Sprachphilosophie wurde erst im 20. Jahrhundert als eigenständige Disziplin der Philosophie begründet und avancierte sofort zu einer ihrer Fundamentaldisziplinen. Ihre Wurzeln liegen aber in der Antike, und seitdem haben sich zahlreiche Philosophien mit dem Thema der Sprache auseinandergesetzt. Diese Einführung legt den Schwerpunkt auf das Sprachdenken des 20. Jahrhunderts – Frege, Wittgenstein, Austin, Heidegger, Davidson, Brandom und Derrida – und bringt diese Positionen sowohl miteinander wie mit den historischen Vorläufern Platon, Aristoteles, Locke und Herder ins Gespräch. Die Diskussion ist dabei durchweg an den grundlegenden Fragen der Sprachphilosophie orientiert, sodass der Band einen systematischen Überblick über die wichtigen Traditionen und Positionen der Disziplin liefert.
Bertrams Werk ist eine generell übersichtliche Einleitung ins Thema der Sprachphilosophie. Es wird ein ein kompakter Überblick von Aristoteles bis hin zu Neuzeit skizziert. Allerdings ist es in meinen Augen keine direkte Einstiegslektüre. Ohne mein gegebenes Vorwissen und die Kenntnisse über Theorien der erwähnten / zitierten Philosophen, wäre diese Arbeit nur ein sehr grober und zensierter Einstieg.