Jump to ratings and reviews
Rate this book

Non luogo a procedere

Rate this book
In questo romanzo violento, tenero e appassionato, Claudio Magris si confronta con l'ossessione della guerra di ogni tempo e paese, quasi indistinguibile dalla vita stessa: una guerra universale, rossa di sangue, nera come le stive delle navi negriere, cupa come il mare che inghiotte tesori e destini, grigia come il fumo dei corpi bruciati nel forno crematorio della Risiera di San Sabba, bianca come la calce che copre il sepolcro. Non luogo a procedere è la storia di un grottesco Museo della Guerra per l'avvento della pace, delle sue sale e delle sue armi, ognuna delle quali racconta vicende di passione e delirio; è la storia dell'uomo che sacrifica la vita alla sua maniacale costruzione, per riscattarsi alla fine nell'accanita ricerca di un'orribile verità soppressa; è la storia di una donna, Luisa, erede dell'esilio ebraico e della schiavitù dei neri. Con una narrazione totale e frantumata, precisa e insieme visionaria, Magris scava con ferocia nell'inferno spietato delle nostre colpe, e racconta l'epos travolgente di tragedie e silenzi dell'amore e dell'orrore.

368 pages, Paperback

First published October 12, 2015

29 people are currently reading
823 people want to read

About the author

Claudio Magris

195 books245 followers
Claudio Magris was born in Trieste in the year 1939. He graduated from the University of Turin, where he studied German studies, and has been a professor of modern German literature at the University of Trieste since 1978.

His most well known book is Danubio (1986), which is a magnum opus. In this book Magris tracks the course of the Danube from its sources to the sea. The whole trip evolves into a colorful, rich canvas of the multicultural European history.

He's translated the works of Ibsen, Kleist and Schnitzler, among others, and he also published essays about Robert Musil, Jorge Luis Borges, Hermann Hesse and many others.

Ratings & Reviews

What do you think?
Rate this book

Friends & Following

Create a free account to discover what your friends think of this book!

Community Reviews

5 stars
55 (18%)
4 stars
84 (28%)
3 stars
84 (28%)
2 stars
40 (13%)
1 star
29 (9%)
Displaying 1 - 30 of 51 reviews
Profile Image for Markus.
270 reviews93 followers
March 17, 2024
Ein Kriegsmuseum für den Frieden? Was immer man von so etwas halten mag, es war die Obsession eines Triesters italienisch-spanisch-böhmischer Herkunft und Vorbild für die namenlose Hauptfigur dieses Romans: Professor Diego de Henriquez, ein genialer und unbeugsamer Triester von großer Bildung und verbissener Leidenschaft, der sein ganzes Leben (1909 - 1974) damit zubrachte, Waffen und jede Art von Kriegsmaterial zu sammeln, um ein originelles, überbordendes Museum des Krieges einzurichten, das durch die Ausstellung so vieler Instrumente des Todes dem Frieden dienen soll.

Diego de Henriquez
[Diego de Henriquez vor einem seiner Stücke]

Triest ist auch die Heimatstadt Magris' und der geographische Mittelpunkt seines Romans. Nun habe ich nicht nur das Buch gelesen, sondern auch besagtes Museum und andere Schauplätze besichtigt, und zahlreiche Fotos geschossen. Jetzt sitze ich gerade auf der Piazza Cavana und verdaue die Eindrücke der letzten Tage bei mehreren Espressi. Auf Touristen-Websites liest man, wie schmuck das alte Quartiere Cavana renoviert wurde - vormals als Rotlichtviertel übel beleumundet, mit finsteren Kneipen, verfallenen Häuser und streunenden Katzen. Sanierung, liest man bei Magris, nannte man auch die Säuberungsaktionen des jüdischen Bürgermeisters unter Mussolini, der für ein anständiges Triest sorgte, aufgeräumt und sauber, ohne Juden, Slawen und Antifaschisten. Dafür bekam er dann seinen Ariernachweis - womit wir schon bei einem wichtigen Thema des Romans wären, der Vergangenheit und der Mühsal des Erinnerns.

7,5-cm-PaK 40 gegen T-34, Tyrannosaurier gegen Brontosaurier, Krokodile gegen Nilpferde an der Mündung des Sambesi, Wellen und Spritzer von blutigem Schlamm, die indischen Elefanten des Antiochos III. von Syrien kreuzen ihre Stoßzähne mit den afrikanischen des Ptolemaios IV., Philopator von Ägypten, ein Körper gestemmt gegen den anderen, bis einer nachgibt, zur Seite weicht, nur ein wenig, aber ausreichend, um seine Flanke den Hauern des Feindes darzubieten, der sie durchbohrend hineinschlägt, Dickhäuter auf der Flucht oder am Boden rollen wie von den Bergen herabgestürzte Felsblöcke.

Diego de Henriquez sammelte abertausende Objekte, vom beschädigten U-Boot bis zum Knochenbeil eines Chamacoko-Indianers, aber auch Dokumente, Fotos, Briefe oder Tagebücher sowie Bücher von Montecuccoli bis Clausewitz. Er hatte die Angewohnheit, in seiner Lagerhalle zwischen rostigen Kanonen und Maschinengewehren in einem Sarg zu schlafen, wo er 1974 bei einem bis heute ungeklärten Brand ums Leben kam. Vermutlich wurde das Feuer gelegt, um belastende, im Besitz von Henriques befindliche Dokumente zu vernichten.

Auch ein Besuch der Risiera di San Sabba stand auf meinem Programm. Die alte Reismühle mitten in Triest wurde 1943 von den Deutschen als Polizeihaftlager adaptiert und war das einzige Konzentrationslager Italiens. In der Risiera wurden Juden, Partisanen und politische Gefangene inhaftiert, gefoltert und ermordet. Der Trockenofen der Reismühle und der Fabrikschornstein wurden als Krematorium umgewidmet.

Risiera di San Sabba
[Risiera di San Sabba]

Die Reste der Risiera - Teile davon haben die Nazis zur Vernichtung von Beweisen gesprengt - hat man als Gedenkstätte erhalten. Die Besichtigung solch einer Einrichtung ist nichts für schwache Nerven und geht nachhaltig aufs Gemüt - mehr muss ich dazu nicht sagen.

Risiera di San Sabba
[Risiera di San Sabba]

Diego de Henriquez hatte die zahlreichen Kritzeleien in den Zellen und Aborten abgeschrieben, bevor sie übertüncht wurden. Die Inschriften enthielten jedenfalls brisante Informationen, die Namen von Folterknechten und Schlächtern, die sich nach Kriegsende als anständige Bürger neu etablieren konnten. Mit der Entdeckung dieser Informationen verwandelte sich Henriquez' Sammelwut immer mehr in investigative Aktivitäten. Ob das belastende Notizbuch Nr. 65 zusammen mit Henriquez verbrannt ist oder bei der anschließenden Hausdurchsuchung abhanden kam, es blieb verschwunden und hat somit nie existiert. Dass alle Untersuchungen zur Klärung der Brandursache und zum Verbleib der Aufzeichnungen sowie darauf folgende Gerichtsprozesse ohne Ergebnis blieben, kann man sich denken - Verfahren eingestellt.


Risiera - Zelle

[in solchen Zellen wurden bis zu sechs Gefangene, vorwiegend "politiche", vor ihrer Ermordung festgehalten]

Der besessene Sammler tritt im Buch nicht persönlich auf, er wird von der fiktiven Hauptfigur, Luisa Brooks, erinnert, die ihn persönlich kannte. Die junge Frau kuratiert das entstehende Museum, und viele der Kapitel berichten von ihren Gedanken und den Aufzeichnungen, die sie bei der Sichtung und Dokumentation der Objekte verfasst. Mit Luisa Brooks kommt der zweite große Themenstrang ins Spiel: Sie ist die Tochter einer Jüdin und eines schwarzen Besatzungssoldaten. Ihre Großmutter wurde in der Risiera ermordet. So wird Stück für Stück nicht nur die Geschichte Triests, sondern auch eine tragische Familiengeschichte sichtbar, die mit der Stadt, dem Krieg und dem Holocaust genauso verknüpft ist, wie mit der Geschichte des Rassismus und der Sklaverei.

