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Schlaf der Vernunft

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Nach 20 Jahren Gefängnis wird Martina Müller zeitgleich mit der RAF-Auflösung begnadigt. Das „Mörder-Monster“, wie die Presse bei ihrer Verurteilung schrieb. Ihre Tochter Angelika, die ihre Entschlossenheit nie verstanden hat, soll ihrer Mutter nach der langen Haftzeit beistehen, obwohl jedwede Verbindung abgebrochen war. Martina, mit 48 noch jung, muss erkennen, dass nichts erreicht wurde, jeder Mord umsonst gewesen war. Um herauszufinden, ob sich ihre Mutter geändert hat, Reue in sich entdeckt, und Teil ihrer Familie werden kann, muss Angelika Martinas Spuren folgen. Von der Sympathisantin, über die Illegalität und dem Gängelband der Stasi, bis hin zum großen Attentat. Aber nicht nur sie. Durch die Begnadigungen gibt es zwar Ex-Terroristen, aber Ex-Opfer gibt es nicht, denn deren Leid verjährt nie. So taucht der Sohn eines RAF-Opfers auf, der wissen will, wer damals geschossen hat. Ehefrauen, Mütter und der einzig überlebende Leibwächter: Alle haben auch nach Jahrzehnten offene Fragen.

448 pages, Hardcover

First published October 25, 2015

38 people want to read

About the author

Tanja Kinkel

66 books52 followers
Mit acht Jahren begann Tanja Kinkel, Geschichten und Gedichte zu schreiben. 1978 gewann sie einen Jugendliteraturpreis und 1979 schrieb sie ihren ersten Roman.

Ab 1988 studierte sie Germanistik, Theater- und Kommunikationswissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität in München. 1991 bekam Tanja Kinkel ein Stipendium an der Hochschule für Film und Fernsehen in München; Ausbildung zum Drehbuchautor. 1992 folgte ein Förderpreis des Freistaates Bayern für junge Schriftsteller. 1995 hatte sie einen Förderaufenthalt des deutschen Innenministeriums in der "Casa Baldi" in Olevano Romano bei Rom und erhielt 1996 ein Stipendium in der Villa Aurora in Los Angeles.

1996 erfolgte die Berufung der Bayerischen Staatsministerien für Unterricht, Kultus, Wissenschaft und Kunst in das Kuratorium des Internationalen Künstlerhauses "Villa Concordia", Bamberg. 1997 promovierte sie mit einer Arbeit über das Werk Lion Feuchtwangers. 2000 erhielt Kinkel den Kulturpreis der Oberfränkischen Wirtschaft. 2001 war sie im Beirat des Bertelsmann Buchclubs; bis zu dessen Auflösung Ende 2002. Sie war 2001 Gründungsmitglied der Internationalen Feuchtwanger Gesellschaft in Los Angeles. 2006 kam sie in die Auswahl zur Initiative "Deutschland - Land der Ideen - 100 Köpfe von morgen".
Kinkel ist Mitglied im PEN Deutschland und im Bundesverband junger Autoren und Autorinnen e.V. (BVjA).
Sie lebt in München.

(Adapted from Wikipedia.de)

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Community Reviews

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Displaying 1 - 12 of 12 reviews
Profile Image for Berengaria.
1,003 reviews198 followers
August 2, 2022
5 stars

A fantastic novel about the German terrorist organisation RAF (Red Army Faction) in the 1970s. It's a slow read, full of details - names, dates, places, events - most of which are 100% real and are used to create a hyper-realistic story world.

The characters, especially ex-terrorist Martina and Steffan, the sole survivor of one of the RAF attacks, are drawn extraordinarily well. I was personally annoyed by Martina's daughter, Angelika, but her POV does add another to the mix.

Thankfully, Kinkel avoids the sentimentality trap and "meanie beats chest and shouts mea culpa!" (what Angelika wants, btw) plot line, which would have lowered the novel to the level of dross.

Martina is not sorry for her involvement in the RAF or for the people she killed, but she is just now coming to understand the impact of it. She has more thinking and growing to do beyond her former "city guerilla" persona. How will her life develop now that she's been released from prison?

Highly recommended for those interested in post WW2 German history.
Profile Image for nettebuecherkiste.
698 reviews182 followers
November 14, 2015
Angesichts der gestrigen Ereignisse fällt es mir nicht leicht, heute diese Rezension zu schreiben. Ich habe Bedenken, ob ich die richtigen Worte finde. Doch ich hatte die Rezension für den heutigen Tag geplant und das Buch ist leider seid gestern noch relevanter für die aktuelle Weltsituation geworden.

