Berlin 1927. Bei einer Modenschau im ›Romanischen Café‹ werden zwei Vorführdamen verletzt: Ihre Kleider wurden mit einem Kontaktgift präpariert. Offenbar ein gezielter Anschlag gegen den Modesalon ›Morgenstern & Fink‹, den aufsteigenden Stern am Berliner Modehimmel. Steckt ein Konkurrent dahinter? Kurz darauf wird in Schöneberg ein Toter gefunden. In seiner Wohnung entdeckt man einen Prospekt des Modesalons. Leo Wechsler, inzwischen Oberkommissar bei der Berliner Kripo, nimmt die Ermittlungen auf.
Leo ermittelt in der Modeszene von Berlin. Die schönen neuen Geschäfte rund um den Kurfürstendamm bilden nicht nur die Kulisse, sondern wir landen mittendrin. Zurückkommen und sich wohlfühlen mit alten Bekannten. Ich liebe es.
Das Buch überzeugt bis zum Ende - und es lässt auf weitere Treffen mit Leo hoffen. Ob Georg und er sich weiterhin verstehen werden? Ich drücke den beiden die Daumen.
Kurzbeschreibung: Berlin 1927. Bei einer Modenschau im Romanischen Café werden zwei Vorführdamen verletzt: Ihre Kleider wurden mit einem Kontaktgift präpariert. Offenbar ein gezielter Anschlag gegen den Modesalon Morgenstern & Fink, den aufsteigenden Stern am Berliner Modehimmel. Kurz darauf wird in Schöneberg ein Toter gefunden. In seiner Wohnung entdeckt man einen Prospekt des Modesalons ... Leo Wechsler, inzwischen Oberkommissar bei der Berliner Kripo, nimmt die Ermittlungen auf. *Quelle*
Zur Autorin: Susanne Goga lebt als Autorin und Übersetzerin in Mönchengladbach. Sie hat außer ihrer Krimireihe um Leo Wechsler mehrere historische Romane veröffentlicht.
Meinung: Es geschah in Schöneberg ist der 5. Band der Leo Wechsler-Reihe, daher besteht beim Weiterlesen Spoilergefahr!
Im nunmehr 5. Band der Reihe begleiten wir Leo Wechsler ins Berlin im Jahre 1927. Ein Täter hat es auf das erfolgreiche Modehaus Morgenstern & Fink abgesehen, das erst durchsucht und auf das später ein Anschlag auf zwei Modelle während einer Modenschau verübt wird.
Zudem wird Rainer Vogt in seiner Wohnung erschlagen, ein Verfechter zur Abschaffung des umstrittenen § 175 und bekennender Homosexueller. Wie diese beiden Taten in Verbindung stehen, muss Leo Wechsler, nunmehr Oberkommissar, mit seiner Ermittlergruppe aufklären.
Susanne Goga führt den Leser ins schillernde Berlin im Jahr 1927 und greift diesmal die Themen Mode und Homosexualität in dieser Zeit auf. Der Leser bekommt einen tiefen Einblick in die Welt der Modeindustrie, sei es die Haute Couture betreffend, aber auch in die Arbeit der mittelständischen Unternehmen, die sich sogenannter Zwischenmeister bedienen, die die Näharbeiten an Heimarbeiterinnen weitergeben, die sehr schlecht bezahlt werden, aber Akkordarbeit leisten müssen, um über die Runden zu kommen.
Auch wird das Thema Homosexualität angesprochen, das zu dieser Zeit mehr als verpönt und gesetzlich strafbar war, aber von der Polizei geduldet wurde. Trotzdem spielten sich die gleichgeschlechtlichen Verhältnisse oftmals heimlich ab, um unerkannt zu bleiben und nicht in Verruf zu geraten. Andererseits gab es auch viele Etablissements, in denen die Paare sich öffentlich zueinander bekannten.
Susanne Goga lässt ebenfalls Leo Wechslers Privatleben nicht außen vor. Er ist weiterhin glücklich mit seiner Frau Clara, seine Schwester Ilse hat einen neuen Verehrer und bei seinem mittlerweile 13-jährigen Sohn Georg zeichnet sich eine unheilvolle Verbindung mit dem gleichaltrigen Wolfgang ab, auf deren Entwicklung ich in den hoffentlich noch folgenden Bänden mehr als gespannt bin.
Abschließend kann ich nur wiederholen, wie mich diese Reihe begeistert. Susanne Goga schafft es auch hier wieder, dem Leser das Berlin der ausgehenden 1920er Jahre bildlich vor Augen zu führen, indem sie auch auf historisch belegte Personen zurückgreift, die am Rande der Handlung vorkommen, wie hier z.B. die Schauspielerin Elisabeth Bergner. In einem wie immer interessanten Nachwort erläutert sie weiterführende Informationen zu den Begebenheiten, die im Buch angesprochen werden, und es findet sich ein Verzeichnis der realen Personen, die im Roman Erwähnung finden.