Kunstvoll verflochten mit Luisas Aufzeichungen präsentiert Magris eine Reihe, teils aus obskuren Quellen recherchierte Geschichten, wie jene über das erwähnte Knochenbeil, das einem Indio gehörte, den der böhmische Ethnologe und Kakteensammler Alberto Vojtěch Frič nach Prag mitgebracht hatte oder über den österreichischen Wehrmachtssoldaten Otto Schimek, der in Polen als Märtyrer verehrt wird, weil er wegen seiner Weigerung, polnische Zivilisten zu erschießen, hingerichtet wurde - was sich im nachhinein (und nach der wundersamen Heilung eines Kranken an seinem Grab) als Lügengeschichte seiner Schwester erwies.


Risiera di San Sabba

[Risiera di San Sabba]

Es ist faszinierend, wie Magris quer durch Raum und Zeit seine Fäden knüpft. Da gibt man am 20. April 1945 ein rauschendes Fest zum Geburtstag des Führers, im Schloss Miramare, das vom Erzherzog Ferdinand Maximilian erbaut wurde, bekannt als Kaiser Maximilian I. von Mexiko, der wiederum kurz vor seiner Erschießung in Querétaro eine Wanzenart entdeckt hat, Cimex domesticus Queretari, der Kaiser war nebenher ein ambitionierter Naturwissenschaftler, spezialisiert auf Insekten, Schnecken, Spinnen und Tausendfüßler.

Die Wanze — ein Kampftier. Dicker schwarzer Körper, dorsoventral abgeplattet, längliches ovales Profil. Im oberen Rückenfeld weist der Thorax zwei seitliche Auswüchse auf. Fühler zusammengesetzt aus vier Gliedern, von denen die letzten beiden lang und dünn sind; Tentakeln zum Tasten und Greifen, Beine eines Schaufelbaggers, der aufreißt und dann die Trümmer fasst. Ein schwarzer ultramobiler Panzer, hervorragend für die Zusammenstöße in unwegsamem Gelände, wie der sowjetische T-34, ganz besonders in Hanglagen. Die Wanze klettert hoch, wenn nötig bis zur Decke; sie durchstößt die Haut mit zwei Stechrüsseln, einem, um das Blut zu saugen, und dem anderen, um den eigenen gerinnungshemmenden und betäubenden Speichel zu injizieren.

Waffenmuseen zu besuchen ist eigentlich nicht meine Sache. Man muss sich die Frage stellen, ob man Waffen überhaupt besichtigen soll oder kann, egal in welchem Kontext, und ebenso, ob die Motivation zu diesem Museum und die Sammelwut nicht etwas zwanghaftes, ja pathologisches haben. Man könnte das Zurschaustellen der von Blut und Schlamm gereinigten und in Vitrinen hübsch drapierten Todesgeräte angesichts der aktuellen Geschehen in der Ukraine, in Israel und in halb Afrika sogar als obszön betrachten, oder zumindest als akademisch verspielt. Andererseits, bewusstes Hinschauen ist ein Garant, ein schmerzhafter, sich nicht an das tägliche Grauen zu gewöhnen.

Civico Museo di guerra per la pace
[Vor dem Kriegsmuseum für den Frieden]

Das Museum ist in einer rohen Betonhalle weit ab vom Zentrum Triests untergebracht, und ich bin nicht sicher, ob das der Lagerhalle nachempfunden sein soll, in der Henriquez ums Leben kam, oder ob es nur das Desinteresse illustriert, das die Stadtverwaltung dem Sammler und seiner Arbeit seit jeher entgegengebrachte. Bezeichnend ist wohl, dass ich während meines mehrstündigen Besuchs der einzige Besucher blieb.


Civico Museo di guerra per la pace 'Diego de Henriquez'

[Im Museum]

Es ist hier nur ein winziger Bruchteil seiner Sammlung, vorwiegend aus dem 1. Weltkrieg, ausgestellt. Teile der nautischen Stücke sind anderswo untergebracht und an die 5000 Bücher und Dokumente in irgendeinem Archiv vergraben.
Die Objekte sind ohne museale Inszenierung schnörkellos und dicht an dicht aufgereiht. Nur eine leise Totenglocke taucht den ganzen Raum in ein permanent unheimliches Ambiente, sie stammt aus einem Video vom Begräbnis des Thronfolgers Ferdinand, das im Eingangsbereich in Endlosschleife läuft. In mehreren Themenblöcken werden nackte Daten präsentiert, z.B. Grafiken und Charts zur globalen Dimension des "Wirtschaftsfaktors Waffenproduktion", womit Krieg in einen größeren, globalen und auch modernen Zusammenhang gebracht wird, genau wie es auch Magris in seinem Buch macht.


Civico Museo di guerra per la pace 'Diego de Henriquez'

[Vitrine mit Helmen und Handgranaten, dahinter an der Wand die Reproduktion einer historischen Photographie]

Großartig auch ein längeres Kapitel, das Chaos, Zerstörung und Gehirntumor assoziiert. Anfang Mai 1945, keine zwei Wochen nach dem Fest, der Krieg liegt in den letzte Zügen, ein chaotischer Kampf um Triest jeder gegen jeden, Deutsche gegen Faschisten gegen Kommunisten gegen die Titinis, wie man die Armee Titos nannte, und dazwischen unzählige Splittergruppen aller Couleurs, bis die Stadt sich den Jugoslawischen Truppen ergibt und die Kapitulation widerruft, um sich den soeben angekommenen neuseeländischen Truppen zu ergeben.

Das Atom ist unteilbar, aber der Krieg spaltet es, und augenblicklich fliegt alles in die Luft; der Ton explodiert im Kopf, eine Bombe zerreißt Milliarden von Zellen, eine Million Milliarden von Verknüpfungen für jeden Kopf, der unbeweglich und blutüberströmt auf den Straßen von Triest liegt. Wie viele Milliarden von Milliarden Zellen und Verknüpfungen hat die Geschichte? »Angesichts seiner Ausdehnung«, heißt es in dem Befund der Kernspintomographie, »gilt der Tumor als inoperabel.«

Die Frage, ob das überhaupt ein Roman ist, ist berechtigt, jedenfalls ist es mehr als das. Im Nachwort weist der Autor auf den fiktionalen Charakter seines Werkes hin, aber auch, dass sich Fiktion unvermeidlich aus der Wahrheit speist, aus jener Wahrheit, die Mark Twain als bizarrer und phantastischer als jede Erfindung bezeichnet. Die akribische Leidenschaft, mit der Claudio Magris all diese bizarren und phantastischen Geschichten gesammelt hat, verbindet ihn mit dem Vorbild seines Protagonisten, Diego de Henriquez, und man könnte das Buch auch als literarisches Kriegsmuseum für den Frieden lesen.

Als Vergleich kommen mir auch die Romane Sebalds mit ihren Reiseberichten und essayistischen Reflexionen in den Sinn. Formal ähnlich, ist aber der Ton Magris' ein gänzlich anderer, nicht so melancholisch lapidar, sondern temperamentvoll und böig wie die berühmte Triestiner Bora. Der Fallwind ist aber auch nötig, um die vielen üblen Gerüche zu vertreiben, die sich wie ein zusätzlicher Subtext durch das Buch ziehen: Zersetzung, Blut, Schweiß, die fauligen Darmwinde des Führers, der Marzipangeruch des Zyklon B und ein Anflug von verbranntem Fleisch, der sich allabendlich vom Schlot der Risiera her über die Stadt legt.


Miramare

[Schloss Miramare]

Geier und Hyänen aller Länder vereinigt euch, nichtsahnend, dass ihr bloß noch Leichen und Gerippe seid, deren Gestank schon die Aasfresser anlocken. So heißt es dann anlässlich des Führergeburtstags und der versammelten Prominenz von Fascisti, Ustaša, Tschetniks und Nazis im Schloss Miramare.

