Die Liebe zweier Schwestern. Ein Krieg, der sie trennt. Ein Kind, für das sie alles tun würden.
Hamburg, 1916. Vivianne und Elisabeth wachsen als behütete Töchter einer großbürgerlichen Familie auf. Die lebhafte, freiheitsliebende Vivianne schleicht sich oft heimlich auf das Nachbargestüt und begegnet dort dem französischen Kunstreiter Philippe, der mit seinem Zirkus in Hamburg gastiert. Die junge Frau ist von dieser schillernden Welt hingerissen und flieht kurzerhand mit Philippe. Jahre später lebt Elisabeth eine unglückliche, kinderlose Ehe – bis sie eines Tages ein Baby vor ihrer Tür findet. Sie nimmt sich des Mädchens an und weiß, dass sie alles tun würde, um es bei sich zu behalten …
War ein Tipp von Frau Empireofbooks und hat mir sehr gut gefallen! Die Story wird auf zwei Zeitebenen erzählt, Gegenwart und zwischem Erstem und Zweiten Weltkrieg. Die historische Geschichte gefällt mir dabei besser als die Gegenwartsgeschichte, denn da kommt der aktuelle Lebensgefährte der Hauptfigur ziemlich schlecht weg. Gerne hätte ich über das Zirkusmillieu noch ein bissle mehr erfahren. Aber auch so habe ich mich gut unterhalten gefühlt und musste bis zum Ende immer weiterlesen, weil ich wissen wollte, wie es genau ausgeht. Solide 4.3 Sterne und gerne gucke ich, was es von der Autorin noch mehr zu Lesen gibt.
“Als wir Schwestern waren” ist eines von mittlerweile vier Büchern eines Genres, das ich bisher nicht gelesen habe, aber entdecken wollte. Es ist dieses “Geheimnis-in-der-Vergangenheit”- Genre ( hat das eigentlich eine eigene Bezeichnung? Zielgruppe dürfte weiblich sein, denke ich ) in dem verschiedene Handlungsstränge in jeweils verschiedenen Zeitebenen erzählt, miteinander verknüpft und am Ende komplett zusammengeführt und aufgelöst werden. Oftmals – aber nicht immer – sind es Familiengeschichten. Das bietet einem Autor sicherlich ein extrem weites Feld, auf dem er sich fantasievoll austoben kann. Die Kunst besteht darin, das Ende nicht nur schlüssig, sondern für den Leser auch einigermaßen glaubhaft aussehen zu lassen. Und leider, leider hat es da bisher keine der Autorinnen geschafft, mich zu überzeugen. Im Gegenteil: alle diese Enden haben den bis dahin unterhaltsamen, teilweise sogar fesselnden Romanen einen furchtbaren Groschenroman-Touch beschert und degradieren die Bücher auf “nach Schema F” geschrieben. Das ärgert mich furchtbar, weil es überhaupt nicht nötig ist. Als Leser habe ich einfach das Gefühl, hier fehlt der Mut zum Risiko und vor Allem zur Individualität. Mich regen diese immer wieder gleichen “Friede, Freude, Eierkuchen und plötzlich sind alle handelnden Personen miteinander verwandt”- Enden furchtbar auf.
Leider ist das trotz sonstigem und eindeutig vorhandenem Ideenreichtum auch bei “Als wir Schwestern waren” nicht anders. Die 36-jährige Auktions-Agentin Simone Berger -liiert mit dem Archetyp “brotloser Künstler” und samt Beziehungskrise auf die Midlife-Crisis zu driftend- erhält postalisch einen seltsamen Auftrag für eine Auktion: der Absender ist anonym, der Brief handschriftlich und das Geld für die Transaktion liegt in bar bei. Der Auftraggeber verspricht weitere Instruktionen nach der Auktion, die leider ausbleiben, als Simone den Auftrag erfüllt hat und wie gewünscht 2 alte Schrankkoffer und einen Sattel in einer alten Hamburger Villa ersteigert hat. Notgedrungen läßt Simone die Objekte in ihre Wohnung liefern und wartet, dass der Auftraggeber sich meldet. Doch nichts passiert. Schließlich öffnet Simone einen der Koffer und findet unter anderem alte Briefe…die sie nach kurzem Zögern zu lesen beginnt.
