»Unter Theos Füßen, die von der Mauer herabbaumeln, haben sich einige von ihnen angesammelt. Sehen kann er sie nicht. Einzig das leise Kratzen am Stein und das Röcheln sagen ihm, dass sie da sind. Bestimmt greifen ihre Hände nach seinen Füßen. Ob sie wohl irgendwann begreifen, dass ihre Bemühungen völlig sinnlos sind? Sie können es noch so oft versuchen, die letzten Meter fehlen am Ende doch. Die obere Kante bleibt für sie unerreichbar.«Nach einer weltweiten Epidemie wächst Theo hinter einer hohen Mauer auf, die ihn vor den Infizierten beschützt. Die Katastrophe liegt weit zurück, Ordnung und Struktur sind wieder eingekehrt. Doch eines Abends macht er eine Entdeckung, durch die sein gesamtes Weltbild ins Wanken gerät.
Super geschriebene Geschichte, hat mich sehr gefesselt! Das Ende fand ich auch gut, unvorhersehbare Wendung, aber irgendwie sehr geil. Fand auch den Cut von der einen Geschichte aus Perspektive der Kids super, hab dann in der zweiten Hälfte oft noch gehofft, dass man nochmal was von denen mitbekommt, aber grade das hat das Ende erst recht so unfassbar gut gemacht. Und mich wird das Ende jetzt noch eine Zeit beschäftigen, liebe solche Bücher, die man dann auch nicht sofort weglegt und vergisst, mich hat’s also voll überzeugt!
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Mauern haben immer zwei Seiten. Auf der einen bieten sie Sicherheit, auf der anderen sperren sie aus. (Zwei Seiten einer Mauer)
Kratzen, röcheln, Infizierte – das alles klingt nach einem waschechten postapokalyptischen Zombieroman, doch um die wandelnden Toten geht es in “Zwei Seiten einer Mauer” nur bedingt. Vielmehr steht für den Autor die Gesellschaftskritik an erster Stelle.
Theo sitzt jeden Abend auf der Mauer. Der Mauer, die alle Gesunden vor den Infizierten schützen soll. Theo kennt gar keine Zeit ohne Mauer mehr. Er wurde lange nach der weltweiten Epidemie geboren und kennt nur die Gesellschaft und ihre Struktur, wie sie jetzt ist. Hinter der Mauer ist es sicher, vor der Mauer lauert der Tod. Berufe werden den einzelnen Personen zugeordnet, das Essen ist rationiert und es gibt eine Ausgangssperre. Für Theo ist das Alltag. Um diesem Alltag kurze Zeit zu entfliehen, haben sich Theo und seine Freunde ein Spiel ausgedacht, das sie in den alten Ruinen der Stadt spielen. Als es eines Tages dazu kommt, dass sich die Freunde nachts, nach der Ausgangssperre herausschleichen, um eben dieses Spiel zu spielen, machen die Drei eine Entdeckung, die jede Menge Fragen aufwirft.
Wie bereits erwähnt, spielen die Infizierten in “Zwei Seiten einer Mauer” nur eine untergeordnete Rolle. Ja, sie kommen kurz vor und einer fällt sogar mal einen Menschen an, aber das war es auch schon. Wer sich menschenfressende Zombies in der Hauptrolle wünscht, der sollte weiter suchen. Meiner Meinung nach geht es Alexander Stapper mehr darum aufzuzeigen, wie sich die Gesellschaft und insbesondere einzelne Individuen verändern, wenn Struktur und Ordnung, wie wir sie kennen, nicht mehr gelten und ein neues System auf den Plan gerufen werden muss.
