Detailed journey into an again very nature-bound, deserted future
Please note that I put the original German text at the end of this review. Just if you might be interested.
A bonanza of ideas for science fiction and downscale world scenarios that describes the various aspects of the tooth of the time following a fictional extinction of humans.
The explanation begins with the immediate knock-on effects after day X, with incoming indoor plants and water-rich mines and infrastructures such as subways being among the first concomitants before the emergency generators in all the facilities necessary for the maintenance of a western industrialized society run out of fuel and all formerly regulated processes become independent. After all highly reactive and dangerous operations have come to a spectacular end, a decay of relatively inferior constructed infrastructure begins, as compared to the buildings of antiquity and the Middle Ages were built of natural materials. Do not even consider reinforced concrete, which actually implies the name. One of the crucial factors here is the penetration of water after rotting roofs, which significantly increases the speed of disassembly. At the same time, to the slow disappearance and decay of all civilizing achievements, nature enters the scene and conquers both once their entranced areas back and, at the same time, actively participates in advance of the decay. In this case, plants are involved in the fouling of vegetation and the immense power of their roots, as well as microorganisms and, to a lesser extent, animals themselves.
In the broadest sense, the description of late revenge of sentient beings, which could save themselves from the extinction of their species by man and now fervently help to erase the last evidence of its existence from the face of the earth. And in a relatively short time, after a few hundred or even a few thousand years, nothing remains of the grandiose structures of the former crown of creation. The long-term greetings of people to the future in the form of industrial plants and nuclear power plants are also explained, and the aspect of highly dangerous effects of malfunctions and the resulting masses of GAUs in massive industrial complexes is one of the most remarkable ideas of the work.
At such sites, accidents occurred despite human maintenance and control.The absence of all maintenance measures would result in widespread pollution of the environment within a short period of time. Even secure and well-protected sites, repositories and systems built with high-quality building materials would pay tribute to the passing of the years and at some point be damaged, rusted and thus time bombs.
What bothers me is the lack of visible distinction between fiction, proven facts, and previously unconfirmed assumptions, which makes it difficult to judge the book's reading value. So it is difficult to recognize, which is the fantasy of Weisman or historically proven and observed by the example of extinct high cultures facts. Other authors solve this problem by incorporating fictive short stories clearly labeled as such, to illustrate these, or by referring to sources in individual thoughts and passages. Unfortunately, the various aspects are explained individually, but not at the end assembled into a single image of the respective levels of degeneracy, including all elements, which could have given a better and more vivid overview.
Besides, the extreme penchant for accurate explanation is sometimes lengthy and overweight concerning the actually eponymous book content. On the way to the downfall in all its stages has been explained many times fictional and including real factors. The description of the exact situation after the final decline in the distant future, the reader's actual expectation of the real-life world of animals and plants and other effects fall through the rust and take barely one-eighth on nearly 400 pages.
What a pity, as it would have made no difference due to the lack of differentiation between utopia and reality, even more, spread of the hoped-for by the relevant reading client future scenarios and present them in more detail and with the inclusion of facts on better footing foundation. Unfortunately, in otherwise excellent work, a lot of potentials is given away, a weighting in favor of less unnecessary detail and more promised content would have done very well.
Detaillierte Reise in eine wieder sehr naturverbundene, menschenleere Zukunft
Eine Goldgrube an Ideen für durch Science Fiction- und Weltuntergansszenarien affektierte Leser, die die verschiedensten Aspekte des Zahnes der Zeit nach einem fiktionalen Aussterben der Menschen beschreibt.