Von nun an entspinnt sich die Geschichte der im Klappentext erwähnten Schwestern Vivianne und Elisabeth in der Vergangenheit und Simones Suche in der Gegenwart. Das Ganze liest sich – besonders der Vergangenheitsteil – wie die Beschreibung eines Plots, den man später zur Geschichte verfeinern und umfangreich ausbauen will. Wie eine Rohfassung, der der letzte entscheidende Schliff fehlt. Den Plot selber fand ich wirklich grandios: da ist Stoff für eine richtig tolle Familiensaga drin, von mir aus auch in mehreren Teilen. Aber ich will halt nicht nur beschrieben bekommen, warum und das Jemand zum Zirkus durchbrennt, ich will Zirkusluft schnuppern können. Man kann sich bei “Als wir Schwestern waren” nicht über mangelnde oder langweilige Handlung beschweren, absolut nicht. Es ist viel Handlung, in der Vergangenheit über den Zeitraum, der zwei Weltkriege umfasst, es mangelt nur an liebevollen Details, an individuellen Charakteren, mit denen man mitfiebert. Man liest es wie einen Bericht, wirklich beteiligt ist man nicht.
Nachdem zwischenzeitlich auch in der Gegenwart den unvermeidlichen Liebesgeschichtchen Raum gegeben wird und das Handlungs-Tempo recht gemächlich ist, überschlagen sich die Ereignisse am Ende permanent in einer Art, die den Leser nervös macht. Hüh und hott, hin und her, ex und hopp und Voila: bussi-bussi, wir haben uns alle lieb.
Fazit: Ich habe mich phasenweise im Vergangenheitsteil gut unterhalten gefühlt und bin in Lesepausen gedanklich auf die Reise gegangen, was man da noch an Potential hätte rausholen können. Wer auf happyend und Plot nach Schema steht, kann unbedenklich zugreifen. Für mich persönlich leider kein Buch, was sich von der Masse abhebt, aber für ein paar nette Urlaubs-Lesestunden am Strand auf jeden Fall geeignet.
Es gibt einiges, was ich an Marie Jansens Roman gut fand, aber leider auch vieles, was mich ungemein gestört hat. Eins kann man "Als wir Schwestern waren" definitiv zu gute halten: die Story hat Potential. Die Grundgeschichte ist spannend angelegt, weist einige (wenn auch nicht allzu überraschende) Wendungen auf und zeugt von einem guten Gespür zwischen den wechselnden Zeiten, in denen erzählt wird. Aber dann lässt für mich das Buch auch schon wieder nach. Das beginnt bei den gesichtslosen Charakteren, die mir bis zum Ende hin leider fremdgeblieben sind, geht weiter bei den teilweise sehr klischeehaften und gestelzt wirkenden Dialogen und endet bei der - für mich persönlich sehr - offensichtlichen Unlust der Autorin, die darin gründet, die letzten 40 Seiten so schnell wie möglich herunterzudonnern. Alles in allem ist dieser teils historische, teils gegenwärtige Roman größtenteils leider ein durchschnittlicher seines mittlerweile gehypten Genres, der durchaus die Möglichkeit gehabt hätte, mit mehr Spannung und Wortvielfalt zu einer unterhaltsamen Lektüre zu werden.
Das bezaubernde Cover zeigt eine junge Frau, die ein kleines Spielzeugkarussell in der Hand hält und es ließ mich sofort in Nostalgie schwelgen und träumen von Theater- und Zirkusbesuchen sowie kulturelles Vergnügen. Die Farbgestaltung ist einladend und nicht zu aufdringlich.
Inhalt:
Die Liebe zweier Schwestern. Ein Krieg, der sie trennt. Ein Kind, für das sie alles tun würden.
