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Das Geheimnis von Tylandor

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Vor über 1000 Jahren verschwanden über Nacht alle Bewohner aus Tylandor, der alten Stadt der Zauberer, und auch heute noch fehlt jede Spur von ihnen. Zurück blieben nur ihre magischen Geräte und Bücher. Über die Jahre wurde die Stadt wieder besiedelt, doch die magische Gabe der Zauberer scheint für immer verloren. Bis der Fischerjunge Timur nach Tylandor kommt und durch einen Zufall die magische Gabe, das Olisam, in ihm zu leuchten beginnt. Doch damit weckt er finstere Mächte und alte Feindschaften, durch die nicht nur er selbst, sondern die ganze Stadt in große Gefahr gerät. Mit seinen treuen Gefährten Julina und Malakin muss Timur hinter das Geheimnis von Tylandor kommen, ehe es zu spät ist.

428 pages, Hardcover

First published November 20, 2015

13 people want to read

About the author

Matthias Sachau

16 books10 followers
Matthias Sachau kam 1969 in München zur Welt, lebt seit sechzehn Jahren in Berlin und arbeitet – sofern sein kleiner Sohn ihn lässt – als freier Autor und Texter. Er gilt als erster Erwachsener, der sich auf einem Bobbycar die Veteranenstraße hinuntergestürzt hat.

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Displaying 1 - 7 of 7 reviews
Profile Image for Sarah Büchermops.
73 reviews23 followers
February 21, 2016
Meine Meinung:

“Für ein Kinderbuch war es mir fast schon zu hoch.”

Das Geheimnis von Tylandor habe ich Ende November zu lesen begonnen und obwohl ich dachte, dass der Anfang gut war, bin ich nicht ganz in die Geschichte hinein gekommen. Schon nach den ersten Kapiteln habe ich gemerkt, dass sich das Buch ein wenig zieht und ich nicht die nötige Konzentration aufbringen wollte um das Buch zu lesen. Das Buch ist für Kinder gedacht, doch ich war stellenweise überfordert mit den vielen Namen und Beschreibungen.

Der Autor ist wirklich sehr kreativ und hat sich einiges ausgedacht für uns Leser, doch leider konnte ich das Gelesene nicht vor meinem geistigen Auge umsetzen. Da gab es zum Beispiel die eine Szene, wo Timur und Malakin in den Brunnen hinabsteigen und versuchen zu dem rätselhaften Tunnel gelangen, der grün leuchtet. Irgendwie landen die beiden dann in einen Raum und es war für mich regelrecht seltsam beschrieben. Vielleicht liegt es auch an mir, ich weiß es nicht. Ich konnte es mir leider nicht vorstellen

Dann hatte ich auch noch Probleme mit dem Schreibstil. Je nach Kapitel wird von einem anderen Charakter erzählt, was für mich natürlich ok ist, aber auch innerhalb der Kapitel ändern sich teilweise die Charakteresichten. Das Buch wird zwar in der 3 Person geschrieben, wo es eigentlich egal sein sollte. Doch ich fand es unangenehm, wenn zuerst auf Mag Zagram fokusiert wurde und dann plötzlich wieder zu Timur geswitched wurde innerhalb von einem Absatz. Außerdem hat mich auch ein wenig gestört, dass Mag Zagram zuerst mit „Mag“ bezeichnet wurde und dann später nicht mehr. Ich weiß, dass das Kleinigkeiten sind, aber mir ist das leider negativ aufgefallen, wahrscheinlich kam das einfach dazu, da ich schon so verwirrt war von den ganzen Namen her. Ein Namensverzeichnis wäre keine schlechte Idee gewesen. Die Karte am Anfang war zum Beispiel sehr hilfreich und ich hätte mir noch mehr Erklärungen gewünscht. Wahrscheinlich hätte ich dieses Buch in einem Rutsch lesen müssen um mich besser in der Welt zu recht zu finden, aber da ich ständig quer lese, war es wirklich schwierig für mich, immer wieder neu in die Geschichte hineinfinden.