---
Civico Museo della Guerra per la Pace "Diego di Henriquez"

Risiera di San Sabba
Profile Image for Melissa.
289 reviews133 followers
April 11, 2017
The unnamed protagonist in Blameless has been obsessively collecting items associated with fighting and warfare for decades in order to establish a war museum in his native home of Triste. His collecting began shortly after World War II, during which time he helped negotiate the liberation of Triste. He gathered so many items throughout the course of these post-World War II years that they could only be stored in a hangar. His entire life was consumed with establishing his museum to the point that he even slept among his objects and papers. When he dies in a fire that consumes him and some of his precious objects in the hangar, it is a woman named Luisa that is tasked with curating the museum and organizing his notes, objects and stories.

The novel is not easy to read and both its images and its disjointed structure make it disconcerting, but also appropriate for a story that deals with the violence and atrocities of war. While he was collecting items for his war museum, the narrator also kept copious and detailed notes in a series of journals, some of which were presumed lost in the fire that killed him. The narrative alternates between pages from the narrator’s journal, descriptions of items that are to be displayed in the museum, and Luisa, the curator’s, own story as a child of a Jewish woman and a black man. The most difficult parts of the narrative to read and grasp are the narrator’s thoughts in his journal. There are layers of stories within stories, personal reflections, and names of spies, informants, victims and those involved with perpetrating war crimes.

Magris does not shy away from describing atrocities of war. Scenes of torture, for example, and descriptions of the last moments of victims who are sent to the gas chambers at the Risiera are described. The unnamed narrator’s collection culminated with his copying into his journals the words written on the walls of the Risiera by victims who were about to be murdered by the Nazis. But the notebooks in which he transcribed these horrors go missing and Luisa is left to speculate what mysteries they contain about the horrific evens that occurred in Triste during the war.

There is a constant tension in the book between images of love and death. Items of war—guns, tanks, axes and bullets are meticulously described as Luisa plans how they will be displayed in the war museum. The final, violent days of the liberation of Triste are related by the narrator in great detail. And the violent death of Lusia’s aunt, a nurse serving in the war, who is kicked to death by a band of racist thugs is found within the pages of this war novel. But there are also glimmers of love and even hope. Luisa’s mother Sara, orphaned when her own Jewish mother is killed during the war, comes out of her deep depression when she meets her husband, a black American who comes to Europe for the liberation. Together they bond over the persecution that their ancestors have suffered through the course of many generations. They find a deep level of comfort in one another’s company that sometimes not even their daughter cannot penetrate. Magris eloquently relates their first night together in his lyrical prose:

Every sunset is different, in all the thousands of millennia no two evening’s glowing embers have been identical; the switch instead wastes no time with lighting effects, its’ not a huckster trying to lure mothers with glittering trinkets for their children, but always turns on the same light and turns it off to the same darkness, like someone who takes his job seriously. But one night, that night, when the dark hand—dark on the back, the palm was lighter—which had gently touched her arm helping her up the poorly lit stairs had reached to turn the handle and open the door, Sara, looking at the strong, powerful brown hand, had felt that even a small mundane gesture can reveal a man and that something can change, suddenly, in your heart.

One image that struck me which is ubiquitous in Magris’s narrative is that of the sea. The sea is presented as both a source of comfort but also something that can consume, overwhelm and suffocate. The book opens with a description of the narrator’s acquisition of a submarine and his of his fear of the sea. By contrast, Luisa’s mother has fond memories of Salvore, a town by the sea on the other side of the Gulf of Triste where her mother safely hides her during the war. In these scenes Magris writes about a sea that is calming and beautiful: “The sea is blue, a dazzling light; when it reverberates in the fierce noonday heat its brilliance is blinding, a darkness in which you cannot see anything, like at night.” Luisa’s mother uses the blinding, white light of the sea as a shelter from the war that is being waged around her.

In the very last scene in the book. however, Magris returns to the image of the all-consuming sea and the submarine. As the narrator is suffocating in the conflagration of his hangar and hallucinating, he conflates his own death scene with the deaths of those who were suffocated and burned at the Risiera. As he is dying he has the chilling and horrific sensation that he is sinking in one of those submarines along with the other victims in the war. As the sea is swallowing him he sees the remnants of his war museum:

I must have entered the submarine that I had the Navy give me. Yes, I’m going under; through the porthole I can see the white pages with those numbers and names sinking to the bottom. They dumped the waste into the sea, into the gorge, they dumped us here, between the Patoc and the sea, the water can’t be very deep, but we’re going down, down, throwing garbage into the sea is a crime and so is throwing men in, but the judge declares there is no cause to indict.

I was impressed with the high level of Magris’s erudition mixed with his poetic language and intriguing plot. Much like Compass which I recently finished, is not an easy read, but for those who enjoy a literary challenge then I highly recommend Blameless. Has anyone else read any other Magris books? I also have Danube sitting on my “to read” pile.
Profile Image for Gavin Armour.
609 reviews126 followers
August 16, 2017
Den Krieg spielen, um ihn nicht führen zu müssen – das ist der Leitfaden der namenlosen Hauptperson in Claudio Magris Roman VERFAHREN EINGESTELLT (im Original: NON LUOGO A PROCEDERE). Der zu Beginn der zersplitternden und sich auffächernden Erzählung bereits tote Sammler von Kriegsgerät aller Art – von der Axt eines Stammeskriegers am Amazonas bis zu Panzern und Raketen, die er bereits seit dem Ende des 2. Weltkrieges zusammensuchte – wollte ein umfassendes Museum des Krieges erstellen, eine Komplettsammlung sämtlicher Waffen und gewaltsamen Todesarten, die der Mensch sich so ausgedacht hat im Laufe der Geschichte, um die Gewalt, die sie ausüben, zu bannen. Nun ist der Sammler tot, verbrannt inmitten seiner Artefakte und die junge Luisa Brooks soll die übriggebliebenen Stücke sortieren und für ein neues Museum zusammenstellen. Und während sie sortiert, sammelt, klassifiziert und katalogisiert, wird sie für uns, die Leser, zu einem Katalysator all der Geschichten, die ein jedes dieser Stücke anhaften. Sei es der Bericht eines Amazonaskriegers, der nach Europa entführt und hier als eine Art lebende Wanderausstellung herumgereicht wird; sei es der Bericht über die verheerenden Sklavenjagden in Afrika; seien es Erzählungen aus dem Krieg, dem letzten, Erzählungen über Märtyrer und die, die sie machen – Magris lässt durch Luisa ein ganzes Panoptikum von Anekdoten, Geschichten und Erzählungen fließen und fächert uns ein Panorama des Schreckens auf.

Zugleich wird uns Luisas Geschichte berichtet, und die hat es in sich. Sie ist die Tochter einer Jüdin, die durch Glück und den Mut von Menschen, die sie versteckt haben, überleben konnte, und eines schwarzen amerikanischen Besatzungssoldaten, der recht früh in ihrem Leben bei einem Unfall starb. Durch ihre Mutter unmittelbar mit den Schrecken der Shoah verbunden, durch den Vater, der ihr die Geschichte seiner Familie und seines Volkes erzählt hat, mit einem anderen Menschheitsverbrechen - der Sklaverei – laufen in Luisa lange Linien historischen Schmerzes und historischer Verantwortung zusammen. Es gelingt Magris mit dieser Konstruktion, die Struktur der Gewalt, die daraus resultierende Schuld und beider Nachwirkung zu verdeutlichen - Verläufe, die oftmals unter der Schicht der tagespolitischen Aktualität verborgen bleiben. Indem er Luisas jüdische Großmutter zu einer später selbst in den Krematorien der Nazis verbrannten Kollaborateurin macht, die aus Furcht um die eigene Familie denunziert hat, kann er die ganze Perfidie zeigen, die in den Handlungen der Nazis und ihrer Helfershelfer lagen, wie es ihnen gelang, selbst ihre Opfer noch so zu diskreditieren, daß diese selber Schuld auf sich luden. Zugleich kann man in den Einschüben, die „Luisas Geschichte“ erzählen, sehr gut nachlesen, wie sich die Ereignisse wie ein schleichendes Gift in die Leben der Überlebenden hineinfressen und sie zu zersetzen beginnen. Es ist diese Engführung aus Geschichte, Geschichten und Gegenwartsbewältigung, die VERFAHREN EINGESTELLT zu dem brillanten Buch macht, das es ist.

