Kluftinger ist sich sicher: Bei einem anonymen Handyanruf, der ihn ausgerechnet während einer der gefürchteten Pressekonferenzen seines Chefs erreicht, wird er Zeuge eines Mordes. „Alpträume von zu viel Schweinsbraten“, tun seine Kollegen diesen Verdacht ab. Kluftinger ermittelt auf eigene Faust und findet am vermeintlichen Tatort jede Menge Blut, aber keine Leiche. Da überschlagen sich die Ereignisse: Mehrere brutale Mordfälle, anscheinend ohne Zusammenhang, erschüttern das Allgäu. Als dann doch noch der Großteil des abgängigen Toten auftaucht und Kluftinger endlich herausfindet, was all die Verbrechen verbindet, ist es fast schon zu spät ... Dabei steht er auch privat unter Druck: Seit Tagen leidet er unter heftigem Herzstechen und befürchtet sofort das Schlimmste. Eine demütigende Untersuchung bei Erzfeind Doktor Langhammer scheint das zu bestätigen. Doch der Kommissar ist entschlossen, das Ruder noch einmal herumzureißen. Aber ob fleisch- und kässpatzenarme Ernährung und ein Yogakurs da die richtigen Mittel sind?
Volker Klüpfel (* 1971 in Kempten (Allgäu)) ist ein deutscher Krimiautor.
Volker Klüpfel wuchs in Altusried im Allgäu auf. Er studierte Politikwissenschaft, Geschichte, Kommunikationswissenschaft und Journalistik. Nach dem Studium arbeitete er als Journalist bei einer amerikanischen Zeitung und beim Bayerischen Rundfunk, bevor er ein Zeitungsvolontariat begann. Klüpfel war bis August 2008 Kulturredakteur der Memminger Zeitung, im September 2008 wechselte er zur überregionalen Kulturredaktion der Augsburger Allgemeinen und wohnt seitdem in Augsburg. Seit 2012 ist er hauptberuflich Autor.
Nachdem der letzte "Klufti", mit Verlaub, lau war (vorhersehbare Geschichte, etc) waren meine Erwartungen nicht gerade hoch - irgendwann tritt halt mal eine Ermüdungserscheinung beim Schreiben auf. Zu meiner Freude war "Schutzpatron" wohl aber nur ein Durchhänger und in "Herzblut" kommt man als Klufti-fan wieder auf seine Kosten: Spannende, überraschende Story mit der ein oder anderen falschen Spur, und eine interessante Charakterentwicklung für Klufti selbst. Der erlebt nämlich eine persönliche, gesundheitliche Krise, die durch Doktor Langhammer nicht wirklich verbessert wird. Das führt zu einigen Konflikten zwischen den verschiedenen Kluftinger Generationen und nicht mal im Beruf kann sich der Kommissar davon ablenkten lassen, da der aktuelle Fall ihn dummerweise immer an seinen eigenen Gesundheitszustand erinnert. Die Peinlichkeiten halten sich in Grenzen - jedenfalls im Vergleich zum Vorgänger - aber die ein oder andere Situation (oder Person) bringt das Fass trotzdem zum Überlaufen. Alles in allem ein Buch, dass sich gut liest und mich dem Autorenduo gegenüber wieder versöhnlich gestimmt hat.
Hach, ich bin einfach ein Fan dieser Reihe. Auch wenn es in "Herzblut" gefühlt mehr um Yoga und das Herz des Kommesars ging, als um den eigentlichen Fall, kann ich das gut verzeihen. Denn die Charaktere sind mir in mittlerweile sieben Bänden einfach ans Herz gewachsen und ich mag die bayrische Atmosphäre und den Humor.
Dies war mein erster Fall vom Herr Kommissar Kluftinger, ob es noch weitere geben wird, kann ich noch nicht sagen.
Zuerst zum Protagonisten. Den fand ich echt erfrischend ehrlich und sympathisch auf seine bayrische, gemütliche Art und trotzdem immer wieder einen klaren Spürsinn für Details bei Ermittlungen. Besonders gut hat mir die umgangssprachlichen Unterhaltungen gefallen. Auch das Ermittlungsteam rund um Kluftinger wirkt sympathisch, eingespielt mit dem richtigen Maß an gegenseitigen Gefoppe auf der Arbeit.