Deutschland, 1998. Nach der Selbstauflösung der Rote Armee Fraktion (RAF) wird die Terroristin Martina Müller begnadigt. Ihre Tochter, die lange keinen Kontakt mehr zu ihrer Mutter hatte, steht nun vor einer schwierigen Aufgabe: Sie soll ihre entfremdete Mutter, deren Taten für sie selbst unbegreiflich sind, bei der Wiedereingliederung in die Gesellschaft unterstützen. Auch die Hinterbliebenen der Opfer eines Anschlags, an dem Martina beteiligt war, erfahren von der bevorstehenden Entlassung. Wie werden die Beteiligten damit umgehen? Wie wird Martina sich verhalten? Und ist eine Annäherung an eine Mutter möglich, die zur Mörderin wurde?

Als Zweijährige habe ich den Deutschen Herbst natürlich nicht bewusst erlebt, doch ich kann mich gut an die allgegenwärtigen Fahndungsplakate in den Ladengeschäften meiner Kindheit erinnern. Es ist mir heute ein Rätsel, wieso ich mich später so wenig mit dem Thema RAF befasst habe und warum auch nach meiner Erinnerung das Thema auch im Schulunterricht nicht sehr ausgiebig behandelt wurde. Die RAF war eine der ersten Erscheinungsformen dieser neuen Art der Kriegsführung, des Terrorismus. (Tanja Kinkel hat es wie immer geschafft, dass ich schon während der Lektüre Wikipedia gewälzt habe, und auch “Der Baader-Meinhoff-Komplex” von Stefan Aust habe ich schon bestellt.)

Tanja Kinkels Roman wechselt zwischen zwei Zeitebenen: erstens der Zeit, als Martina als Jugendliche erste Erfahrungen mit der Staatsgewalt machte, als Studentin in Kontakt mit Widerständlern und späteren RAF-Terroristen kam und schließlich selbst zur Terroristin wurde. Zweitens mit dem Zeitpunkt ihrer Entlassung aus der Haft.

Martina ist eine idealistische Jugendliche, die zufällig bei einer Klassenfahrt Zeugin der Demonstration anlässlich des Staatsbesuchs des persischen Schahs wird, bei der der Student Benno Ohnesorg von einem Polizisten erschossen wurde. Der Vorfall schlägt sich entscheidend auf ihr Weltbild nieder. Tanja Kinkel schildert eindringlich, wie weitere Ereignisse, die Durchsetzung der bundesrepublikanischen Justiz mit Altnazionalsozialisten und die Haftbedingungen für die gefassten RAF-Mitglieder Martina immer mehr zur RAF treiben, zunächst nur als Sympathisantin, schließlich als aktive Terroristin. Ihre beste Freundin Renate hingegen besteht auf Gewaltlosigkeit und wird später Mitglied der Grünen. Die Sorge um ihre Tochter, die Martina nach einem One-Night-Stand als junge Studentin bekommen hat, verzögert die Entwicklung zur Terroristin, kann sie jedoch nicht verhindern. Konfrontiert mit der Frage, ob sie weiterhin Teil des vermeintlichen “Problems” oder Teil der vermeintlichen “Lösung” sein will, trifft sie ihre Entscheidung. Die Denkweise der Terroristen, die Martina nun übernimmt, ist gekennzeichnet von der Entmenschlichung ihrer Opfer, diese sind keine Menschen, sondern “Schweine”, die die Missstände des Staates in Kauf nehmen und das System unterstützen.

Die zweite Zeitebene ist einerseits geprägt durch den Mutter-Tochter-Konflikt, andererseits durch die schwierige Situation, in die Martinas Entlassung die Hinterbliebenen der Opfer bringt. Dabei steht auch die Frage im Raum, ob Personenschützer Steffen, der den Anschlag überlebt hatte, durch seine Verletzungen jedoch keine Erinnerung daran hat, der RAF möglicherweise einen Tipp gegeben hat, denn es ist nicht zu erklären, wie die Terroristen von der Änderung der geplanten Fahrtroute erfahren haben. Diese Möglichkeit quält Steffen seitdem.

Schließlich kommt es zum Aufeinandertreffen von Martina mit dem Sohn eines der Opfer, das anders verläuft, als dieser es erwartet hatte. Auch die Frage nach dem vermeintlichen Tippgeber wird geklärt.

Tanja Kinkel erzählt in gewohnt gut lesbarer Sprache die Geschichte einer fiktiven RAF-Terroristin und zeigt uns an ihrem Beispiel, wie ein idealistischer Mensch zum Terroristen werden kann. Deutlich werden dabei vor allem zwei Dinge:

Eine “Vergebung” durch die Gesellschaft ist nicht möglich, nur eine Begnadigung. Nur die Hinterbliebenen der Opfer können vergeben, aber dies kann nicht von ihnen erwartet werden.
Es gibt keine Rechtfertigungen für Terrorismus, nur Erklärungen.
Gewalt und Terror sind nie die Lösung!