Magris stellte in einem Interview klar, daß die Risiera, eine alte Reismühle in Triest, der Stadt aus der der Autor stammt und wo er große Teile seines beruflichen Lebens als Professor für deutsche Literatur verbracht hat, das einzige Konzentrationslager auf italienischem Boden gewesen sei, dieser Tatsche aber weder von Historikern, noch in der einschlägigen Literatur genügend Aufmerksamkeit gewidmet werde. So ganz richtig ist das nicht, denn zumindest Thomas Harlan arbeitet sich in seiner Romanzumutung HELDENFRIEDHOF massiv daran ab, nennt Namen, Ross und Reiter und stellt San Saba, das Viertel, wo die „Knochenmühle“ inklusive einer rudimentären Gaskammer und eines kleine Krematoriums einst stand, deutlich aus. Auch in Daša Drndic´ ebenso brillanten wie unerträglichen Werk SONNENSCHEIN (2015) und in Ursula Ackrills ZEIDEN, IM JANUAR (2015) findet die Risiera Erwähnung. Dennoch ist es Magris´ Verdienst, erneut diesen Ort des Schreckens zumindest literarisch ans Licht der Öffentlichkeit gezerrt zu haben. Sein namenloser, toter Protagonist, so raunt uns der Text zu, könnte auch deshalb gestorben sein, weil er unmittelbar nach dem Krieg angefangen hatte, die Inschriften und Kritzeleien in den ehemaligen Zellen abzuschreiben und dabei wahrscheinlich etliche Namen von Folterknechten, von Tätern und Denunzianten, Mitläufern und Günstlingen gesammelt hatte. Das betreffende Notizbuch ist nämlich nicht mehr aufzufinden. Könnte es also sein, daß hier anonyme, undurchsichtige Mächte ein Interesse daran hatten, diese Namen niemals ans Licht der Öffentlichkeit geraten zu lassen? So schreibt Magris seinem Text zu guter Letzt auch die Rezeptionsgeschichte dessen ein, was als Menschheitsverbrechen apostrophiert die europäische Geschichte so nachhaltig geprägt hat und, betrachtet man die momentanen Verwerfungslinien in den politischen Lagern, immer noch zu extremen Auseinandersetzungen und Anfeindungen führt.

Es ist kein einfacher Text, der sich da vor unseren Augen entfaltet. Zersplittert, fragmentiert und oft raunend, mutet er dem Leser eine Tour de Force durch die Abgründe der Menschheitsgeschichte zu, scheut sich dabei nicht vor Sprüngen und Umwegen, die vom Leser maximale Aufmerksamkeit verlangen, zumal der Text keineswegs rein deskriptiv ist, sondern durchsetzt mit Reflexionen auf den Krieg, die Gewalt, den Tod und seine Unmöglichkeit. Er wechselt die zeitlichen und räumlichen Ebenen und springt von einer eher analytischen Betrachtung in den Mythos und zurück. Und beweist damit die grundlegende Verwobenheit des Menschen in Gewalt und gewalttätige Konfliktlösungen ebenso, wie er nahelegt, daß die Gewalt schon vorgeschichtlichen Ursprungs, eben im Mythos selbst verwurzelt ist. Die Geschichte der „anderen Luisa“, einer freien Schwarzen, die Jahre Gefangene bei einem kreolischen Eingeborenenstamm war, verweist auf genau diese Verwobenheit. Doch versteht es Magris auf nahezu geniale Art und Weise, die maximale Distanz zu markieren, die die mythologische Gewalt zur reellen Gewalt des Krieges, zur Serialität und der Industrialisierung der Gewalt und des Tötens unter den Nazis einnimmt. Damit verweigert Magris der jüngeren europäischen Geschichte den Eintritt in den Mythos, macht sie greifbar und verortet sie.

In Zeiten, in denen der Ruf nach Schlußstrichen und „Ende des Schuldkults“ wieder laut werden, kann man ein Werk wie dieses gar nicht genug hervorheben. In einem Nachwort merkt der Autor an, daß sich die äußeren Begebenheiten auf wahre Tatsachen stützen, daß wir es aber mit einem Werk der reinen Fiktion zu tun haben. Er verleiht seiner Hoffnung Ausdruck, daß in der Fiktion, die sich ja immer auf die „Wahrheit“ stützt, eine höhere, reinere Wahrheit zum Vorschein kommt. Es ist dies vielleicht die nobelste und höchste Aufgabe, die Literatur für sich beanspruchen kann.

Man sollte VERFAHREN EINGESTELLT unbedingt lesen.

