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Das Mitternachtsversprechen

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Turin 1948. Die drei Schwestern Teresa, Lidia und Aurora haben das im Krieg zerstörte »Caffè Molinari« ihrer Eltern wieder aufgebaut und führen es dank des geheimen Familienrezepts für Giandujapralinen zu neuem Glanz. Doch als die Journalistin Vera beinahe siebzig Jahre später nach Turin reist, um mehr über das Leben ihrer Großmutter Teresa zu erfahren, stößt sie hinter der traditionsreichen Fassade des Kaffeehauses auf ein schreckliches Geheimnis. Stück für Stück enthüllt sie das Rätsel um die Familie Molinari, bis sie zu dessen bitteren Kern vordringt ...

320 pages, Paperback

Published September 1, 2016

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Community Reviews

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Displaying 1 - 3 of 3 reviews
Profile Image for Leo_ Reader .
59 reviews4 followers
November 10, 2022
Das Mitternachtsversprechen zwei Geschichten, eine Familie. Das Buch teilt sich in zwei Zeitspannen 1948 mit den Geschwistern Teresa, Lidia, Aurora und Alexander. Während es 1948 zu einem tragischen Familiengeheimnis kommt, versucht Vera in 2015 dieses zu lösen. Die Idee die beiden Geschichten parallel zu schreiben hat mir gut gefallen, da man so etwas Abwechslung im Buch hat und alles gut aufeinander abgestimmt ist. Allerdings fand ich es schade das unnötige Momente unnötig langgezogen wurden, während die Wichtigen sprunghaft verliefen. So konnte ich leider weniger miträtseln als ich es gern getan hätte. Auch fand ich das Geflirte zwischen Cousin und Cousine wirklich sehr unangenehm. Mit der Protagonistin Vera bin ich tatsächlich auch kaum warm geworden, dafür umso mehr mit Teresa. Während ich den Großteil über nicht ganz zu begeistert von dem Buch war, so kam zum Ende hin trotzdem ein wenig Spannung auf. Wie man sieht hatte dieses Buch seine positiven und negativen Seiten. Noch einmal lesen würde ich es zwar nicht aber es war auch kein Flopp. Ganz im Gegenteil, für Zwischendurch ist es tatsächlich recht gut geeignet. Weshalb ich 3 von 5 Sternen auch ganz fair finde.
Profile Image for Leserling Belana.
599 reviews2 followers
November 7, 2016
Familiengeschichte mit Twist

Inhalt:

Die Journalistin Vera reist nach Turin, um ihre Großtante zu interviewen für eine Reportage über Frauen, die nach dem zweiten Weltkrieg ungewöhnliche Berufe ergriffen und ihren Weg in einer von Männern geprägten Welt gemacht haben, so wie einst ihre Großmutter.

Während sie zu Hause alte Dokumente sichtet, entdeckt Vera, deren Zwillingsschwester spurlos verschwand als sie Kinder waren, dass es noch eine dritte Schwester gegeben hatte, deren Existenz totgeschwiegen wurde, und von der auch ihre Mutter nicht wusste.
Das ist ein zusätzlicher Anreiz, und so macht sie sich auf den Weg nach Turin, um Antworten zu erhalten, aber sie stößt auf eine Mauer des Schweigens.

Meine Meinung:

Mit ihrem Roman: Das Mitternachtsversprechen ist es Mascha Vassena gelungen, einen spannenden Familienroman zu schreiben, der mehr als 70 Jahre überbrückt.

Der Stil ist leicht und flüssig, und man wird sofort in die Geschichte reingesogen, startet diese doch mit dem plötzlichen Verschwinden Veras Zwillingsschwester, und Veras daraus resultierendem Trauma das sie auch nach all diesen Jahren voll im Griff hat. Obwohl sie versucht, dagegen anzukämpfen, gelingt ihr das nur bedingt, denn sie ist überfürsorglich mit ihrem eigenen, 11-jährigen Sohn, den sie quasi permanent überwacht, und der nur bei ihrem geschiedenen Mann Freiheiten hat.
Vera wundert sich über die Parallelen: Aurora, die dritte Schwester, verschwand spurlos, und ihr Verschwinden wurde nie aufgeklärt, genau wie das Verschwinden von Veras Schwester. Könnte eine oder gar beide noch am Leben sein?

Vera ist entschlossen, zumindest Licht in das Dunkel der 'dritten' Schwester zu bringen, aber ihre Großtante Lidia ist äußerst zugeknöpft und erzählt ihr kaum etwas.

