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Pandora #1

Pandora - Wovon träumst du?

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Sophie lebt in einer Welt, in der alle durch einen Chip im Kopf jederzeit unbeschwert online gehen können. Als sie erfährt, dass sie adoptiert ist und eine Zwillingsschwester hat, erkunden die Mädchen damit ihre Vergangenheit – und stoßen schon bald auf seltsame Geheimnisse. Ihre Recherchen bringen den Sandman auf ihre Spur. Er will die Menschheit mithilfe eines perfekt getarnten Überwachungssystems beherrschen, und nur die Zwillinge können ihn und seine allmächtige NeuroLink Solutions Inc. zu Fall bringen. Doch das bringt sie in höchste Gefahr ...

496 pages, Paperback

First published April 11, 2016

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About the author

Eva Siegmund

12 books5 followers
Ich wurde 1983 im Taunus geboren und wuchs in Limburg an der Lahn auf. Bis zum Abitur verlief mein Leben zwar irgendwie schön und irgendwie aufregend, aber auch irgendwie völlig normal. Allerdings neigte ich schon als Kind dazu, Phantasie und Wirklichkeit miteinander zu verwechseln. Zum Beispiel habe ich ernsthaft versucht, der Kindlichen Kaiserin einen neuen Namen zu geben und bitterlich geweint, als nichts passierte. Meine Erklärung war nicht: »Na gut, ist ja nur ein Buch« sondern: »Oh nein, der falsche Name. Ich habe versagt!!!« Abgesehen von solch kleinen Absonderlichkeiten war ich aber ein recht normales Kind.

Nach dem Abitur bekam mein Lebenslauf einige Kurven. Ich habe in der Hausmeisterei eines Schlosses gearbeitet, einen Dachstuhl gebaut, eine Ausbildung zur Kirchenmalerin im tiefsten Bayern absolviert, Jura studiert, Nudeln und Schulranzen verkauft und zu guter Letzt Hörbücher gemacht. Verwirrender Weise habe ich nie gekellnert.

Ich habe schon immer unheimlich viel gelesen und geschrieben (Tagebücher, Kurzgeschichten, tonnenweise Briefe), aber irgendwo zwischen Gesellenbrief und Nudelverkauf entstand der erste Romanversuch und kurze Zeit später wusste ich: Ich muss schreiben. Ich muss einfach. Ich will von anderen Welten erzählen, von Glück und Zweifel und Liebe. Mich wegträumen und mit meinen Romanfiguren verrückte und gefährliche Abenteuer erleben. Glücklicherweise habe ich die Möglichkeit, genau das zu tun. Nach vielem Suchen und Ausprobieren darf ich nun den tollsten Job der Welt ausüben. Deshalb hoffe ich, dass Euch gefällt, was ich schreibe, damit ich damit immer weitermachen kann.

Sonst noch was? Ich lebe in der wunderschönen Stadt Barcelona, verreise unheimlich gerne, habe großartige Menschen um mich herum, liebe es zu kochen, habe einen Hundetick und kann nicht nähen. Also echt nicht. Tut mir leid.

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Community Reviews

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66 (24%)
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92 (34%)
3 stars
84 (31%)
2 stars
20 (7%)
1 star
4 (1%)
Displaying 1 - 30 of 33 reviews
Profile Image for Steffi.
3,307 reviews186 followers
June 12, 2017
Ich wusste gar nicht mehr so richtig was mich bei diesem Buch erwartet, so dass ich komplett wertfrei mit diesem Buch begonnen habe.

Die Geschichte ist von Beginn an interessant und ich fand das gesamte Setting unglaublich spannend. Es war sehr spannend den Zwilligen Sophie und Liz bei ihren Erforschungen der eigenen Vergangenheit zu begleiten. Einiges war zwar vorhersehbar, aber das Buch war dennoch auf einem guten Spannungslevel und konnte mich sehr gut unterhalten.

Die Zwillinge habe ich ebenfalls als sehr sympathisch empfunden, besonders die Unterschiedlichkeit der beiden Mädchen wurde gut dargestellt.

Das einzige, das mich zeitweise gestört hat war, dass ich das Gefühl hatte einfach nicht in der Geschichte voranzukommen, obwohl es mir eigentlich gut gefallen hat. Ich kann aber auch nicht sagen, woran dies genau gelegen hat.

Insgesamt war das Buch für mich ein spannender futuristischer Jugendthriller mit einem sehr angenehmen Schreibstil der Autorin.
Profile Image for Lenas Welt der Bücher.
226 reviews27 followers
May 29, 2016

Meine Meinung:
Dieses Buch habe ich in der Vorschau entdeckt und war sofort hin und weg vom Cover. Ich finde es ist super schön, die Farben passen perfekt zusammen. Allerdings passt das Cover meiner Meinung nach überhaupt nicht zum Inhalt. Als ich das Cover gesehen habe, habe ich etwas mit Prinzessinnen verbunden, aber dies ist hier überhaupt kein Thema.
Das Buch spielt in der Zukunft und es geht um die Zwillinge Sophie und Liz, die lange nichts von sich wussten. Die beiden sind in völlig verschiedenen Welten aufgewachsen und dementsprechend auf dem ersten Blick auch völlig unterschiedlich. Wenn man sie dann aber näher kennen lernt, stellt man fest, dass sie gar nicht so unterschiedlich sind.
Geschrieben ist das Buch abwechselnd aus der Sicht von Sophie und Liz. Auf diese Weise lernt man beide sehr gut kennen und kann ihr Handeln gut nachvollziehen. Dennoch konnte ich keine wirklich Beziehung zu ihnen aufbauen. Der Schreibstil hat mir gut gefallen, er lässt sich sehr flüssig lesen, ist aber nichts besonderes.
Die Idee hinter der Geschichte finde ich klasse. Das Buch behandelt die Themen, die auch jetzt schon aktuell sind, die in Zukunft aber noch relevanter sein könnten. Das Szenario ist wirklich realistisch, was das ganze auch erschreckend macht.
Ich hatte von dem Buch erwartet, dass es mich in seinen Bann zieht. Leider hat es das nicht gemacht. Ich fand einige Stellen sehr langatmig und schleppend und es konnte mich nicht mitreißen. Gerade zu Beginn fehlte mir die Spannung. Das Buch braucht sehr viel Zeit bis es richtig in Fahrt kommt.

Fazit:
"Pandora - Wovon träumst du?" ist für mich leider nur eine durchschnittliche Geschichte. Die Idee hinter dem Buch ist zwar klasse, aber wirklich mitreißen konnte es mich leider nicht, dafür waren viele Passagen zu langatmig. Dennoch eine nette Geschichte für zwischen durch.
Profile Image for Klaudia.
388 reviews15 followers
May 13, 2016
Inhalt

Ein erstaunlicher Termin bei einem Notar bringt Sophie aus ihrem gewohnten Alltagstrott. Ausgerechnet sie soll eine Zwillingsschwester haben? Schnell merken Sophie und Liz, dass trotz all ihrer Bedenken kein Zweifel bestehen kann – sie sind sich wirklich wie aus dem Gesicht geschnitten. Gemeinsam gehen die Mädchen ihrer Familiengeschichte auf den Grund. Wieso wurden sie zur Adoption freigegeben? Ein dunkles Geheimnis liegt vor ihnen begraben, und selbst ihre Träume sind nicht mehr sicher…


Meine Bewertung

Selten passiert es mir, dass ich bei solch hoffnungsvoll erwarteten Büchern wirklich übel enttäuscht werde. „Pandora – Wovon träumst du?“ von Eva Siegmund hat bei mir erstmal wahre Begeisterungsstürme ausgelöst, als ich gesehen habe, dass ich es als Rezensionsexemplar genehmigt bekomme – die haben allerdings nicht lange anhalten können. Ich habe nach dem Lesen wirklich das Gefühl, als hätten viele der Blogger, die dieses Buch schon bewertet und in den höchsten Tönen gelobt haben, etwas vollkommen anderes als ich gelesen.

Grundsätzlich kann ich sagen: Ich mag die Grundidee. In der Dystopie, die Eva Siegmund inmitten von Berlin erschafft, tragen so gut wie alle Menschen Chips im Kopf, die ihnen ihren Alltag erleichtern. Man kann darüber Filme anschauen, Nachrichten verschicken, im WWW surfen… allerdings besitzen viele davon nur die Werbeversion, da der Chip viel kostet. Ebenso Sophie. Das heißt, dass sie nachts in ihren Träumen für Werbekampagnen herhalten muss, die von ihrem Unterbewusstsein aufgenommen und verarbeitet werden.

Aus dieser Idee hätte man so unglaublich viel machen können! Die Rahmenbedingung haben absolut gestimmt, und anfangs war ich auch wirklich begeistert davon. Und dann kam leider die große Ernüchterung, denn mit Sophie haben wir die eine Zwillingsschwester, die schonmal das erste Klischee erfüllt – graues Mäuschen, ängstlich, arm (oder so gut wie), Halbwaise bei ihren Adoptiveltern…. und ihre Schwester Liz, die aufgedrehte, glamouröse Tochter reicher Investor-Adoptiveltern, hat natürlich alles, was man sich wünschen kann, und führt das arme Mauerblümchen in ihre coole Welt ein. Über dieses Klischee hätte ich noch hinwegsehen können, denn anfangs war ihre Jagd nach ihrer Vergangenheit wirklich gut geschrieben und spannend. Als einzigen Anhaltspunkt haben sie nur ihren leiblichen Vater, der im Gefängnis saß. Und genau das versuchen sie aufzudecken.