Die Geschichte ließ sich gut und flüssig lesen und der private Werdegang des Kommissars ließ mich des öfteren Schmunzeln. Allerdings war sonst für mich kein richtiger Spannungsbogen, bis auf die letzten 100 Seiten, erkennbar. Ich weiß nicht ob es daran liegt, dass ich sonst eher Thriller statt Krimis lese oder ob in diesem Fall einfach viel vorhersehbar für mich war. Es war eine angenehme Geschichte, solide erzählt und den Schluss fand ich gut. Für Fans definitiv ein Genuss, Krimifans werden sicherlich auf ihre Kosten kommen 😁👍🏼
Im 7. Kluftinger Buch leidet der Kommissar unter Gesundheitsproblemen, so dass er schweren Herzens versucht mit gesuenderem Essen und Yoga das Unvermeidliche zu verhindern. Zur gleichen Zeit wird in mehreren Faellen ermittelt, die scheinbar nichts miteinander zu tun haben - oder eben doch? Zudem gibt es via Skype ein erstes Kennenlernen der Eltern der zukuenftigen Braut des Sohnes vom Ehepaar Kluftinger. Bei dieser Szene hat es mich fast zerrissen vor Lachen! Es geht ja nicht, ohne dass Kommissar Kluftinger hin und wieder in ein Fettnaepfchen tritt!
Von Herzen wünscht sich Klufti mehr Gesundheit, steht es mit derselben doch nicht zum Besten. Stiche in der Brust, Beklemmungen, das kann nichts Gutes bedeuten. Und so geht Klufti fast schon freiwillig zu seinem ungeliebten Doktor Langhammer. Da ist der Fall, in dem es zu ermitteln gilt fasst schon nebensächlich. Wenn nur nicht der Fall zu einem zweiten würde oder dritten, wenn nur nicht auch da zu Herzen gehende Dinge geschehen würden, wodurch unser Klufti noch eindringlicher mit seiner Gesundheit (der fehlenden) konfrontiert sieht. Was tun? Hat sein letztes Stündlein bald geschlagen. Natürlich wäre Klufti nicht Klufti, wenn ihm nicht hin und wieder ein Geistesblitz treffen würde, der die Ermittlungen voranbringt und sein Adlerauge ist auch einfach unerreicht. Einfach klasse zu lesen ist dieser Krimi, es ist alles da, was der Leser von Klufti zu bekommen gewöhnt ist. Der Fall - spannend, Klufti altmodisch, aber blitzgescheit - wie immer, die Familie freundlich grantelnd um sein Wohl besorgt. Nichts gibt es auszusetzen an diesem Buch, außer, dass man sich fragen kann, ob der Maier eine Meise hat. Von der ersten bis zur letzten Seite fesselnd bereitet dieser Roman dem Leser ein besonderes Vergnügen. Stimmig wird die von Herzen zu Herzen gehende Geschichte beendet und schon Appetit auf den nächsten Fall geweckt, der nach dem schon im Keim erstickten Urlaub lauert.
Dieser Krimi spielt im Allgäu und das auch sehr authentisch. Dialekte, Charaktere und vor allem alteingesessene Vorurteile werden sehr realistisch dargestellt. Mir war dies jedoch zu wenig Krimi und zuviel Palaber um den Hauptermittler. Ich verstehe, dass der Autor zwischen einem vermeintlich herzkranken Ermittler und Opfern denen das Herz herausgeschnitten wird eine Verbindung schaffen will, jedoch ist meiner Meinung nach die Balance nicht gelungen. Die ständigen Einschübe, in denen der Ermittler über sein Leben und seine Krankheit sinniert nervten mich doch, vor allem in der ersten Hälfte des Buches. Dann kommt zum Glück langsam die Handlung der Mordfälle in Schwung und macht das Buch interessanter. Insgesamt war es dann doch recht nett zu lesen, spannend würd ich es allerdings nicht nennen.
Bei einer wichtigen Pressekonferenz erhält Kluftinger einen mysteriösen Anruf. Kluftinger ist sich sicher, am Telefon Zeuge eines Mordes gewesen zu sein. Seine Ermittlungen führen ihn zu einem Krankenhaus, in welchem mit Herzpatienten Tests bezüglich eines neuen Medikamentes durchgeführt wurden. Für Kluftinger sehr interessant, konnte er doch nach einer Untersuchung durch Dr. Langhammer dessen Diagnose mithören. "Die Pumpe ist kaputt" führt ihn zu der Erkenntnis, ein gesünderes Leben zu führen. Natürlich sehr zu Erstaunen seiner Kollegen und Eltern und zur Freude seiner Frau Erika.
