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Wenn die Osterfeuer brennen, ist es zu spät …In der Einsamkeit eines alten Moors verbrennt eine Frau wie auf einem Scheiterhaufen, um den Hals trägt sie ein mysteriöses Amulett. Hauptkommissar Waechter und sein Team von der Münchner Mordkommission werden zu dem Fall hinzugezogen und müssen feststellen, dass die bisherigen Indizien mehr als dürftig Eine Brandstelle. Eine Leiche. Hinweise auf Fremdverschulden. Die einzige Spur führt sie schließlich zu einem verfallenen Bauernhaus, aus dem die Tote tags zuvor verschwunden war, und in dem der Geist eines kleinen Mädchens spuken soll. Wer hasste die Frau so sehr, um sie derart grausam zu töten?

417 pages, Kindle Edition

First published January 1, 2016

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About the author

Nicole Neubauer

10 books3 followers
Nicole Neubauer ist 1972 in Ingolstadt geboren und studierte englische Literaturwissenschaft und Jura in München und London. Nach zehn Jahren in einer Wirtschaftskanzlei arbeitet sie freiberuflich als Autorin, Rechtsanwältin und Lektorin. Sie ist Mitglied der »Mörderischen Schwestern e.V.« und der »Autorinnenvereinigung e.V.«.
Ihr Kurzkrimi Backstage errang im Jahre 2011 den zweiten Platz im »Broilerbar«-Kurz- geschichtenwettbewerb. Mit dem Romanmanuskript Kellerkind gewann sie einen Förderplatz im Mentoringprogramm der »Mörderischen Schwestern e.V.« Nicole Neubauer lebt mit ihrer Familie im Herzen Schwabings.

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Displaying 1 - 12 of 12 reviews
Profile Image for Cynnamon.
784 reviews131 followers
June 30, 2019
4,4 stars

A very good an quite creepy mystery located in a swamp area near Munich.
A woman is burnt on a stake and the reasons go back into history when people still believed in witches.

I'm afraid there is no English translation

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Dies ist der zweite Band in der Serie um Hauptkommissar Waechter und sein Team von der Münchner Mordkommission.

Im Erdinger Moos nordöstlich von München wird eine Frau auf einem Scheiterhaufen verbrannt.
Je mehr sich die Ermittler mit dem Fall befassen, desto klarer wird es dass die Frau nicht zufällig zum Opfer wurde, sondern die Motive in die Vergangenheit, wenn auch in eine gar nicht so weit zurückliegende Vergangenheit, als die Menschen noch an Hexen glaubten, zurückreichen.
Man mag es kaum glauben, dass es gerade mal 70 Jahre her ist, dass dieser Volksaberglauben noch so lebendig war. Betrachtet man andererseits den aktuellen Boom der Esoterikbranche (Ernährungsfanatismus, Lifestylefanatismus jeglicher Art, setze hier beliebigen aktuell angesagten Hype ein), dann ist es nicht im geringsten verwunderlich.

Atmosphärisch nähert sich die Autorin hier einer Geistergeschichte an, auch wenn am Ende alles sehr rational erklärt werden kann.

Waechter und seine Leute lösen am Ende natürlich das Rätsel, wobei man eine Menge neuer Details über die Ermittler erfährt.
Hannes Brandl war schon im ersten Band einer, den ich wahnsinnig nervig fand. Dieses Mal gab es Erklärungen zur Ursache seine Defizite, dennoch kann ich ihn nicht leiden, da er es offenbar nicht für wichtig und richtig hält, an sich und seiner totalen emotionalen Unreife zu arbeiten. Er erkennt sein Problem, aber es ist nicht bereit Zeit und Energie in eine Veränderung zu stecken, sondern beschränkt sich aufs Rumheulen.
Die Elli fasst offenbar in München weniger gut Fuß als sie gehoff hat. Das tut mir leid, denn ich mag sie.
Und auch Waechter hat ganz erheblich mit seinen Dämonen zu kämpfen. Hannes Tochter Lily hat ihm aber möglicherweise einen Schubs in die richtige Richtung gegeben.
Am liebsten ist mit der Herr des Schweigens. Vermutlich ist er nur als lustiger Sidekick gedacht, aber ich schätze Menschen, die nur das allernötigste reden, ganz ungemein.

