Sie war eine der mächtigsten Frauen der Welt: Alexandra Fjodorowna, die letzte Zarin. Bereits im Alter von 12 Jahren traf die gebürtige Prinzessin Alix von Hessen den russischen Thronfolger Nikolaus. Trotz großer Widerstände heiratete das Paar zehn Jahre später, und Alix wurde mit 23 Jahren Zarin von Russland. Von den kaiserlichen Verwandten ebenso wie von politischen Gegnern verachtet und verleumdet, wurde aus der schüchternen jungen Frau eine durchsetzungsfähige Herrscherin, die für ihre neue Heimat kämpfte. Doch die drohende Katastrophe konnte sie nicht verhindern … Gunna Wendt schildert das glanzvolle und dramatische Leben der Alexandra Fjdorowna. Sie erzählt von der starken Frau an der Seite des letzten Zaren, vom Kampf der liebevollen Mutter um das Leben ihres Sohnes, von der verhängnisvollen Freundschaft zu dem umstrittenen Wanderprediger und Wunderheiler Rasputin und von ihrem tragischen Ende während der Oktoberrevolution.
Bei einer gerade einmal zweihundert-Seiten-umfassenden Biographie über eine der Enkelinnen Queen Victorias und zugleich Ehefrau des letzten russischen Zaren, der mit seiner Familie in den brutalen Wirrungen der Russischen Revolution exekutiert wurde, darf der Leser keine inhaltliche Tiefe erwarten. Die Autorin hatte sich dem Anschein nach vielmehr das Ziel gesetzt, allein die Persönlichkeit Alexandras zu erfassen. Die Schilderung ihres Lebenswegs bleibt stattdessen völlig oberflächlich. Die wichtigsten ihrer Meilensteine sind zweifelsohne enthalten und durchaus interessant beschrieben. Zitate aus Briefen und Tagebüchern wurden gekonnt in die Erzählung eingefügt, so dass ein wunderbar gleichmäßiger Lese-Rhythmus ermöglicht wird. Das Buch wirkt mitunter wie ein Roman und eignet sich höchstens als Einstiegslektüre für Interessierte an Alexandra, der letzten Zarenfamilie und den politisch-historischen Ereignissen jener Zeit.
Bis zum Ende mochte ich dieses Buch richtig gern, es lässt sich leicht lesen und bleibt trotzdem sehr interessant. Ich sollte mich mehr mit der russischen Geschichte beschäftigen, das ist ziemlich spannend...
Aber dieses Ende! Oh Mann!! Das Buch wird regelrecht abgebrochen, ein richtiges Ende gibt es dadurch eigentlich nicht. Der Abschluss ist einfach nicht rund. So schade :(
Das Zusatzmaterial (Bilder und Stammbäume) ist toll und richtig hilfreich.
Insgesamt also durchaus empfehlenswert, wenn auch etwas kurz.
Ich habe schon sehr viel über die letzte Zarenfamilie gelesen und daher ist dieses Buch wahrscheinlich auch nichts für mich gewesen- ich habe es angefangen und weggelegt, was ich nur ungern bei Büchern mache. Aber leider waren die Informationen alle bereits bekannt und zudem ist das Buch so daher geschrieben- ich denke, wenn jemand noch nichts über die ehemalige Prinzessin Alix von Hessen und bei Rhein weiss, ist er gut bedient, aber auch dann würde ich eher das Buch von Carolly Erickson empfehlen über Alexandra. Oder eine Biografie, die ihre Hofdamen schrieben, wie etwa Marfa Muchanow. Ich denke, Frau Wendt wollte einfach nur eines über Alexandra schreiben...schade, verschenkte Seiten und für mich rausgeworfenes Geld.