Ich empfehle “Schlaf der Vernunft” allen, jedoch insbesondere als Einstieg in das Thema RAF für diejenigen, die sich bisher nicht viel damit befasst haben.
Profile Image for Mondperle.
112 reviews20 followers
October 2, 2023
Das Thema einer Mutter-Tochter-Beziehubg auf dem Hintergrund des Terrorismus der RAF hat mich interessiert. Kinkel schafft es dabei mich immer wieder anzuregen verschiedene Perspektiven einzunehmen. Wie schnell wir in unseren eigenen Bewertungssysten gefangen sind. Zu Beginn des Buches fand ich an einigen Stellen die Gründe, die zur Teilnahme am Terrorismus führten, zu schnell abgegessen und das Ende ließ mich auch meine Stirn krauseln. Es war etwas zu idyllisch. Die Kriminalgeschichte, die die Geschichte beinhaltet hat mich interessiert und immer wieder schnell zum Buch greifen lassen.
Profile Image for gardienne_du_feu.
1,459 reviews12 followers
August 2, 2018
Nach 20 Jahren Haft wird die frühere RAF-Top-Terroristin Martina Müller 1998 begnadigt, die im "Deutschen Herbst" maßgeblich am Attentat auf einen Staatssekretär und seine Begleiter beteiligt war. Bis auf einen Personenschützer, der schwer verletzt überlebte und immer noch mit den Spätfolgen der Schüsse kämpft, kamen alle ums Leben.

Martinas Tochter Angelika war damals noch ein Kind. Seitdem hat sie einen Lebensweg eingeschlagen, der ihrer Mutter zuwider gewesen wäre - ein perfekt bürgerliches Leben als Hausfrau und Mutter an der Seite eines beruflich erfolgreichen, politisch konservativen Mannes. Die Nachricht von Martinas Freilassung trifft sie wie ein Blitz aus heiterem Himmel und wühlt alte Konflikte in ihr wieder auf. Trotz alledem ist sie sicher, dass sie ihre Mutter wiedersehen muss, obwohl diese den Kontakt zu ihr abgebrochen hatte, als Angelika gerade elf war.

Der Journalist Alex Gschwandner, der Sohn des getöteten Fahrers von Staatssekretär Werder, erhofft sich ebenfalls ein Treffen mit Martina Müller, um endlich Antworten auf die vielen Fragen zu erhalten, die ihn schon so lange beschäftigen, während Steffen Seidel, der überlebende Leibwächter, sich verstärkt damit quält, dass in seiner Erinnerung große Lücken klaffen und er nicht mit Sicherheit sagen kann, wie die Dinge damals wirklich abgelaufen sind.

Tanja Kinkel nimmt sich hier einmal nicht historischen Themen, sondern einer prägenden Episode der jüngeren deutschen Geschichte an und glänzt auch hier mit guter Recherche, viel Hintergrundwissen und Detailreichtum. Der fiktive Lebenslauf von Martina Müller fügt sich nahtlos in den realen Background ein, es wirkt vollkommen glaubwürdig, warum die einst so brave Tochter eines Religionslehrers in der Umbruchs- und Aufbruchsstimmung der 68er-Bewegung sich zur linken Protestbewegung hingezogen fühlt und sich schließlich durch die Bekanntschaft mit RAF-Anhängern immer mehr radikalisiert.

Dank der verschiedenen Erzählperspektiven bezieht die Autorin keine Stellung, schlägt sich auf keine Seite, sie beleuchtet die Geschehnisse aus unterschiedlichen Blickwinkeln und erschafft dabei realistische Persönlichkeiten, nicht bloße Schablonen, die für unterschiedliche Denkansätze oder politische Strömungen stehen.

Am Ende überlässt sie dem Leser die Bewertung dieses komplexen Plots, der nicht nur Martinas persönliche Entwicklung und die politische Lage in den 70er Jahren umfasst, sondern auch eine nicht ganz unkomplizierte Handlung in der Gegenwart. Ein leicht dahinplätschernder Unterhaltungsroman ist das somit nicht, aber spannende Lektüre für Leser(innen), die an intelligenter Darstellung deutscher Zeitgeschichte interessiert sind und gerne beim Lesen auch das eine oder andere lernen mögen.

Profile Image for Sabine.
773 reviews20 followers
November 28, 2015
Mich hat dieses Buch überzeugen können, auch wenn es keines ist, dass man mal eben zwischendurch liest – dafür ist das Thema Terror und RAF einfach viel zu wichtig und regt an sehr vielen Stellen zum Nachdenken an.