In den „Ermittlungen“ der Beiden stürzt das Buch jedoch in unendliche Klischeetiefen ab. Etwa ab der Hälfte hab ich mich wirklich durch das Buch gequält, und da hat auch die schreckliche Instalove nichts Gutes beigetragen, die noch reingeflochten wurde. Natürlich musste da noch Neid zwischen den Geschwistern rein, und Sophies Perspektive hat mich jedes Mal dazu gebracht, sie anschreien zu wollen. Einerseits hat sich das Buch dadurch unendlich gezogen, andererseits gingen mir dann manche Szenen einfach viel zu schnell und reibungslos. Nur mal ein Beispiel, ohne Spoiler: Sophie und Liz suchen nach einem Freund. Also gehen sie zum Freund des Freundes, der zufällig dem Gesuchten im Kindesalter einen Chip implantiert hat, mit dem er nach über zehn Jahren immer noch getrackt werden kann… Ernsthaft?! Leider halten mich genau solche Szenen davon ab, dieses Buch zu genießen. Die Auflösung kam dann ebenfalls ziemlich unüberraschend – schon nach den ersten 100 Seiten war mir klar, wie das Buch ausgehen muss. Und so war es dann auch. Die Spannungskurve hat in meinen Augen extrem nachgelassen, spätestens, als die vollkommen unnötige Liebesgeschichte ins Spiel kam, die sich für mich einfach erzwungen angefühlt hat.

Alles in allem war „Pandora – Wovon träumst du“ für mich eine Geschichte mit viel verschenktem Potenzial, Charakteren, die ich nicht mehr ernst nehmen konnte, und einem großen Griff in die Klischeekiste.
Profile Image for Tintenwelten.
845 reviews44 followers
April 27, 2016
Liz und Sophie sind Zwillingsschwestern, die bislang nichts voneinander wussten. In ihrer Vergangenheit ist etwas schreckliches passiert, was die Behörden dazu veranlasst hat, sie zu trennen und von verschiedenen Familien adoptieren zu lassen. So wachsen sie in völlig unterschiedlichen Welten auf: Liz ist wohlhabend, leicht arrogant, von sich selbst überzeugt und kaltschnäuzig, dafür aber sehr großherzig. Sophie ist eher das kluge Mauerblümchen, das sich ihrer eigenen Schönheit nicht bewusst ist.

Zusammen begeben sie sich auf die Suche nach der Wahrheit über ihre Eltern und deren Geschichte. Dabei stoßen sie auf die geheimen Machenschaften des Sandmanns, der die Menschen mit Hilfe einer relativ neuen Technologie beherrschen will. Das Buch spielt in einer Welt, in der es möglich ist, durch einen Chip im Kopf, dem so genannten SmartPort, jederzeit online gehen zu können. Man kann zum Beispiel jederzeit über die Netzhaut des Auges Nachrichten lesen, Bilder oder Videos anschauen. Wer sich keinen teuren PremiumPort leisten kann (so wie Sophie), muss mit der werbeunterstützten Variante vorlieb nehmen, bei welcher nachts die Träume zu Werbezwecken manipuliert wird.

Kurz nachdem Liz und Sophie mit den Recherchen über ihre Eltern begonnen haben, kommt es bei Sophie immer wieder zu beängstigenden und verstörenden Träumen, die vermeintliche Szenen aus der Vergangenheit zeigen. Auch als Leser wird man Zeuge dieser Träume, die sich wirklich konstant durch die Geschichte ziehen.

Das Buch ist wirklich sehr spannend geschrieben, alleine schon durch häufige Perspektivenwechsel zwischen Liz und Sophie, wobei deren unterschiedliche Charaktere nochmals besonders betont werden. Schön ist es zu beobachten, wie die beiden Schwestern ineinander ihre Seelenverwandte finden, füreinander einstehen und sich ergänzen. Dabei macht jedoch Sophie die größere Entwicklung durch. Die dritte Perspektive im Buch stellt den Sandmann dar, wobei der Leser auch in seine Gedankenwelt Einblick erhält, ebenso wie in seine Beweggründe.

Spannend von der ersten bis zur letzten Seite lässt sich das Buch, trotz seiner knapp 500 Seiten, flott lesen. Man fiebert mit sämtlichen Charakteren mit, die alle sehr liebevoll gezeichnet sind. Tolles Szenario, wenn doch auch sehr furchteinflößend, weil eben auch gut vorstellbar.
Profile Image for Papierfliegerin.
578 reviews94 followers
July 13, 2016
»•« INHALT »•«

Sophie lebt in einer Welt, in der alle durch einen Chip im Kopf jederzeit unbeschwert online gehen können. Als sie erfährt, dass sie adoptiert ist und eine Zwillingsschwester hat, erkunden die Mädchen damit ihre Vergangenheit – und stoßen schon bald auf seltsame Geheimnisse. Ihre Recherchen bringen den Sandman auf ihre Spur. Er will die Menschheit mithilfe eines perfekt getarnten Überwachungssystems beherrschen, und nur die Zwillinge können ihn und seine allmächtige NeuroLink Solutions Inc. zu Fall bringen. Doch das bringt sie in höchste Gefahr ...
»•« MEINE MEINUNG »•«
Dieses Buch stand auf meiner Wunschliste ganz oben; also hieß es für mich: losziehen und kaufen! Gesagt, getan. Doch die anfangs durchweg positiven Meinungen wurden dann auch immer wieder durch eine wenige gute Rezension unterbrochen. Ich war dennoch neugierig und hab mich ohne lange darüber Nachzudenken sofort drauf gestürzt. Wie meine Meinung ausfällt, erfahrt ihr jetzt:

Schon während der ersten Seite war ich voll auf von der Geschichte gefesselt. Der Einstieg war derart leicht und einfach, dass ich überhaupt keine Probleme hatte, mich im Geschehen zurecht zu finden. Alles beginnt mit einem sehr spannenden "Prolog", der Spannung, Action und ein sehr rasantes Tempo verspricht. Und ich kann bereits jetzt sagen, dass ich in dieser Hinsicht nicht enttäuscht wurde. Außerdem gefiel mir auch, die Tatsache, dass man nötige Informationen nach und nach erhielt und so nicht zu viel Input auf einmal stattfand - das Augenmerk lag definitiv auf der Geschwindigkeit.

Sophie spielt in dieser Geschichte die Hauptrolle. Doch neben ihr gab es auch ein anderes Mädel, das mich durch die Geschichte begleitete - nämlich Sophie's Zwillingsschwester Liz. Doch beginnen wir mit der Hauptprotagonistin. Anfangs fand ich sie noch unheimlich sympathisch, klug und bedacht. Sie war so herrlich normal, so bodenständig, während Liz eher etwas abgehoben und verwöhnt wirkte. Doch im Laufe der Geschichte wechselten die beiden ihre Position in Bezug auf meine Lieblingsfigur. Sophie wurde immer nerviger, platzte mit Aussagen und Fragen raus, bei denen ich einfach nur dachte "Wie alt bist du denn Mädchen? 4?" .. auch ihre Gefühlsregungen wurden gen Mittelteil des Buches teilweise total unrealistisch und waren für mich nicht mehr nachzuvollziehen. An dieser Stelle muss ich Sophie aber zu Gute halten, dass sie sich Richtung Schluss wieder besserte und in meinem Ansehen wieder stieg. Liz hingegen entwickelte sich weiter, wurde reifer und ging immer überlegter an die Sache heran. Sie brachte die einleuchtenden Vorschläge, ihre Handlungen und Aussagen waren authentisch und allgemein überholte sie Sophie in Bezug auf die Reife um Längen. Dennoch kann ich sagen, dass die Zwillinge mit sehr vielen Details und Tiefgang ausgestattet waren und dieser massive Unterschied sehr gut zur Geltung kam. Ich bin froh, sie kennengelernt zu haben und sie haben doch sehr in die Geschichte gepasst, auch wenn Sophie hier und da bei mir aneckte.
Neben den beiden Mädchen gab es noch einige andere Figuren, die nicht ganz unwichtig waren, allen voran Sash. Obwohl er der typische Nerd/Geek war, fand ich ihn unheimlich toll. Er hat in diese Geschichte gepasst wie es kein anderer je hätte können. Seine Art brachte mich öfters mal kurz zum Schmunzeln, gerade wenn es um den Mut ging, war er herrlich erfrischend. Man stelle sich einen Computerfreak vor, der todesmutig in die Hölle marschiert, ohne sich zu fürchten, geschweige denn, sich Gedanken zu machen, was hätte passieren können.
Alle anderen Nebenfiguren fand ich auch ausreichend tiefgreifend dargestellt, sodass ich mir jeden gut vor Augen führen konnte. Ecken und Kanten besaßen ebenfalls alle Figuren und es fiel mir leicht, mir ein Urteil zu bilden - ob ich damit nun richtig lag, oder nicht.

Anfangs hatte ich noch die ein oder andere Zweifel hatte, ob mir Eva Siegmund's Stil wirklich zusagt. Gerade weil ich doch einige Rezensionen zu diesem, wie auch zu ihrem vorherigen Buch gelesen habe. Doch kaum dass ich das Buch begonnen hatte, lösten sich alle Befürchtungen in Luft auf. Die Autorin schreibt herrlich leicht, ihr Stil ist unheimlich angenehm und ich kam sehr zügig voran. Stolpersteine und Hürden sucht man hier vergeblich. Auch die Sprache passt perfekt zu der Idee der Geschichte und ich habe in Bezug auf den Schreibstil nichts zu kritisieren. Was mich jedoch störte, war die Aufteilung. In diesem Buch liest man aus zwei verschiedenen Sichten, logischerweise aus der Sicht von Sophie und aus der Sicht von Liz. Da es stetig wechselt, gewöhnt man sich sehr gut daran, doch muss man einmal eine kurze Lesepause einlegen, kommt man unheimlich schnell durcheinander. Da alles aus der Ich-Perspektive geschrieben wurde, musste ich gelegentlich, gerade wenn ich mal pausierte, zurückblättern und nachsehen, wer "ich" denn nun ist. Gut dass es an manchen Stellen dann kleine Hilfestellungen gab, in Form von der Erwähnung Mädchens, das gerade nicht an der Reihe war.

