War Goethe wirklich ein guter Dichter? War er der göttliche Mensch, das Genie, als das er gilt?
»Goethe war unter allen großen Deutschen der menschlichste – menschlich in seiner Sehnsucht nach Liebe und Frauen, menschlich in seiner Angst vor Kritik, menschlich in seinem Bedürfnis nach Beifall, in seiner Empfänglichkeit für Lob und in seiner Abhängigkeit vom Erfolg.«
Marcel Reich-Ranicki untersucht Goethes Verhältnis zu seinen Werken und zur Kritik, Goethes Urteil über Deutschland und die Deutschen, sein Verhältnis zu Shakespeare, Schiller, zum Verleger Cotta und anderen Zeitgenossen. Und er versucht eine Antwort auf die Fragen: War Goethe wirklich ein guter Dichter, und war er der göttliche Mensch, das Genie, als das er gilt? –Aufsätze, Reden und Gedichtinterpretationen, darunter auch die Dankrede anläßlich der Verleihung des Goethepreises im August 2002
Marcel Reich-Ranicki was a Polish-born German literary critic and member of the literary group Gruppe 47. He was regarded as one of the most influential contemporary literary critics in the field of German literature and has often been called Literaturpapst ("Pope of Literature") in Germany.
Marcel Reich-Ranicki schafft es die Faszination um Goethe in zweierlei Hinsicht zu bereichern.
Einerseits werden die ganz menschlichen Seiten Goethes offengelegt, ganz ohne Rückhalt aber nicht gar beleidigend. Goethe wird nur umso interessanter.
Andererseits gelingt ein charmanter Blick auf das Werk Goethes, welcher, durch persönliche Erfahrungen bereichert, während des Lesens nur zu noch mehr Lektüre anregt.