Schon der Anfang ist wieder gewohnt "Kluftinger". Mitten in einer Pressekonferenz, die live im Fernsehen übertragen wird, fällt Kluftinger dadurch auf, dass sein Handy klingelt. Dies stört natürlich den kompletten Ablauf und führt zu einigen Problemen. Doch Kluftinger glaubt, einen Mord am Telefon mitbekommen zu haben und geht dem Ganzen nach. Klar, dass das nicht geradlinig verlässt, sondern wieder etliche abweichende Szenen auf einen warten.
Hinzu kommt die Diagnose von Dr. Langhammer. Kluftinger hört ihn am Telefon sagen: "Die Pumpe ist kaputt". Dies führt dazu, dass Kluftinger anfängt, sein Leben umzukrempeln. Mit gesünderem Essen fängt es an. Und führt natürlich zu witzigen Momenten mit Kollegen, Familie und Freunde.
Außerdem kommt Bewegung in Form von Yoga ins Spiel. Kluftinger sucht sich dafür einen Kurs heraus, der zu seiner Überraschung von Dr. Langhammer geleitet wird.
Aber auch Gemeinsamkeiten werden gefunden. Kluftinger vertieft die (noch) nicht vorhandene Freundschaft zu seinem Kollegen Maier.
Aber auch die bevorstehende Hochzeit seines Sohnes Markus mit der Japanerin Yumiko drängt sich in den Vordergrund, denn nun steht die Annäherung mit Yumikos Familie auf den Plan. Wer Kluftinger beim Skypen erleben will, kommt hier voll auf seine Kosten. Denn Kluftingers fehlendes technisches Talent wird hier voll ausgekostet. Oder gar die japanischen Gepflogenheiten, ich sage nur "Allgäu meets Japan".
"Herzblut" ist in meinen Augen der bislang humorvollste Teil der Reihe.
Auch hier gibt es kleine Andeutungen auf Kluftingers Vornamen. Aber man muss Weiterrätseln.
Keine Ahnung, weshalb ich Kluftinger früher mochte. Entweder waren die ersten Bände besser oder ich hatte einfach keine richtigen Ansprüche. Ein Krimi war das eigentlich nicht, eher eine Story über einen mittelalten Typen, der sich ein Herzleiden einredet und offenbar ein sehr unterhaltsames Leben führen soll (nicht). Diese halbstündige Schilderung einer Yogastunde - unglaublich langatmit, unglaublich nervig.
Auch die Personenkonstellationen eher naja. In diesem Kollegium würde ich mich ja nicht wohlfühlen. Frauen von Relevanz gibt es im Beruf anscheinend nicht, nur im Privaten am Herd. Nunja.
Ich liebe Klufti - definitiv keine Reihe, von der ich mehrere Bände hintereinander lesen könnte, aber definitiv eine der besten Lokalkrimi-Reihen, die ich kenne. Die Kombination aus intelligentem Kriminalfall und humor- und durchaus auch liebevoller Zeichnung der Charaktere ist immer wieder gelungen und schafft es jedes Mal, mich hervorragend zu unterhalten.
Die Reihe hat für mich mittlerweile wirklich einen gewissen Wohlfühlfaktor, auch wenn es sich nicht um herausragende Literatur handelt. "Herzblut" hat mir wieder besonders gut gefallen, weil der Fall sehr spannend war und Kluftingers nennen wir es "tollpatschige Szenen" nicht so ausgereizt wurden.
Im 7. Fall von Kommissar Kluftinger dreht sich alles um das Thema Herz - außerdem gibt’s jede Menge zu lachen bei einem Skype-Meeting mit einem Japaner, Kluftis erster Yoga-Einheit und einer wilden Fahrt im Autodrom. Herrlich komisch und total genial wie gewohnt! 👌🏻
Auf einer Pressekonferenz zum spektakulären "Taximord von Buchloe" blamiert sich Kluftinger vor aller Augen, als sein Handy zu klingeln beginnt. Verschämt nimmt er das Telefonat an, hört aber nicht die Stimme eines Anrufers, sondern undefinierbare, irgendwie unheilvolle Geräusche. Instinktiv ist er sich sicher, dass er gerade Zeuge eines Mordes geworden ist.