Gut dreiviertel des Buches geht es um Theo. Ich habe ihn auf seinen Streifzügen begleitet und machte mich mit ihm gemeinsam auf die Suche nach der Wahrheit. Im letzten Drittel taucht Theo gar nicht mehr auf und die Erzählperspektive wechselt zu einem neuen Protagonisten, der mir bis dahin allerdings völlig unbekannt war. Das hat mich mächtig irritiert und leider ist diese Irritation auch bis zum Ende des Buches hin nicht verschwunden. Wie die meisten von euch bin ich ein Fan von Happy Ends. Es muss nicht immer alles Friede-Freude-Eierkuchen sein, aber ich hätte gerne zumindest ein bisschen Hoffnung und den Ausblick auf etwas Positives. “Zwei Seiten einer Mauer” wird euch nicht mit einem Happy End dienen. Vielmehr ist das Ende offen gehalten, gibt Raum für eigene Gedanken und Spekulationen, lässt einen aber auch ganz klar verstehen, dass die Geschichte nicht ganz so ausgegangen ist, wie der Großteil der Leser es gerne gehabt hätte. Nichtsdestotrotz ist es ein passendes Ende, auch wenn ich erst einmal ein wenig gebraucht habe, um es zu verdauen.
Der Schreibstil Stappers ist recht einfach gehalten und wirkt mitunter ein wenig plump. Zu viele Hauptsätze, zu wenige Nebensätze. So ist die Geschichte natürlich leicht und flüssig zu lesen, doch ich hätte mir, angesichts der Thematik, einen etwas ausgefeilteren Schreibstil gewünscht. Leider sind mir auch die Charaktere zu oberflächlich beschrieben worden. Ich konnte keine wirkliche emotionale Bindung aufbauen, so dass mir das Schicksal der Einzelnen gar nicht wirklich nahe gegangen ist. Mehr Tiefe hätte den Charakteren hier sehr gut getan.
Fazit
“Zwei Seiten einer Mauer” ist ein postapokalyptischer Roman, kein Zombieroman. Gesellschaftskritik steht an erster Stelle und regt durchaus zum Nachdenken an, wenn man sich als Leser denn drauf einlassen möchte. Ich muss zugeben, dass ich eine andere Art von Geschichte erwartet, das Buch aber dennoch gern gelesen habe. Daher gibt es von mir 3,5 von 5 Sternen.
Alexander Stapper hat uns, das Team von Wurm sucht Buch, direkt angeschrieben und ich habe mich riesig gefreut, "Zwei Seiten einer Mauer" rezensieren zu dürfen. Vielen Dank an Herrn Stapper für das Rezensionsexemplar.
Das Cover des Romans ist sehr düster. Zu sehen ist ein Junge, welcher die Beine über einer Mauer baumeln lässt. Sein Gesicht ist nicht zu erkennen, da es verschwommen ist. Fast am Ende der Mauer sind Hände zu erkennen, welche sich nach dem Jungen ausstrecken und ihn versuchen zu berühren. Das Cover spiegelt den Inhalt des Romans auf faszinierende Weise wider, da es gewissermaßen den Inhalt des Romans zusammenfasst.
Die Geschichte dreht sich um Theo, welcher ein junger Mann im Teenageralter ist. Um ihn herum allerdings ist nichts so, wie wir es kennen, obwohl es offiziell in seiner Stadt sicher und "normal" sein sollte. Der Krieg ist in dieser Welt eine Seuche, die die Bevölkerung infiziert. Um die Stadt, in welcher Theo lebt, ist eine Mauer errichtet, doch vor der Mauer befindet das Grauen...
Die Personen in "Zwei Seiten einer Mauer" sind sehr detailliert beschrieben und besonders mit Theo hat man Mitleid, das im Verlaufe des Romans immer weiter wächst. Ständig habe ich mir die Frage gestellt: Was hätte ich in dieser Situation getan? Und doch konnte ich kaum so lange Pause machen vom Lesen, um mir die Frage beantworten zu können. Fakt ist: Theo ist auf der einen Seite ein Jugendlicher, welche sich ausleben und einfach die Welt Welt sein lassen sollte, auf der anderen Seite muss er stark sein und sich einer Situation stellen, die wir uns nur schwer vorstellen können.
