Von Big Data über Gleichstellung und Klimawandel bis zum Euro – die Welt ist in Bewegung, und sie dreht sich, so scheint es, immer schneller. Seit den siebziger und achtziger Jahren des 20. Jahrhunderts ist eine Dynamik in Gang, die nur ein historisches Vorbild die Zeit vor 1914. Damals wie heute Der moderne Mensch ist in der Lage, enorme Kräfte zu entfesseln – und er hat alle Hände voll zu tun, sie wieder einzufangen. 21.0 ist ein historischer Crashkurs durch die Grundprobleme der Wie sind sie entstanden und woher kommen sie? Was ist wirklich neu – und was sind die Muster, die wir aus der Geschichte kennen? Was sind die wichtigsten Entwicklungen der Gegenwart, und welche Richtungen zeichnen sich für die Zukunft ab? Andreas Rödder zieht die großen Linien und eröffnet immer wieder überraschende Perspektiven auf Deutschland im beschleunigten Wandel der Welt. Wer die Gegenwart verstehen will, sollte diese Geschichte gelesen haben.
We are given in this book a short history of the present. With emphasis on European and German history. (How many short histories are there? And do the publishers have to pay Stephen Hawking?)
Rödder says that historians tend to regard history as variations of things that happened before. Nothing new under the sun whereas journalists think that the present is totally different from the past (and of course the present is closer to chaos than ever.) He tries to give some perspective and by and large he does a good job. He writes about globalization and neo libearlism, energy crisis and climate change.
It is quite a good book but then it does not really manage to explain how the present became the present. And some subjects like for example the introduction of the Euro are explained in such detail that I found it disproportional to the whole story.
The book was published in 2015. So for a book on the present it is already outdated. (There is an update though, a book he called 21.1.) No covid, no Ukrainian war (although the annexion of the Crimea and the problems of the Nato expansion are covered.) And, of course, the main new development, the coming of AI is not found here.
Der Gegenwart als flüchtigem Moment zwischen einer langen Vergangenheit und einer ungewissen Zukunft ein geschichtliches Werk zu widmen, versucht Andreas Rödder in 21.0 – Eine kurze Geschichte der Gegenwart. Dabei verwendet er jedoch deutlich mehr Energie auf die Vergangenheit, etwas auf die Zukunft und erstaunlich wenig auf die eigentliche Gegenwart. Das Buch referiert also vor allem verschiedene Themenfelder dahingehend, wie sie sich historisch entwickelt haben, mit besonderem Fokus auf Deutschland. Immer wieder zeigt sich dabei eine konservative Haltung, die Untergangspropheten Hysterie attestiert, eher linkslastige Projekte skeptisch erscheinen lässt und Probleme eines konservativen Kurses eher herunterspielt.
Wenn man also nicht schon nach den ersten drei Kapiteln – in denen neben dem Neuland Digitalisierung auch Finanz- und Umweltpolitik behandelt werden – das Handtuch wirft, weil einem das stellenweise zu rechtslastig vorkommt, wird man von den folgenden Kapiteln eher eingelullt. Zuwanderung sei nötig, aber die Kriminalität von Ausländern bedenklich; Gleichberechtigung sei gut, aber bitte nicht mit der Brechstange; westliche Werte seien schön und gut, hätten aber keine transzendente Begründung – und so weiter.
Für mich war das Buch jedenfalls keine wirkliche Bereicherung. DAs meioste war mir bekannt, vieles war unverbindlich und manchmal war ich eher erstaunt darüber, dass man bestimmte Dinge überhaupt noch so behaupten kann. Dass die Ursachen des Waldsterbens der 1980er Jahre seiner Ansicht nach letztlich bis heute nicht wirklich bekannt seien, war dann ungefähr der Punkt, an dem er mich endgültig verloren hat. Den Rest habe ich dann nur noch überflogen.
Rating: 2/5 Sprache gelesen: Deutsch Gelesen im Jahr: 2026 Gelesen als: Leihbibliothek, Gebunden