Vor hundert Jahren begann der Erste Weltkrieg – der Krieg, der alles veränderte. Herfried Münklers großes Zeitpanorama des epochalen Konflikts.
Er fegte die alte Welt hinweg und haftet seit vier Generationen im kollektiven Gedächtnis: der Große Krieg. Als Ausbruch aus einem scheinbar stillstehenden Zeitalter der Sicherheit wurde sein Beginn am 1. August 1914 von vielen noch euphorisch begrüßt. An seinem Ende, im November 1918, waren zu bilanzieren: 17 Millionen Tote, eine in Trümmer gestürzte Weltordnung und ungestillte Revanchegelüste. Der Erste Weltkrieg veränderte alles. Nicht nur betraten die USA und die Sowjetunion die Weltbühne, auch die Ära der Ideologien und Diktaturen begann, die zu Hitler und schließlich zum Zweiten Weltkrieg mit all seinen Verwerfungen führte. Herfried Münkler schildert in seiner großen Gesamtdarstellung diese «Urkatastrophe» des 20. Jahrhunderts, zeigt, wie der Erste Weltkrieg das Ende der Imperien besiegelte, wie er Revolutionen auslöste, aber auch den Aufstieg des Sozialstaats und der Nationalismen förderte. Ein Zeitpanorama von besonderem Rang, das nicht nur die politischen und menschlichen Erschütterungen vor Augen führt, sondern auch zahlreiche Neubewertungen dieses epochalen Ereignisses vornimmt. Wenn wir den Ersten Weltkrieg nicht verstehen, wird uns das ganze 20. Jahrhundert ein Rätsel bleiben.
Herfried Münkler is a German political scientist. He is a Professor of Political Theory at Humboldt University in Berlin. Münkler is a regular commentator on global affairs in the German-language media and author of numerous books on the history of political ideas (German: Ideengeschichte), on state-building and on the theory of war, such as "Machiavelli" (1982), "Gewalt und Ordnung" (1992), "The New Wars" (orig. 2002) and "Empires: The Logic of World Domination from Ancient Rome to the United States" (orig. 2005). In 2009 Münkler was awarded the Leipzig Book Fair Prize in the category "Non-fiction" for Die Deutschen und ihre Mythen (engl. "the Germans and their myths").
Nach Golo Manns Deutscher Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts habe ich dieses Werk über den 1. Weltkrieg gelesen. Bin sehr begeistert und beeindruckt, habe eine Vielzahl von Ideen, Anregungen und natürlich unendlich viele neue Erkenntnisse gewinnen können. Das Buch ist trotz seines grossen Umfanges nie langweilig für mich gewesen, es liest sich leicht und streckenweise sogar sehr spannend. Ich kann nur jedem empfehlen, der sich über die aktuellen politischen Entwicklungen in der Welt Gedanken oder gar Sorgen macht, dieses Buch zu lesen, vieles relativiert sich, vieles erklärt sich.
World War I is always an interesting topic to study. Though I thought that I've got some good basic knowledge, this book was still a very good overview with a lot of details and historic interpretations that were not on my radar. The writing style calls the cognitive attention of the reader, but is still well digestible. The focus is mostly on the German side and its contexts: for more details on the other sides of the war, especially in terms of internal politics, other books would be a good addition.
This is a very long and exhausting history of the German First World war. Packed with detail and insight this was well worth the effort it took to read it. The last chapter or so attempts a comparison between WWI and the Peloponnesian war which is also quite interesting. There is even an examination of the paradox of war, how apparent winners can in fact be losers.
Großartiges Buch, hilft sehr die eigenen Vorurteile zum 1.WK zu hinterfragen und eine breite Perspektive auf die deutsche Seite zu bekommen. Mit 800 Seiten, bin ich aber glaube ich die einzige Person aus meinem Bekanntenkreis der so ein Buch gefällt
Der ganze Krieg. Aus deutscher Sicht. Und das ist meine Kritik, die deutsche Sicht, also doch nicht der ganze Krieg sondern der deutsche Krieg. Sicher packend beschrieben, vor allem die Überlegungen zu den diversen Schlachten, warum wie ausgegangen und das was wäre wenn. Ein paar nette Fotos hat's auch. Interessant die abschließende Betrachtung zu China, und welche Parallelen es da gäbe, zwischen China heute und Deutschland damals, das Einschnürungsgefühl, der Aufstiegswille, die Internationalitätssperre. Also, der Clark ist interessanter, aber wenn man wissen will, wie der Krieg so verlaufen ist, dann tuts der Münkler auch
Die strikte, um nicht zu schreiben verächtliche Ablehnung Münklers für die Theorien von Fritz Fischer und Immanuel Geiss ist für mich schwer zu akzeptieren. Anderes, etwa der Blick über den Tellerrand auf die Geschehnisse in Afrika und im Mittleren Osten, sind allerdings beeindruckend.
After reading sleepwalkers by Christopher Clarke this was a very good continuation in history telling. Details are given when needed, and generalizations are made when necessary. But the footnotes are a bit extensive and exhausing.