Die Geschichte spielt auf zwei Zeitebenen, einmal im Jahr 1998, als die RAF-Terroristin Martina Müller das Gefängnis als freie Frau verlässt, und in den 70er Jahren, als sie die ersten Kontakte zu der späteren Terrorgruppe knüpft, immer tiefer in die Revolution einsteigt bis sie schließlich mit anderen eine Entführung plant und durchführt, bei der mehrere getötet werden und wofür Martina dann schließlich auch mit Haft bestraft wird. Es geht aber auch um die RAF im Allgemeinen, deren Einstellungen und Ideen, aber auch, wie sehr sich diese Ideen wieder verlieren und immer mehr eine Verbesserung der Haftbedingungen von Gruppenmitgliedern im Vordergrund steht bzw. deren Freilassung. Erzählt wird das Ganze aus verschiedenen Perspektiven – es ist mal die Sicht Martinas selbst, mal die ihrer Tochter, die den Kontakt zur Mutter abgebrochen hat, nachdem sie ins Gefängnis gekommen ist, aber auch Opfer und Angehörige von Hingerichteten kommen zu Wort – und nach und nach hat jeder dann auch Kontakt zu den anderen, so dass sich ein interessantes Geflecht von Einstellungen, Meinungen und Handlungen ergibt. Während zu Beginn des Buches die verschiedenen Erzählstränge noch nebeneinander herlaufen, verknüpfen sie sich nach und nach und ergeben am Schluss ein gelungenes großes Ganzes.

Geschickt hat die Autorin dabei die historischen Fakten mit einer fiktiven Geschichte verknüpft, dabei sehr gut recherchiert und die Stimmung der damaligen Zeit hervorragend eingefangen. Ich will nicht sagen, dass ich Martina in allem verstanden habe, insbesondere nicht, warum sie zur Terroristin geworden ist, aber ich konnten einiges gut nachvollziehen, wie sie immer tiefer in diese Gedankenwelt abgetaucht ist und wie es dann letztlich zu der Tat kam, für die sie verurteilt wurde.

Aber nicht nur Martinas Haltung war interessant, auch die ihrer Tochter und der anderen Figuren. Und wie sie dargestellt wurden, waren die Verzweiflung, der Schmerz und auch die Wut sehr gut spürbar und nachvollziehbar.

Die Geschichte beginnt ruhig, hat aber eine ganze eigene Sogwirklung, die einen immer tiefer reinzieht in diese beklemmende Geschichte, die dann in einem großen Finale mündet und durch einen in keinster Weise vorhersehbaren Schluss überrascht. Zu dieser subtilen Spannung passt auch der eindringliche Schreibstil, der direkt ist und auf den Punkt kommt ohne große Schnörkel und Verzierungen. Es gibt sehr viele Dialoge, manchmal fand ich das angenehm, manchmal jedoch auch eher dröge und anstrengend, und damit meine ich vor allem die politischen Diskussion zwischen den RAF-Beteiligten, die oft mit plakativen Parolen um sich geworfen haben und die in keinster Weise das eigene Handeln in Frage stellten – aber genau so kann ich mir vorstellen, dass es auch gewesen ist, deshalb fand ich diese Passagen zwar anstrengend zu lesen, aber auch sehr interessant.

Insgesamt hat die Autorin mal wieder bewiesen, dass sie exzellent schreiben kann und auch die Kunst besitzt, ein heikles Thema historisch korrekt, aber auch unterhaltsam und fesselnd anzupacken, ein Thema, das aktueller nicht sein könnte – von mir gibt es daher eine absolute Leseempfehlung.

Mein Fazit
Wer sich für den deutschen Herbst interessiert, der sollte sich dieses Buch unbedingt anschauen: Geschickt hat Tanja Kinkel eine fiktive Geschichte mit historischen Gegebenheiten verknüpft, entstanden ist nicht nur ein fesselnder Plot, sonder auch eine interessante Charakterstudie. Der eindringliche und direkte Schreibstil unterstreichen noch mal die Sogwirkung, die das Buch auf mich ausgewirkt hat – bis der Schluss dann einen zwar unvorhersehbaren, aber gelungenen Abschluss bietet. Von mir auf jeden Fall eine klare Leseempfehlung.
Profile Image for Jürgen Zeller.
200 reviews14 followers
November 12, 2015
Die von mir geschätzte Schriftstellerin Tanja Kinkel beschreitet thematisch einen neuen Weg und beschäftigt sich mit einem dunklen Kapitel der jüngeren Deutschen Geschichte. Der Zeitraum Ende der 1960er und Beginn der 1970er Jahre in der sich die Studentenproteste häuften und die als aufrührerische Ära in die Geschichtsbücher eingehen sollte. Ein kleiner Teil der jungen Leute aus dem politisch linksautonomen Spektrum radikalisierte sich und aus diesem immer zorniger werdenden Milieu erwuchs die militante Vereinigung der Roten Armee Fraktion. RAF - Drei Buchstaben die bis heute für hinterhältige Terroranschläge und kaltblütige Morde stehen. Wie aus friedlichen Demonstranten Menschen werden konnten, die "Das System" des Staates und seinen Einrichtungen zu hassen und zu bekämpfen begannen versucht die Autorin Tanja Kinkel zu ergründen. Dabei wählt sie eine literarische Stilrichtung die ihr liegt und in dem sie ihr erzählerisches Talent voll und ganz zur Geltung bringen kann: Familiengeschichten vor einem realen zeitgeschichtlichem Hintergrund.