Fazit: Es geschah in Schöneberg behandelt diesmal die Themen Mode und Homosexualität im Berlin des Jahres 1927. Auch Leo Wechslers Privatleben kommt wiederum nicht zu kurz, in dem sich eine unheilvolle Entwicklung ankündigt. Hier kann man erneut nur auf den nächsten Band gespannt sein!
Titel: Es geschah in Schöneberg Autor: Susanne Goga EAN 9783423428750 Verlag: dtv Seiten: 231(epub) Erschienen: 22.01.2016
Kurzbeschreibung: Der fünfte Fall für Leo Wechsler
Berlin 1927. Bei einer Modenschau im Romanischen Café werden zwei Vorführdamen verletzt: Ihre Kleider wurden mit einem Kontaktgift präpariert. Offenbar ein gezielter Anschlag gegen den Modesalon Morgenstern & Fink, den aufsteigenden Stern am Berliner Modehimmel. Kurz darauf wird in Schöneberg ein Toter gefunden. In seiner Wohnung entdeckt man einen Prospekt des Modesalons ... Leo Wechsler, inzwischen Oberkommissar bei der Berliner Kripo, nimmt die Ermittlungen auf.
Meine Meinung: Das ist mein erster Leo und ich war sofort in der Geschichte drin.
Kommissar Leo Wechsler ermittelt am Ku’Damm einen Anschlag auf das Modehaus Morgenstern und Fink. Wer will den aufstrebenden Modesalon ruinieren? Lotte Morgenstern und Carl Fink haben den Salon erst vor kurzem gegründet. Die Designer stellen nur erstklassige Haute Couture für erlesene Kundschaft her. Warum will jemand zwei unschuldige Vorführdamen und scharfer hautreizender Substanz, die im Innenstoff der Kleider heimtückisch eingenäht worden ist, schwer verletzen? Und warum wird bei dem Mordfall in Schöneberg ein Prospekt des Modesalons in der Wohnung des Toten gefunden?
Susanne Goga entführt den Leser in den 20er Jahren des vorigen Jahrhunderts. Freunde der SA treiben ihr Unwesen. Unschuldige Menschen werden auf Berlins bekanntesten Boulevard verprügelt. Leo Wechslers Sohn freundet sich mit zweifelhaften Leuten an.
Fazit: Ein toller Krimi der für Kurzweil sorgt und der Leser am Ende auf den nächsten Fall von Leo Wechsler sehnsüchtig wartet.
Das Modehaus Morgenstern & Fink veranstaltet eine Modenschau im Romanischen Cafe in Berlin. Als die ersten beiden Vorführdamen den Laufsteg betreten, brechen sie schreiend vor Schmerzen zusammen, denn ihre Kleider wurden mit einem Gift präpariert. Leo Wechsler übernimmt mit seinem Team die Ermittlungen.
Als in der Wohnung eines Mordopfers ein Prospekt des Modehauses Morgenstern & Fink gefunden wird, bekommt Leo auch noch diesen Fall dazu. Doch ob und wie die beiden Fälle zusammenhängen, kann er vorerst nicht erkennen.
Es geht nach Berlin und zwar ins Jahr 1927. Leo Wechsler bearbeitet seinen fünften Fall.
Diesmal werden wir in die Modebranche entführt, lernen viel über die Art und Weise der Couture in den 20ern und lösen ein Verbrechen.
Dabei greift das Buch Themen auf, die erschreckend aktuell auch in unsere Zeit passen. Politische Unruhen, aufkeimender Extremismus von links und rechts, Diskriminierung gegenüber Homosexuellen.
Die Konstruktion des Falles hat mir diesmal nicht ganz so gut gefallen, da ich erstmal viele Spuren und Fäden nicht ganz nachvollziehen konnte, dennoch ist es in sich logisch und gut durchdacht. Ich bin ein riesiger Fan von Ehepaar Wechsler und bin unheimlich gespannt, wie es mit Ilse, als auch den Kindern in dieser unruhigen Zeit weitergeht.
Ich habe mich sehr gefreut als ich gesehen habe, dass die Reihe um Leo Wechsler fortgesetzt wurde und ich wurde nicht enttäuscht. Es war wieder ein Eintauchen in die spannende Zeit der Weimarer Republik. Diesmal wurden die Themen "Mode" und "Homosexualität" in dieser Zeit beleuchtet - toll recherchiert und das auch noch mit einer wirklich guten Kriminalstory garniert. Bitte so weitermachen, Susanne Goga !