Was soll ich sagen? Mit hat auch diese Geschichte wieder ungemein gefallen und ich freue mich schon auf den nächsten und vermutlich leider letzten Band um Waechter und sein Team.
Profile Image for Gisela Hafezparast.
646 reviews61 followers
December 31, 2020
Brilliant series, brilliant story. I come from this part of Bavaria, just a bit further South, and from a small farming family, so these are home stories for me. Whilst it does at first not sound believable that a belief in witches etc. could still linger and influence people so profoundly in 1959 in an area, just an hour away from Munich (the land of Siemens, BMW, the Max Planck Institute etc.), it is 100% believable to me. Most country folks of course did not believe in witches but old-fashioned christian religion, Bauernschleue (farmers' wisdom) and pure malice against outsiders (which could be those from the next village) could easily have the same results.

In this second book you learn more about the team and their lives but it is not overshadowing the crime story. Together Munich and the surrounding area, especially the mad driving styles on the Autobahn with powerful cars are brilliantly depicted.

Already bought the next two books and hope there will be many, many more.
Profile Image for Rina.
52 reviews32 followers
May 24, 2017
Der zweite Fall des Ermittlerteams um Hauptkommissar Waechter hat mir viel besser gefallen als der erste.
Es ist eine spannende interessante Geschichte mit sympathischen Charakteren, die alle ihre Höhen und Tiefen erleben. Ich fand es toll, dass man nicht nur über die Ermittlungen liest, sondern auch das Privatleben der Ermittler kennen lernt.
Das Buch ist flüssig zu lesen und die Auflösung des Falls ist logisch - ich bewerte das Buch mit 4 Sternen und würde auch gerne den nächsten Teil der Reihe lesen.
Profile Image for Darlene.
198 reviews
May 18, 2017

Meine Meinung:
Der Leser lernt die Gegend zwischen München und Erding kennen – früheres Moorgebiet. Darin befindet sich ein halbverfallenes Bauernhaus, welches schon für sich allein gruselig ist. Das Team von Hauptkommissar Waechter wird von Hauptkommissar Lanz aus Erding zur Verstärkung gerufen, es ist Ostern und Personal ist knapp.
Hexenbanner, Magie, Esoterik, Amulette – und das alles im Jahr nach 2000…

Fazit:
Ich habe mich gegruselt, gerätselt und freue mich jetzt auf das nächste Buch aus der Feder von Nicole Neubauer.




Profile Image for Anyah Maria.
467 reviews8 followers
February 17, 2016
Das Team der Münchner Mordkommission um Hauptkommissar Waechter unterstützt die Ermittlungen der Mordkommission in Erding in einem besonderen Fall, da das Mordopfer zuletzt in München lebte. Eine verbrannte Frauenleiche wurde entdeckt - der Tatort sieht aus wie ein Scheiterhaufen. Handelt es sich um einen okkulten Mord oder hat der Täter lediglich eines der für das nahe Osterfest vorbereiteten Feuerstellen für seine furchtbare Tat benutzt? Eine schwierige und nerven zerreißende Jagd beginnt, bei der sich das Münchner Team fast selbst zerfleischt und überfordert scheint. Hat jedes Teammitglied zusätzlich noch seine eigenen Probleme, die es neben dem Fall zu lösen gilt. Werden Waechter, Hannes, Elli und der Hüter des Schweigens es schaffen, den Täter zu überführen und können weitere Morde verhindert werden?