Ein Brief einer Justizvollzugsanstalt bringt das gutbürgerliche Leben von Angelika Limacher komplett aus dem Tritt. Ihre Mutter hat die lebenslange Haftstrafe verbüsst und wird nach vielen Jahren aus dem Gefängnis entlassen. Martina Müller - ein aktives Mitglied der RAF das an Mordanschlägen beteiligt war und zu der Angelika während der Haftstrafe jeglichen Kontakt abgebrochen hat. Wie soll sie sich gegenüber der Mutter verhalten? Weiterhin auf Distanz gehen oder versuchen sich dem "Scheusal" zu nähern und sachten Kontakt zu knüpfen? Angelika wählt letzteres und muss sich mit einem Menschen beschäftigen, der feststellen muss, dass die "revolutionären" Taten der Vergangenheit sinnlos waren und zu jeder Zeit geächtet wurden. Ein schwieriger Brückenschlag und eine Annäherung zweier Menschen mit komplett unterschiedlichen Weltanschauungen.

Erzählt wird die Geschichte auf zwei unterschiedlichen Zeitebenen. Einmal im Jahre 1998 als Martina Müller aus der Haftanstalt entlassen wird und die Zeit dreissig Jahre früher, als die linken Studentenproteste begannen und Martina in den verhängnisvollen Fänge der fanatischen Aufrührer gerät. In ihrem verblendeten Denken sieht sie sich in der Rolle von Robin Hood und merkt nicht, dass sie wie der Sheriff von Nottingham handelt. Aus Rebellion gegen den Staat wird übler linksextremer Terrorismus.

Dieses Buch wird von der Leserschaft unterschiedlich gelesen werden. Die Generation von Lesern, die die aktive Zeit der RAF mit ihren hässlichen Attentaten selbst miterlebt und mit kaltem Schrecken im Gesicht in Presse und Fernsehen mitverfolgt hat wird es unter anderen Voraussetzungen lesen als jemand wie ich es bin, der dafür altersmässig zu jung ist und nur davon gehört hat. Kein Sachbuch sondern in der Form eines für jedermann verständlichen Romans versuchen zu begreifen, wie es zu dieser verqueren Ideologie kommen konnte aus der die tödlichen Anschläge hervorgingen.

Wer dieses Buch primär als Familiengeschichte liest verkennt die tiefgreifende Bedeutung die in ihm steckt. Ein schwieriges Thema literarisch so zu gestalten und zu schreiben, dass es beim Leser plausibel und fassbar ankommt ist eine Kunst der längst nicht alle Schriftsteller gewachsen sind. Tanja Kinkel beherrscht dieses Metier hingegen tadellos und legt einen sehr lesenswerten Roman vor.
Profile Image for Markus Eggert.
94 reviews2 followers
October 9, 2020
Diesmal hat es Frau Kinkel geschafft, sie hat mich total in Ihren Bann gezogen! Aber erstmal langsam, wobei langsam bei diesem Buch wohl irgendwie falsch ist.
Frau Kinkel hat es geschafft ein düsteres Kapitel über den Terrorismus in Deutschland mit Leben zu befüllen. In dem Sie einen Fall konstruiert hat, wo ein Staatssekretär von der RAF umgebracht wurde anstatt ihn zu entführen.
Sie zeichnet in diesem Buch eindringlich die Probleme, welche die Familie einer Terroristin, welche 20 Jahre im Gefängnis war hat, wenn diese entlassen wird. Sie beschreibt welche Empfindungen die Tochter von Martina Müller hat, welche Ängste sie bei der ersten Begegnung mit Ihrer Mutter in Freiheit hat.
Aber auch welche Ängste gerade die Mutter hat, welche erkennt, dass sie eigentlich nichts bewirkt hat mit den Attentaten auf Menschen; dass die Gewalt doch eigentlich nichts gebracht hat - außer dass sie über 20 Jahre von ihrer Tochter getrennt war.
Frau Kinkel zeigt aber auch auf, welche Gedankengänge die Familien der Opfer haben, als sie erfahren, dass das „Mörder-Monster“ wieder entlassen wurde. Da ist der Journalist, dessen Vater erschossen wurde und dessen Mutter sich heimlich dem Alkohol hingibt und hofft, dass man es nicht merkt.
Auch schildert sie, wie sich der einzige überlebende Leibwächter fühlt, welche Gewissensbisse dieser tagtäglich durchstehen muss, zumal er immer wieder denkt, dass er evtl. den Überfall auf den Staatssekretär Werter ermöglicht hat, weil er teilweise keine Erinnerungen mehr hat, was vor dem Überfall passiert ist. Und er die Möglichkeit immer wieder vor Augen hat, dass er damals vielleicht wegen seiner sexuellen Neigung erpressbar war, da es damals noch verboten war sich als Schwuler zu zeigen oder sexuelle Handlungen zu zeigen (§175 StGB).
Sie zeigt auch die Verstrickung der DDR in dieses dunkle Kapitel der deutschen Geschichte auf, die wahrscheinlich auch ein großes Wort dabei mitzureden hatte. Aber Frau Kinkel zeigt auch auf wie falsche Informationen immer wieder auch der RAF in die Karten gespielt haben.
Mein Fazit für dieses Buch lautet: Man ist das gut! Obwohl ich mir wirklich sehr schwer tue. Ich habe mich in den letzten Wochen immer wieder mit der Roten Armee Fraktion auseinander gesetzt - ich denke, sogar das erste Mal in meinem Leben, da dieses Thema im Unterricht doch nie behandelt wurde und ich wohl auch noch immer nicht behandelt wird. Ich denke oft, dass es Totgeschwiegen wird, aber nicht Totgeschwiegen werden sollte. Es ist wichtig, dass wir uns auch mit dieser Thematik einfach einmal befassen.
Ich denke das unsere Deutsche Geschichte nicht nur aus der NS – Zeit oder dem Mauerfall besteht sondern noch viele andere kleinere oder größere „Zwischenfälle“ hatte, die unser Land geprägt haben und uns zu dem gemacht haben, was wir heute sind. Vielleicht ist so ein Roman, welchen Tanja Kinkel geschrieben hat, auch wichtig um sich mit diesem Thema unserer Geschichte einmal auseinander zu setzen. Für mich war es ein Buch, welches mich neugierig auf unsere Geschichte der 70er Jahre gemacht hat. Und mich hat es beängstigt, dass ich so wenig bis fast gar nichts über diese Zeit weiß, obwohl ich ja da schon geboren war. Dies alles macht Schlaf der Vernunft zu einem der für mich persönlich wichtigsten Bücher der letzten Monate.

