Im Licht der glitzernden Nachmittagssonne sieht es beinahe aus wie ein Schlösschen. Ein verwunschenes Schlösschen mitten auf der Elbe. Tatsächlich aber ist es ein Hausboot, das der allein erziehenden Mutter Aurelia in einem Bildband ins Auge fällt. Nun lässt die Sehnsucht nach einem idyllischen Zuhause wie diesem sie nicht mehr los. Denn seit dem plötzlichen Verschwinden ihres Mannes Nic fühlt Aurelia sich einsam und entwurzelt. Als sich wenig später die Gelegenheit ergibt, dieses Hausboot zu kaufen, sieht sie darin einen Wink des Schicksals – und zieht schon wenige Wochen später mit ihren widerstrebenden Töchtern, Katze Momo ,und vielen Träumen im Gepäck von München vor die Tore Hamburgs. Für die gelernte Floristin sind die Vier- und Marschlande mit ihren Rosenhöfen, alten Bauernkaten, Deichen und zahllosen Gärten ein Paradies. Doch auch Rosen im Paradies haben ihre Dornen …
Aufgrund der Beschreibung habe ich eine leichte Sommerlektüre erwartet, in der es um eine Familie geht, die sich nach einem Schicksalsschlag neu orientieren und wieder im Leben einfinden muss. Stattdessen war es eher eine Geschichte über die absolut schlechteste Möchtegern-Detektivin die es je gegeben hat.
Dieses Buch spielt aus der Sicht von Aurelia Förster. Jeder mag sie, und sie hilft vielen Leuten indem sie ein bisschen mit ihnen redet und ihnen ein wohlriechendes Duftöl schenkt oder verkauft. Für mich war sie ganz klar das Ergebnis des Versuches, einen "perfekten" Charakter zu erstellen - so, wie jeder selber auch gerne wäre. Ihre Töchter haben aber definitiv den Kürzeren gezogen, denn meines Empfindens nach war Aurelia die Hälfte der Zeit eine fragwürdige bis schlechte Mutter.
Ich hatte absolut keine emotionale Verbindung zu den Charakteren. Das liegt mitunter daran, dass alle genau auf die gleiche gestelzte Art reden. Es hat so oft einen ganzen Abschnitt nur an Dialog, wo die Charaktere gefühlt ihre ganze Lebensgeschichte mit allen Hintergründen erzählen.
Trotz all den Informationen schafft es dieses Buch nicht, mir eine gute Erklärung für den zentralen Plot zu liefern. Es macht keinen Sinn. Genauso wenig wie der Therapeut, oh meine Güte, der *Therapeut*, was für ein Quacksalber, ich glaub's ja nicht. Es hat in diesem Buch so viele Dinge die erklärt werden, aber es sind die falschen. Die wirklich interessanten Teile sind einfach so wie sie sind, und Punkt.
Genaueres im Spoiler:
Das Buch hat auch immer wieder so kleine Bemerkungen über Mann vs Frau, die mich einfach nur genervt haben.
Ursprünglich wollte ich dieses Buch mit zwei Sternen bewerten, aber je mehr ich darüber nachdenke, desto mehr stelle ich fest, dass ich eigentlich gar nichts Positives darüber zu sagen habe. Selbst in ihren besten Momenten hat mich diese Geschichte einfach nicht sonderlich interessiert, weil ich keine emotionale Bindung zu den Charakteren hatte. Wildrosensommer war offensichtlich nichts für mich, und daher habe ich mich entschlossen, in Zukunft keine Bücher dieser Autorin mehr lesen.
Eher 3,5 Sterne. Typischer Schreibstile von Gabriella leider hat mich die Story nicht so überzeugt wie die andern Bücher von ihr. Aber wer leichte Unterhaltung haben will und alle andern Bücher von ihr durchhat sollte dieses auf jede fälle lesen.
Leider konnte mich das Buch so überhaupt nicht überzeugen. Ich glaube, hätte ich es nicht gelesen und nicht gehört, hätte ich es nach 50 Seiten weggelegt, so nebenbei laufen lassen ging dann noch irgendwie.
Was hat mich daran gestört?
- Der Schreibstil, der ist für meinen Geschmack nämlich recht simpel. Und repetitiv. Waldgrüne Augen, ich glaube, hätte ich, jedes Mal, wenn diese Beschreibung aufgetaucht wäre, einen Schnaps getrunken, dann wäre das Hören wohl wesentlich lustiger gewesen. Außerdem klangen alle Charaktere gleich (nicht wegen der Sprecherin), sondern weil sie alle den gleichen Wortschatz verwendet haben, besonders irritierend, wenn das Objekt der Begierde dann genau so klingt wie die Protagonistin.
- Der Esoterik-Kram. Also ganz ehrlich, das hätte man am Klappentext schon auch irgendwie erwähnen können. Ich mag ja eigentlich paranormale Sachen, aber wie sie hier eingearbeitet wurden, war irgendwie ... fragwürdig. Hausgeist? Gar kein Problem. Plötzlich Auralesen können? Egal, dann kaufen wir uns halt ein paar Ratgeber dazu.