Der Schreibstil im Roman ist nicht zu extravagant, aber auch nicht langweilig. Man kann das Buch in aller Ruhe lesen ohne ein Wörterbuch auszukramen. Perfekt für Dauerleser wie mich :)
In "Zwei Seiten einer Mauer" steckt weit mehr, als der Leser am Anfang vermutet. Versteckt im Roman ist ein Appell an die Gesellschaft, welcher durch die dunkle Stimmung der fiktiven Welt und die gespenstische Situation noch verstärkt wird. Der Roman kommt völlig ohne die blutigen Zombieattacken aus, was dem Buch in keiner Weise einen Abbruch tut, sondern seine Einzigartigkeit noch unterstreicht.
Fazit:
Alexander Stappers Roman hat mir sehr viel Spaß gemacht, mich aber auch zum Nachdenken gebracht. Da ich Dystopien liebe, war das Buch wie geschaffen für mich und ich bin hellauf begeistert.
Theo lebt in einer kleinen Stadt hinter hohen Mauern. Das Mauerwerk schützt die Bewohner vor den Infizierten. Doch Theo lässt sich davon nicht einschüchtern. Er will wissen, was hinter der Mauer liegt, was ihn draußen erwarten könnte. Und erfährt das schneller, als ihm lieb ist....
„Zwei Seiten einer Mauer“ ist das Debüt von Alexander Stapper und hat mir insgesamt gut gefallen. Der Autor greift auf einen klassischen Dystopie-Aufbau zurück, konnte mich aber mit so mancher Begebenheit und dem Finale überzeugen.
Die Geschichte wird von einem auktorialen Erzähler berichtet. Dabei erfährt man vor allem, wie Theo und seine Freunde Pitz und Hanna mit dem Leben innerhalb der Mauern klar kommen, wie sich ihr Alltag gestaltet und mit welchen Widrigkeiten sie zu kämpfen haben. Hierfür lässt sich Alexander Stapper Zeit und Raum und gibt somit auch seinen Lesern die Möglichkeit, die 3 Freunde gut kennenzulernen. Diese Vorgehensweise fand ich toll, wenn gleich ich mir an manchen Stellen eine Straffung gewünscht hätte.
Leider erfährt man nicht viel über die Infizierten und wie es dazu kam, dass die Welt nun so aussieht, wie sie ist. Es gibt zwar Andeutungen, doch diese sind in meinen Augen zu wenig und zu ungenau. Hier hätte ich mehr Details oder gar einen Rückblick toll gefunden.
Zur Mitte hin nimmt der Roman dann an Fahrt auf und in der zweiten Hälfte lässt Alexander Stapper seinen Lesern kaum Zeit zum Luft holen. Hier kommt es dann auch zu einem Wechsel der Figuren, so dass man nochmals neue Blickwinkel und Ansichten kennenlernt. Eine klasse Idee, jedoch war der Bruch sehr abrupt. Es wirkte auf mich so, als ob hier zwei Teile einer Geschichte zusammengeführt wurden und einfach der Übergang vergessen wurde. Eine sanfte Überführung hätte mir den Wechsel erleichtert.
Wirkt die Dystopie zu Beginn vom Aufbau recht typisch, findet der Autor in der zweiten Hälfte zu seiner ganz eigenen Geschichte. Eine klasse Wandlung. Gern hätte ich auch hier wieder mehr über die Hinter- und Beweggründe seiner Figuren erfahren. So war das Finale zwar spannend, aber nicht immer greifbar.
Der Schreibstil Stappers ist einfach und gut zu lesen. Seine Erzählweise ist schnörkellos, direkt und konzentriert sich aufs Wesentliche. Für mich hat sie zur Geschichte gepasst.
Fazit: ein solides, wenngleich ausbaufähiges Debüt. Dennoch allein wegen der Idee lesenswert.