http://www.literaturlounge.eu
Profile Image for Kerstin.
746 reviews24 followers
March 15, 2016
Kurzbeschreibung:
Nach 20 Jahren Gefängnis wird Martina Müller zeitgleich mit der RAF-Auflösung begnadigt. Das "Mörder-Monster", wie die Presse bei ihrer Verurteilung schrieb. Ihre Tochter Angelika, die ihre Entschlossenheit nie verstanden hat, soll ihrer Mutter nach der langen Haftzeit beistehen, obwohl jedwede Verbindung abgebrochen war. Martina, mit 48 noch jung, muss erkennen, dass nichts erreicht wurde, jeder Mord umsonst gewesen war. Um herauszufinden, ob sich ihre Mutter geändert hat, Reue in sich entdeckt, und Teil ihrer Familie werden kann, muss Angelika Martinas Spuren folgen. Von der Sympathisantin, über die Illegalität und dem Gängelband der Stasi, bis hin zum großen Attentat. Aber nicht nur sie. Durch die Begnadigungen gibt es zwar Ex-Terroristen, aber Ex-Opfer gibt es nicht, denn deren Leid verjährt nie. So taucht der Sohn eines RAF-Opfers auf, der wissen will, wer damals geschossen hat. Ehefrauen, Mütter und der einzig überlebende Leibwächter: Alle haben auch nach Jahrzehnten offene Fragen. *Quelle*

Zur Autorin:
Tanja Kinkel, geboren 1969 in Bamberg, gewann bereits mit 18 Jahren ihre ersten Literaturpreise. Sie studierte in München Germanistik, Theater- und Kommunikationswissenschaft und promovierte über Aspekte von Feuchtwangers Auseinandersetzung mit dem Thema Macht. 1992 gründete sie die Kinderhilfsorganisation "Brot und Bücher e.V.", um sich so aktiv für eine humanere Welt einzusetzen (mehr Informationen: www.brotundbuecher.de). Tanja Kinkels Romane wurden in mehr als ein Dutzend Sprachen übersetzt; sie spannen den Bogen von der Gründung Roms bis zum Amerika des 21. Jahrhunderts. Zu ihren bekanntesten Werken gehören Die Löwin von Aquitanien (1991), Die Puppenspieler (1993), Mondlaub (1995), Die Schatten von La Rochelle (1996), Die Söhne der Wölfin (2000), Götterdämmerung (2003), Venuswurf (2006), Säulen der Ewigkeit (2008) und Im Schatten der Königin (2010), Das Spiel der Nachtigall (2011), Verführung (2013) und Manduchai. Die letzte Kriegerkönigin (2014).

Meinung:
Deutschland 1998: Die Endzwanzigerin Angelika Limacher ist glücklich mit dem Zahnarzt Justus verheiratet und hat zwei Söhne, Micha und Max. Doch diese bisherige Idylle in ihrem Leben wird überschattet. Ihre Mutter Martina wird nach 20 Jahren Gefängnis begnadigt und auf freien Fuß gesetzt. Sie war Mitglied der RAF und am Mord an Staatssekretär Eberhard Werder beteiligt.

