Die ersten Seiten: Interessante Idee, eine Geschichte einmal aus der Ich-Perspektive und einmal aus der Distanz zu erzählen.
Aber dann Langweile.
Aha! Jetzt knüpft er an seinen Roman "Netzkarte" an. Er, ich, 20 Jahre später. Aber erinnere ich mich genau? Nee. Müsste ich vielleicht noch mal nachlesen.
Ich will jetzt einen Roman lesen, kein literaturwissenschaftliches Seminar...
Aber jetzt. plötzlich nimmt die Geschichte Fahrt auf. Im wahrsten Sinne. Ein Taxi wird entführt, Menschen wahllos enthauptet.... Leider nur Fantasie bzw. Geschriebenes. Immerhin.
Umkreist Berlin. Will angeblich zurück zu seiner Frau. Noch ein Abstecher und noch einer. Verliert das Gedächtnis, verschwindet...
Ich mag einige Bücher von Sten Nadolny. "Entdeckung der Langsamkeit" z.B.
Besonders genervt hat mich die Symbolik der Uhr, später der 2 Uhren. Das ist platt.
Und warum muss immer ein Kind sterben, damit ein Roman "Tiefe" bekommt? Natürlich schwingt dieser Tod lange im Hintergrund mit, bevor der Leser etwas Genaueres/aber nichts Genaues erfährt.
Er fühlt sich schuldig...
Jetzt isses aber genug.
Freundlich gesagt: Das Buch erzählt die Geschichte eines alternden Mannes mit Todesahnungen, Todeswünschen. Und das berührt manchmal.