Island, Mitte des 13. Jahrhunderts, in einer der kriegerischsten Zeiten, die das Land je erlebt hat: Der heimtückische Mord an Snorri Sturlusson, dem berühmten Politiker und Dichter, Autor der Edda und der Egils-Saga, hat bürgerkriegsähnliche Zustände entfacht. Brutale Gewalt und zerstörerische Machtkämpfe bestimmen das Bild, zwei verfeindete Familienclans stehen sich unversöhnlich gegenüber. Island ist nunmehr gespalten, wird von der norwegischen Krone regiert. Da reicht einer der vormaligen Kriegstreiber, Gissur Thorvaldsson, dem Clan der Sturlungen die Hand zum Frieden. Eine Heirat zwischen den beiden Parteien soll den Pakt besiegeln, soll dem Land die Einheit geben und der Bevölkerung bessere Lebensbedingungen verschaffen. Aber nicht alle, die zur Hochzeit kommen, sind einverstanden mit diesem Plan ...
Ausgezeichnet mit dem Isländischen Literaturpreis.
After finishing highschool in 1975, Einar studied literature at the University of Iceland, graduating in 1978. He worked a number of part-time jobs during his studies, but since 1978 Einar has been a full time writer.
He sat on the board of the Writer's Union of Iceland from 1984 to 1986, was vice-chairman from 1986 to 1988 and chairman from 1988 to 1992. He has been one of the board members of the Reykjavík International Literary Festival since 1985. Einar Kárason started his writing career by publishing poetry in literary magazines in the years 1978 – 1980, and his first novel, Þetta eru asnar Guðjón (These Are Idiots, Guðjón), appeared in 1981. He is best-known for his trilogy about life in one of the post war "barracks neighbourhoods" of Reykjavík, Þar sem djöflaeyjan rís (Where Devil's Isle Rises), Gulleyjan (The Isle of Gold) andFyrirheitna landið (The Promised Land). The second book received the DV newspaper's Literature Award in 1986, and was also nominated for the Nordic Council's Literature Prize, and the third was nominated for the Icelandic Literary Prize in 1989. The trilogy has been adapted into a stage play and a film. Einar Kárason has also published short stories, children's books and travel books. He lives in Reykjavík andis married with four daughters.
I came again to the conclusion, that life is too short to read books that dont mean anything to you. One star = I found the style boring, the story boringly written, too many characters with strange names. And all these characters are so quickly introduced, that there is a talmes-balmes (I dont know how to say that in english). And actually the storyline is easy and unspectacular.
ISLÄNDISCHE FRÜHGESCHICHTE Kurzmeinung: Ehrlich? Ein Geschichtsbuch hätte mir bessere Dienste geleistet. Aber wenn es den Isländern gefällt - wer bin ich, daran herumzumeckern?
„Versöhnung und Groll“ ist der zweite Band einer kurzen Islandsaga von anno dunnemal, Mitte 13. Jahrhundert, sagt der Klappentext und ohne Klappentext hätte ich es nicht gewusst. Man hätte sich am Norwegerkönig orientieren können. Aber norwegische Geschichte stand nicht auf meinem Stundenplan.
Ohne den Vorgänger „Feindesland“ zu kennen, schwimmt man als Leser in der großen weiten kalten See isländischer Hartschädel und Vorkommnissen verloren herum. Zwar werden die Vorgänge in Band 1 durchaus erwähnt, man hat aber keine Vorstellung davon, warum sich die Isländer die Köpfe einhauen und reichlich Blut verspritzen. Überhaupt bekommt man den Eindruck, dass in Vorzeiten die isländischen Führer äußerst impulsiv handelten, wenn nicht kopflos. Schau ich in der Jetztzeit nach Westen (USA), siehts dort allerdings nicht anders aus (Juli 2024). Man könnte also sagen, der Roman sei zeitlos. Der Mensch ist, was er ist: dumm, unbesonnen und narzistisch, dies gilt insbesondere für den männlichen Teil der Menschheit. Davon abgesehen ist die Art und Weise wie der Autor, Einar Kárason, die Frühzeit isländischer Geschichte präsentiert, kurzweilig. Kurze Kapitel geben Einblick in die Innenwelt der Beteiligten. Isländische Namen sind freilich nicht angenehm zu lesen und der Autor betreibt aufwendiges Namedropping. Außerdem ist es mir schwergefallen zu unterscheiden, wann der Autor ironisch sein wollte (immer?) und wann etwas ernst gemeint war (nie?). Um einen Einblick in Islands Frühgeschichte zu bekommen ist „Versöhnung und Groll“ nicht unbedingt geeignet. Wahrscheinlich weiß man kaum etwas darüber. Es geht irgendwie um Norwegen und die Kirche, um Unabhängigkeit und Macht und um Beleidigtsein, also um Ehre. Männerzeug. Am Schluss sind alle tot und man sinnt auf Rache. Wie immer.
Fazit: Ich hoffe, die Isländer können sich mit ihrer blutigen Geschichte irgendwie arrangieren und versöhnen, ich kanns nicht. Krieg per se ist idiotisch. Ihn zu glorifizieren in Romanen oder zu verharmlosen - ist es auch.