Am besten haben mir Julina und Timur gefallen, die beiden waren einfach süß. Vor allem Julina. Sie ist so ein liebes Mädchen und kommt einfach gut rüber im Sinne von sie ist nett und meint es mit allen nur gut. Timur hat mir aber auch gut gefallen, da er stets tapfer war und sich so einige Tricks überlegt hat. Er hat viel nachgedacht und seinen Grips verwendet, was mir natürlich sehr imponiert hat. Endlich mal ein Protagonist, der nicht naiv an die Situationen ran geht und sie auf sich zu kommen lässt. Und Barrumar fand ich so witzig und seine „Art“ zu sprechen. ;)

Mich erinnert das Buch auch teilweise an einen High Fantasy Roman, da es für mich so „hoch“ geschrieben war. Ich weiß jetzt schon, dass meine kleine 10-jährige Schwester komplett mit dem Buch überfordert sein würde, wenn ich es ihr zu lesen geben würde. Ich glaube, sie würde nach 10 Seiten aufhören und die Dicke des Buches schreckt die Kinder wahrscheinlich auch ab. Also zu mindestens Kinder, den das Lesen nicht so sonderlich Freude bereitet, meine ich.

Mein Fazit:

Grundsätzlich ist die Idee gut und der Autor hat sich wirklich vieles überlegt und ausführlich die Geschichte erzählte. Mir war es jedoch stellenweise zu überladen und teilweise war ich regelrecht überanstrengt mit der Geschichte. Von mir gibt es für das Buch 3 von 5 Herzen, da ich denke, dass einige Fantasy Fans sicher auf ihren Geschmack kommen, mein Fall war es jedoch leider nicht wirklich.

https://buechermops.wordpress.com/201...
Profile Image for Mandy Bookaholica.
83 reviews20 followers
January 8, 2016
Matthias Sachau hat mit "Das Geheimnis von Tylandor" sein erstes Kinderbuch veröffentlicht, welches kleine und große Leseratten zu einem magischen Fantasyabenteuer einlädt.

Mit Vergnügen begann ich die ersten Seiten der Geschichte zu lesen und tauchte in eine andere Welt ein, die mit Liebe und Fantasie beschrieben wird. Die Schreibweise ist sehr anschaulich, sodass in meinem Kopf sofort lebendige Bilder entstanden. Man wird sofort ins Geschehen hinein katapultiert, was bei mir gleich eine gewisse Spannung erzeugte.

Der weitere Handlungsverlauf baut gut aufeinander auf. In kleinen Schritten erhält man weitere Informationen über das Land Tylandor und seine Geschichte, was mir sehr gefiel. Bis zum Ende offenbaren sich immer mehr Geheimnisse, wobei zum Schluss nicht klar wird, ob das wirklich alles war. Eine Fortsetzung wäre somit denkbar.

Die Geschichte ist zudem sehr spannend und ereignisreich. Ich wollte ab einem bestimmten Punkt gar nicht mehr mit dem Lesen aufhören. Besonders gut gefiel mir die Magie, die immer mehr an Bedeutung zunimmt, je weiter ich las. Toll waren außerdem die Wendungen und Geschehnisse, mit denen ich häufig nicht gerechnet habe.

Lediglich die komplizierten und vielen Namen haben meinen Lesefluss etwas ins stocken geraten lassen. Jüngere Leser könnten diesbezüglich Schwierigkeiten haben, so viele verschiedene Charaktere und Ortsnamen lesen und merken zu können. Die abgedruckte Karte im Buch verschafft einen guten Überblick der Umgebung, sodass eine Orientierung möglich ist.

Fazit
Ein magisches Kinderbuch, dass eine abenteuerliche Geschichte enthält. Eine fantasievolle Welt, in der die Zauberei doch noch am Leben ist. Ein Buch über Freundschaft, Zusammenhalt & Mut. Eine klare Leseempfehlung meinerseits!
Profile Image for Tintenwelten.
811 reviews44 followers
December 4, 2015
Tylandor ist die Stadt der Zauberer, doch vor über tausend Jahren verschwanden über Nacht alle Bewohner und damit auch die Magie auf unerklärliche Weise. Heute ist die Stadt wieder bewohnt, doch noch immer weiß niemand, was damals wirklich geschah. Eines Tages entdeckt der junge Timur das Olisam, also eine magische Begabung in sich. Doch damit weckt er ebenso alte Feindschaften, die nicht nur ihn bedrohen, sondern ganz Tylandor.