- Die Darstellung von psychischen Krankheiten, der Psyche im Allgemeinen und Heilmitteln. Oh, du bist Witwer und vermisst deine Frau? Ich misch dir schnell ein Öl zusammen, dann geht es dir sicher viel besser - und nebenbei biete ich dir auch noch eine Lebensberatung an, obwohl ich nicht mal mein eigenes Leben auf die Reihe bekomme. Nein danke. Auch die Darstellung der Familienaufstellung fand ich sehr fragwürdig.
- Die Charaktere waren zudem recht flach, Aurelia ist mir das ganze Buch über nicht so recht sympathisch geworden, weil sie ständig verdrängt, ihre Töchter nur schmückendes Beiwerk sind und sich in Wirklichkeit aber alles immer nur um sie dreht.
- Der Plot an und für sich hat dann auch nicht mehr viel hergegeben. Auf mich hat das alles sehr konstruiert gewirkt, auch in Hinblick darauf, wie schnell Aurelia Freundschaften knüpft.
Schade, der Klappentext hätte so viel mehr versprochen.
Im Licht der glitzernden Nachmittagssonne sieht es beinahe aus wie ein Schlösschen. Ein verwunschenes Schlösschen mitten auf der Elbe. Tatsächlich aber ist es ein Hausboot, das der allein erziehenden Mutter Aurelia in einem Bildband ins Auge fällt. Nun lässt die Sehnsucht nach einem idyllischen Zuhause wie diesem sie nicht mehr los. Denn seit dem plötzlichen Verschwinden ihres Mannes Nic fühlt Aurelia sich einsam und entwurzelt. Als sich wenig später die Gelegenheit ergibt, dieses Hausboot zu kaufen, sieht sie darin einen Wink des Schicksals – und zieht schon wenige Wochen später mit ihren widerstrebenden Töchtern, Katze Molly und vielen Träumen im Gepäck von München vor die Tore Hamburgs. Für die gelernte Floristin sind die Vier- und Marschlande mit ihren Rosenhöfen, alten Bauernkaten, Deichen und zahllosen Gärten ein Paradies. Doch auch Rosen im Paradies haben ihre Dornen … (Text: (c) Droemer Knaur)
Bücher dienen nicht nur der Unterhaltung. Sie bieten eine Heimat. Protagonisten, die wie Freunde wirken. Geschichten, die Geborgenheit geben. Die helfen, verstehen, heilen.
Ohne es zu ahnen bin ich einem Buch begegnet, das sehr gut zu meiner Lebenssituation passt. Mit der Erwartung einfach nett unterhalten zu werden, griff ich zu "Wildrosensommer" und fand ein Buch, das ganz viel in mir auslöste. Nein, mein Mann ist nicht verschwunden, aber dieses Loch, das entsteht, wenn ein ganz wichtiger Mensch fehlt, das kenne ich leider viel zu gut.
In Protagonistin Aurelia traf ich einen Menschen, der nicht nur das gleiche Gefühl durchmacht wie ich, sondern auch eine Art Seelenverwandte, jemanden, der mir aus der Seele spricht. Eine Frau mit bewundernswertem Charakter. Sie kämpft gegen den Schmerz, lässt sich vom Schicksal nicht unterbuttern und wagt den Schritt in eine neue Zukunft. Sie ist sehr sensibel für die Empfindungen ihrer Mitmenschen und brennt für den Zauber und die Möglichkeiten ihrer Lieblingsblume der Rose.
Durch Aurelias Art bekommt "Wildrosensommer" eine leicht esoterische Note. Nicht im Sinne von esoterisch kitschig, sondern vielmehr in die Richtung offen zu sein für Emotionen und Nöte unserer Mitmenschen und den Zauber der Natur. Dies rundet den Roman, dessen Themen unter anderem Depression und Trauerbewältigung sind, sehr gut ab und macht ihn für mich zu einem kleinen Schatz in seinem Genre.
Neben Aurelia mochte ich ganz besonders ihre Freundin Coco. Eine robuste ältere Dame, die viel Freude am Leben hat und sich nicht vom Alter unterkriegen lässt. Sie ist Aurelias Vorbild, ihre Stütze und ein Mensch, den man gerne im Bekanntenkreis hätte.
In Gabriella Engelmanns Erzählton in "Wildrosensommer" (man sagte mir, der Roman unterscheidet sich von ihren anderen) schwingt anfangs eine leichte Melancholie mit. Geschuldet dem harten Schicksalsschlag, dem Aurelia ausgesetzt ist und der sie nicht zur Ruhe kommen lässt. Von Anfang an wird die Schreibe von Hoffnung begleitet, die sich mehr und mehr durchsetzt und den Roman letztendlich zu einer lebensbejahenden Geschichte werden lässt, die aufzeigt, dass es in jedem Dunkel einen Lichtblick gibt. Nicht auf der Trauer sitzen bleiben, lautet die Devise, sondern für das eigene Glück einstehen, notfalls kämpfen.