Die Idee hinter "Pandora - Wovon träumst du?" ist grandios! Ein für mich völlig neuer Einfall mit tollen Elementen, vielen, unerwarteten Wendungen! Die Auflösung ist zwar nicht wahnsinnig überraschend, aber doch sehr spannend und actionreich in Szene gesetzt. Dieser Einfall mit den Chips im Kopf scheint im Moment vielleicht noch in weiter Ferne, doch wenn man sich das ganze Thema mal durch den Kopf gehen lässt, ist es alles andere als abwegig, dass das irgendwann tatsächlich einmal Alltag ist. Weitere interessanten Faktoren waren die Bezeichnungen wie "seekern", was ganz einfach "googeln" bedeutet. Das hat mich ebenfalls total begeistert und frischen Wind in die Story gebracht. Überdies hinaus spricht es natürlich auch für die Kreativität der Autorin, nicht einfach gängige Bezeichnungen zu benutzen, sondern sich eigene einfallen zu lassen.
Die Umsetzung rundete diese einzigartige Idee dann gänzlich ab. Schon während den ersten Seiten trat eine sehr eingehende, mitreißende Atmosphäre auf, und auch auf die Spannung musste ich nicht lange warten. Eva Siegmund verband den Alltag ganz normaler Teenager mit Liebeskummer, DVD-Abenden und Mädchenkram mit unheimlich fesselnden Szenen wie im Action,- oder Horrorfilm! So wechselten sich diese beiden Aspekte regelrecht ab, denn wenn einmal eine sehr rasante Szene vorbei war, gewährte die Autorin dem Leser ein wenig Verschnaufpause in Form von ruhigeren Szenen, die aber alles andere als langweilig gestaltet wurden. Das Thema SmartPorts war permanent im Vordergrund und Gesprächsthema Nummer Eins. Das Ende war, wie oben bereits angeschnitten, nicht unbedingt überraschend - man bekam schon ab des Mittelteils Einblicke in die Sicht des Täters, sodass man schon ahnt, wer dahinter steckt; und doch fand ich den Schluss großartig. Diese Feuerwerk am Schluss machte das Buch einfach nur perfekt und passte sich dem Gesamteindruck prima an.

»•« FAZIT »•«
"Pandora - Wovon träumst du?" ist eine tolle Dystopie mit sehr realistischen Elementen, einzigartigen Einfällen und dem perfekten Mix aus Teenager-Alltag und Action.- und Horrorfilm. Spannung, Tempo und mitreißende Atmosphäre sprechen ebenfalls für die Geschichte und auch wenn mir Sophie teils schwer auf die Nerven ging und einige Sympathiepunkte einbüßte, kann ich sagen, dass dieses Buch sicherlich noch lange in meiner Erinnerung verankert sein wird. Wer sich ein leicht zu lesendes, fesselndes Jugendbuch sucht und sich dabei auch ganz einmal kurzzeitig gruselt, wird Pandora sicherlich lieben. Eva Siegmund hat ein riesiges Talent, das in noch viele, viele Bücherregale gehört!

»•« 4.5 VON 5 STERNE »•«
Ich vergebe 4.5 von 5 Sternen! (Habe bei der Bewertung hier auf LB und GoodReads allerdings aufgerundet, weil es mehr 5 als 4 Sterne sind).Hätte Sophie nicht diesen Durchhänger gehabt, wäre es ein absolutes Highlight geworden; da bin ich mir ganz sicher. Von mir gibt es eine 100%ige Empfehlung für all diejenigen, die gern dieses Genre lesen & nach neuen, erfrischenden Lesestoff suchen.
Profile Image for Ina Vainohullu .
890 reviews17 followers
November 7, 2021
Wow, wie crazy ist die Idee dieser Geschichte und wie verrückt ist es, dass mir so etwas heute eigentlich gar nicht mehr so realitätsfern erscheint. Eva Siegmund hat in diesem Jugendroman einen Blick in eine dystopische Welt eröffnet, der vielleicht irgendwann in der Zukunft in ähnlicher Form einmal so eintreten könnte. I mean: Wir sehen wie schnell die Technik heute voranschreitet, wie technisiert wir bereits unterwegs sind.

Setting und Handlung waren so also durchaus spannend zu lesen. Besonders weil man mit den Zwillingen Sophie und Liz mitfiebert, als sie beginnen, ihre Vergangenheit zu hinterfragen und zu forschen, was genau wirklich passiert ist. Dabei ziehen sie natürlich das Interesse gesetzestreuer Figuren auf sich, die ihnen dicht auf den Fersen zu sein scheinen.

Die Figuren waren gut ausgearbeitet, der Schreibstil sehr flüssig und angenehm und das Worldbuilding fand ich sehr cool gemacht. Minuspunkte sind die Vorhersehbarkeit, in Bezug auf bestimmte Entwicklungen und zwei, drei kleine Längen.

Alles in allem aber ein sehr guter, dystopischer Jugendroman.
Profile Image for Brina.
2,051 reviews123 followers
April 25, 2016
"Pandora - Wovon träumst du?" ist mir schon vor dem Erscheinungstag ins Auge gesprungen, da das Cover einfach nur wunderschön aussieht. Da ich somit dementsprechend neugierig auf die Geschichte war, stand für mich schnell fest, dass ich das Buch zeitnah lesen möchte. Hier habe ich eine interessante, ereignisreiche und spannende Geschichte erwartet, die ich allerdings nur teilweise erhalten habe.

Damit möchte ich nicht sagen, dass mir die Geschichte nicht gefallen hat, denn die Autorin kann wirklich sehr gut schreiben. Mein Problem ist hierbei allerdings, dass an der Geschichte einfach alles nett ist, aber das gewisse Etwas leider gefehlt hat. Dabei ist die Geschichte an sich wirklich gut ausgearbeitet und auch bei den Figuren hat sich die Autorin Mühe gegeben. Dennoch wollte der Funke nicht so ganz überspringen, denn nachdem ich das Buch beendet habe, hatte ich leider nicht das Gefühl, als hätte ich aus der Geschichte großartig etwas mitgenommen.

Erzählt wird hierbei die Geschichte von Sophie und ihrer Zwillingsschwester Liz. Sie nutzen - wie alle anderen Menschen auch - einen sogenannten SmartPort in ihrem Hirn, der dafür sorgt, dass sie jederzeit online gehen können und keine weiteren Hilfsmittel dazu mehr benötigen. Die beiden Mädchen wurden bereits früh voneinander getrennt, da sie nach dem Tod ihrer Mutter an verschiedene Familien adoptiert wurden. Nachdem sie sich jedoch wiedergefunden haben, versuchen sie mehr über ihre Vergangenheit herausfinden und stoßen dabei auf das ein oder andere Familiengeheimnis, welches sie in höchster Gefahr bringt, denn ausgerechnet der Sandman, der die gesamte Menschheit und deren Träume überwachen möchte, ist den beiden Schwestern auf der Schliche...

Die Idee, dass hierbei die gesamte Menschheit überwacht und beeinflusst wird, ist zum Großteil doch sehr erschreckend, wenn man allerdings bedenkt, wie die Welt heute schon stellenweise von außen gelenkt wird, hat man das Gefühl, dass "Pandora - Wovon träumst du" doch weitaus realistischer ist, als man sich vielleicht eingestehen möchte. Dennoch hat es mir bei der Geschichte stellenweise an Spannung gefehlt, denn für mich war das Buch zum Teil dann doch sehr vorhersehbar.

Das Cover ist ein absoluter Hingucker und passt sehr gut zu der Geschichte. Hier sticht besonders die tolle Farbgestaltung ins Auge. Die Kurzbeschreibung liest sich ebenfalls sehr gut, sodass ich die Geschichte unbedingt lesen wollte.

Kurz gesagt: "Pandora - Wovon träumst du?" ist eine gute Geschichte, bei der irgendwie alles nett ist, mir allerdings insgesamt das gewisse Etwas gefehlt hat, um vollends begeistert zu sein. Dennoch ist die Geschichte alles andere als schlecht, sodass Leser, die bereits Siegmunds erstes Werk gut fanden, auch an diesem Buch ihren Spaß haben werden.
Profile Image for Elif Ince.
176 reviews8 followers
February 23, 2017
Trotz dieser tollen Idee fand ich die Geschichte an einigen Stellen langatmig daher 3,5 Sterne...
Profile Image for Tamara.
581 reviews12 followers
November 20, 2018
Ich finde es spannend, dass Autoren so einen Gedankengang haben. Ich finde es auch genial, mir meine Gedanken darüber zu machen.