Timur und seine Freunde Malakin und Julina kämpfen gegen das Böse und die Zerstörung der Stadt. Doch es droht nicht nur Unheil von außerhalb, auch innerhalb der Stadtmauern treiben Bösewichte ihr Unwesen. Die Stadt wird mysteriös und teilweise bedrohlich dargestellt. Mit ihren magischen Relikten und unaufgedeckten Geheimnissen zieht sie den Leser sofort in ihren Bann. Spannend von der ersten bis zur letzten Seite erzählt „Das Geheimnis von Tylandor“ eine magische Geschichte über Freundschaft mit zahlreichen liebenswerten Charakteren. Dazu zählen unter anderem die Niffnuffs und auch der erst später auftauchende Barrumar. Aber auch skurrile Charaktere wie der Hutmacher Kalamagi überzeugen durch Charme und Authentizität. Handlung und Auflösung waren für mich unvorhersehbar und überraschend. Es ist ein zauberhafter Lesespaß, der bestimmt nicht nur junge Leser begeistern wird.
Profile Image for Papierfliegerin.
578 reviews96 followers
February 10, 2016
►♥◄ INHALT ►♥◄
Vor über 1000 Jahren verschwanden über Nacht alle Bewohner aus Tylandor, der alten Stadt der Zauberer, und auch heute noch fehlt jede Spur von ihnen. Zurück blieben nur ihre magischen Geräte und Bücher. Über die Jahre wurde die Stadt wieder besiedelt, doch die magische Gabe der Zauberer scheint für immer verloren. Bis der Fischerjunge Timur nach Tylandor kommt und durch einen Zufall die magische Gabe, das Olisam, in ihm zu leuchten beginnt. Doch damit weckt er finstere Mächte und alte Feindschaften, durch die nicht nur er selbst, sondern die ganze Stadt in große Gefahr gerät. Mit seinen treuen Gefährten Julina und Malakin muss Timur hinter das Geheimnis von Tylandor kommen, ehe es zu spät ist.

►♥◄ MEINE MEINUNG ►♥◄
Dieses Werk begegnete mir nicht ganz zufällig. Der Autor höchstpersönlich hat es mir angeboten als Rezensionsexemplar und nachdem ich Cover gesehen und Klappentext gelesen hatte, war mir klar, dass ich da nicht ablehnen konnte. In der Zwischenzeit habe ich auch einige Booktuber und Buchblogger entdeckt, die es bereits gelesen oder zumindest erhalten habe. Manche sprechen von einer Geschichte im Stil von Harry Potter, andere widerum haben das Ganze abgebrochen. Wie meine Meinung ausfällt, erfahrt ihr jetzt:

Der Einstieg fiel mir entgegen aller Erwartungen wahninnig leicht. Ich hab bekanntlich bei solchen High-Fantasy-Geschichten so meine lieben Problemchen, was das 'reinkommen' betrifft, doch in diesem Werk fühlte ich mich direkt zuhause und somit pudelwohl. Ich fieberte quasi von der ersten Seite an mit unserem Hauptcharakter Timur mit und hatte keine Probleme, mir Tylandor vorzustellen. Auch die einzelnen 'Stadtteile' wie Foigor, aus welchem Timur stammt, Halum, in das Timur frisch umgezogen ist und Aramburg, die reiche Viertel waren mir sofort bildlich vor Augen erschienen.

