Das Verhältnis von Arbeit und Kapital hat sich seit den siebziger Jahren verschoben. Arbeit wird heute deutlich geringer honoriert als Kapitalbesitz. Deshalb können wir uns häufig den Lebensstil unserer Eltern nicht leisten, deshalb sind viele Arbeitnehmer trotz Vollzeitjobs auf staatliche Hilfe angewiesen, deshalb fällt es Millionen Menschen schwer, eine substanzielle Alterssicherung anzusparen. ZEIT-Redakteur Mark Schieritz macht deutlich, wie dieses Missverhältnis das gesellschaftliche Gleichgewicht und die wirtschaftliche Stabilität bedroht.
Ideen werden nur von der Volkswirtschaftsseite betrachtet und die Große Lösung wird vom Staat erwartet. Instrumente wie Subventionen, Umweltgesetzgebung, Zollbestimmungen usw. werden nur sehr beschränkt betrachtet. Für Anfänger der VWL nur schwer nachzuvollziehen, und bis auf die Forderung an die Unternehmen, mehr Lohn zu zahlen kaum eine wirkliche Quintessenz zu erkennen.