Dieses Bauchgefühl überzeugt die Kollegen nicht gerade, aber letztendlich stellt sich heraus, dass er recht hatte und man große Mengen Blut am mutmaßlichen Tatort findet. Einzig, es fehlt die Leiche ...
Der merkwürdige Fall ist nicht das einzige, was Klufti Sorgen bereitet. Seit einiger Zeit leidet er unter Schmerzen in der Brust, was er natürlich niemand gegenüber erwähnt hat, ihm aber zunehmend Angst macht, und so beschließt er schweren Herzens, dass sich in seinem Lebenswandel etwas ändern muss, auch wenn das heißt, seinen Kässpatzen erst mal ade zu sagen ...
Nachdem ich schon die Befürchtung hatte, die Reihe könnte doch zu sehr in Richtung Regionalklamauk abdriften, haben mich der Volker und der Michi hier eines Besseren belehrt. "Herzblut" ist nämlich ein richtig spannender Krimi (mit einigen Szenen, die für Leute mit "Leichenunverträglichkeit" à la Kluftinger eher ungeeignet sein dürften), der zwar eher gemächlich in die Gänge kommt, aber dann ganz schön Fahrt aufnimmt.
Trotzdem kommen auch die Szenen aus Kluftis Privatleben nicht zu kurz, und natürlich ist für einige Lacher gesorgt, wenn er plötzlich versucht, sich gesund zu ernähren, seine allererste Yogastunde hat oder mit den Tücken der modernen Kommunikationstechnik kämpft; angesichts seiner Befürchtungen, kurz vor einem Herzinfarkt zu stehen, erleben wir Klufti auch einige Male von seiner nachdenklichen Seite, was den Autoren ziemlich einfühlsam gelungen ist.
Insgesamt stimmt die Balance zwischen Gefühl, Witz und Krimihandlung in diesem Fall für Kluftinger und Co., und ich habe mich wirklich gefreut, dass die Serie offenbar doch noch nicht ihren Zenit überschritten hat.
Herausgeschnittene Herzen, blutige Tatorte und merkwürdige Indizien …
In HERZBLUT erhält Kluftinger während einer Pressekonferenz einen anonymen Anruf, der ihn zu einem Mordfall führt. Was zunächst wie ein Albtraum von zu viel Schweinsbraten abgetan wird, entwickelt sich zur Realität, als Kluftinger bei eigenen Ermittlungen auf eine blutige Spur stößt, jedoch keine Leiche findet. Doch das ist nur der Anfang. Im Allgäu häufen sich brutale Mordfälle, deren Verbindung sich Kluftinger erst allmählich erschließt. Während er in den Ermittlungen vorankommt, muss er auch privat mit seiner Gesundheit kämpfen. Herzstechen und die demütigende Untersuchung bei Erzfeind Dr. Langhammer setzen ihm zu. Ein Yoga-Kurs und eine fleisch- und kässpatzenarme Ernährung sollen Abhilfe schaffen. Doch der Fall und seine eigene Gesundheit fordern ihn bis an seine Grenzen…
Ein fesselnder siebter Kluftinger-Krimi. Die Mischung aus brutalen Morden, die wie aus einem Albtraum stammen, und Kluftingers eigener Gesundheitskrise sorgt für Spannung. Die Geschichte bringt Kluftinger an seine physischen und psychischen Grenzen, was die emotionale Schwere und die Entwicklungen im Plot noch intensiver macht. Doch der Humor bleibt nicht auf der Strecke. Kluftingers Eigenheiten, seine Auseinandersetzungen mit Dr. Langhammer und seine bemühte Lebensumstellung sind einfach köstlich. Dieser Band ist ein absolutes Highlight, und man liebt oder hasst Kluftinger, aber eines ist sicher: Er bleibt unvergessen.