Hamburg, 1916. Vivianne und Elisabeth wachsen als behütete Töchter einer großbürgerlichen Familie auf. Die lebhafte, freiheitsliebende Vivianne schleicht sich oft heimlich auf das Nachbargestüt und begegnet dort dem französischen Kunstreiter Philippe, der mit seinem Zirkus in Hamburg gastiert. Die junge Frau ist von dieser schillernden Welt hingerissen und flieht kurzerhand mit Philippe. Jahre später lebt Elisabeth eine unglückliche, kinderlose Ehe – bis sie eines Tages ein Baby vor ihrer Tür findet. Sie nimmt sich des Mädchens an und weiß, dass sie alles tun würde, um es bei sich zu behalten …
Sprachstil/Stilmittel:
Der Schreibstil konnte mich in diesem Buch leider nicht überzeugen, da es sich hier um einen ganz normalen und nicht außergewöhnlichen Stil handelt. Dies machte das Lesen an einigen Stellen etwas zäh und wenig spannend. Die Autorin konnte dann meine Neugier dadurch entfachen, dass sie abwechselnd vom auktorialen Erzähler und der Ich-Perspektive der Protagonistin aus der Gegenwart rüber schwenkt zu den diversen Briefwechseln der Schwestern aus der Vergangenheit. Dieser Kontrast der unterschiedlichen Sichtweisen verlieh der Geschichte etwas mehr Würze, aber konnte mich insgesamt nicht beeindrucken.
Charaktere/Handlungsort:
Zu Beginn des Buches lernen wir Simone kennen, wohnhaft mit Ihrem Partner Jens in Berlin. Beruflich bietet Simone im Auftrag ihrer Kunden bei diversen Auktionen mit, um ihnen gewünschte Gegenstände zu vermitteln. Dieses Geschäft auf Provision läuft derzeit genauso schlechte wie ihre Beziehung zu dem mittellosen Künstlerfreund. Die beiden Charaktere konnten mich leider nicht überzeugen, da sie auf mich einen sehr oberflächlichen Eindruck machten und einfach nicht gut ausgearbeitet wirkten. Die Beziehungskrise, in denen die beiden stecken während der gesamten Handlung tat absolut nichts für diese Geschichte und man hätte sich diesen Erzählstrang auch sparen können, da ich es einfach als unnötig empfand. Des weiteren stoßen wir auf die beiden Schwestern Elisabeth und Vivianne, die wir sehr viel intensiver erleben und deutlich mehr über sie erfahren, was sie für mich einfach viel authentischer und realer wirken ließ. Die zwei Hauptcharaktere aus der Vergangenheit machten das Buch für mich interessant, da man hier Einblicke in die Familienstrukturen aus dem Zeitraum des ersten Weltkrieges bekommt und das turbulente Leben und Schicksal der Geschwister begleitet. Eine Nebenrolle in diesem Buch hat Pascal, einen Anwalt, den Simone während ihres Aufenthalts in Frankreich kennen lernt und der weit mehr mit ihrem aktuellen Auftrag in Verbindung steht, als er am Anfang durchblicken lässt.
Stimmung:
Am Anfang war die Stimmung eher etwas langweilig und gedrückt aufgrund der Beziehungs- und Arbeitssituation von Simone, das Ganze nahm etwas an Schwung auf, sobald sie einen Brief erhält, indem sie ihren nächsten Auftrag erhält. Sie ersteigert daraufhin einen alten Sattel und zwei große Schrankkoffer, welche nicht bei ihr abgeholt werden.In diesen befinden sich alte Briefe, welche sie zu lesen beginnt und auf eine unglaublich turbulente Familiengeschichte stößt. Das veranlasst Simone zu einer Reise nach Frankreich, um dem Geheimnis der beiden Verfasserinnen der Briefe auf die Spur zu kommen.