Profile Image for Marie-Paule.
79 reviews10 followers
July 24, 2017
A very difficult book to read. A citizen of the Italian town of Trieste spent his whole life to build a collection of all kinds of weapons, 'to serve as a museum of war, meant to promote peace'. He is said to have collected the names of spies and traitors, who have sent innocent people to the concentration camp Risiera di San Saba, as well. Potentially explosive stuff for the post war citizens of Trieste. But did these lists of names ever exist, and if so, did they survive the fire in which our hero died?
Long after WW2, Luisa, the daughter of a Jewish mother (her grandmother died in Risiera di San Saba) and a black American soldier, is appointed as the curator of the 'Museum of War'. The book is a reflection on hate, war, antisemitism, racism, .... guilt.
What is more important? Finding the blooded hand of the executioner or torturer (that is mostly the easy part), identify the spies and traitors (maybe they are victims, too?), or ... unmasking the apparently clean hands of fine citizens that have shaken those blooded hands ? Guilt and innocence were hard to distinguish in those post war days, and it still is, up to today.
Claudio Magris was born in Trieste.
( I read the book in the Dutch translation).
This entire review has been hidden because of spoilers.
Profile Image for LetyDarcy.
116 reviews46 followers
February 19, 2016
Un museo della guerra per costruire la pace. Dammi la tua spada affinché non possa colpire mai più. Ma la parola, si sa, colpisce più della spada, da sempre, e sono proprio le parole, i nomi scritti sui muri della Risiera (sapevate che esisteva un forno crematorio, una camera a gas, in Italia, a Triste la bella, Trieste la contesa, Triste la cosmopolita e civile?) copiati sul taccuino del protagonista a sparire. Nomi non di assassini, ma di persone che agli assassini stringevano le mani. Il libro viaggia in spazi e tempi lontani, è una denuncia affilata e potente contro tutte le ipocrisie, da quella degli inquisitori che interrogano una nera rapita in sud America per sapere se ha giaciuto col Demonio, ma anche e soprattutto dove giacciono tesori perduti, alla Trieste bene, borghese e pulita, che divideva cene a base di pesce con gli ufficiali nazisti, fino a chi non capisce che il vero eroismo, in guerra, è non volerla fare,la guerra. Ho fatto un po' di fatica ad entrare nello stilo di questo autore, questo libro è stato per me quasi un battesimo con lui, è denso, ricco, non permette cali di attenzione, ma mi sono resa conto di avere in mano letteratura nel senso più alto, quella che fa bene, che oltre a raccontare una storia agisce nella storia.
Profile Image for George-Icaros Babassakis.
Author 39 books312 followers
July 31, 2017
῾῾.. να αλλάξουμε το παρελθόν, έγραφε, ν᾽ αντιστρέψουμε το χρόνο, να τον υποβιβάσουμε σε δρόμο απαγορευμένης κυκλοφορίας...᾽᾽
Profile Image for Kirsty.
2,787 reviews190 followers
January 10, 2018
It must be said that I only read the extract of this which was published on Granta's website, but I very much enjoyed what I read. There is a stunning immediacy to Magris' prose, and I was pulled in immediately. I would certainly like to read the rest of the novel at some point.
Profile Image for Frabe.
1,189 reviews55 followers
August 23, 2017
"Per il protagonista senza nome di questo libro - precisa Magris nella nota finale - mi sono ispirato del tutto liberamente a una persona realmente esistita e di grande spessore, il professore Diego de Henriquez, un geniale e irriducibile triestino di vasta cultura e accanita passione che si è dedicato tutta la vita (1909-1974) a raccogliere armi, materiale bellico di ogni genere per costruire un originale, debordante Museo della Guerra che servisse, tramite l'esposizione di tanti strumenti di morte, alla pace." E poi aggiunge, Magris, che questo de Henriquez, prevedendo di continuare la suddetta raccolta anche post mortem, invitava lo sconosciuto passante davanti alla sua tomba a consegnargli la sua spada, affinché questa non potesse colpire mai più. I visionari, generalmente inutili, sono necessari.
"Non luogo a procedere", collage di frammenti sulla guerra "di ogni tempo e paese", è un libro affascinante, anche se alquanto stancante per le dosi fin troppo massicce della sua immensa cultura che l'autore vi ha riversato.
Profile Image for Elalma.
892 reviews100 followers
December 6, 2015
L'invenzione si nutre di cose realmente accadute, scrive Magris nella postfazione, e la verità è là, oggettiva, anche se quasi mai pienamente accessibile. Dunque gli oggetti, il museo, il magnifico personaggio a cui si è ispirato sono pretesti per raccontare la Storia attraverso le storie con quell'abilità di scrittura che appaga.
Profile Image for Come Musica.
2,052 reviews625 followers
January 18, 2016
Magris è uno dei migliori scrittori italiani esistenti.
Che penna! Che intreccio!
Profile Image for Jan.
88 reviews10 followers
May 17, 2020
Geen pretje, dit boek... Magris'' eruditie is vanzelfsprekend, poëtisch zelfs, nergens pedant, maar door de van onmenselijkheden doortrokken cadans die hij aanhoudt, verging het me te onderstrepen en te annoteren voor verdere googling en lezing. Deze zalige onzalige tijd heeft daar zeker wat mee te maken; halverwege heb ik dit boek voor een paar weken aan de kant moeten leggen, te veel indrukken en suggesties van binnenuit en buitenaf. Nauwelijks lichtpuntjes ook, en die dan nog gitzwart dooraderd. Als interludium waren daar gelukkig de heilzame fratsen van Don Quichot en de ezelsdrachtige Sancho Panza, waarin ook om de haverklap het onafwendbare onvermijdelijke ter sprake komt, maar dan als een wijsheid die schuddebuikend te verteren valt.
Profile Image for Karel Alleene.
63 reviews5 followers
May 23, 2017
Zeventig bladzijden ver in 'Het museum van oorlog' dacht ik terug aan een interview met Harry Mulisch, afgenomen door Wilfried Hendrickx. Mulisch had net 'Siegfried' uitgebracht en liet zijn licht schijnen over het taalgebruik van collega's: 'Kun jij je voorstellen dat er schrijvers bestaan die argeloos luie omschrijvingen als drijfnat gebruiken? Dat doe je toch niet?'.

Wat zou Mulisch gedacht hebben van de taal waarvan Magris zich hier bedient? Een duif is 'zo wit als sneeuw', de wind 'strijkt' langs het gezicht en water 'zindert en schittert'. Barokke omschrijvingen, die je eerder verwacht in de onbeholpen liefdespoëzie van een tiener.

Het contrasteert fel met de hoge ambities die Magris hier tentoonspreidt: deze worp lijkt op een poging om de definitieve Italiaanse oorlogsroman af te leveren.

In Triëst probeert Luisa een oorlogsmuseum op te richten. De basis van dit museum rust op een gigantische verzameling oorlogsmateriaal, aangeleverd door een manisch gedreven verzamelaar. Deze naamloze man overlijdt echter tijdens een allesverzengende brand en laat Luisa achter met een eindeloos aantal notities over het fenomeen oorlog. Het is het begin van een associatieve reis langs oorlogsgruwelen, dwars doorheen continenten en tijdperken. Ieder hoofdstuk start met een bijna encyclopedische omschrijving van een object in het museum - variërend van een Russische T-34 tank tot een Azteekse houten knots - waarna de verteller poogt de lezer mee te tronen naar de respectievelijke tijdsperiode. In andere woorden: het museum als hypertekst.

Het idee dat je vanuit één ruimte de totale wereldgeschiedenis kunt overschouwen, doet onmiddellijk denken aan 'De aleph' van Jorge Luis Borges. Zo compact Borges' verhaal is, zo oeverloos is deze roman. Wijdlopende zinnen hoeven op zich geen probleem te vormen, maar Magris maakt het hier bij momenten wel erg bont. De bevrijding van Triëst levert deze zin op:

'Klokslagen in de lucht, deeltjes komen in trilling en de hemelen krommen zich als bogen over de wereld, een lichtblauw en zoetklinkend gewelf, eenzelfde geluid dat zich herhaalt en zich verbreidt als concentrische kringen op het water.'

Wat hebben we hier gelezen? We hebben nog steeds geen idee, maar het lijkt aardig op kitscherig effectbejag. Nog merkwaardiger is het taalgebruik dat de Italiaan hanteert om de oorlogshorror tastbaar te maken. Er gaat geen hoofdstuk voorbij of sperma, bloed en fecaliën worden opgevoerd om de lezer te laten aanvoelen hoe gruwelijk het allemaal was. Een levensvatbaar personage ontmoet je nergens, het boek heeft meer weg van een Grand Guignol-horrorshow dan van een poging om te begrijpen waarom de mens tot oorlog overgaat.

Nu kan je opwerpen dat de op hol slaande zinnen net nodig zijn in een epos dat probeert het mysterie oorlog in woorden te vatten. Nochtans slaagden Magris' landgenoten Italo Calvino ('En dan komt de raaf') en Primo Levi ('Is dit een mens', 'Het respijt') er prima in om hun oorlogservaringen te vatten in romans en kortverhalen die niet gebukt gingen onder een excessieve taal. Integendeel.