Wie bereits erwähnt dreht sich in diesem Buch alles um den 13-jährigen Timur, der als Außenseiter einen relativ schweren Stand in Halum, wo Foigi doch von allen verspottet wurden. Dennoch schafft er es problemlos, sich trotz des Mobbings der herrschenden Gang, einen Platz in meinem Herzen zu ergattern, ohne Mitleid zu erhaschen. Er war einfach sympathisch und glänzte durch die Bank weg mit mutigen Aktionen, einem großen Herzen und seiner, für sein Alter, sehr reifen Art. Ich konnte selbst als Erwachsener jede Handlung und jeden Gedankengang nachvollziehen, auch wenn ich manchmal über die Naivität von Timur schmunzeln musste. Sein gesamter Charakter wirkte permanent authentisch und real, sodass ich sehr leicht mit ihm durch die Geschichte wandern konnte.
Auch die Nebenfiguren gefielen mir ausgesprochen gut. Malakin und Julina waren nicht nur Timur's Klassenkameraden, sondern auch seine besten Freunde und verkörperten dies mit jeder Faser ihres Körpers - frei nach dem Motto 'Alle für Einen - Einer für Alle'. Besonders Julina fand ich zuckersüß und so liebenswert; während ich zu Malakin keine allzu große Verbindung aufbauen konnte. Nichts desto trotz waren mir alle drei Kinder ans Herz gewachsen. Ebenso natürlich auch Timur's Vater, die drei Fürsten, etc.

Der Stil war unglaublich gut! Absolut jugendgerecht und der Thematik angepasst, und dennoch locker und leicht, auch für mich als Erwachsenen, zu lesen. Ich rutschte nur so durch die Seiten, war dennoch gefesselt und es fiel mir schwer, das Buch auch mal aus den Händen zu legen. Außerdem trumpfte der Autor auch mit eingehenden, aber keinen zu ausladenen Beschreibungen auf. Wie oben auch schon kurz angeschnitten, hatte ich permanent ein klares Bild vor Augen und fühlte mich, als wäre ich live mit dabei gewesen in Tylandor und dessen Umland. Geschrieben wurde übrigens in der dritten Person, was ich hier als sehr passend empfinde und ja bekanntlich meine liebste Erzählweise ist.

Die Idee. Jetzt kommen wir ganz kurz zu dem Gerücht, dass die Geschichte Harry Potter ähnelt. Dem stimme ich in keinster Weise zu! Natürlich ist da dieses Grundgerüst: 3 Freunde, davon 2 Jungs und 1 Mädchen, eine magische Schule, Abenteuer. Das wars dann aber auch schon. Während mich Harry Potter immer ein bisschen an eine Internats-Geschichte erinnerte, fühlte ich mich hier deutlich mehr in einem Abenteuer. Die magische Schule, die in diesem Buch 'Balinford' genannt wird, spielt nur eine untergeordnete Rolle und auch die Magie ist nicht das, was sie in Harry Potter ist. Allgemein spielt dieses Werk viel mehr draußen, als innerhalb von Gebäuden oder ähnlichem. Ich möchte auch keine Gegenüberstellung oder einen Vergleich aufstellen; sondern 'Das Geheimnis von Tylandor' ganz objektiv betrachten; ich wollte nur eben anmerken, dass ich keineswegs glaube, dass sich diese beiden Büchern ähnlich sind.

Und nun kommen wir zur Umsetzung der Idee. Das erste Wort, was mir dazu einfällt ist 'wow' !! Schon auf den ersten Seite war das Buch unglaublich atmosphärisch und stimmungsvoll. Das zog sich dann auch durch die ganzen 432 Seiten und es wurde in keiner Sekunde langweilig. Wenn es denn mal ruhiger wurde, wurde der Leser mit Informationen beliefert, die alle interessant rüber kamen und stets auch für den weiteren Verlauf gebraucht wurden. Auch waren alle Infos sehr gut verpackt, sodass man nie das Gefühl hatte, überflutet zu werden mit dringend benötigten Erklärungen; sondern erfuhr man eher alles beiläufig und dennoch konnte ich mir das Meiste prompt auch einprägen und merken. Kurz um, es blieb einfach permanent sehr spannend und die allgemeine Spannungskurve blieb eindeutig über dem Durchschnitt - und das bei einem 'Kinderbuch' - Hut ab!