Aber wenn ich genau darüber nachdenke und mir vorstelle, dass es real werden könnte, bekomm ich Schiss 😅
4 reviews
May 15, 2020
Wenn man über das Cover weg zu sehen vermag, erwartet einen eine leicht zu lesende sci-fi Geschichte die einen in einem fixen Tempo durch Berlin zieht.
Sophie und Liz sind Zwillinge, aber wurden adoptiert und sind getrennt in sehr unterschiedlichen Verhältnissen aufgewachsen. Als sie vom Nachlass ihres leiblichen Vaters erfahren, werfen die Umstände des Todes ihrer Mutter noch mehr Fragen auf. Gemeinsam stellen sie Nachforschungen an und verwickeln sich damit in dunkle Machenschaften.
Gefallen hat mir erstmal, dass die Zwillingsschwestern nicht unnötig sauer und eifersüchtig aufeinander sind. Und es gibt auch nicht „die Böse“ und „die Gute“. Es hapert ein bisschen an der Darstellung einiger Technologien, aber die Kernhandlung leidet daran nicht. Im Gegenteil, der technologische Aufhänger um den sich die oben genannten Machenschaften drehen, ist originell. Die Autorin schafft es damit aktuelle Themen zu überspitzen und in ein Szenario zu verpacken dass man sich zumuten kann. So wie ordentliche Sci-fi es tun sollte. Die Auflösung der Geschichte kam mir etwas zu schnell vor, da hätte durchaus noch etwas Mysterium und offene Fäden zurück bleiben können. Auch fand ich dass die Handlung etwas zu bereitwillig gut aussehende Anwärter-auf-die-Herzen-der-Schwestern heraus gab. Aber es ist ja auch ein Jugendbuch und die Balance zwischen Romantik und Plot in Ordnung. Und, was man auch anerkennen muss, die beiden sind größtenteils sympathisch und haben erkennbare Charakterzüge, was in Büchern dieser Kategorie ja leider oft fehlt.
Profile Image for Schneeschaf.
91 reviews13 followers
February 7, 2017
Die Grundstory war nicht so schlecht jedoch fand ich die Ausführung teilweise nicht so gut. Das Ende hat mir gar nicht gefallen und auch hatte das Buch seine Längen.
Profile Image for Eva.
273 reviews18 followers
September 15, 2017
Pandora spielt in einer dystopischen Zukunft. Elizabeth, bevorzugt Liz genannt, und Sophie werden eines Tages von einem Notar bestellt. Dort finden sie heraus, dass sie Zwillinge sind – schwer zu übersehen – die als Kleinkinder getrennt und zur Adoption aufgegeben wurden. Erster Schock: Die Familien, bei denen sie aufgewachsen sind, haben sie ihr Leben lang belogen. Doch es kommt schlimmer: Ihre leiblichen Eltern, Sebastian und Helena Zweig, sind verstorben. Sebastian soll angeblich Helena ermordet haben und starb im Gefängnis an so etwas simplen wie Krebs – eine Krankheit, die eigentlich längst ausgerottet wurde. Die Geschwister erhalten neben dem Geldkonto, auf das sie allerdings noch keinen Zugriff haben, einige Gegenstände aus Sebastians Besitz: einen blutigen Kittel, ein Foto und eine Sanduhr.
Zuerst kommen sich die Schwestern nur wenig näher, da sie aus ganz unterschiedlichen Milieus stammen. Sophie, die schon ihre Adoptivmutter verloren hat, wohnt mit ihrem Adoptivvater und Kater in einer kleinen Wohnung in ärmlichen Verhältnissen. Leider erfährt man nur sehr wenig über ihr Leben dort oder ihren Vater. Das Gleiche gilt für Liz‘ Eltern. Die tauchen nicht ein einziges Mal auf, da sie im Ausland auf Geschäftsreise sind. Liz wohnt in einem großen Anwesen mit ihrem Hund, ihren Bodyguard und ihrer Haushaltshilfe, die beide zu ihren Vertrauten gehören.

Da Sophie und Liz mehr über ihre leiblichen Eltern herausfinden wollen, beschließen sie, nach ihnen zu „seekern“ und stoßen dabei auf NeuroLink. Das ist die Firma, die die Chips herstellt, die den Menschen eingesetzt werden. Aktiviert wirken sie wie ein zusätzlicher Bildschirm im Kopf, durch den man mittels der Stimme Nachrichten schreiben, Anrufe tätigen, im Internet surfen, etc. kann. Nachts werden dafür Träume eingeblendet, die von großen Firmen stammen und als Werbung dienen.
Sophie sieht, nachdem sie nach ihrem Vater seekert, eine Art Film, der sich allerdings sehr real anfühlt. In ihm ermordet Sebastian seine Frau, zumindest scheint es so, denn ein Teil des Film wurde herausgeschnitten. In den nachfolgenden Nächten hat Sophie reale Albträume, in denen sie den Mord immer wieder miterlebt.
Die Zwillinge beginnen, nachzuforschen. Zuerst bei der alten Arbeitsstelle ihrer Mutter – einer Untergrundorganisation und Redaktion gegen die Chips und NeuroLink. Später bei NeuroLink selbst, denn dort hat ihr Vater gearbeitet. Unterstützt werden sie von Sash, einen Hacker, der Helena kannte. Gemeinsam begeben sie sich auf mehrere kleine Abenteuer und stoßen auf eine Verschwörung, die sie mit jeder neuen Entdeckung mehr in Gefahr bringt.

Die Charaktere bleiben sehr oberflächlich und klischeehaft und entwickeln sich kaum weiter. Es gibt – nicht zuletzt aufgrund der vielen Unterschiede zwischen Sophie und Liz – oft Streitereien zwischen den beiden, die aber auf unnötigen Gründen beruhen. Ich verstehe, was die Autorin damit aufzeigen wollte, dennoch schienen diese mitsamt der Problemlösung wenig realitätsnah. Allgemein schien die Handlung eher langsam vorranzugehen. Ich hatte das Gefühl, dass sie sich immer im Kreis dreht, da alles nach dem selben Muster verlief und die beiden nur minimal weiter kamen. Dadurch ging auch viel der anfänglichen Spannung verloren.
Auch vom Ende habe ich mir mehr versprochen. Die Enthüllung und endgültige Lösung erschien mir, dafür, dass das gesamte Buch über diese Sache mysteriös verschleiert hat, zu unspektakulär und vorhersehbar.

Fazit
Die Idee an sich – Träume, die gesteuert werden, noch dazu die Einmischung des Sandmanns – fand ich unglaublich interessant und kenne auch kein Buch, das diese Thematik behandelt. Das vielversprechende Potential wurde aber leider nicht vollständig ausgeschöpft. Trotz allem ist Pandora eine nette Unterhaltung für zwischendurch, vor allem für diejenigen, die das Thema ebenso spannend finden wie ich.
Profile Image for Stefanie Hasse hisandherbooks.de.
726 reviews216 followers
April 25, 2016
Inhalt:
Berlin, ein paar Jahre in der Zukunft: Sophie und Liz kannten sich bisher nicht und erfahren nun von einem Notar, dass sie Zwillinge sind und ihrer beider Vater ihre Mutter getötet haben soll.
Als sie sich besser kennenlernen und mehr über ihre Eltern erfahren wollen, haut es Sophie sprichwörtlich um: Ihr SmartPort, der werbefinanzierte Chip in ihrem Kopf, spielt verrückt und anstatt ihr „nur“ Werbeträume zu schicken, träumt Sophie vom Mord ihrer Mutter.

Während sie überzeugt ist, dass es wirklich ihr leiblicher Vater war – der dazu noch den SmartPort erfunden hatte – ist ihre Schwester Liz überzeugt, dass das Gegenteil der Fall ist. Die beiden Mädchen recherchieren und finden immer schockierendere Tatsachen heraus.

Meinung:
Nachdem mich Eva Siegmunds Debüt „Lùm – Zwei wie Licht und Dunkel“ so überzeugt hatte, musste ich natürlich auch zu ihrem neuen Werk greifen.
Auch wenn ich normalerweise nichts über das Cover schreibe, muss ich hier doch anmerken, dass es in diesem Fall eine völlig andere Handlung/einen ganz anderen Schwerpunkt suggeriert als man tatsächlich bekommt.

Gleich zu Beginn wird der Leser mit einem Traum konfrontiert. Diese Träume – teils erschreckend schräg durch die „Werbeeinflüsse“ - ziehen sich durch das gesamte Buch.

Danach lernt der Leser die Protagonistinnen Sophie und Liz kennen, die abwechselnd in Ich-Perspektive erzählen. Abgesehen von den Erwähnungen aus ihrem Leben unterscheiden sich die Perspektiven kaum und würde nicht am Anfang des Kapitels der Name des Erzählenden stehen, wären die Erzählstimmen kaum zu unterscheiden - was mich in diesem Fall aber wenig störte, da es die Gleichheit der Zwillinge aufzeigt, obwohl sie doch so verschieden aufgewachsen sind. Später kommt noch eine weitere Perspektive hinzu, über die ich aber nicht weiter erzählen möchte.

Eva Siegmund führt den Leser in die Geschichte und in die völlig unterschiedlichen Leben der Zwillinge bei ihren Adoptiveltern ein. Es dauert eine Weile, bis klar wird, dass mit dem Tod der Mutter etwas nicht stimmt und bis die Gefahr präsenter wird. Beinahe schleichend zeigt die Autorin nebenbei auf, was durch diese extreme Werbung/Beeinflussung geschehen kann – so wird der wahre Gegner präsent, noch ehe er wirklich erwähnt wird. An dieser Stelle muss ich sagen, dass der Klappentext mir leider zu viel vorgreift: Er geht deutlich über das erste Drittel des Buches hinaus und daher passiert auf den fast 500 Seiten weit weniger, als ich aufgrund des Klappentextes erwartet habe.

Das Szenario konnte mich jedoch absolut begeistern: Eva Siegmund hat eine interessante Zukunftsvision verdeutlicht, in der Chips implantiert und teils durch „Sleepvertisements“ finanziert werden. Was aus solcher Beeinflussung und dem direkten „Zugriff“ auf die Träume der Menschen werden kann, wird auf erschreckende Weise klargestellt.

Der Schreibstil der Autorin und die leichte Erzählweise hat mich bereits bei „Lùm“ begeistern können. Trotz ein paar weniger rasanten Passagen insbesondere zu Beginn wurde ich definitiv mitgerissen und musste wissen, wie es mit den Zwillingen weitergeht.

Die Charaktere sind Eva Siegmund gut gelungen. Die zarte Lovestory wirkt nicht fehl am Platz oder dominant, sondern schmiegt sich wunderbar in die spannende Geschichte an.

Die Lage für unsere Helden spitzt sich immer weiter zu, ein Hoffnungsfunke nach dem anderen wird eiskalt gelöscht, ehe die Autorin den Antagonisten die Hintergründe zu ihrem Szenario aufklären lässt und ich vollends vom Showdown mitgerissen wurde.