Angelika gerät dadurch in einen Zwiespalt, denn einerseits ist ihr die Mutter mit ihren radikalen Ansichten und Taten fremd, sie ließ sie damals allein, um in den Untergrund zu gehen. Andererseits aber sehnt sie sich zurück nach einem normalen Mutter-Tochter-Verhältnis. Aber auch bei den Angehörigen der damaligen Opfer reißt die Entlassung Martina Müllers die alten Wunden wieder auf und jeder versucht, mit der kommenden neuen Situation fertig zu werden.

Tanja Kinkel widmet sich in ihrem neuen Roman dem Thema RAF, von der Entstehung aus der Studentenbewegung Ende der 1960er Jahre heraus über die Kaufhausbrände in Frankfurt, der Todesnacht von Stammheim bis hin zur Auflösung der Gruppe.

Die Protagonisten sind fiktive Personen, die Hintergründe aber real. Im Mittelpunkt steht Angelika Limacher, die Tochter der Ex-Terroristin Martina Müller. In zwei Zeitebenen wird einerseits über Angelika im Jahre 1998 berichtet, die sich inzwischen eine Familie und ein annehmliches Leben aufgebaut hat und die Nachricht erhält, dass ihre Mutter bald schon aus dem Gefängnis entlassen wird.

Auf einer zweiten Zeitebene wird über ihre Mutter Martina berichtet, die 17-jährig Ende der 1960er Jahre auf einer Klassenfahrt nach Berlin den Schah-Besuch und die danach stattfindenden Ausschreitungen und den Mord am Studenten Benno Ohnesorg mitverfolgt. Erst als Sympathisantin der Bewegung (in dieser Zeit lernt sie Holger Meins kennen), geht sie später in den Untergrund und ist an dem Attentat auf den Staatssekretär des Justizministeriums, Eberhard Werder, aktiv beteiligt.

Auch zahlreiche Nebencharaktere werden in die Geschichte miteingeflochten, die immer noch an den Folgen des Deutschen Herbstes leiden, wie z.B. der ehemalige Personenschützer Steffen Seidel, der als einziger das Attentat auf Werder überlebt hat, aber durch ein längeres Koma nie mehr ganz zu seiner alten Gesundheit zurückfand, aber auch die Familie Werders und der Sohn seines Chauffeurs, der ebenfalls zum Opfer wurde.

Die zentralen Themen sind Vergebung, Reue, Schuld, Rachegefühle, das Verstehen der Motivation der Täter, aber auch die Familie. Hier hat Tanja Kinkel einwandfrei recherchiert und verbindet gekonnt Fiktives mit Realem. Vor allem der Mutter-Tochter-Konflikt steht hier im Mittelpunkt, aber auch das Täter-Opfer-Verhältnis. Wer sich für die Geschichte der RAF interessiert, wie eine Radikalisierung entsteht und welche Folgen dies für die Angehörigen bedeutet, sollte hier definitiv einen Blick riskieren.

Allerdings wäre es ratsam, sich vorher weitergehender Lektüre über die RAF zu widmen, da in diesem Roman meiner Meinung nach vieles nur angeschnitten und eine gewisse Vorkenntnis vorausgesetzt wird. Zu empfehlen wäre hier Der Baader-Meinhof-Komplex von Stefan Aust und das von mir sehr geschätzte Tödlicher Irrtum von Butz Peters.

Fazit:
Schlaf der Vernunft ist ein sehr lesenswerter Roman, der sich mit der Geschichte der RAF aus der Sicht einer fiktiven Ex-Terroristin, ihrer Tochter und den Angehörigen der Opfer beschäftigt. Für interessierte Leser der jüngeren deutschen Geschichte uneingeschränkt empfehlenswert!
Profile Image for lesewürmchen.
57 reviews3 followers
August 9, 2022
eine romanhafte, teils fiktive erzählung über einen teil der raf-geschehnisse, die versucht dem leid der opfer und der tragik der ereignisse gleichermaßen gerecht zu werden.

teilweise hat es mich sehr gefesselt und ich konnte das buch kaum weglegen. oft fande ich die erzählweise jedoch zu überdetailliert, aufkommende emotionen, bzw. diese, die erzeugt werden sollen, wurden durch zu viele worte unterdrückt.
42 reviews
October 17, 2018
Gelesen im Oktober 2018
Sehr guter Rückblick aus verschiedenen Perspektiven über die RAF Zeit
This entire review has been hidden because of spoilers.
Profile Image for Havers.
907 reviews21 followers
January 10, 2016
Tanja Kinkel schreibt seit vielen Jahren Romane, die sich durch gründliche Recherchearbeit im Vorfeld auszeichnen. Ob das nun die Antike („Die Söhne der Wölfin“), das Zeitalter der Troubadoure („Die Löwin von Aquitanien“) oder England während der Herrschaft Elisabeth I. ist („Im Schatten der Königin“), es gelingt ihr immer, die jeweilige historische Epoche stimmig und unterhaltsam zu präsentieren.