►♥◄ FAZIT ►♥◄
Ich bin mit relativ geringen Erwartungen an dieses 'Kinderbuch' heran gegangen und wurde geflasht ohne Ende. Atmosphärisch, spannend und mit wunderbar sympathischen Figuren. Dabei setzt der Autor auf eine wohl geformte, sehr gut ausgearbeitete Welt, die mir sofort in ihren Bann zog. Und als kleines Sahnehäubchen liefert das Buch auch noch interessante Abenteuer, ganz neue Ideen und ein Ende, das einem Feuerwerk in nichts nachsteht. Für mich ein regelrechtes Highlight und wer sich gern in fremde Welten entführen lässt und dabei keine Probleme hat mit außergewöhnlichen Namen, der wird 'Das Geheimnis von Tylandor' sicherlich lieben.

►♥◄ 5 VON 5 STERNEN ►♥◄
Ich vergebe 5 von 5 Sternen, denn jeder Abzug wäre absolut ungerechtfertigt. Nie hätte ich gedacht, dass mich ein Buch, das für Kinder ab 10 Jahren empfohlen ist, so begeistern kann. 1000%ige Lese-Empfehlung für alle, die gern in Fantasy-Welten eintauchen und sich entführen lassen und für alle dabei auch gern mal auf Geschichten für die jüngere Generation einlassen können.
Profile Image for Dana.
100 reviews43 followers
April 7, 2021
Ein packender Fantasy-Roman!

Timur und seine Freunde werden in die Geheimnisse der Oberschicht von Tylandor hineingezogen und müssen gegen viele Widrigkeiten die Stadt vor einer äußeren Bedrohung retten.

Man merkt zwar zwischendurch immer mal wieder, dass das Buch für jüngere Leser gedacht ist. Es konnte mich aber mitreißen und auf verschlungenen Pfaden durch die Geschichte führen. Dabei sind die Charakter (bis auf Timur und Julina) zwar sehr in den Hintergrund getreten, die spannende Welt, in die man durch sie geführt wird gleicht das für mich aber mehr als aus.
Die Geschichte mag nicht unbedingt mit gut ausgearbeiteten Wendungen punkten, die Erzählweise präsentiert aber alles auf eine Art, die einen allen Unglauben vergessen lässt. Gerade der fließende Wechsel der Erzählperspektiven ist dabei sehr gut gelungen, auch wenn ich mir manchmal für ein paar Sätze nicht sicher war aus welcher Sicht mir die Welt präsentiert wurde.
Durch die vielen Perspektiven erhält man einen guten Überblick über die äußerst interessant gestaltete Welt von Tylandor, die sich, mit viel Geschichte angereichert, als ausgereifte Fantasy-Welt sehen lassen kann, ohne je wirklich etwas zu erklären. Ein guter Zaubere verrät eben nie seine Geheimnisse! Und wenn der Zuschauer bereit ist sich von der Magie verzaubern zu lassen, ist das Ergebnis wahrlich wunderbar, ebenso wie diese Erzählung.

Kurzum: Wer bereit ist sich einfach in die Geschichte fallen zu lassen, um eine tolle Welt kennen zu lernen ist bei „Das Geheimnis von Tylandor“ an der richtigen Adresse. Wenn man aber ausgeklügelte Plots und Charaktere braucht sollte man sich vielleicht eher ein anderes Buch suchen.
Profile Image for primeballerina.
286 reviews64 followers
December 3, 2015
“Das Geheimnis von Tylandor” ist der erste Roman für Kinder/Jugendliche von Bestseller-Autor Matthias Sachau, der bisher hauptsächlich für Werke wie “Kaltduscher” oder “Schief gewickelt” und seinen überragenden Humor bekannt war.

Timur lebt im Jahr 1132 nach dem großem Verschwinden in Tylandor. Genauer gesagt in Halum, obwohl er eigentlich aus Foigor, der Fischerstadt, stammt. Im Jahr des großen Verschwindens sind alle Bewohner beider Städte, mitsamt der bis dahin herrschenden Zauberern, auf einmal und völlig spurlos verschwunden. Seither versuchen einige wenige Mitglieder der magischen Gilde, dem Geheimnis des Zauberns auf die Spur zu kommen – bisher jedoch völlig erfolglos. Bis eines Tages Mag Zagram etwas ganz Besonderes in Timur entdeckt und dessen Leben sowie das seiner beiden Freunde Malakin und Julina auf den Kopf gestellt wird…