Urteil:
„Pandora – Wovon träumst du?“ ist etwas anders, als ich nach dem Lesen des Klappentextes erwartet habe. Dennoch konnte mich Eva Siegmunds Zukunftsszenario durchaus begeistern. Sehr gute 4 Bücher für die Zukunft mit den Smartports und Sleepvertisements.


©hisandherbooks.de
Profile Image for Twig.
329 reviews8 followers
October 4, 2016
Sophie lebt in einer Welt, in der alle durch einen Chip im Kopf jederzeit unbeschwert online gehen können. Als sie erfährt, dass sie adoptiert ist und eine Zwillingsschwester hat, erkunden die Mädchen damit ihre Vergangenheit – und stoßen schon bald auf seltsame Geheimnisse. Ihre Recherchen bringen den Sandman auf ihre Spur. Er will die Menschheit mithilfe eines perfekt getarnten Überwachungssystems beherrschen, und nur die Zwillinge können ihn und seine allmächtige NeuroLink Solutions Inc. zu Fall bringen. Doch das bringt sie in höchste Gefahr ...

Von diesem Buch hatte ich mir unglaublich viel erhofft und wurde bitter enttäuscht. Das Thema Träume gepaart mit dem Genre Dystopie klingt schon mal gut. Die Grundfesten der Geschichte die Eva Siegmund geschaffen hat sind auch wunderbar , es hätte kaum eine bessere Grundlage für ein knüller Buch geben können. Allerdings sind die Charaktere die sich in dieser Welt bewegen nicht zu ertragen. Ich habe mich bis zum Schluss durch dieses Buch gequält. Die Charaktere hatten weder tiefe noch fand eine Entwicklung statt. Es wurde sich hier lediglich von einem riesigen Berg an Cliches bedient :(
Profile Image for TimTam.
116 reviews5 followers
June 25, 2018
Kann man 3,75 Sterne vergeben?! 🤔😂
Also ich fand die Geschichte wirklich gut. Obwohl es mir zu Beginn doch ein bisschen zu easy Teenie mäßig war, hat mir besonders das Ende bzw das letzte Drittel wirklich gut gefallen. Es war super spannend und man hat mit den beiden Schwestern mitgefiebert. Das Ende war dann ein wenig Klischee/Traumvorstellungsmäßig, aber irgendwie auch schön.
Das Thema, was mit den SmartPorts in diesem Buch angesprochen wird, regt einen definitiv zum Denken an und ist über die Geschichte hinaus interessant zu diskutieren. 👍😊
Profile Image for Andrea.
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March 10, 2018
Pandora - Wovon träumst du?, klang für mich nach einem interessanten Jugenbuchthriller, der sich mit der Zukunft und einer neuen Technik befasst. Leider konnte mich das Buch aber nicht sonderlich packen, auch wenn die Grundidee wirklich interessant ist.

Sophie und Liz sind die Protagonistinnen in diesem Buch. Abwechselnd lesen wir aus deren Sichten und erfahren so mehr über ihre Leben und ihre Beweggründe. Während Sophie eher ein Mauerblümchen ist, strotzt die reiche Liz nur so vor Selbstbewusstsein. Diese beiden verschiedenen Mädchen treffen also aufeinander und natürlich geraten sie prompt in Schwierigkeiten, als sie nach ihren "echten" Eltern seekern (eine Form des googelns). Das Verhältnis der beiden Mädchen hat mir echt gut gefallen! Obwohl sie so lange getrennt voneinander waren, schaffen sie es sehr schnell eine enge Bindung zueinander aufzubauen. Tatsächlich kann ich bei diesen Charakteren echt nichts negatives ankreiden, da beide gut ausgarbeitet wurden und ihre Gefühle immer nachvollziehbar und realistisch beschrieben wurden. Trotzdem konnte ich nicht so wirklich mit den beiden mitfiebern. Sie waren halt Standart Protagonistinnen, wie man sie in jedem zweiten Jugendbuch vorfindet. Besonders hervorgestochen, durch Fähigkeiten oder sonstiges, sind sie halt nicht. Eher waren sie viel zu oft auf die Hilfe von anderen angewiesen.

Dadurch das die Mädchen selbst keine Ahnung von Technik hatten, sind sie quasi von einem glücklichen Zufall in den nächsten geschlittert. Natürlich lernen sie Hacker kennen und natürlich ist Liz die Tochter eines reichen Mannes, wodurch sie die finanziellen Möglichkeiten haben einen weiteren tollen Hacker zu kontaktieren. Für mich waren das einfach viel zu viele glückliche Zufälle mit zu vielen hilfsbereiten Menschen, die alles für die Mädchen tun würden.
Generell verlor die Geschichte immer viel zu rapide an Spannung, weil die Mädchen mal wieder in irgendeine Sackgasse gerannt sind um dann von jemandem "gerettet" zu werden. Mir hätte ein genereller düsterer Grundton deutlich besser gefallen. So hatte ich das Gefühl, ich lese einfach nur die Story von zwei Schwestern, die plötzlich erfahren das sie verwandt sind und lernen damit umzugehen. Die wirklichen "Thriller" Elemente, tauchten fast nur in den Träumen von Sophie oder eben in den Kapiteln aus der Sicht des Sandmannes auf. Das war mir irgendwie zu wenig. Für mich ist eine feste Grundspannung in solchen Büchern extrem wichtig. Hier war das ganze eher ein auf und ab, mit längeren unspannenden Passagen. Wenn es brenzlig für die Mädchen wurde, wusste man einfach sofort, dass sie sich aus der Situation befreien werden und so blieb auch dort die Spannung aus. Das Ende fand ich hingegen dann wieder ganz spannend. Zwar irgendwie etwas arg unrealistisch, aber doch spannend.

So wie fast immer, muss ich auch hier wieder die Liebesgeschichte anprangern. Es war mal wieder diese typische "Liebe auf den ersten Blick" und nach kurzer Zeit (wenige Tage) würden die beiden natürlich füreinander sterben. Das Ganze ist natürlich Geschmackssache. Die einen Leser werden die Liebesgeschichte wirklich gut finden und die nächsten werden sich vermutlich fragen, warum das ganze eine Liebesgeschichte gebraucht hat. Ich für meinen Teil gehöre zur letzteren Fraktion. Für mich hätte gar keine Liebesgeschichte in die Story reingemusst. Dann wären mir zumindest das ein oder andere Klischee erspart geblieben.

Vielleicht bin ich auch einfach nicht die Zielgruppe für dieses Buch. Obwohl es gegen Ende etwas actionreicher wird und auch der ein oder andere Charakter stirbt, hatte ich das Gefühl, das dieses Buch eher Leser im Alter von 13 bis 16 ansprechen soll. Selbst die schlimmen Ereignisse hatten nichts wirklich düsteres oder grauenhaftes an sich. Dafür wurde aber viel Wert auf die Beziehung der Schwestern gelegt.

Abschließende Meinung:
Bei "Pandora - Wovon träums du?" handelt es sich um ein Jugendbuch mit interessantem Ansatz und guten Schreibstil. Die Beziehung der Mädchen ist wirklich schön beschrieben und auch an den Charakteren kann ich nichts direktes aussetzen, allerdings wird das Rad hier auch nicht neu erfunden. Das ganze läuft nach dem typischen Jugendbuchschema ab, wodurch wir gezwungernermaßen eine Liebesgeschichte und viel zu viele glückliche Zufälle über uns ergehen lassen müssen. Was mich allerdings am meisten gestört hat, sind die vielen Kapitel, in denen einfach kaum etwas spannendes passiert. Vermutlich bin ich einfach nicht die Zielgruppe des Buches, weswegen es mich nicht packen konnte. Von mir gibt es 3 von 5 verrückte Gesichter.
Profile Image for Ann-Sophie Schnitzler.
238 reviews11 followers
November 29, 2017
Cover:
Ich liebe das Cover! Für mich sah es sehr ansprechend aus und ich konnte definitiv nicht daran vorbeigehen, ohne einen Blick auf die Geschichte zu werfen. Es ist aus meiner Sicht sehr schön und fantasievoll gestaltet, ABER im Nachhinein passt es für mich nicht richtig zur Geschichte. Es ist ein Blickfang, aber so richtig mit der Geschichte hat es nichts zu tun. Ich finde auch, dass allein die Betrachtung eine andere Erwartungshaltung an die Geschichte weckt.

Inhalt:
Ich fand die Geschichte von Anfang bis Ende super!
Der Einstieg fiel mir persönlich sehr leicht, da man locker und leicht in das Leben von Sophie einsteigt. Mit der schon im Klapptext angekündigten Offenbarung geht es bereits am Anfang hoch her und ich muss gestehen, dass mich die Geschichte da schon sehr gefangen genommen hat.
Ich mochte die Konflikte in den von Grund auf verschiedenen Lebensweisen der Mädchen, die von der Autorin geschickt in ihre Dystopie eingebunden wurden. 
Bis zum Ende hin, wurde die Geschichte zwar doch etwas vorhersehbar, aber ich hatte Spaß an der sehr spannenden Handlung, die sogar noch mit einer zarten Liebesgeschichte verknüpft wurde. 
Ich freue mich auf jeden Fall sehr auf die Fortsetzung!


Charaktere:
Im Fokus der Geschichte stehen die beiden Zwillingsschwestern Liz und Sophie, aus deren Sicht die Geschichte größtenteils erzählt wird.
Die beiden haben bisher das Leben auf gänzlich unterschiedliche kennengelernt  und sind dadurch auch in ihrer Persönlichkeit grundverschieden. Doch das machte für mich den Reiz an den beiden Schwestern aus, die im Rahmen der Geschichte über sich hinaus wachsen. 
Beide empfand ich als sehr überzeugend und ich hatte Spaß an beiden Perspektiven, auch wenn ich mit der besonnenen, bescheideneren Sophie besser identifizieren konnte. 
Auch die Nebencharaktere wie ein unverhoffter Helfer oder überraschend geheimnisvoller Nerd konnten mich überzeugen, da sie sehr viel Unterhaltung in die Geschichte brachten.