Meinung/Fazit:
Insgesamt würde ich dieses Buch in ein gutes Mittelfeld einordnen, da es mich bis Seite 50 etwas langweilte, anschließend konnte mich der Handlungsstrang der Vergangenheit aber dennoch in seinen Bann ziehen. Diese wird in einem Briefwechsel zwischen den beiden Schwestern Elisabeth und Vivianne wiedergegeben und das weckt Simones Neugier und auch die des Lesers. Durch das aufgegriffene Motiv „Zirkus“ gelingt es der Autorin eine glanzvoll, aber auch düstere Atmosphäre zu schaffen, die mich jedoch ganz schnell wieder verließ, sobald der Plot in die Gegenwart überschwappte. Leider ist ihr dieser Twist meiner Meinung nach nicht so gut gelungen. Man erkennt während des Lesen einige Parallelen von Simones Familienstrukturen in den Briefen der Schwestern wieder, hauptsächlich die dargestellten Mütter-Töchter-Beziehungen, was ich ganz interessant fand. Allerdings konnte mich die Autorin mit der Geschichte nicht berühren und abholen, auch das Ende kam sehr schnell, plötzlich und blieb mir etwas offen. Es wirkte zu sehr dahin geschrieben und meines Erachtens, hätten es gern weitere 50 Seiten zur Ausarbeitung bedurft, aber das kann auch Geschmackssache sein.
3,5 Sterne Klappentext Hamburg, 1905. Vivianne und Elisabeth wachsen als behütete Töchter einer großbürgerlichen Familie auf. Die lebhafte, freiheitsliebende Vivianne schleicht sich oft heimlich auf das Nachbargestüt und begegnet dort dem französischen Kunstreiter Philippe, der mit seinem Zirkus in Hamburg gastiert. Die junge Frau ist von dieser schillernden Welt hingerissen und flieht kurzerhand mit Philippe. Jahre später lebt Elisabeth eine unglückliche, kinderlose Ehe – bis sie eines Tages ein Baby vor ihrer Tür findet. Sie nimmt sich des Mädchens an und weiß, dass sie alles tun würde, um es bei sich zu behalten …
Die Autorin Marie Jansen ist das Pseudonym einer deutschen Autorin, die zuvor erfolgreich exotische Sagas veröffentlicht hat. Mit Als wir Schwestern waren erfüllt sie sich den Wunsch, eine große Familiengeschichte zu erzählen. Die Autorin lebt mit ihrer Familie und ihren Pferden in Norddeutschland.
Meine Meinung
Story Der Klappentext des Buches führt den Leser ein wenig in die Irre, denn dort steht nur etwas von einer historischen Geschichte, die im Jahre 1916 beginnt. Es ist jedoch so, dass der größte Teil der Geschichte in der heutigen Zeit bzw. (2012) handelt. Beide Handlungsstränge sind natürlich miteinander verwoben.
In der heutigen Zeit steht die Protagonistin Simone im Vordergrund. Sie ist Auktionsagentin und in ihrer Beziehung kriselt es momentan gewaltig. Da kommt ihr gerade der neuste Auftrag eines Kunden gelegen, bei dem sie alte Schrankkoffer ersteigert. In diesen findet sie Tagebücher und Briefe von Vivianne und Elisabet, den Protagonistinnen im zweiten Handlungsstrang. Wie das Schicksal es will führen die Briefe Simone nach Frankreich. Dort kommt sie dem Geheimnis der beiden Schwestern auf die Spur. Schnell merkt Simone, dass die ganze Geschichte mit ihrer eigenen Vergangenheit zu tun hat. Marie Jansen hat natürlich auch eine Liebesgeschichte mit einfließen lassen, sowohl in der Vergangenheit, als auch in der Gegenwart. Im großen und ganzen fand ich die Story wirklich gut, aber es war halt nichts Neues, was man nicht schon einmal in ähnlicher Form gelesen hätte.
Schreibstil Das Buch ist leicht und flüssig zu lesen. Marie Jansen macht die Zeitsprünge gut erkennbar, so das man als Leser immer weiß wo man gerade ist. Sie schreibt sehr bildgewaltig, so dass sich der Leser schnell ein Bild von den Schauplätzen und den Charakteren machen kann.