Driekwart in het boek staat de verteller stil bij een paar schoenen, achtergelaten door een Sloveense partizaan tijdens de bevrijding van Triëst. Hij ziet ze als 'een vaandel van de overwinnaar', 'veel sterker dan die pompeuze vlag die de titoïsten op de ramen van het stadhuis bevestigen'. Je vraagt je af waarom Magris niet vaker inzoomde op dit soort kleine getuigen van de geschiedenis? Door het grote verhaal te willen vertellen, vertel je immers soms niks.
Profile Image for İpek Dadakçı.
307 reviews410 followers
January 8, 2023
Biraz zorlayıcı ama çok farklı ve etkileyici bir roman Davanın Reddine. İtalyan yazar Claudio Magris, oldukça sıradışı bir tarih profesörü olan Diego de Henriquez’in hayatından esinlenerek kaleme almış bu romanı. Tıpkı Henriquez gibi, tarihin farklı dönemlerinde kullanılmış silahları ve çeşitli savaş teçhizatlarını toplayıp bir savaş müzesi kuran bir adamı konu alan roman, üç paralel hikayeyle ilerliyor: Hikayelerden biri, karakterin trajik ölümü üzerine müzeyi planlamak ve düzenlemekle görevlendirilen bir uzmanın geçmişinin hikayesini anlatıyor. Karakterin not defterlerindeki notlardan oluşan ikinci hikayede onun tanık olduğu olayları, anılarını ve geçmişini görüyoruz, ki bunların bir bölümü müzedeki teçhizatın nerede kullanıldığı ve müzeye nasıl dahil olduğu gibi bilgileri de içeriyor. Bunların yanında bir de yine müzenin ekseninde bugünde yaşananlar aktarılıyor. Bu üç hikayenin ortak paydası savaş. Oldukça farklı perspektiflerden, tarihin bambaşka sayfalarından ele alıyor Magris savaşı. Köle ticaretinden Latin Amerika’daki kıyıma, cadı avından Mussolini dönemi işkencelerine geniş bir yelpazede savaşı irdelerken, en çok da kendi tanık olduğu İkinci Dünya Savaşı üzerinde duruyor. Zaten kendisi de Trieste’li olan yazar, aslında kendi şehrinin tarihinin güya kolektif travmaya sebep olmasın diye hasıraltı edilen kısımlarını özellikle masaya yatırıyor.
Tarihin bu önemli kıyımlarıyla okuru yüzleştirmesinin yanı sıra, savaşa yaklaşımı da etkileyici. Doğadaki diğer canlılar ve hatta vücudumuzdaki mikroorganizmaların yaşantısına kadar yaşamın her yerinde savaşın izlerini aradığı gibi, hiç kan dökülmeden de yapılan oldukça yıkıcı ve acımasız savaşlar olduğunu savunuyor. Mevcut düzende bir tuşla bile bir sürü insanın mahvına sebep olan bankalardan ve paradan, insanın açgözlülüğünün sebep olduklarından ve “Medeni kanun, en vahşi savaş alanıdır” diyerek ilişkilerde yaşanan savaştan, özellikle de kadının mağduriyetiyle sonuçlanan türlerinden de bahsediyor savaşın. Bu kısımlar Ingeborg Bachmann’ı anımsattı bana ve Magris’e de hayran oldum. Oldukça sert bir eleştirel dili olan yazarın ironileri de zekice; tarihin utançlarını okurun yüzüne öyle çekincesizce ve iğneleyici bir şekilde vuruyor ki okurken yaşananların suçlusu sizmişsiniz gibi hissetmekten alıkoyamıyorsunuz kendinizi. Yazar suça ortak olanlarla kadeh tokuşturanlara lafını söylerken mesela, o masada siz de varmışsınız gibi utanıyorsunuz.

Kitabın zorluğu, yazarın kendi notlarında anlattıklarını bilinçakışı tekniğiyle aktarmasından ve anlattığı dağınık gibi görünen küçük hikayeleri takip edip aralarında bağlantı kurmanın dikkat istemesinden kaynaklanıyor. Kimi yerde anlatımın alakasız sayıklamalara döndüğünü düşünüyorsunuz, oysaki hepsinin anlamlı detaylar olduğunu fark ediyorsunuz ilerledikçe.

Davanın Reddine bana zaman zaman en sevdiğim romanlardan biri olan İtiraf Ediyorum’u da anımsattı; İtiraf Ediyorum’da vahşetle dolu insanlık tarihinin farklı kesitleri bir keman aracılığıyla birbirine bağlanırken, Davanın Reddine’de de bir müzede toplanan savaş aletleriyle karşımıza benzer bir tablonun çıktığını görüyoruz.
Sonuna özellikle bayıldığım bu romanı çok, çok beğendim. İnsanlık tarihinin, adeta deli, çılgın bir adamın sayıklamaları olsa çok daha akla yatkın ve kabul edilebilir olacak kadar utanç verici, acımasız ve tahayyül sınırlarının dışında bir vahşetle dolu olduğu gerçeğini zekice ve güçlü bir edebi dille işleyen muazzam bir roman. 4.5/5
Profile Image for Simone Subliminalpop.
668 reviews52 followers
February 17, 2016
Tra realtà e finzione sono tanti i temi e tante le storie narrate nell'ultimo romanzo di Magris, troppi per poter essere riassunti in breve senza tralasciare qualcosa di importante. Sono molti anche i luoghi, ma almeno su questo non si è troppo in errore ad indicare Trieste come centro delle vicende narrate (in un arco temporale che copre buona parte del '900 e oltre).
Magris è bravissimo a tenere in piedi tutto e tutti, una scommessa per niente facile, lasciando alla sua riconoscibilissima prosa (elegante, forte e a tratti un po' compiaciuta) il compito di fare da collante.
Profile Image for Old Man JP.
1,183 reviews76 followers
November 29, 2021
I've learned over the years not to recommend certain books to others to read even if I loved it. This is one of them. Most of it is written in magnificent prose that borders on narrative poetry but is presented in a very disjointed way. It's a challenge to read,especially for someone like me with a limited intellect because I have to focus my attention on it and often reread passages to try to understand what is being said, but I enjoy that. The running theme throughout the book is about a museum that stores weapons of war that was created by a man who was obsessed with them. He has died in a fire at the museum and so it is taken over by his curator a woman named Luisa who is the daughter of a Jewish woman and a black man. Most of the book, however, is taken over by constant asides that go into atrocities perpetrated by mankind upon it's own. The atrocities are mostly about war, primarily those committed by the Nazi but, also, war throughout history. Some of the asides are about the persecution of Jews and the treatment and enslavement of black people that stretches back through history.
Claudio Magris wrote beautifully composed passages that started out magnificently but often drifted into narration that went nowhere. For example:

"War has become human because it spares the individual, the foot-soldier of the Sassari Brigade, the Kaiserjager, the marine, the partisan, the hoplite from being protagonists, perpetrators and therefore victims. Atomic weapons and toxic gases are not aimed at the single individual, they don't even know what that is. Just like earthquakes, volcanic eruptions, the tremors when the earth was still young; maybe still too young to give birth to man, a specific individual who believes he is destined to die. The others, the species, continents, forests, cities, glaciers - are shaken up, transformed, dispersed, relocated, monstrous, immortal mutants. An appalling heap of snakes that intertwine, mate and scatter en masse."

Fantastic! If you enjoy reading an entire book written in this type of lyrical prose you will probably enjoy this as much as I did but, if not, you might want to pass on it.
Profile Image for Alfonso D'agostino.
918 reviews72 followers
December 7, 2015
Non saprei dire esattamente da quando, ma è almeno un anno che i social network sono popolati dal meme “Date una medaglia a quell’uomo” e da una serie quasi infinita di variazioni

Ora, mi rendo conto che l’accostamento può far sorridere, ma una frase si è messa a saltellare nel mio cervello una trentina di volte mentre iniziavo, mi godevo e infine completavo la lettura di “Non luogo a procedere”, ultimo – e meraviglioso – romanzo di Claudio Magris: la frase, scolpita nella sua assoluta chiarezza, è: “Date un Nobel a quest’uomo!”

“Non luogo a procedere” è un romanzo a cui davvero non manca nulla: riferimenti culturali e storici altissimi, una trama affascinante come poche, una idea di fondo semplicemente geniale e assolutamente contemporanea. Magris racconta infatti la storia di “Museo della Guerra per l’avvento della pace”, apparente (o forse no) ossimoro che descrive l’ossessione collezionistica di un uomo apparentemente proteso sul sottile filo che separa il fascino delle armi di ogni genere e tempo e l’evidente inumanità del loro potere distruttivo. E se l’idea vi sembra piacevolmente adatta a un romanzo, andate qui: http://www.museodiegodehenriquez.it/ In quella curiosa e inimitabile città sospesa fra letteratura e realtà che è Trieste, il Museo c’è davvero.

E’ inevitabile che la storia personale di Magris e – quindi – il romanzo siano profondamente intrecciati con la città giuliana: da alabardato, ci tengo però a sottolineare che non è un interesse localistico e personale a muovere l’ondata di complimenti che sgorga dalla mia mente: la struttura di “Non luogo a procedere”, labirintica eppure coerente nel suo insieme, la scrittura dell’Autore – al limite della perfezione – e il tratteggio di personaggi forti- indimenticabili – fanno pensare ad un romanzo destinato a segnare un’intera epoca, e ad essere accolto, in un futuro neppure troppo lontano, nelle antologie scolastiche e universitarie.

In sintesi, a un millimetro dal capolavoro.