(Due lati di un muro) Per ora c'é solo in tedesco. Io ne avevo letto di corsa la trama su un altro blog e volevo leggelro subito. Purtroppo non é un granché.
La storia: C'é stata una pandemia e solo una piccola percentuale dell'umanitá é sopravvissuta. Da quel che si evince dalle descrizioni la Terra sembra esser infestata da zombie. I superstiti si sono costruiti col tempo un villaggio difeso da alte e spesse mura. Nel villaggio c'é addirittura organizzazione: c'é chi insegna ai piú giovani lavori manuali e i rudimenti della matematica e dell'elettrotecnica; ci sono le guardie che controllano il perimetro del villaggio; c'é un gruppo ristretto che prende decisioni per tutta la comunitá; c'é chi si occupa di razionare il cibo e chi si spacca la schiena a lavorare nei campi.
Nei personaggi notiamo come la maggior parte degli adulti - che hanno vissuto la ferocia dell'epidemia - sia in un perenne stato di shock. Tra i ragazzini invece regna la noia e sentono una forte distanza dai genitori perché non conoscono il mondo di internet, della coca cola, delle tv serie alla sera, delle passeggiate col cane, delle ferie ecc. Tutto ció gli sembra come una sorta di favola o comunque non riescono a immaginarselo. Tra questi ragazzini ce ne sono tre che a causa di una serie di eventi decide di uscire di nascosto dal villaggio. Da lí inizia l'inferno per tutti.
Perché non mi é piaciuto piú di tanto: uno dei tre ragazzini, Theo, é insopportabile. Capisce la gravitá della situazione ma se frega altamente. Poi tutti i personaggi hanno nomi tedeschi (alcuni in disuso), ma non c'é nessuna indicazione che si trovino in un Paese in cui si parla tedesco. Forse é cosí, non so. Certo é meglio dei soliti libri ambientati da qualche parte in America, ma i nomi in tedesco proprio non mi hanno convinto.
Non aspettatevi di trovare zombie affamati in questo libro, cioé ci sono, ma sono delle creature di cui si parla soltanto e che appaiono giusto un paio di volte. Il libro si concentra di piú sulla mentalitá dell'uomo che non finisce mai di deludere.
Il finale é ció che questo libro ha di piú potente.
Bitte wegklicken, wer sich jetzt schon auf einen Zombie-Slasher-Roman mit blutrünstigen Untoten freut. Die wird man in "2 Seiten einer Mauer" nicht oder nur verändert vorfinden. Eher trifft man hier auf eine Siedlung Überlebender, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, gemeinsam einfach durchzuhalten. Hauptcharakter des Buches ist der Junge Theo, der gemeinsam mit seinen 2 Freunden hinter einer Mauer mit seinen Eltern und vielen anderen in einer der vermeintlich letzten Städte der Erde lebt. Doch dann macht Theo eine interessante Entdeckung und zwar auf der anderen Seite der Mauer: Sind sie nicht die einzigen Überlebenden?
Am Anfang hatte ich arge Probleme in die Geschichte hinein zu kommen. Die Darstellung der Welt aus Theo's Sicht war mir oftmals zu einfach gehalten und viele Sätze wiederholten sich. Auch wurde über einige Strecken kaum Spannung aufgebaut. Ab der Hälfte des Buches aber drehte sich das Ganze und die Geschichte nahm an Fahrt auf. Das Ende hat mich ziemlich überrascht, mir aber sehr gut gefallen.
Am schwersten finde ich, diesem Buch in ein perfektes Genre einzuordnen. Da es von allem ein bisschen, aber von manchem zuwenig hat, würde ich es eher als gesellschaftskritischen Spannungsroman, bezeichnen. So! :)
Mein Fazit Mal ein etwas anderer "Dystopie-Roman", wenn man denn von so einem sprechen kann. Ein ganz spannendes Abenteuer. Nichts ist so, wie es scheint und ich finde das toll.