Charaktere Ich persönlich mochte die Protagonistinnen der Vergangenheit, Vivianne und Elisabet, mehr als Simone in der Gegenwart. Was wahrscheinlich daran lag, dass ich dachte das Buch sei durchweg historisch. Nicht desto trotz waren alle Charaktere sehr schön ausgearbeitet und man fand sie schnell sympathisch.
Mein Fazit
Ein schöner Roman mit zwei Handlungssträngen die im Laufe der Geschichte zu einem großen Ganzen zusammenführen. Wer Geschichten mit Familiengeheimnissen mag, die in der Vergangenheit sowie in der Gegenwart handeln, ist hier gut bedient. Natürlich hat man so etwas schon öfters gelesen, dennoch war der Unterhaltungswert gut.
Ich vergebe gute 3,5 von 5 Sternen. Schaut euch das Buch einfach selber an.
Wohlbehütet wachsen Elisabeth und Vivianne in einer großbürgerlichen und angesehenen Familie auf. Vivanne ist der Lebegeist und die quirlige Schwestern. Sie liebt ihre Freiräume und schleicht oft auf dem Nachbargestüt heimlich umher. Dort trifft sie auf den französischen Kunstreiter Philippe, der zurzeit mit seinem Zirkus in Hamburg zu Gast ist und fühlt sofort wie magisch von ihm angezogen. Sein Leben fasziniert sie, die schillernde Welt hat einen magischen Effekt auf sie und so flieht sie kurzerhand mit Philippe.
Jahre später bekommt Simone den Zuschlag auf einer Auktion und macht in den alten Habseligkeiten eine große Entdeckung, die ihre Neugier schürt und begibt sich auf Recherchearbeit. Eine wunderbare und traurige Reise in die Vergangenheit nimmt ihren Lauf…
Meine Meinung:
Bei Romanen ist es immer so eine Sache, denn eine 0815- Handlung bringt schnell den Effekt mit sich, dass mein Interesse verloren geht. Ganz anders ist es hier.
Der Aufbau, die Gestaltung und die Protagonisten haben mich auf eine atemberaubende Reise eingeladen, deren Ziel lange Zeit nicht erkennbar war und so immer mehr mich in die Handlung fesselte. Die Neugier war enorm und brach bis zum Ende hin nicht ab.
Das Buch spielte sich wie die traurig schönen Filme von Nicholas Sparks vor meinen Augen ab. Der Schreibstil von Marie Jansen steigerte diesen Effekt umso mehr. Die Emotionen, aber auch gewünschte Spannung lässt sie mit einer Leichtigkeit aufkochen und begeistert total. Durch dieses außergewöhnlichen Schreibstil fesselt sie den Leser und lässt ihn zu einem Teil der Handlung werden.
Mir gefiel es richtig gut wie sie die Vergangenheit und die Gegenwart ineinander vermischt und die beiden Zeitepochen zu einer verschmelzen lässt.
Das Cover hat durch seinen etwas altbackenen Touch etwas an sich, dass mich an meine Kindheit erinnerte als ich mit meiner Familie Jahrmärkte besuchte und auf Karussellen die Welt um mich herum vergaß.
Fazit:
Eine wundervollen Handlung, die zum Träumen, Dahinschmelzen und die Zeit um sich herum vergessen einlädt. Eine ganz klare Leseempfehlung!
Blanvalet Verlag Marie Jansen als wir Schwestern waren.
Erschienen beim Blanvalet Verlag für 9,99 .
Sonst bin ich ja nur hin und weg meist von total aufregenden Covern und ältere Bücher mit klassischen Covern meide ich,weil sie meist so altbacken sind und das spricht mich meist so überhaupt nicht an.
In dem Fall sah ich jedoch dieses Buch und musste es einfach haben,da ich dieses Cover so wundervoll verträumt finde,dieses hübsche Mädchen so altbacken aber total edel angezogen und dabei dann dieses süsse Karussel.