--- http://capitolo23.com/2015/12/07/non-... ---
Profile Image for Talična.
50 reviews10 followers
September 26, 2025
ovo bi dobilo 5 ko kuća da sam čitala u srednjoj ili prvom godinama faksa, sad sam prestara i pretrudna da imam strpljenja za struju svijesti, brate napiši jasno i nedvosmisleno šta se događa i doviđenja. inače važna tematika, tu nemam zamjerki.
Profile Image for Kaosblu.
52 reviews6 followers
December 10, 2015
Nei romanzi storici realtà e finzione si alternano, si mischiano; accade anche nell’ultimo libro di Magris.
Oltre alla storia del Museo della guerra per la pace e del suo ideatore ci sono altre storie nel libro: gli eccidi nazisti nei Balcani, la tratta degli schiavi africani, le guerre tribali dei Chamacoco e dei Caribi.

Un libro complesso, pieno di riferimenti a personaggi reali e ad avvenimenti realmente accaduti. Un libro che è fonte di conoscenza, forse si è lasciato poco spazio alla letteratura; ho trovato poco avvincenti i personaggi e poco attraente la scrittura: non ho mai avuto quella voglia irrefrenabile di tornare a casa e riprendere a leggere il libro.
COntinua a leggere su Kaos blu
Profile Image for Andrea.
1,131 reviews54 followers
February 8, 2016
"In questo romanzo violento, tenero e appassionato...". Già dall'incipit della presentazione l'editore tenta di vincere la diffidenza del lettore, convincendolo che nell'ultima opera dell'intellettuale triestino perpetuamente candidato al nobel il romanzo c'è. Non è una bugia intera: la cornice che contiene i mille episodi di storia locale e letteratura mitteleuropea è solida e credibile. Ma la lettura è avvincente quanto un libro di educazione civica, perfetta per chi desidera infliggersi una lezioncina morale e stordirsi di citazioni.
Profile Image for Benny.
675 reviews110 followers
June 5, 2017
In Het museum van oorlog gaat Claudio Magris op zoek naar “niet de met bloed besmeurde handen maar de handen die ze hebben geschud, de schone handen van de echte heren van de wereld” (p.393).

“Het kwaad is een keten van handen die hoffelijk geschud worden: je hoeft de laatste maar beet te pakken, vrij van elk spoortje bloed […], om bij de eerste uit te komen, die dat bloed nog onder zijn nagels heeft zitten.” (p.358)

Maar de namen zijn verloren achter witgekalkte muren in de Risiera, de rijstpellerij waarin zich tijdens WO2 het enige concentratiekamp-met-verbrandingsoven bevond, het enige op Italiaanse bodem (wat meermaals herhaald wordt alsof daar ergens iets in schuilt om trots op te kunnen zijn).

Triëst is een plaats waar de geschiedenis lelijk heeft huisgehouden en Magris klaagt de naamloze notabelen aan die tijdens de Tweede Wereldoorlog meehuilden met de wolven, al de industriëlen, politici en vooraanstaanden die de nazi’s geen strobreed in de weg legden.

Zijn boek spuugt op “de ontdekking dat goede mensen geen probleem hebben met moordenaars zolang die zich net zo goed weten te gedragen als zij” (p.102) en pleit tegen elke vorm van “vrijspraak voorafgaand aan het proces, geen grond voor strafvervolging. Onwetendheid is geen verzachtende maar een verzwarende omstandigheid.” (p.363)

Het boek wil krabben aan de korst van de geschiedenis tot de wonde terug ettert in de hoop dat dat dan tot een betere genezing leidt.

Maar Het Museum van oorlog is geen gemakkelijk boek. De moeizame, postmoderne schrijfstijl vol citaten uit liedjes en gedichten, niet zelden in een vreemde taal, gedachtestromen vol moeilijke woorden en opgestapelde metaforen dwingt tot traagheid. Maar soms werkt de moeilijkdoenerij ook flink op de zenuwen.

“De leegte is hardnekkig en laat zich niet als een vlek wegpoetsen.” (p.351) “Dat iets of iemand ontbreekt is pijnlijk, en dus wordt na het wegruimen – soms met de botte bijl, zoals in de Risiera – ook elke bewuste herinnering aan die daad weggeruimd.” (p.351)

Deze roman strijdt tegen het vergeten van de onwetendheid, maar is niet de verhoopte revelatie. Het is vooral boeiend voor lezers die Triëst gaan bezoeken, want het Museum van Oorlog voor de Vrede bestaat echt en die Risiera staat in de top-3 van dingen om te doen in Triëst.
Profile Image for Federico Carciaghi.
109 reviews2 followers
May 20, 2019
Tra realtà e finzione, un bellissimo gioco letterario sul valore della memoria, sul valore della Storia. Un episodio, un personaggio, Diego de Henriquez, sul quale costruire un romanzo-testimonianza delle vittime della guerra, di ogni guerra del mondo, per costruire un museo della guerra per l'avvento della pace. In Magris si realizza la voce del profeta Isaia: "Spezzeranno le loro spade per farne aratri, trasformeranno le loro lance in falci. Una nazione non alzerà più la spada contro un’ altra nazione, non impareranno più l’ arte della guerra". Un libro per riflettere sulle vittime della storia, per scavare nelle sue pieghe e cercare piccoli bagliori di luce.

«Ma soprattutto la guerra, che è una cosa seria, deve avere a che fare il minimo possibile con l'Io, con questo presuntuoso renitente alla leva e disertore sul campo di battaglia. I maestri dell'arte della guerra non dicono mai "Io", a cominciare dal primo e più grande, Sun Tzu, che forse è Sun Wu o altri ossia nessuno, un imprecisato grande Maestro voce di tanti Maestri, che infatti inizia sempre il suo discorso con le parole: " Il Maestro Sun disse...".
Diamoci dunque sempre del Lui anche quando parliamo con noi stessi, per favore. In fondo, è quasi come darsi del Lei, come fanno tutti... il tu ci sarà quando si accorgeranno che è stata abolita la morte, Amor-Te. [...]
Bisogna rendere la vita -tutta la vita, ogni cosa - inutile, inusabile. Il valore d'uso è sempre, in qualche modo, il valore dell'assassinio. Spuntare le lance, arrugginire i fucili, ispessire il filo della lama, finché la vita sempre così affilata non tagli più»
Profile Image for Rita Centaro.
46 reviews4 followers
April 20, 2016
La sentenza di non luogo a procedere, è emessa qualora anche in seguito ad una istruzione probatoria – si ritenga o si accerti che ci siano degli elementi incompleti o contraddittori riguardo ad una causa di estinzione del reato, di improcedibilità dell'azione, al fatto che non costituisce reato, che l'imputato non lo ha commesso o che il fatto non sussiste.

Claudio Magris in Non luogo a procedere parla, in modo molto originale con una struttura molto elegante ed elaborata, dell'unico forno crematorio italiano (la Risiera di San Sabba), di guerra, di eccidi nazifascisti, di guerre tribali e di tratta degli schiavi, ma anche sorprendentemente di amore!
Il teatro di questo “romanzo”, tragico ma anche tenero, è Trieste

Due le voci narranti: un professore ossessionato dalla raccolta delle armi belliche che viene indicato con il pronome “lui”, e una donna, Luisa, figlia di un afroamericano e di una ebrea e nipote di una donna trucidata nel forno crematorio di San Sabba.

Per la figura del professore l'Autore si è ispirato ad una persona realmente esistita, Diego de Henriquez morto misteriosamente nel 1974 in un rogo proprio nei suoi magazzini pieni di armi e reperti da lui stesso meticolosamente e maniacalmente raccolte, mentre la figura di Luisa, la vera protagonista, è totalmente inventata.