Die Erläuterung beginnt mit den unmittelbaren Folgewirkungen nach Tag X, wobei eingehende Zimmerpflanzen und mit Wasser vollaufende Bergwerke und Infrastrukturen wie U-Bahnen zu den ersten Begleiterscheinungen zählen, bevor den Notstromaggregaten in sämtlichen, für die Aufrechterhaltung einer westlichen Industriegesellschaft notwendigen Anlagen, der Treibstoff ausgeht und sich alle bisher regulierten Prozesse verselbstständigen. Nachdem sämtliche hochreaktiven und gefährlichen Vorgänge ein spektakuläres Ende gefunden haben, beginnt ein steter Zerfall von, im Vergleich zu den aus Naturmaterialien errichteten Bauwerken der Antike und des Mittelalters, verhältnismäßig minderwertig konstruierter Infrastruktur. Hält doch selbst Stahlbeton nicht, was der Name eigentlich impliziert. Einer der entscheidenden Faktoren hierbei ist das Eindringen des Wassers nach dem Verrotten der Dächer, durch die sich die Demontagegeschwindigkeit wesentlich erhöht. Gleichzeitig, zum langsamen Schwinden und Verfallen aller zivilisatorischen Errungenschaften, tritt die Natur auf den Plan und erobert sowohl einst ihr entrungene Gebiete zurück als auch gleichzeitig bei einem Voranschreiten des Verfalls tatkräftig mitzuwirken. Hierbei sind sowohl Pflanzen dank ihres für bereits angeschlagene Gebäude verheerenden Gewichts bei Bewuchs und der immensen Kraft ihrer Wurzeln, als auch Mikroorganismen und in geringem Ausmaß, Tiere selbst beteiligt. Im weitesten Sinn die Beschreibung einer späten Rache der Lebewesen, die sich vor der Auslöschung ihrer Art durch den Menschen retten konnten und nun voller Inbrunst helfen, die letzten Belege seiner Existenz vom Antlitz der Erde tilgen. Und in verhältnismäßig kurzer Zeit noch dazu, nach ein paar hundert bis paar tausend Jahren ist nicht mehr das Geringste übrig von den grandiosen Bauwerken der einstigen Krone der Schöpfung.
Auch die Langzeitgrüße der Menschen an die Zukunft in Form von Industrieanlagen und Atomkraftwerken werden erläutert und der Aspekt hochgradig gefährlicher Auswirkungen von Fehlfunktionen und daraus resultierenden, massenhaften GAUs in gigantischen Industriekomplexen zählt zu einer der bemerkenswertesten Ideen des Werks.
An solchen Stätten kam es trotz menschlicher Wartung und Kontrolle zu Unfällen
Ein Ausbleiben sämtlicher Instandhaltungsmaßnahmen würde innerhalb eines kurzen Zeitraums zur weitläufigen Verseuchung der Umwelt führen.
Selbst gesicherte und in gut geschützten Lagen errichtete Endlagerstätten, Depots und mit hochwertigen Baustoffen errichtete Systeme würden dem Voranschreiten der Jahre Tribut zollen und irgendwann beschädigt, verrostet und damit zu Zeitbomben werden.
Was stört, ist die fehlende sichtbare Unterscheidung von Fiktion, belegten Fakten und bisher unbestätigten Vermutungen, wodurch man bei der Beurteilung des Lehrwerts des Buches leider hart mit dem Autor ins Gericht gehen muss. So fällt es schwer zu erkennen, wobei es sich um die Fantasie Weismans oder um historisch belegte und am Beispiel untergegangener Hochkulturen beobachtete Tatsachen handelt. Andere Autoren lösen dies, indem sie als solche deutlich gekennzeichnete, fiktive Kurzgeschichten einbauen, um Thesen zu veranschaulichen, oder indem bei einzelnen Gedanken und Abschnitten mittels Fußnote auf Quellen verwiesen wird.
Leider werden die verschiedenen Aspekte zwar einzeln erläutert, aber nicht am Ende zu einem einheitlichen Bild der jeweiligen Degenerationsstufen unter Einbezug aller Aspekte zusammengefügt, was einen besseren und anschaulicheren Überblick hätte vermitteln können.
Daneben ist der extreme Hang zur minutiösen Erläuterung mitunter langatmig und auch im Verhältnis zu den eigentlich titelgebenden Buchinhalt übergewichtet. Denn der Weg in den Untergang in all seinen Stadien wurde schon vielfach fiktional und auch unter Einbeziehung realer Faktoren erläutert. Die Beschreibung der genauen Situation nach dem endgültigen Niedergang in ferner Zukunft, die eigentlich dem Leser suggerierte Erwartung auf die genauen Lebenswelten von Tieren und Pflanzen und andere Auswirkungen fallen durch den Rost und nehmen auf knapp 400 Seiten kaum ein Achtel ein. Was schade ist, da es aufgrund der mangelnden Differenzierung zwischen Utopie und Realität keinen Unterschied gemacht hätte, noch mehr der, von der einschlägigen Leseklientel erhofften Zukunftsszenarien auszubreiten und diese vor allem detaillierter und unter Einbeziehung von Fakten auf besser fußendem Fundament darzustellen. So wird leider in einem ansonsten feinen Werk viel Potential verschenkt, dem eine Gewichtung zugunsten weniger unnötiger Detailfülle und mehr versprochenem Inhalt sehr gut getan hätte.