Mit „Moorfeuer“ legt die Autorin Nicole Neubauer den zweiten Band um ihr bayerisches Ermittlerteam vor. Das Buch erzählt eine eigenständige in sich geschlossene Geschichte, so dass man den ersten Teil nicht gelesen haben muss. Der nun vorliegende Band ist in seiner Erstklassigkeit kaum zu überbieten, hier stimmt einfach alles. Die Autorin verwendet eine ausgezeichnete Sprache und schreibt in einem flüssigen Stil, mit gutem Tempo. Lange konnte ich mich nicht auf einen Täter festlegen, hat Nicole Neubauer doch immer wieder neue Aspekte eingebracht, die mich haben zweifeln lassen an den Figuren und diese haben verdächtig werden lassen. Die unterschiedlichen Charaktere des Ermittlerteams spielen prächtig ineinander und machen das Lesen spannend. Die Handlung ist fesselnd, dramatisch und packend und das vom Anfang bis zum Ende des Buches. Ein Krimi bei dem ich auf der einen Seite das Ende herauszögern wollte, denn ich wollte nicht, das es endet und auf der anderen Seite gleichzeitig das Ende sofort wissen wollte; letztendlich habe ich für die letzten 100 Seiten eine Nachtschicht eingelegt, da meine Wissbegierde gesiegt hat. Damit hat das Buch aus meiner Sicht den Titel Pageturner vollends verdient.

Dem Buch vergebe ich seine wohlverdienten fünf von fünf möglichen Sternen und möchte es jedem Krimiliebhaber ans Herz legen, der Spannung und geheimnisumwobene Dramatik liebt.
Profile Image for Kerstin Stutzke.
403 reviews12 followers
May 8, 2016
Durch Zufall entdeckt ein Spaziergänger in den frühen Morgenstunden im Freisinger Moor ein Feuer. Schnell stellt sich heraus, dass es sich nicht um ein normales Feuer handelte, sondern augenscheinlich um einen Scheiterhaufen, auf dem tatsächlich eine Frau verbrannt wurde. Der Zuständigkeitsbereich liegt bei der Kripo Erding, doch schnell steht fest - damit kommen die "Provinzpolizisten" nicht alleine klar, zumal es sich bei der Toten um eine Münchnerin handelte.


Hauptkommissar Waechter, sowie Elli Schuster und Hannes Brandl übernehmen den Fall und beginnen mit ihren Ermittlungen. Fest steht - so wie es aussieht, hatte niemand einen Grund, das Opfer zu töten. Auch die Tochter des Opfers kann den Ermittlern keinen Hinweis geben, wer es auf ihre Mutter abgesehen haben könnte. So müssen sich die Ermittler fast blind auf die Jagd nach dem Hexenjäger machen.


Doch auch außerhalb der Ermittlungen geht es turbulent in Kommissar Waechters Leben zu. Ausgerechnet die älteste Tochter von Hannes Brandl taucht immer wieder bei ihm auf, wenn sie nicht weiß wohin bzw. wenn sie Stress mit ihrem Vater hat und bringt so das bisher eher ruhige Leben des Kommissars mächtig durcheinander. Könnte dies vielleicht sogar die Chance sein, aus seiner einsamen Burg herauszutreten?



Der 2. Band der Kommissar-Waechter-Reihe! Der Plot wurde detailliert und abwechslungsreich erarbeitet. Besonders faszinierend empfand ich die Tatsache, dass es augenscheinlich in der heutigen Zeit noch jemanden gibt, der sich für einen Hexenjäger hält und auf die "althergebrachte" Art und Weise sich diesen "Hexen" nähert und sie nach alter Manier dem Feuer übergibt. Die Figuren wurden authentisch erarbeitet, wobei ich sagen muss, dass mir Kommissar Waechter nicht unbedingt sympathisch ist. Irgendwie werde ich mit dieser Figur einfach nicht warm. Auch die Handlungen von Hannes Brandl konnte ich so nicht immer nachvollziehen. Ich glaube, wenn die Figuren im realen Leben mein Leben kreuzen würden, hätten wir keinerlei Grundlage für eine Interaktion. Den Schreibstil empfand ich angenehm zu lesen, jedoch konnte mich das Buch nicht restlos überzeugen.
Profile Image for Melanie Berg CuJo.
172 reviews10 followers
October 19, 2017
Rezension von Melanie zu Moorfeuer (Kommissar Waechter Band 2) von @Nicole Neubauer

5 von 5 🌟 sehr düster aber das Ermittlerteam ist immer wieder der Hammer 🔨.