Die bisher veröffentlichten Bücher des Autors habe ich allesamt sehr gerne gelesen und war deswegen auch auf diesen Roman unheimlich gespannt – obwohl er einen ziemlich großen Genrewechsel gewagt hat. Doch glücklicherweise lese ich beide Genres sehr gerne und mag den Schreibstil des Autors zu sehr, um mir ein neues Buch entgehen zu lassen. Und auch wenn sich “Das Geheimnis von Tylandor” nun absolut von seinen früheren Büchern unterscheidet, konnte Sachau mich auch hiermit überzeugen.

Mit Tylandor hat der Autor eine überaus komplexe und fantastische Welt geschaffen, mit einer großartigen Geschichte, die bis ins kleinste Detail in sich stimmig ist. Die vielen bildhaften Beschreibungen führen zudem dazu, dass man sich als Leser diese neue und einzigartige Welt auch genauestens vorstellen kann und sie beim Lesen selbst vor Augen hat. Auch der Protagonist Timur ist ein sympathischer und lebhafter Junge, welcher jedoch nicht nur neugierig und mutig ist, sondern sich vor allem auch nicht von manchen Erwachsenen veralbern lässt – dieser Aspekt hat mir an ihm fast am meisten gefallen, weil man solch einen Charakterzug recht selten in Geschichten zu lesen bekommt. Timur ist kein naiver kleiner Junge, sondern ein gewissenhafter junger Mann, welcher zu gerne Abenteuer erleben würde. Ihn begleiten zudem seine Freunde Malakin und Julina, die sich beide auf verschiedene Weisen von Timur unterscheiden, beide aber mindestens genauso sympathisch sind. In der Anfangsszene springt Malakin beispielsweise über seinen Schatten, ignoriert seine anderen “Freunde”, welchen Timur schikanieren, und verbündet sich so mit dem Fischerjungen, den man in Halum eigentlich verspottet – der Beginn einer tollen Freundschaft.

Die gesamte Geschichte selbst nimmt den Leser mit auf ein rasantes Abenteuer, mit vielen Wendungen, Höhen und Tiefen und führt ihn durch ganz Tylandor, auch in alle verborgenen sowie verbotenen Ecken des Landes. Kurzum: die Handlung steckt voller interessanter Charaktere, magischer Orte und hält die ein oder andere Überraschung bereit – meiner Meinung nach ist das genau solch ein Fantasy-Schmöker, den ich selbst gerne als Kind gelesen hätte. Und ich gebe zu: selbst als Erwachsene habe ich Timurs Abenteuer unheimlich gerne verfolgt.

Die äußerliche wie auch innerliche Gestaltung des Buches lädt zum Lesen ein und die immer wieder wechselnden Erzählperspektiven sorgen für viel Spannung und Abwechslung. Einzig das Ende hat mich insofern ein wenig enttäuscht, dass es sehr schnell vonstatten ging und daraus meiner Meinung nach mehr gemacht hätte werden können. Hier hätte ich eine komplexere Auflösung ein wenig besser gefunden. Doch letztendlich ist und bleibt es ein Buch für ältere Kinder, insofern kann man darüber getrost hinwegsehen. Dafür, dass es ein Kinderbuch sein soll, fand ich allerdings die vielen verschiedenen Namen und Bezeichnungen stellenweise zu verwirrend – ich selbst hatte damit gerade am Anfang Schwierigkeiten, vor allem diese diversen Namen dann immer richtig im Kontext zuzuordnen.

Letztendlich bin ich fast schon ein wenig überrascht, wie gut der Genrewechsel dem Autor gelungen ist – “Das Geheimnis von Tylandor” ist seit langer Zeit mal wieder ein wirklich lesenswerter Fantasy-Schmöker voller Spannung und ein “richtiges” Kinderbuch, welches ich selbst nur allzu gerne als Kind gelesen hätte. Sowohl für Mädchen als auch für Jungen ein tolles Lese-Abenteuer, welches ich absolut empfehlen kann.
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