Schreibstil:
Ich mochte den Schreibstil der Autorin sehr gerne. Er hat mich von Anfang an sehr leicht in die Geschichte geführt und mich dann immer mehr begeistert. 
Er ist einfach aber unterhaltsam gehalten, sodass Spannung aufkommt und man an den Zeilen hängt. 
Zumindest war es bei mir der Fall. Ich mochte auch den Perspektiven zwischen Liz und Sophie sehr gerne, weil man dadurch beide Mädchen, die unterschiedlicher nicht sein könnten, kennenlernt. 
Auch die eingeschobenen anderen Perspektiven fand ich sehr spannend und sie sorgten für mich auch für Abwechslung! 

Fazit:
Mich konnte "Pandora" total begeistern. Ich habe es in einem Rutsch durchgelesen, weil mich die Story so sehr gefesselt hat. Sowohl die Charaktere als auch die Handlung konnte bei mir durch Vielseitigkeit punkten, weswegen ich euch auf jeden Fall zu dem Buch raten kann, da es mich absolut begeistert und gefesselt hat, auch wenn gegen Ende das Geschehen etwas voraussehbar wurde.
Profile Image for Cora.
217 reviews
August 6, 2019
Hallo!

Heute habe ich wieder eine Rezension für euch und zwar zum Buch "Pandora-Wovon träumst du?" von Eva Siegmund.

Eckdaten:
"Pandora-Wovon träumst du?" ist der erste von 2 Bänden von Eva Siegmund und ist am 11.04.2016 als Klappbroschur im cbt-Verlag erschienen. Es beinhaltet 495 Seiten.
bu
Preis: 12,99 (D)/ 13,40 (A)
ISBN: 978-3-570-31059-5

Inhalt:
In der Zukunft hat jeder ein sogenanntes SmartPort, was wie ein eingepflanztes Smartphone fungiert.
Als Sophie zu einem Notartermin geht, weiß nicht, was sie erwartet.Dort erfährt sie das Unglaubliche- sie hat eine Zwillingsschwester und eine verborgene Familie. Doch es scheint als wäre ihr Vater der Mörder ihrer Mutter gewesen, was die beiden Schwestern ziemlich schockt. Als sie mehr über die Ereignisse von vor 15 Jahren in Erfahrung bringen, kommen sie hinter Intrigen, die ihr ganzes Leben auf den Kopf stellt und sie sich die Frage stellen, wie frei sie wirklich sind.

Cover:
Ich finde das Cover wirklich sehr schön. Mir gefällt das Mädchen in diesem wunderschönen Kleid sehr hübsch und mir gefällt der Farbverlauf wirklich sehr gut.

Meine Meinung:
Eine Freundin von mir hat mir diese Reihe schon vor einer Ewigkeit empfohlen und im Juli habe ich mich nun endlich aufgerafft die Reihe zu lesen und wie sie mir gefallen hat, möchte ich euch jetzt einmal erzählen.

Wie immer fangen wir mit dem Schreibstil an. Diesen fand ich sehr gut und leicht zu lesen. Das einzige was ich etwas störend fand, war, dass er nicht so gut zum Alter der Protagonisten gepasst hat. Die Geschichte wird aus den Sichten der beiden Schwestern erzählt, diese sind zum Zeitpunkt der Geschichte um die 17 Jahre alt. Mir kam es aber eher so vor, als wären sie eher um die 14 Jahre alt. Es hat mir aber gut gefallen, dass aus mehreren Sichten erzählt wird, da man sich so eher in die beiden hineinversetzen konnte.

Sophie ist ein eher ruhigeres Mädchen, dass mit ihrem Vater in einer Wohnung in Berlin lebt. Sie hat sehr lange für ein SmartPort gespart und konnte sich auch nur die billige Variante leisten, die in ihren Träumen Werbung einschleust. Das fand hat mich schon sehr verwundert, denn ich dachte eher, dass die Werbung eher so zufällig aufpoppt. Mir war Sophie sympathisch, aber irgendwie konnte ich zu ihr anfangs keinen Draht herstellen.

Da hat es mir Liz schon einfacher gemacht, da sie ein sehr offener aufgedrehter Mensch ist, denn man irgendwie liebt und hasst gleichzeitig, aber ich fand es wirklich süß, wie sie sich die beiden sofort umeinander kümmern und man merkt, trotz der großen Barriere die die beiden haben, dass sie sich wirklich mögen. Liz ist nämlich bei sehr reichen Eltern aufgewachsen und hat so natürlich ganz andere Ängste als Sophie.

Die Nebencharaktere fand ich alle echt süß gestaltet und richtig vielfältig, man hat gemerkt, dass die Autorin sich dabei wirklich Gedanken gemacht hat und keine flachen Charaktere entstehen lassen wollte.

Auch die Idee für die Geschichte hat mir wirklich sehr gut gefallen und war auch gut umgesetzt. Anfangs hatte ich meine Probleme mich sehr in die Geschichte fallen zu lassen und teilweise war es wirklich sehr viel hin und her Gefahre von einem Ort zum anderen, aber trotzdem habe ich irgendwann die Geschichte nicht mehr aus der Hand legen können, weshalb ich Band 2 auch unbedingt lesen muss. Auch wenn ich zugebe, dass man das Buch auch als Einzelband hätte lassen können und Band 2 eher als Spin-Off agiert!

Fazit:
Mich konnte das Buch wirklich begeistern und hat mir gut gefallen, weshalb ich mich sehr für die Empfehlung bedanke. Da ich aber ein paar kleinere Schwierigkeiten hatte, vergebe ich 4 von 5 Sternen.


LG Cora
Profile Image for Anna.
10 reviews
September 11, 2024
Das Buch war extrem spannend, für mich leider zu brutal. Ich wusste nicht, dass Mord eine Rolle spielt. Für alle die solche Bücher mit dunklen Ecken und Totschlag nicht mögen empfehle ich das Buch nicht weiter. Für alle die es spannend mögen und Mord vertragen können ist das Buch eine Empfehlung
16 reviews1 follower
November 15, 2018
Die ersten zwei dritte, waren spannend, aber das Finale absolut nicht. Ende war auch sehr vorhersehbar, werde zweiten Band nicht lesen...
Profile Image for Inka.
158 reviews3 followers
February 7, 2017

Inhalt
Sophie und Liz leben in einer computergesteuerten Welt: jeder kommuniziert mittels eines in den Kopf integrierten SmartPort, sodass Handy und Laptops überflüssig werden. Mit 17 erfahren die beiden unterschiedlichen Mädchen, dass sie adoptiert sind und Zwillinge sind. Doch lange zeit haben sie nicht um sich an die seltsamen Umstände zu gewöhnen, denn Sophie wird von düsteren Träumen heimgesucht, die mehr über ihre Vergangenheit preisgeben, als ihnen anfangs lieb ist...

Wie hat's mir gefallen
Wenn ihr das Buch lesen wollt, umgeht bitte den Klappentext bzw. die Buchbeschreibungen, denn diese spoilern ohne Ende. Ich habe es komplett ignoriert und habe vieles überraschend gefunden, was schon auf dem Klappentext steht. Schade. Aber fangen wir von vorne an:

Alles beginnt mit Sophie, der in ärmlichen Verhältnissen aufgewachsenen 17-jährigen, die von heute auf morgen eine etepetete Zwillingsschwester hat. Später berichtet auch Liz das geschehen aus ihrer Sicht. Obwohl in der jeweiligen Ich-Perspektive beide Schwestern zu Wort kommen und beide nicht unterschiedlicher sein könnten, unterscheidet sich der Erzählstil kein Stück. Das fand ich schon sehr schade, denn würde am Kapitelanfang nicht der jeweilige Name stehen, würde man den Erzählwechsel gar nicht mitbekommen. Hier wurde eindeutig viel Potential verschenkt.
Später kommt eine dritte Erzählebene dazu, die mir sehr gefiel und das Buch doch noch rettete. Ohne zu spoilern: die Person, die da erzählt, erinnerte mich stark an Dr.Tomoe aus Sailor Moon - ein durchaus interessanter, brillanter und durchgeknallter Charakter.

Zu Anfang habe ich, wie es sicher auch beabsichtigt war, mit Sophie sympathisiert, denn sie musste sich viel in ihrem Leben selbst erkämpfen. Doch leider wird hier zu stereotypisch mit Clichés um sich geworfen: das schüchterne Aschenputtel trifft auf die Glamourqueen, die auf den zweiten Blick doch ein Herz hat. Die Wandlungen der Charaktere waren demnoch doch etwas einschläfernd und viel zu vorhersehbar. Obwohl ich kurzzeitig mit Liz sympathisierte, da Sophies pubertierende Eifersuchtsattacken mehr als überflüssig waren, konnte ich mich doch nach und nach immer weniger mit den Protagonistinnen identifizieren. Je mehr sich die Zwillinge annäherten, desto mehr entfernten sie sich vom Leser.

Zur Handlung möchte ich wenig sagen, denn die wenigen spannenden Szenen sollten nicht schon vorher bekannt sein. Obwohl die zukunftsvisionäre Handlung dystopische Züge aufweist, kam mir hier deutlich zu wenig Politik ins Spiel. Gerade weil das Buch in Berlin spielt, habe ich mir hier mehr Bezug auf Deutschland und weniger Bezug auf unsere dreckige Landeshauptstadt erhofft. Gerade gegen Ende ging mir alles zu glatt, zu leicht und eindimensional. Vielleicht gibt es hier aber noch eine Auskopplung der Autorin, sodass ich mein Urteil später gerne ändern würde.