Kategorie: SubLeiche. Historischer Roman Auszeichnung: Isländischer Literaturpreis Verlag, btb 2008
Þær mannlýsingar sem koma fram í bókum Einars um Sturlungaöld minna stundum helst á sjúkdómsgreiningar eða greiningar á ýmsum einkennum sem við þekkjum vel í dag. Í þessari bók skrifaði Snorri Sturluson án efa Eglu. Það finnst mér frekar hallærislegt.
Stílinn í þessum bókum er svona eins og í gamanþáttum þar sem allir eru að tala við einhverja óséða heimildarmyndargerðarmenn sem aldrei eru útskýrðir. Á sama hátt eru sögupersónurnar hérna að tala við lesandann án þess að það fylgi nein skýring á því. Ekki hræðilegt en mér finnst þetta ekki góð frásagnarleið.
Eine Geschichte der Gewalt - im 13.Jh. erlebt Island, was es bedeutet, eine Blutfehde, die sich fast in einen Bürgerkrieg steigert, mitzuerleben. Kaum ist der von den Sturlungen so gehasste Gissur Þorvaldsson aus Norwegen zurück, denken sie, sich vor einem Angriff von ihm schützen zu müssen. Doch Gissur hat andere Ideen: er möchte als Friedensbringer die Gewalt beenden und mit norwegischer Unterstützung Herrscher über Island werden. Zunächst entwickelt sich das ganze auch wie geplant, doch ein zorniger verwirrter Mensch will seine Rechte einfordern...
Sehr dicht beschreibt Einar Kárason die Gefühle der Protagonisten, die alle einerseits extrem begierig auf den vielleicht kommenden Frieden sind, andererseits aber nicht von ihren Demütigungen und alten Fehden lassen können. In ihrem Zwiespalt zwischen Loyalität zu alten Traditionen und gleichzeitig der Hoffnung auf bessere Zeiten zerbrechen viele. Kárasons Erzählung reißt den Leser zu Beginn mit in ihrer Überschwänglichkeit, die in der Begeisterung der Charaktere überall vorhanden ist, um dann, ganz gemäß dem Temperament der alten isländischen Sagas, in eine Katastrophe abzustürzen, die den Leser sprachlos zurücklässt in ihrer Sinnlosigkeit.
Ein außergewöhnlich schön gestaltetes Hardcoverbuch, Schutzumschlag, gutes Papier, angenehm viel Weißraum. Sogar die isländischen Buchstaben Þ und ð wurden zusätzlich zu den Diakritika in den Namen stehengelassen, was ich sehr gelungen finde. Die Übersetzung liest sich sehr flüssig, an manchen seltenen Stellen bin ich mir nicht sicher, ob ein Stilbruch dem Autor oder dem Übersetzer anzulasten ist, wenn "Lachnummer", "Visagen" oder andere sehr modern wirkende Phrasen auftauchen. Doch insgesamt ist dies auch ein Vorteil des Buchs: Man hat hier nicht ein schwer zu lesendes, altertümelndes Sagenwerk vor sich, sondern eine moderne, frische Nacherzählung im Tagebuchstil, die durch viele Perspektiven das Geschehen beleuchtet und durch die Persönlichkeit der unterschiedlichen Erzähler viel an Authentizität und Spannung gewinnt. Leider ist der Roman sehr kurz - an einem Nachmittag hat man ihn gelesen.
Neulich im Radio, als ein Bericht über die nächste Frankfurter Buchmesse mit Gastland Island gesendet wurde, hieß es, die Isländer seien mehr und mehr daran interessiert, isländische Literatur zu lesen. Sicherlich wird dieses Buch dazu beitragen, dass dies nicht nur Isländern so geht.
The 13th century Sturlunga is a compiling of narratives of events and characters from a heady and tragic time period in Iceland's history. While the country had a long established representative and legislative system, it had no executive power and few powerful families feuded for superiority of prestige and territory. Eventually this led to Iceland loosing its independence to the Norwegian king, where Icelandic chieftains sought backing.
Ofsi, is a retelling and reworking of some of the events in the consciousness of those characters. While the Icelandic sagas are famous for their cool and dispassionate style, where only events and utterances are made note of, Ofsi (Fury) shows the inner thought processes of the characters as they think, fume and plot their way through their fate. It is, at least for Icelanders- who are steeped in the history, locality and genealogy of this all- a thrilling and painful read.
I also read, by Einar Kárason, his earlier book on the preceding events, Óvinafagnaður (The Glee of Enemies), and while it is intriguing I feel that his intent to modernize the insight into the characters and debunk some of the glorification of the circumstances goes a little too far there while in Ofsi he has mastered the tone and scope to perfection.
En anderledes og interessant måde at stifte bekendtskab med islandske sagaer på, hvor man ser situationen fra de forskellige involverede parters synsvinkel. Også en rigtig god introduktion i bogen til den historiske kontekst. Jeg har mod på at læse mere af Kárason.
Las Sturlungu fyrir einhverjum áratugum - var ekki hrifin. Einar nær í þessari bók að vekja áhuga minn á fólkinu í sögunni. Flugumýrarbrennan snertir mig því meira fyrir vikið. Gaman að sjá geðhvarfalýsinguna á "Ofsanum". Ágætis lesning í það heila.
A cleverly written book about people in Iceland around the 1300's. The story is said by multiple people with multiple perspectives. Every feeling and perspective falls together into one big event. If you don't mind long build ups and remembering many names, this book might interest you.