Drei Billionen Euro werden in den nächsten zehn Jahren ihren Besitzer wechseln. Die Nachkriegsgeneration, in der alten Bundesrepublik zu Wohlstand gelangt, wird ihr Vermögen nun weitergeben. Was bedeutet es für eine Gesellschaft, wenn vor allem der ein sorgenfreies Leben führt, der in die richtige Familie hineingeboren wird, und nicht der, der Engagement und Ideen einsetzt? Und warum gibt es kaum Debatten um diese Ungleichheit? Auf der Suche nach Antworten gelingt Julia Friedrichs ein ebenso lebendiges wie vielschichtiges Porträt der Menschen, die Deutschland künftig prägen werden.
Julia Friedrichs hat unfassend recherchiert und mit vielen Erb*innen und Vererbenden gesprochen. Das Buch ist eine Mischung aus ihren Gesprächen und Fakten rund ums Erben, die nachvollziehbar aufbereitet sind. Insgesamt ein gut geschriebenes, sehr anschaulich und verständliches Buch. Ein Thema, das mich wahnsinnig wütend macht und das meiner Ansicht nach mehr Menschen wütend machen sollte. Das Mitgefühl der Autorin für diejenigen Erbenden, die ein schlechtes Gewissen haben oder Schwierigkeiten aufgrund des Erbes teile ich so gar nicht. Julia Friedrichs war mir insgesamt zu "zahm", möglicherweise konnte sie aber nur mit dieser Herangehensweise überhaupt Gesprächspartner*innen gewinnen. Im Epilog verdeutlicht sie ihre Haltung glücklicherweise ein wenig.
This contained many interesting insights. Friedrichs presents several case studies. Personally I would've liked a less anecdotal approach - fewer descriptions of the restaurant where she meets someone for an interview, and more details of the interview itself, even. Nevertheless, she covers a broad scope of topics, supported by research and professional opinions where applicable. Most importantly, it has helped me to investigate many of my uncomsidered ideas about inheritances.
Dachte zuerst das Buch würde nur unzusammenhängende Interviews und Geschichten enthalten, aber die Autorin spannt gut einen Bogen über die Personen, der viele Aspekte von Erbschaft behandelt.
It is an interesting investigation, with even more interesting observations, but I wonder why the author did not cover much more 'financial' elites, such as the ruling families in the auto-motive industry etc. Also, the comparison with Japan deserved more in-depth analysis and further development.