Alles in allem war der dystopisch angehauchte Jugendroman kurzweilig und unterhaltend, jedoch zu wenig spannend und mehrdimensional. Von den Erzählperspektiven und auch vom Ende habe ich mir Mehr erhofft. Dennoch liest sich das Buch schnell in einem Weg und ist somit eine nette Lektüre für zwischendurch.

Cover/Buchgestaltung
Obwohl das Cover nicht direkt mit der Handlung verknüpft ist, gefällt es mir so so gut. Es ist eine Augenweide. Schade, dass es im mir so verhassten Taschenbuchvormat erschien. Die Leserillen nach einmaligem vorsichtigen Lesen sind leider enorm.

Für Fans von
* "Infernale" von Sophie Jordan
* "LÚM - Zwei wie Licht und Dunkel" von Eva Siegmund

Fazit
Trotz der faszinierenden Grundidee der manipulativen Träume via SmartPort, konnten mich die teils langatmigen Szenen nicht durchweg überzeugen. Auch der jugendliche Schreibstil war eher unauffällig im Perspektivenwechsel, dennoch stets unterhaltend und kurzweilig.

Bewertung 3/5
Profile Image for Shanoe.
2,023 reviews16 followers
March 3, 2017
Puh, schwierig. Auf der einen Seite fand ich viele Dinge ganz toll und auf der anderen Seite aber ein paar andere Dinge richtig, richtig schlecht.

Fangen wir mit dem Negativen an:

- Klischees: Gibt es zuhauf. Teilweise irgendwie süß, teilweise total nervig.
- Instalove²: Davon halt ich halt leider auch eher wenig.
- Zu einfache Lösungen: Aussichtslose Situationen und dann - auf einmal und völlig unverhofft und wenig plausibel dann die Lösung, wie die Probleme umgangen werden können.

Das Positive:

- Berlin: Juhu! Ich finde es total mühsam, dass so viele deutsche Autoren (vor allem YA) ihre Geschichten im englischsprachigen Raum spielen lassen und dann aber oft mit total typisch deutschen Phrasen um sich werfen. Diese Geschichte hier spielt in Berlin - und sie passt total hinein.
- Setting: Das dystopische Setting find ich auch super - und auch die Grundidee des Buches, dass die Träume der Menschen über Chips gesteuert werden können.
- Die Charaktere: Obwohl Liz und Sophie teilweise sehr stereotyp sind, haben sie für mich angenehme Erzählstimmen und selbst wenn sie nerven, sind sie irgendwie liebenswert.

Da für mich die positiven Faktoren überwegen, sind es schlussendlich drei Sterne geworden.
Profile Image for dieSeitenfluesterer- unserBuchblog.
203 reviews7 followers
April 24, 2016
Allein schon wegen des auffallend schönen Covers, hatte ich mir den Erscheinungstag von „Pandora – Wovon träumst du?“ vermerkt. Herausgeber ist der cbt-Verlag, welcher Eva Siegmunds Werk mit 496 Seiten gebunden hat.

Sophie kann den Notartermin nicht erwarten, der sie überraschend dazu einlud eine Testamentseröffnung beizuwohnen. Zu ihrem Schreck sitzt ihr ein Mädchen gegenüber, welches ihr bis aufs Haar gleicht. Elisabeth, die nur Liz genannt werden möchte, ist ihre Zwillingschwester. Durch den Mord an ihrer Mutter, welcher der eigene Vater begangen haben soll, wurden die Geschwister getrennt.
Viele Jahre möchten sie nun aufholen und mehr über den schrecklichen Fall erfahren. Doch die Firma NeuroLink, welche für viele technische Neuerungen gesorgt hat, nimmt die Zwei immer mehr ins Visier. Der Kampf um freie Träume hat begonnen …

Der Einstieg ins Buch ist ein Kennenlernen mit merk würdigen Szenen, die man immer mehr entschlüsseln wird. Damit legt Eva Siegmund den Grundstein ihres Werkes. Rätsel, Korruption, Verschwörungen – sind nur kleine Details, die den Zwillingen Sophie und Liz über den Weg laufen werden.
Ein Kennenlernen der Beiden ist schnell getan und so stürzt man sich mit ihnen in eine Welt, die unseren sehr ähnlich ist. Es gibt neben „LiveBook“ auch Begriffe wie „Seekern“ und „WerbePorts“, sowie „SmartPorts“. Alles Dinge, die heute zum großen Teil zu unserem Alltag gehören und welche die Autorin nur für ihre Welt leicht abgewandelt hat.

Gerade das ist es was „Pandora – Wovon träumst du?“ so ausmacht, die Technik, die unseren Figuren gefährlich wird und sie aus ihren bisher routinierten Leben herausreißen wird.
Durch die Trennung nach dem Mord ihrer Mutter, welcher angeblich vom eigenen Vater verübt worden war, wuchsen die Mädchen in unterschiedlichen Gegenden Berlins auf. Es ist der Schauplatz, der so nahe liegt und dennoch als facettenreich und durchdacht hervorsticht und der Handlung somit viel Spielraum bietet.

Sophie ist bei ihrem „Vater“ groß geworden, da die Mutter leider verstorben war. Viel Geld besitzen sie nicht, dass hat der Charakterstärkung Sophies aber keinen Abbruch getan. Sie sieht zwar nicht so aus, aber immer wieder zeigt sie, wie viel Mut sie so lange verborgen hatte.
Liz ist da schon anders. Ihre Eltern sind nie zugegen und nur die Haushälterin und der Sicherheitschef kümmern sich um sie. Dennoch hatte ich immer wieder das Gefühl, dass sie einsam war und das Auftauchen ihrer Zwillingsschwester holte sie aus einem Loch heraus.
Mit diesen beiden Figuren wird der Leser durch zahlreiche Höhen und Tiefen gehen, aber gerade die brutalen Träume sind es, welche ihr Leben ändern werden.

Um diese loszuwerden, gehen sie den Schritt und beginnen Nachforschungen anzustellen – was sie herausfinden ist nicht nur ein Skandal, sondern auch tödlich für jeden der den Mut besitzt tiefer zu graben und Fragen zu stellen.
Hacker tauchen auf und greifen den jungen Frauen unter die Arme. Und auch wenn mit zahlreichen Begriffen um sich geschmissen wird, so schafft es Eva Siegmund immer, dass dies der Geschichte keinen trockenen Beigeschmack verpasst.

Als dieser Teil beginnt, rasen die Seiten zwischen die Finger des Lesers nur so dahin und immer wieder hat man das Gefühl, das der „Sandmann“ wieder auftauchen könnte.
Leider hatte mir der Einstieg ins Buch etwas Kopfzerbrechen bereitet, denn so schön das Cover zum Buch aus ist – es passt in keiner Weise zur Geschichte.
Dennoch sollte man in „Pandora – Wovon träumst du?“ hineinfallen. Eine spannende Verfolgungsjagd um die geistige Freiheit ist nicht nur in Zukunft ein Thema. Auch heutzutage müssen wir uns mit diesem wertvollen Gut auseinandersetzen.

„Pandora – Wovon träumst du?“ ist ein hochtechnisches Werk, mit zahlreicher Spannung und einer Hauptstadt, die dunkle Register unseres Lebens zum Vorschein bringt!

Rezension unter: www.dieSeitenfluesterer-unserBuchblog...
Profile Image for Books and Fairytales.
4 reviews
April 21, 2016
"Hallo, Lieblingsschwester, alles in Ordnung bei dir?"
Ich runzelte die Stirn. "Lieblingsschwester?", murmelte ich und meine Frage erschien auf dem Sprachbalken des Chats.
"Ich hab ja sonst keine ;)", kam ihre Antwort blitzschnell.


Als Sophie erfährt das sie mit Liz, nicht nur eine reiche Zwillingsschwester hat, sondern ihr Vater einen Mord begangen haben soll, ändert sich ihr Leben grundsätzlich. Sie freundet sich recht schnell mit Liz an und beide beginnen Nachforschungen über ihren Vater anzustellen.
Dabei erweist sich die Tatsache das beide Mädchen via ihrem SmartPort mit der Neuro Link Firma verbunden sind, zu Anfang als Hilfe.
Doch sehr schnell wird Sophie, die über keinen der teuren SmartPort Versionen verfügt, in ihren Träumen von schrecklichen Alpträumen geplagt. Etwas oder jemand ist ihr auf den Fersen ( wer verrate ich nicht). Schnell durchschaut sie wie gefährlich diese Vernetzung wirklich ist.

Was mir gefallen hat ist die Idee hinter der Handlung. Zum einen werden die finanziell weniger betuchten mit der Vertragsversion des SmartPorts ( einer Art supermoderner Chip der Smartphone und Pc kombiniert) im Schlaf mit Werbung bombardiert. Die Premium User haben da ihre Ruhe.
Zum Anderen ist die Idee der kompletten ��berwachung. jeder Mensch ist durch das System überall auffindbar und man kann sie "tracen". Eine etwas gruselige Idee.

Die Story an sich ist spannend und ich mochte die beiden Mädchen gleich sofort. Sie sind zwar äußerlich ein klein wenig verschieden, aber "ticken" stellenweise dann schon gleich. Auch der Ausflug in den Untergrund der Szene fand ich interessant. Auch wenn mir da neben Cerberus noch Thor gefehlt hat. Den gibt es nämlich auch, Cerberus ist somit nicht die einzige Möglichkeit ins Darknet zu kommen. Und auch das der Hacker mal wieder mit Brille unterwegs war, fand ich klischeehaft. Das er aber sonst ein süßer war, hat es dann aber gleich wieder gut-gemacht.

Die Charaktere: Sophie wuchs in gut bürgerlichen Umständen auf, während Liz im besten Stadtteil lebt, eigene Bedienstete hat und auch sonst mehr verwöhnt wurde. Trotzdem waren mir gleich beide Mädchen gleich sympathisch. Sophie, wegen ihrer eher unkomplizierten Art und bei Liz fand ich es süß wie schnell sie sich an ihre Schwester gewöhnt hat und sie gleich in ihr Leben gelassen hat.