In dem Roman gibt es drei Erzählstränge: Die Zeit unmittelbar nach dem zweiten Weltkrieg; die Zeit um und nach Violas Verschwinden; und die Jetzt-Zeit. Diese Erzählstränge sind durch einen Wechsel im Schriftsatz nicht nur inhaltlich, sondern auch optisch gut voneinander zu unterscheiden, was ich als sehr angenehm empfand.

Die Perspektiven wechseln, so dass wir nach und nach in die Geschichte eingeführt werden, wobei der Leser immer ein bisschen mehr weiß als Vera. Trotzdem ist es absolut nicht vorhersehbar, und die Auflösung ist sowohl überraschend, als auch gelungen.

Gefallen hat mir vor allem der Teil in den 1940er Jahren, der uns mit den Problemen konfrontiert die drei junge Frauen, Vollwaisen noch dazu, und ein kleiner Junge, um den sich niemand so richtig kümmern kann -- zumindest, was seine emotionalen Bedürfnisse angeht, in dieer Zeit des politischen Umbruchs. Wer mehr darüber wissen möchte, kann den Artikel über Laura Polizzi lesen, der einen sehr guten Einblick gewährt.

Auch im Buch bekommt man definitiv einen Eindruck vom damaligen Leben, wenngleich es nicht direkt gesagt wird, aber es kommt deutlich rüber.

Wer also ein bisschen Mystery gemixt mit Familiengeschichte und Zeitgeschichte mag, kann mit diesem Roman nichts falsch machen. Ich kann ihn auf jeden Fall empfehlen; Stil, Plot, Charaktere: alles stimmt.

Abschließend möchte ich mich bei Leserunden.de bedanken für die Organisation und Durchführung, sowie bei Mascha Vassena für die Begleitung der Leserunde.
Profile Image for Annegret.
82 reviews14 followers
April 12, 2017
Die Autorin Mascha Vassena entführt uns in ihrem Roman "Das Mitternachtsversprechen" zur alleinerziehenden Mutter und Journalistin Vera, die für einen Radiosender eine Reihe über starke Frauen herausbringen möchte.

Sie reist zu ihren Verwandten nach Italien, um vor Ort mehr zu erfahren, denn ihre Großmutter Teresa lebte ganz für die Forschung.

Bei ihren Nachforschungen entdeckt sie ein Foto, auf dem drei Molinari-Schwestern abgebildet sind, wobei die 3. aber nicht mal ihrer Mutter bekannt ist.

Nach dem Krieg eröffneten die drei Schwestern Lidia, Teresa und Aurora das Kaffeehaus ihrer Eltern, um es in ihrer Tradition nach deren Tod weiterzuführen und ihren Lebensunterhalt zu verdienen.

In der Gegenwart führt Lidia, die älteste der Schwestern dort nach wie vor Regie, obwohl sie schon sehr alt ist. Auf die 3. Schwester angesprochen, ist ihre Großtante zunächst sehr zurückhaltend.

Vera macht die Bekanntschaft mit dem ortsansässigen Journalisten Mattia, der ihr bei der Recherche sehr hilfreich ist.

Die Autorin Mascha Vassena versteht es ausgezeichnet, uns das Leben Veras und das der Molinari-Schwestern nahezubringen. Die Protagonisten sind von sehr unterschiedlichem Charakter, aber so ausführlich beschrieben, das man glaubt, mit ihnen durch die Geschichte zu gehen. Dabei werden Gegenwart und Vergangenheit wunderbar miteinander verflochten.

Vera hat selbst ein schweres Päckchen zu tragen. In jungen Jahren ist ihre Zwillingsschwester Viola verschwunden. Sie möchte ihrem Sohn Finn eine andere Kindheit bieten als ihre eigene, in der sie überbehütet wurde. Aber das fällt ihr sehr schwer.

Auch die dritte Molinari-Schwester Aurora ist verschwunden. Wie sind die Geschwister damit fertig geworden? Was ist damals passiert?

Mich hat dieser Roman sehr gefesselt. Er ist so spannend, daß man ihn kaum aus der Hand legen möchte. Dazu haben auch die ausführlichen Beschreibungen der Stadt Turin beigetragen. Im Buch habe ich mich in diese Stadt verliebt.

Dies wird nicht das einzigste Buch bleiben, daß ich von Mascha Vassena lesen werde.
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