Questo libro parla anche di donne, sottolineandone, sorprendentemente, molto accuratamente alcuni loro delicati risvolti psicologici (passando magistralmente dall'amore filiale, all'amore finito che mai finisce! )

Nel firmamento degli scrittori contemporanei, piuttosto scontati ed utilizzatori di vocaboli sempre troppo elementari, con questo libro Magris brilla con la sua erudizione!
Eccezionali i molteplici inserimenti nelle diverse lingue (latino, spagnolo, francese, creolo, tedesco, austriaco, e persino in dialetto triestino!)
Adopera un piacevolissimo lessico forbito, che fa gioire la mente nel leggerlo.

Finalmente un libro non banale, che riesce a catturare il lettore, nonostante sul tema siano già stati versati fiumi di inchiostro.

Ma probabilmente non si è scritto abbastanza, se oggi quanto è accaduto nelle guerre passate sembra sia finito nel dimenticatoio, a tal punto che si mette in discussione che quelle atrocità siano davvero avvenute.
Un libro per non dimenticare, perché molto sovente l'ignoranza cancella quel fiume di sangue che è la storia, quella storia che, in questo caso, magistralmente Magris paragona ad “un avanzato ed inoperabile glioblastoma”!
Un plauso prof. Magris!
Profile Image for Mandy.
3,605 reviews330 followers
August 6, 2019
Claudio Magris may well be one of Italy’s, indeed one of Europe’s most esteemed authors, but that certainly doesn’t make him easy to read. At its heart this fragmentary and disjointed novel tells of a man obsessed by gathering a collection of weapons, documents, film and other paraphernalia of war into a museum in Trieste. This tale is based on a real collector, some of whose collection is still available to view in the city. But the novel goes far beyond this basic narrative in a bewildering exploration of war, history and memory, interweaving multiple themes, ideas, characters and voices. All of which combine into a stream-of-consciousness outpouring that I found challenging, difficult to follow and ultimately unrewarding.
Profile Image for Hugo Falque.
71 reviews5 followers
July 1, 2024
Il ne manque à l'auteur qu'un buvard de LSD pour écrire un florilège d'anecdotes psychédéliques et vivantes. Claudio Magris, hélas, accoutumé aux gelaterias de Trieste, contente ses lecteurs des déambulations séniles d'un gardien de musée. Sa fantaisie des détails superflus entretient une telle divagation à travers l'Histoire qu'il nous semble feuilleter les pages sans fin d'une encyclopédie désuète. La petite plume habile de l'auteur l'agrémente narcissiquement... Les 53 chapitres peuvent être lus dans n'importe quel ordre. Classé sans suite est un essai médiocre, déguisé en roman prétentieux. Malgré tout, j'ai lu le bouquin jusqu'à la dernière page: Claudio, tu peux me remercier...
Profile Image for Eddy64.
569 reviews16 followers
May 14, 2025
Romanzo complesso e di non facile lettura, magmatico e frammentario al tempo stesso, con tante storie e piani narrativi che si intersecano. Liberamente ispirato (come recita la nota conclusiva) al “Museo della guerra per l’avvento della pace” e al suo fondatore, il triestino Diego de Henriques, che per tutta la vita si era dedicato con passione e accanimento alla raccolta di materiale bellico. Personaggio di fantasia è invece Luisa, la curatrice che anni dopo la sua morte – in un misterioso incendio che distrusse parte della collezione – prepara l’allestimento del museo. Una traccia narrativa è costituita dalla descrizione delle sale, destinate a raccogliere armi non solo della seconda guerra mondiale ma anche di altre epoche perché l’orrore e l’ossessione della guerra è di ogni tempo. In una esposizione sovente grottesca se non delirante trovano posto carri armati, fucili, bombe (potendo avrebbe acquisito il puntatore dell’atomica) accanto ad asce ed archi e ognuna è un pretesto per raccontare una storia. Diego (indicato sempre come Lui nel romanzo) aveva tra gli antenati nobili spagnoli che trafficavano con le Indie, Luisa è di madre ebrea, sfuggita grazie alla nonna ai rastrellamenti tedeschi mentre il padre, un soldato americano, è di origine creole. Quindi c’è spazio per storie di schiavi, razzismo e sopraffazioni, ma anche di libertà conquistata e riconquistata. Centrali sono poi le vicende su Trieste nell’ultima guerra e sulla risiera di San Sabba, tristemente nota per essere stata l’unico campo di sterminio in Italia dove vennero uccisi diverse migliaia di ebrei, partigiani, oppositori. La risiera è un “leit motiv” che ritorna tante volte, una sorta di ossessione per Luisa perché tra le vittime vi era stata la nonna (anche se forse aveva denunciato altri sventurati per salvarsi) e per Diego che ne visita le celle e riporta su taccuini (che non si ritrovano più) le scritte dei condannati che denunciavano delatori e connivenze, scritte coperte successivamente da una “provvidenziale” mano di calce. Molti industriali e professionisti triestini ebbero molte frequentazioni, forse più del dovuto, con i Nazisti che continuarono fino alla fine, come testimonia un grottesco compleanno di Hitler celebrato nell’aprile del 45 pochi giorni prima della disfatta. Claudio Magris da sfoggio della sua grande erudizione, lo stile talvolta è prolisso, quasi barocco, fin troppo ricco di dettagli tecnici e di particolari, altre volte invece è più intimo, oscuro, altre ancora cupo e sinistro. Non è facile districarsi e arrivare al termine, ma la sensazione alla fine è di aver letto un romanzo certo imperfetto, ma non banale, di quelli che lasciano qualcosa e si è soddisfatti. Quattro stelle.
Profile Image for M Levent.
132 reviews3 followers
March 9, 2019
''Tarih kurumuş bir kandır''
''Tarih bir tapu sicilidir''
''Tarih bir çöplüktür''
''Tarih bir elektroşoktur''
Bir tarih profesörünün kurmayı düşündüğü savaş müzesi projesi ölümüyle yarım kalır.
Siyahi bir baba ve Yahudi bir annenin kızı olan Luisa bu projeyi tamamlamayı amaçlar.
Müzenin sergisi için kurgu ararken satır aralarında İkinci Dünya Savaşı ve Nazilerin yaptıkları ve insanların ölümleri üzerinden Trieste ve çevresi Hırvatistan ile Slovenyada ki tarihsel süreçleri bir tarihsel dökümle roman tarzında anlatıyor. 2015 de Corriera della Sera Gazetesinin edebiyat eki okuyucuları tarafından yılın en iyi romanı seçilmiş.
Satır arasında öğrendiklerim:
İtalyada ki tek Nazi kampı Triestede ki 'Risiera di San Sabba'' ve orada da insanlar yakılmış.
Sivil halka ateş etmeyi reddetiği için infaz edilen Otto Schimek adlı 19 yaşında Avusturyalı bir asker bugün Polonyadaki Machova mezarlığında yatmakta.
Trieste ve çevresinde yetişen 'Rofesco' üzümünden yapılan şaraplar var.
Profesörün kurgusu yazar tarafından bu güzel roman ile dökümante edilmiş.
10 reviews
January 7, 2024
Tiene una interesante pero engañosa cuarta de forros. Había leído antes El Danubio, que me encantó, infinidad de relatos pero con una coherencia. Esta novela me parece el equivalente al arte contemporáneo, no entiendes nada pero se espera que te maravilles, te guste y la apruebes. Un montón de historias inconexas, se salta de un lugar a otro, personajes de los que hablan y ni los ubicas. Jamás la recomendaría.
Profile Image for Fanny.
62 reviews2 followers
May 11, 2019
Magnifique écriture mais tout est beaucoup trop confus. Très difficile de suivre C. Magris.
Ça n’est pas vraiment un roman et parfois, malheureusement, la lecture est laborieuse.
Assez déçue de la forme mais le fond est splendide.
Profile Image for Gilles Russeil.
675 reviews3 followers
May 2, 2020
Roman foisonnant sur la guerre et les horreurs de l'histoire : comment on s'en souvient, comment les peuples et les sociétés y survivent en reprenant ensuite leur petit train train et en ensevelissant la mémoire des tragédies.
Displaying 1 - 30 of 51 reviews

Can't find what you're looking for?

Get help and learn more about the design.