In ihrem neuesten Werk „Schlaf der Vernunft“ geht sie nun nicht so weit in der Zeit zurück, wie wir es üblicherweise von ihr gewohnt sind, sondern widmet sich einer Periode der bundesrepublikanischen Zeitgeschichte, die als der „Deutsche Herbst“ in die Geschichtsbücher eingeht. Ausgehend von der fiktiven Biografie der Martina Müller zeigt sie den Werdegang eines Mitglieds der RAF (Rote Armee Fraktion) auf, die Politisierung und Radikalisierung einer jungen Frau und deren Abtauchen in den terroristischen Untergrund, die Entwicklung einer Sympathisantin hin zur Mörderin. Aber sie beleuchtet auch das gesellschaftliche Umfeld, den Umgang der Medien, der Politik und Justiz mit den Terroristen.

Doch das besondere Augenmerk Kinkels gilt den Opfern, und zwar nicht nur denjenigen, die bei den Anschlägen der RAF ihr Leben lassen müssen, sondern auch denen aus dem familiären Umfeld, hier stellvertretend Angelika Limacher, die Tochter von Martina Müller, von der Mutter für das höhere politische Ziel im Stich gelassen. Seit deren Inhaftierung ist der Kontakt abgebrochen, aber die Behörden erwarten von ihr, dass sie nach Müllers Begnadigung und Haftentlassung die Resozialisierung der ehemaligen Terroristin begleitet und unterstützt.

Diese Mutter-Tochter-Geschichte ist das zentrale Element des Romans, der gekonnt mit zwei Zeitebenen arbeitet: Anfang der siebziger Jahre wird der Grundstein für all das gelegt, was Ende der neunziger Jahre nach der Zerschlagung der RAF über Angelika, die Tochter, hereinbricht. Es stellt sich hier nämlich nicht nur die Frage nach Schuld und Reue. Das wesentliche Element ist die Auseinandersetzung mit den Taten und der Frage, ob es den Opfern und den Hinterbliebenen möglich ist, nicht nur der Mutter sondern auch der Terroristin ihre Taten zu vergeben.
Profile Image for Jasi.
471 reviews31 followers
November 22, 2015
Als die RAF-Terroristin Martina Müller im Jahre 1998 begnadigt wird, steht ihre Tochter Angelika vor der Frage ob sie wieder Kontakt zu ihrer Mutter aufnehmen möchte. Diese war nun zwanzig Jahre wegen Mordes im Gefängnis. Gleichzeitig suchen auch die Söhne von Martinas Opfern nach Antworten auf viele Fragen, die sie beschäftigen. Wie konnte es soweit kommen? Warum mussten ausgerechnet ihre Väter sterben?

Mich hat das Buch sofort angesprochen, da das Thema 'Terrorismus' heutzutage leider wieder sehr aktuell ist und ich sehr gespannt war, zu wissen wie es sich anfühlt hinter die Fassade eines Menschens zu blicken der so etwas vollbringen kann. Bei Martina fiel es mir, überraschenderweise, nicht schwer Zugang zu finden und im Laufe der Geschichte schafft es die Protagonistin auch sich immer mehr zu öffnen und auch selbst über ihre Taten nachzudenken. Die Autorin geht sehr stark auf Martina ein und das fand ich wirkich klasse, da mich ihre Entwicklung und ihre Veränderung beim Lesen am meisten interessiert hat. Sehr spannend fand ich auch die Beziehung die zwischen Angelika und ihrer Mutter bestand. Diese veränderte sich ebenfalls sehr stark und die beiden wurden vor einige Herausforderungen gestellt.

Wie oben schon erwähnt, spielt die Geschichte zu RAF-Zeiten. Ich stieg mit kaum Vorwissen in das Gesehen ein und durch die guten Erklärungen der Autorin hatte ich kein Problem der Handlung zu folgen. Man merkt beim Lesen dass auch sehr viel Recherchearbeit hinter diesem Werk steckt, aber gleichzeitig auch dass die Autorin selbst sehr interessiert an diesem Thema war und ich kann nur sagen dass sich die viele Arbeit gelohnt hat.

Das Buch ist sehr packend geschrieben, so dass es schwer fällt das Buch während dem Lesen aus der Hand zu legen. Die Spannung bleibt durchwegs erhalten und besonders am Ende kommt es noch einmal zu einem richtigen Nervenkitzel. Ich habe zuvor noch nichts von Tanja Kinkel gelesen, aber sie hat definitiv mein Interesse geweckt und ich möchte noch gerne mehr Werke von ihr kennenlernen!

~ FAZIT ~
Ein ausgezeichnetes Buch mit tiefgründigen, gut ausgearbeiteten Charakteren und toller Recherche! Ich kann es nur weiterempfehlen!
Displaying 1 - 12 of 12 reviews

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