Das Setting der Vierlande, einem Gebiet von Hamburg, hat mir so gut gefallen, dass ich nun gerne einmal dorthin reisen würde, obwohl mich die Gegend bisher gar nicht interessiert hat. Überhaupt ist der Roman unheimlich inspirierend. Urlaub auf dem Hausboot, Rosenlikör und Rosenmarmelade, all das geistert nach wie vor in meinem Kopf herum. Überlegungen wie man all das im Sommer umsetzen könnte, sind noch nicht abgeschlossen.
"Wildrosensommer" stand schon eine ganze Weile in meinem Regal. Ich habe es genau zum richtigen Zeitpunkt herausgezogen. Es war, als hätte mich das Buch gefunden, als wäre ich mit solch einer wundervollen Geschichte, mit Protagonisten, die Mut machen und dem Leben ein "Ja" entgegen schleudern, beschenkt worden. "Wildrosensommer" ist für mich ein Herzensbuch, für das ich sehr dankbar bin.
In Wildrosensommer schildert Gabriella Engelmann das Schicksal der alleinerziehenden Mutter Aurelia, die von ihrem Mann Nic sitzen gelassen wurde und sich ein neues Leben in den Vierlanden vor den Toren Hamburgs aufbaut. Sorgfältig recherchiert, glaubhaft und einfühlsam geht die Autorin mit dem Thema Depressionen um. Der Roman Wildrosensommer führt einen durch Höhen und Tiefen von Aurelia. Er wartet mit einer überraschenden Wendung im Leben von Aurelia auf. Fazit: Ideale entspannte Lektüre für den Sommer, in der aber auch Freud und Leid dicht beieinander liegt. Nicht aber ohne einen Hoffnungsschimmer am Horizont.
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Eine tolle Geschichte, trotz der 400 Seiten habe ich nur einen Tag gebraucht. Die Beschreibung der Schauplätze lässt mich immer wieder überlegen, da mal Urlaub machen zu wollen. 😁 Und am Ende sind noch richtig viele Rezepte zu den Ölen, Badezusätzen und Kuchen, die im Buch vorkommen.
German Audiobook--great love story. Not quite as good as Corina Bomann, but one you can feel yourself involved in.
Manchmal ist Flucht auch der erste Schritt in die richtige Richtung. Zwei Jahre ist es her, dass Aurelias Mann Nic spurlos verschwand. Bis heute weiß die seitdem alleinerziehende Mutter nicht, ob er jemals zurückkommen wird, oder ob ihm etwas passiert. Aber sie weiß, sie muss etwas ändern, um wieder lebendig zu werden. Fast scheint es wie ein Wink des Schicksals, als sie in einem Bildband einen Zettel entdeckt, der sie zu einem Hausboot auf der Elbe führt. Als es ihr wider Erwartens gelingt, das Hausboot zu kaufen, hält sie nichts mehr in München. Auch wenn ihre beiden Töchter mit dem Umzug nicht ganz einverstanden sind. Doch nicht nur eine neue Umgebung, auch neue Fähigkeiten verändern Aurelias Leben nach und nach. Doch obwohl alles anfangs wirklich märchenhaft erscheint, kehrt auch hier die Realität schneller zurück, als es Aurelia lieb ist.
Ein Buch, das für mich sehr viele Facetten hat. Zunächst einmal haben wir hier ein Buch in dessen Beschreibungen von Gegenden man versinken kann.Es sind diese zauberhaften Beschreibungen, die in einem das Gefühl wecken, genau das jetzt sehen zu wollen. Hatte ich nie in Betracht gezogen, auf ein Hausboot zu ziehen, würde ich am liebsten sofort meine sieben Sachen packen und umziehen. Und wenn man vorher noch nicht so empfand, überlegt man bei diesen Worten längere Zeit .. und irgendwie stimmt es auch … wobei ich denke, ein klarer Bergsee mit seiner klaren Luft würde hier stellvertretend auch funktionieren.
Während man sich also geborgen fühlt in einer wundervollen Umgebung, trifft einen auch die andere Seite des Buches. Ein eher ernstes Thema. Aurelias verschwundener Mann Nic und seine Geschichte. Und auch Aurelias Leben mit ihm.
Gleichzeitig aber erlebt man auch, was Freundschaft bedeutet. Aurelia ist ein Mensch, der es schafft, wirklich tolle Menschen an sich zu ziehen. Die zu ihr stehen, die liebenswert sind mit all ihren Eigenarten.
Ein bisschen Angehaucht ist die Geschichte auch mit hmm Esoterik sage ich mal, ohne es abwertend zu meinen. So erlebt man hier viel zum Thema Auren, Duftöle, die bei dem ein oder anderen Problem unterstützend helfen können und hier und da gibt es auch schon mal magische Erscheinungen. Eine sehr schöne Mischung.