Erstmal herzlichen Dank an die Autorin für ein handsigniertes Buch mitsamt Lesezeichen!
(Ich habe es über Goodreads First Reads gewonnen.)
Ich habe kein Talent für's Schreiben - insbesondere nicht von Reviews -, aber ich werde, wie versprochen, mein Bestes geben ;-).
Wenn man keine Reviews schreiben kann, beginnt man vielleicht am besten mit einer Pro- und Con- Liste. Das dachte jedenfalls ich, aber nach einer Woche Brüten über einem und Schmierzettel sind mir immer noch keine Punkte für die Contra-Seite eingefallen... Hier also meine Pro-Punkte:
Oder vielleicht doch noch ein kurzer Hinweis vorher: Ich verhalte mich eigentlich gerade widersprüchlich indem ich zum einen feststelle, dass mir keine Contra-Punkte eingefallen sind, dem Buch auf der anderen Seite aber nur 4/5 und nicht 5/5 Sternen gebe. Das liegt daran, dass ich die Sterne aus purem Bauchgefühl vergebe und auf einer relativen Bewertungsskala. Meine Lieblingsbücher bekommen 5 Sterne und der ganze Rest wird daran gemessen und verglichen. Die Testfrage ist mehr oder weniger "Mit welchem bisher gelesenen Buch lässt sich mein Gefühl direkt nach der letzten Seite am besten vergleichen?". Dann gibt es die entsprechende Anzahl an Sternen.
So, nun aber endlich zur Pro-Liste:
1. Ich stehe generell auf historische Romane. Wenn sie gut geschrieben sind, kann man eine Menge nebenbei lernen und merkt es sich sogar noch besser, weil es mit Emotionen verknüpft wird.
Dazu vielleicht noch ein neutraler Punkt. Negativ will ich ihn nicht nennen, weil es mich nicht gestört hat; ich war zu sehr mit der Narrative beschäftigt. Ich habe in der Tat viel gelernt über einen Ort und eine Zeit, von denen ich überhaupt keine Ahnung hatte, aber, da ich es alles gleich sehr spannend fand, hätte ich gern noch mehr gewusst. Keine übermäßigen Info-Dumps mit purem World Building von über 10 Seiten am Stück (wie es manche Autoren machen), aber ein bisschen mehr, zur noch besseren Zurechtfindung. Denn ein historischer Roman ließt sich einfach besser als Wikipedia. Obwohl ich schon Probleme hatte, irgendwelche Infos auf Wikipedia zu Petru V. zu finden.
2. Die Fußnoten.
3. Das wunderschöne und stimmungsvolle Cover.
4. Das ganze Foreshadowing, aka die beiläufigen Sätze zwischendurch über die zukünftige Handlung. Ich wollte dadurch "noch unbedingter" weiterlesen. Am Ende hatte ich alles in 1,5 Tagen durch.
5. Ich will jetzt wissen, wie es weitergeht!
6. Die emotionale Achterbahnfahrt. Die Lektüre hat mich emotional sehr mitgenommen (im positiven Sinn), auch wenn ich manchmal gar nicht verstanden habe, warum. Es war eher ein generelles Gefühl, das ich nicht festmachen konnte.
7. Die Fähigkeit der Autorin, mir die Gefühle der Protagonistin wirklich spürbar (s. 6.) zu vermitteln. Damit meine ich nicht greifbare Emotionen in einem bestimmten Moment, sondern eher eine generelle Atmosphäre ihrer Unkenntnis über und Neugier für die Welt. Manchmal hat es mich auch frustriert, weil ich ein Leser bin, der ganz genau wissen will, wie zB Magie in dieser Welt funktioniert, etc. Nach einigen Tagen der Reflektion bin ich jedoch letztendlich voll überzeugt, dass diese Art von Wissensvermittlung nicht in die Narrative passen würde, sie lebt doch zu sehr vom Unwissen der Protagonistin.
So, nun habe ich ziemlich viel geschrieben und hoffentlich niemanden gelangweilt. Ein echter (professioneller) Review ist es nicht geworden, eher eine einfache Sammlung meiner Eindrücke in Umgangssprache. In meinem Fall ist dies aber besser als jeder Review. Für einen solchen würde ich nämlich immer noch vor einem völlig leeren Word Dokument sitzen und verzweifelt auf den Bildschirm starren..