Total schön und ansehlich.
Ausnahmsweise altbacken aber genau dies gefiel mir.
Das besondere an diesem Buch ist ganz klar,das es in verschiedenen Zeiten spielt das Buch.
Einmal im Jahren 916 und einmal im Jahren 2013.
Vivianne und Elisabeth sind 2 Schwestern die sich abgöttisch lieben,aber wie das meist so ist,sind sie auch sehr unterschiedlich,was ja oft Geschwister prägt,sie wachsen gut betucht in Hamburg auf mit kaum üblichen Sorgen wie sie zu der Zeit üblich waren.
Bis in den 2ten Weltkrieg kriegt man so einiges mit.
Man kann die Personen im Laufe des Buches super ergründen und Vivianne warum sie verrückt wie sie nunmal ist,Abenteuerlustig durchbrennt mit dem Nachbarjungen der beim Zirkus ist,also nicht besonders betucht,aber das zählt bei Vivianne nicht.
So brennen sie gemeinsam durch.
Dann Jahre später ist Elisabeth verheiratet und todunglücklich,da sie kinderlos ist.
Als dann auf einmal die Weisung des Himmels für sie kommt,als auf einmal ein Baby vor ihrer Türe liegt,ein Mädchen.
Natürlich will sie alles für es tun und es für immer bei sich haben.
Was man natürlich voll verstehen kann,welche Frau würde das nicht vermissen,einmal Mutter sein zu dürfen.
Das das Kind von ihrer geliebten Schwester Vivianne sein könnte,ahnt sie relativ schnell,jedoch schiebt sie diesen Gedanken schnell beiseite und behält dieses Geheimniss für sich und die Lügen türmen sich auf.
Für mich eine tolle Story und ein tolles Buch und ich würde sogar gerne noch mehr von der Autorin lesen,denn als wir Schwestern waren,hat mich total fasziniert und mitgenommen,auch die Schilderungen der schweren Zeit damals waren toll.
Die Autorin Marie Jansen (Pseudonym) entführt uns in ihrer Geschichte in die Gegenwart zu Simone Berger, einer selbständigen Auktionsagentin, die per Brief den Auftrag erhält, zwei Koffer und einen Sattel in Hamburg zu ersteigern.
Die Sachen werden nach der Auktion an ihre Adresse in Berlin geliefert. Da sie den Auftraggeber nicht kennt, beschließt sie, die Koffer zu öffnen, um so vielleicht etwas herauszufinden.
Und tatsächlich entdeckt sie neben schillernder Kleidung, Briefe und Tagebücher.
Neugierig taucht sie in die Vergangenheit, in die Geschichte der Schwestern Elisabeth und Viviane Berentsch ein.
Weil sich der Auftraggeber nicht meldet, versucht sie ihn auf eigene Faust in Frankreich zu finden. Wird ihr dieses gelingen?
Die Autorin erzählt diese Geschichte auf zwei Ebenen, auf der Ebene der Auktionsagentin Simone, und auf der Ebene der Schwestern Elisabeth und Viviane. Dabei wird von der Gegenwart bis in das Jahr 1916, also auch über die Jahre des Ersten und Zweiten Weltkrieges berichtet.
Die Protagonisten und auch die Handlungsorte sind detailreich beschrieben, so daß man denken könnte, man wäre selbst mitten in der Geschichte.
Die Autorin versteht es, die Geschichte spannend und unterhaltsam aufzumachen. Man kann das Leid und das Elend der Kriegsjahre sehr deutlich spüren. Das hat mich sehr berührt.
Diese Familiengeschichte macht nachdenklich. Das Weg des Lebens ist nicht immer ein direkter Weg. Es gibt viele Abzweigungen und Kreuzungen, die Entscheidungen erfordern.
Mir hat diese Geschichte sehr gut gefallen. Ich kann sie weiterempfehlen für diejenigen, die gerne in andere Zeiten abtauchen möchten.