Herzblut ist der siebte Regionalkrimi aus der Feder des Autorenduos Klüpfel und Kobr. Kluftinger ist schwer angeschlagen, er hat ein Stechen in der Brust und nach dem Besuch bei Dr. Langhammer ist er der festen Überzeugung, bald an Herzversagen sterben zu müssen. Verzweifelt ist er sogar bereit auf seine geliebten Allgäuer Spezialitäten zu verzichten und sich gesund zu ernähren. Der neue Fall hat natürlich ausgerechnet auch mit dem Herzen zu tun. Eine brutale Mordserie trifft Menschen, die auf die ein oder andere Art mit Herzkrankheiten zu tun haben, aber so ganz will alles nicht zusammenpassen, selbst nachdem eine erste heiße Spur die Ermittler auf den Jahrmarkt führt. Verbissen recherchieren Kluftinger und sein Team weiter, bis sie schließlich die wahren Täter finden. Überzeugend finde ich, dass hier nicht (wie so oft in anderen deutschen Krimis) der Zufall die Lösung bringt, sondern tatsächlich die Auswertung von Indizien, Befragungen und Schlussfolgerungen zum Erfolg führen. Kluftinger ist in Herzblut wieder deutlich sympathischer als in Schutzpatron, vielleicht auch, weil die umfangreichen und teils rasanten Ermittlungen weniger Raum für persönlichen Blödsinn lassen. Die Lesung der Autoren ist wie gehabt sehr unterhaltsam und authentisch, ein Grund, warum ich nicht zur Papierversion greifen würde.
Man möchte die Autoren schütteln, ganz ähnlich den Gefühlen die Kluftinger gegenüpber dem pensionierten Grundschullehrer Wischnewski hegt und schreien: "Jetzat macht's emol zu!" Die Abschweifungen Kluftingers von der nicht ganz freiwilligen Yoga-Stunde über den Jahrmarktsbesuch zu ersten Skype-Erfahrungen mögen im Ansatz lustig sein und sogar hin und wieder einen klitzekleinen Beitrag zur Aufdeckung des Falles bringen, aber sie sind viel zu lang und zu ausführlich, mit unzähligen Wiederholungen. Man schließt sich den Kollegen "Kluftis" an, die sich wundern, wo er seine Geistesblitze herholt, denn er ist mit sowenig Verständnis für das normale Leben bestückt, dass man ihm seine Kombinierfähigkeit am Ende auch nicht mehr abnimmt. Viel zu
Schade, dass es hier keinen Lektor gibt, dem es gelingt die Fabulierfreude der beiden Autoren einzudämmen und das Lesevergnügen für den Krimi-Leser (denn es will ja ein Krimi sein) damit erhöhen würde.
Kluftingers neuer Fall ist etwas brutaler. Immerhin gibt es vier Leichen - und jeder wurde das Herz entfernt. Das Herz, das auch Kluftinger Probleme macht. Es sticht und schmerzt und lässt ihn ans Sterben denken. Die Handlung an und für sich ist spannend, aber es wurde sehr viel darum herum geschrieben, was nichts zur Handlung beiträgt. Da ist etwa das Telefonat mit dem japanischen Schwiegervater in spe oder die Yogastunde, die natürlich Dr. Langhammer hält. Das Ganze sollte wohl der Unterhaltung dienen und dem Humor. Leider dässt das alles aber nur Kluftinger unheimlich blöd aussehen. Und wer will schon einen blöden Kommissar. Die beiden Autoren haben anscheinend die Krimis zu einem (eher schlechten) Kabarettprogramm ausgeareitet, mit dem sie jetzt auf Tour gehen. Schade um Klufti!
Ziemlich spannend, der Fall, aber ich hatte Probleme, die vielen Namen und Situationen auseinanderzuhalten. Der letzte Band lag mir eher, wo man die Täter kannte und begleitete, hier (OK, Mini-Spoiler) begegnen sie einem gar nicht wirklich, man hat keine Chance, selbst draufzukommen. Klufti mit den üblichen Volltreffern ins Fettnäpfchen, Richie Maier eine Karikatur als Nervensäge, vom guten Doktor Langhammer ganz zu schweigen, der "zufällig" auch überall dort auftaucht, wo keiner mit ihm rechnet, um Klufti lächerlich zu machen und sein New-Age-Gesülze von sich zu geben. Lustig war der unfreiwillige Chiropraktiker am Schluss. Und das indirekte Cameo der beiden Autoren ...
Typische Kluftinger. Ich habe es allerdings nicht gelesen, sondern das Hörbuch gehört und Kluftinger lebt von seinen Sprechern (bzw. Autoren). Bin mir nicht sicher, ob ich das Buch genauso lustig fände.
Diesen "Klufti" fand ich in Strecken etwas langatmig. Dennoch ist Klufti mit seiner Truppe und Familie einfach nicht zu schlagen. Es ist nicht einfach nur ein Krimi es ist gleichzeitig auch eine Art kleine Famileinsaga und immer sehr unterhaltsam.