen, welchen Anspruch man auf Erinnerungen haben kann.

Der Schreibstil ist gewöhnungsbedürftig und bedarf Einiges an Aufmerksamkeit, da die Autorin sich als Meisterin verschachtelter Sätze voller Aufzählungen und detaillierter Beschreibungen herausstellt. So fällt es einem zunächst schwer den Überblick über das Geschehen zu behalten und sich nicht in den Gedankenwindungen und Ausschweifungen zu verlieren. Auch wenn man sich mit der Zeit daran gewöhnt, ist das Buch dennoch alles andere als eine entspannte Feierabendlektüre und verlangt viel vom Leser ab.

Gut gelungen sind die zeithistorischen Anmerkungen und Einschübe, die das Interesse wecken die eine oder andere Sachen nachzuschlagen und zu vertiefen. Vermisst habe ich im Buch mehr Rationalität von Seiten der Protagonistin, eine wissenschaftliche, geordnete Herangehensweise hat man bei ihr nicht finden können.

Insgesamt ein anspruchsvoller Generationsroman mit unerwarteten Wendungen, jedoch ohne einen klaren roten Faden und einigen offenen Fragen.

Profile Image for Hannah.
210 reviews1 follower
October 30, 2023
Eine junge Wissenschaftlerin, die bei einer Forschungsreise in ein kleines französisches Dorf auf die ältere Lottie trifft und durch ihre Erzählungen tief eintaucht in die verwickelte Familiengeschichte.

Der Stil der Autorin ist durch ihre langen und verschachtelten Sätze, die sich gerne auch mal über eine ganze Seite erstrecken, wirklich außergewöhnlich und kunstvoll. Ein Lesevergnügen war es dadurch leider nicht. Ich empfand den bildhaften Schreibstil als langatmig und ausschweifend, ohne Spannung zu erzeugen. Dass das Buch immer wieder auf die Ich-Form zurückgreift, ohne wörtliche Rede zu kennzeichen, hat mich beim lesen zusätzlich verwirrt. Dabei verschwimmen die einzelnen Zeitformen und ich kam auch irgendwann inhaltlich, aufgrund der schier nie endenden Anzahl an Familienmitgliedern, nicht mehr mit. Etwa ab der Mitte werden die Sätze kürzer und prägnanter und die Autorin kommt schneller zum Punkt. Interessant fand ich die Beziehung zwischen Lottie und der Wissenschaftlerin, deren Entwicklung ich am besten folgen konnte. Packen konnte mich das Buch leider nicht und es hinterlässt nur einen blassen Eindruck bei mir.
Gerne hätte ich das Buch nach den ersten 100 Seiten abgebrochen, habe mich dann aber doch zum weiterlesen aufgerafft, auch wenn ich nun über einen Monat gebraucht habe.
1,359 reviews
November 13, 2016
Quelle conteuse ! J'ai mis un peu de temps à entrer dans le style très spécial de ses deux narratrices (qui font fi de la syntaxe ordinaire) mais j'y ai vraiment pris goût. Et quel vocabulaire ! Quelle poésie, aussi !
206 reviews1 follower
April 20, 2024
J’ai retrouvé avec plaisir le style d’Anne-Marie Garat et son talent de conteuse.
C’est l’histoire d’une maison, d’une famille, d’une gamine maltraitée qui voit tout, et d’une universitaire dont les recherches professionnelles lui feront découvrir la vérité sur sa famille. Toutes ces histoires s’entremêlent dans un style fluide, poétique si agréable à lire et plein de compassion pour l’humanité.
229 reviews6 followers
January 13, 2022
L’histoire est très riche et construite et m’a finalement tenu jusqu’au bout. Mais c’est beaucoup trop long, écriture très maniérée, alambiquée qui m’a souvent agacée
Profile Image for Golden Petrichor.
35 reviews
April 6, 2022
La source de Anne-Marie Garat, ou comment le passé se superpose au présent...
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La narratrice revient dans un village de Franche-Comté pour superviser une recherche pour ses étudiants. Elle va y être hébergée par Lottie, une vielle femme un peu bourrue qui lui raconte, soirs après soirs son histoire et celle du village.
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Lottie a passé sa vie au village, et dans ce domaine un peu à l'écart où elle est entrée comme bonne d'enfants. À son récit mêlant faits historiques, querelles de villages et aventures romantiques, elle ajoute des mensonges et des fantasmes...
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Quel est le vrai du faux ? C'est ce que la narratrice va tenter de savoir en interrogeant les gens du village et en partant à la recherche des survivants de cette fresque romanesque.
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Comme toujours avec Anne-Marie Garat, le style est riche et l'intrigue est portée par le destin des personnages. Lottie est touchante, ses confidences m'ont rappelé ma Grand-Mère, qui elle aussi arrangeait un peu sa réalité, dans une grande cuisine autour d'un chocolat fumant ! Un vrai parfum d'authenticité dans un décors de forêt luxuriante...
Profile Image for Georgi.
48 reviews
September 8, 2015
Une entrée en matière plutôt ardue pour se faire au style parfois poétique laissant une impression d'affectation et de maniérisme. Depuis 'belle lurette' en 'gadoue' emporté par des phrases circonvolutives de pas moins de six subordonnées inversées et rythmées, franchi le seuil de résistance initiale et initiatique, le lecteur se laisse emporter par une histoire parmi les plus belles composée avec l'habileté d'une grande plume. Excellent roman où passé, présent et avenir ne sont que le banal artifice des esprits médiocres, notre réalité construite par les révélations au hasard d'une page tournée.
Profile Image for Sylvain.
70 reviews3 followers
November 21, 2015
Mme Garat nous refait le coup de sa belle trilogie (secrets de famille & mystères de la filiation, guerres mondiales en arrière plan, mise en perspective des événements passés dans l'époque contemporaine) mais de façon plus compacte, moins romanesque, voire feuilletonesque, et par conséquent moins jouissive. L'écriture reste belle, extrêmement stylisée, quoique je me sois parfois surpris à m'agacer.
Profile Image for Richard Christmann.
153 reviews4 followers
March 24, 2018
J'aurais aimer dire que je me suis laissé bercer par cette histoire qui sent bon le feu de cheminée des soirées d'hiver, que c'était une histoire bucolique non dénuée du charme de ces histoires de famille du début du siècle dernier telle une carte postale jaunie par le temps. Hélas, mon plaisir a été gâchée par un style fastidieux à lire : des mots et des expressions vieillottes dont on ne comprend pas la signification, des dialogues qui ne sont pas définis au niveau typographique rendant la lecture encore plus difficile, des phrases sans verbe et l'impression de se noyer constamment dans des détails et des descriptions. Dommage.
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