Meine Meinung: Mir hat es super gefallen und ich habe Pandora in einem Rutsch gelesen. Es ist sehr spannend, vor allem wenn der Sandmann ins Spiel kommt, hat tolle Charaktere und eine tolle Idee als Handlung.
Profile Image for Ricarda Scola.
474 reviews10 followers
August 6, 2016
Meine Meinung:

„Pandora – Wovon träumst du?“ von Eva Siegmund ist ein dystopisch angehauchter Zukunftsthriller, der mir einige schöne Lesestunden beschert hat.
Träume spielen eine große Rolle in diesem Zukunftsszenario, da ist es auch nur passend, dass die Geschichte direkt mit einem Traum beginnt. Dieser weckt sogleich die Neugierde und so verflogen die ersten 100 Seiten im Nu. Der angenehme, flüssige Schreibstil verstärkt diesen Eindruck noch und die wechselnden Perspektiven heizen das Tempo zusätzlich an.

Natürlich sorgt auch der Plot dafür, dass man stets am Ball bleibt. Trotz der ruhigen Stimmung und der nur sporadisch vorhandenen Action konnte ich „Pandora – Wovon träumst du?“ kaum aus der Hand legen. Die unterschwellige Spannung und die stets spürbare Bedrohung nahmen mich gefangen und bescherten mir sogar die ein oder andere Gänsehaut. Und zwar meist in den lichteren Kapiteln, da die Unbedarftheit der Mädchen sie mitten in das Netz ihres Feindes führte.

Durch gelegentliche Einschübe aus Sicht des Sandmannes war man den Schwestern meist ein kleines Stück voraus; die wichtigsten Informationen erfuhr man natürlich trotzdem über Sophie und Liz. Deren Perspektiven waren zwar oft nur schwer auseinanderzuhalten, aber bei Zwillingen drücke ich da gerne ein Auge zu.

Überhaupt war es die Dynamik der Zwillinge, die mich so überzeugen konnte. Die Tatsache, dass ihre Beziehung stets im Vordergrund stand, selbst im Angesicht der Liebe, der beide begegnen. Diese fügt sich zum Glück nahtlos ein und beansprucht nur wenig Raum für sich. Der Fokus liegt eindeutig auf den Schwestern – eine angenehme Abwechslung im Jugendbuch-Bereich.

Einziges Manko an „Pandora – Wovon träumst du?“ ist der Klappentext, der für meinen Geschmack zu viel verrät und gleichzeitig falsche Erwartungen weckt. Auch wenn ich letztlich absolut zufriedengestellt wurde, habe ich einfach MEHR erwartet. Eine Verschwörung im größeren Ausmaße, zum Beispiel.

Fazit:

Eva Siegmunds „Pandora – Wovon träumst du?“ ist ein spannender Zukunftsthriller. Obwohl ich mir etwas anderes vorgestellt hatte, wurde ich keineswegs enttäuscht. Ganz im Gegenteil sogar, konnte ich dieses Buch doch kaum aus der Hand legen. Besonders gut gefallen hat mir die Fokussierung auf die Zwillinge und ihre Beziehung zueinander, die selbst im Angesicht junger Liebe nie ihre Bedeutung verlor. Alles in allem ein tolles Jugendbuch, das ich gerne empfehle. 5/5 Bücher!
Profile Image for Eva Hechenberger.
1,337 reviews18 followers
April 21, 2016
Das Buch hat mich echt fasziniert, vom Cover her und natürlich die Thematik. Das Cover ist wirklich sehr gelungen und schön!
Die Thematik finde ich sehr spannend!

Die Geschichte handelt von Liz und Sophie, Zwillinge, die erfahren, dass sie adoptiert wurden, durch diese Neuigkeit ausgelöst, versuchen die beiden ihre Vergangenheit zu erforschen und natürlich mehr über ihre leiblichen Eltern erfahren. Durch ihre Suche kommen sie auf die Spur vom “Sandman”, der versucht die Menschheit zu beherrschen, indem er ein sehr interessantes Überwachungssystem anwendet…
Ich finde die Geschichte sehr gelungen, mir hat sehr gut gefallen, dass die Kapitel immer abwechselnd von Liz und Sophie erzählen, weil die beiden sehr unterschiedlich sind und so ist es ganz lustig und interessant zu lesen, wie die beiden fühlen und aufeinander reagieren.
Zusätzlich zu diesen wechselnden Kapiteln, gibt es immer wieder Einschübe vom Sandman und man erfährt so, dass hier etwas nicht ganz richtig läuft.
Die Handlung, wie die beiden auf der Jagd nach ihrer Vergangenheit durch Berlin jagen, fand ich sehr spannend. Die beiden lernen hier auch neue Verbündete kennen, die ihnen helfen wollen. Das einzige, was ich hier etwas bemängeln könnte, ich hätte gerne mehr über Sophies Adoptivvater erfahren, wie er reagiert, dass sie jetzt mehr Zeit mit Liz verbringen will, weil er ja auch alleine ist.
Sympathisch war mir auch Sash, ein Hacker, der den beiden Mädels helfen will.
Die Thematik mit den Nachfolgern des Smart Phones finde ich klasse, weil man überlegt ja doch häufig, was kommt danach. Gibt es hier noch eine Steigerung? Oder wie werden wir noch mehr überwachbar sein? Genial fand ich auch die Idee der SLEEPVERTISMENTS, dass ist doch die einzige Zeit, in der man Ruhe hat!!

Also, ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich denke mir das oft. Keine Ahnung, woher die Autorin die Inspiration hatte, aber ich fand die Geschichte sehr gut, weil es ein richtiger Schmöker ist, mit sehr vielen abwechselnden Gefühlen und für mich war er so, nie langweilig!
Profile Image for Tabniss.
203 reviews4 followers
August 17, 2016
Von Klappentext und Cover ausgehend hätte ich eine komplett andere Story erwartet, statt einer Dystopie bei der es um gesteuerte Träume geht entwickelt sich die Handlung eigentlich eher zu einem Thriller, bei dem der Mord an der leiblichen Mutter von Liz und Sophie, im Mittelpunkt steht. Die beiden erfahren bei einem Anwaltstermin von ihrer Herkunft und voneinander. Ihr Vater habe vor etwa 15 Jahren ihre Mutter getötet sich anschließend bei der Polizei gestellt und sei nun im Gefängnis an Krebs gestorben. Die beiden Mädchen wurden nach dem Vorfall getrennt und wuchsen in unterschiedlichen Welten auf.Sophie in eher ärmlichen Verhältnissen mit einem Bauarbeiter als Vater und Liz als die Tochter eines reichen Geschäftsmannes samt Villa und Bediensteten. Als die beiden nun aufeinander treffen beschließen sie nach dem ersten Schock, sich zusammen zu tun und mehr über ihre Vergangenheit herauszufinden.
Im zukünftigen Berlin gibt es sogenannt Smart Ports, Chips im Gehirn über die alles läuft: Kommunikation, Recherche, Einkauf, eigentlich wie ein Smartphone bloß direkt im Hirn. Liz hat einen werbefreien Port dank der Finanzierung durch ihren Vater, Sophie die günstigere Variante, bei der ihre Träume mit Werbung bespielt werden um direkt im Unterbewusstsein abgespeichert zu werden. Als sie den Namen ihres Vaters in die Suchmaschine eingibt, wird sie ohnmächtig und sieht den Mord an ihrer Mutter, der sie ab diesem Zeitpunkt jede Nacht heimsucht.
Die beiden gehen der Sache auf die Spur und geraten ins Visier des Sandmanns und je mehr sie herausfinden desto mehr spitzt sich das ganze zu...
Auf jeden Fall spannend zu lesen, einige Teile der Story sind nicht ganz ausgereift aber das stört beim Lesen absolut nicht.
Profile Image for Catwithbooks.
2,414 reviews11 followers
September 20, 2019
Ein Buch was mich sehr überrascht hat. Irgendwie hatte ich mir vom Cover her was ganz anderes erwartet auch wenn ich den Klapptext gelesen habe.
So taucht man in eine Welt ein, die vielleicht gar nicht so unrealistisch ist. Chips ersetzen das Handy und mehr. Wobei ich mir direkt dachte, ob das gut geht? Man stellt auch schnell fest, nein es scheint nicht gut zu gehen. Bei der billigen Variante wird man nachts im Unterbewusstsein mit Werbung gefüttert. Doch die 17 Jahre alte Sophie hat auch Träume, die sie sich nicht erklären kann und die auch mehr als gruselig sind. Hinzu kommt das sie auch noch vor kurzen erfahren hat das sie adoptiert ist und sogar eine Zwillingsschwester hat, die ein ganz anderes Leben in Reichtum als sie am führen ist. Liz und Sophie schliessen doch sehr bald Freundschaft, so sind sie doch neugierig auf die jeweilige Schwester und auch möchten sie ihre Vergangenheit erkunden. Doch damit bringen sie einen Stein ins rollen, der ihr beider Leben in Gefahr bringt.

Für mich ist Pandora völlig unerwartet eine Art Thriller, den an Spannung fehlt es diesem Buch überhaupt nicht. Sehr gut fand ich das man die unterschiedlichen Ich Perspektiven der beiden verfolgen konnte, dass hat die Geschichte um einiges interessanter gemacht. Schon allein die Thematik hat mich in ihrem Bahn gezogen.
Nicht nur von Liz und Sophie kann man sich ein gutes Bild machen, deren Entwicklung war sehr nachvollziehbar, sondern auch die verschiedenen Nebencharaktere geben ein sehr buntes und lebhaftes Bild von sich.
Ich muss sagen dieses Buch hat mich sehr überrascht und ich hoffe das „Cassandra“ genauso gut zu lesen ist.
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