Inhalt
Wenn die Osterfeuer brennen, ist es zu spät …
In der Einsamkeit eines alten Moors verbrennt eine Frau wie auf einem Scheiterhaufen, um den Hals trägt sie ein mysteriöses Amulett. Hauptkommissar Waechter und sein Team von der Münchner Mordkommission werden zu dem Fall hinzugezogen und müssen feststellen, dass die bisherigen Indizien mehr als dürftig sind: Eine Brandstelle. Eine Leiche. Hinweise auf Fremdverschulden. Die einzige Spur führt sie schließlich zu einem verfallenen Bauernhaus, aus dem die Tote tags zuvor verschwunden war, und in dem der Geist eines kleinen Mädchens spuken soll. Wer hasste die Frau so sehr, um sie derart grausam zu töten?

Als ich Scheiterhaufen gelesen habe, war der erste Gedanke Hexenverbrennung, und als man etwas mehr über die Leiche erfahren hat umso mehr verhärtete sich anfangs der Verdacht, es handelt sich um ein Mord mit religiösen Hintergrund. Wobei diese Inquisition im Mittelalter ja eher an Denunziation erinnert als an Hexerei magst du jemanden nicht verpetze ihn, hat ja auch zu SS-Zeiten geholfen. Aber dahinter steckt hier soviel mehr. Denn wer findet schon ein Zufallsopfer das gewünschten Anforderungen erfüllt im Moor bei München. Und man zufälligerweise einen Kanister Benzin dabei hat? Und was ist mit dem Geist den die Enkelin des Opfers sieht auf sich?

Moorfeuer ist der 2. Teil der Reihe um die Münchner Mordkommission und um den Hauptkommissar Michael Waechter und seine Kollegen. Dieser besticht wieder durch seine grandiose Sprache, welche ein sehr hohes Level hat, auch die intensive ErmittlerArbeit ist wieder sinnvoll und exakt beschrieben. Aber dabei nie langweilig.

Die Interaktion der Kommissare auch mit den Erdinger Kollegen ist nicht immer einfach, lädt aber auch oft zum Schmunzeln ein. Besonders die Kabbeleien zwischen Brandl und dem Erdinger Leiter der Ermittlungen.

Die einzelnen Charaktere um Waechter wurden von mir schon ausführlich in Kellerkind beschrieben. Hinzuzufügen ist nur, das diese immer mehr herausgearbeitet werden, was einen riesen Spaß macht zu verfolgen. Zwar finde ich Waechter am sympathischsten von allen, aber die Zusammenstellung ist das Geniale hier.

So kann eine einfache Autofahrt mit der Großschnauze Schuster und dem jähzornigen Brandl zu Lachsalven führen😂!

Diesmal wollte ich eigentlich immer wieder ins Buch greifen und dem Brandl rechts und links eine knallen. So gut wie er als Ermittler ist so schlimm ist er zu Hause. Aber das machen die Figuren bei Nicole Neubauer aus. Eine interessante Lebensgeschichte, in die man durch den Schreibstil hinein gezogen wird. Jeder Autor ist doch begeistert, wenn seine Figuren Solche Emotionen verursachen.

Auch der liebe Waechter als bekennender Messie zeigt seine liebevolle Seite, als er kurzfristig die kleine Katze des Opfers versorgt. So das mir ln Gedanken immer wieder ein Aaaaaaaaaaaw hochkam.

Auch wenn dieser Fall atmosphärisch düster rüberkommt, ist er einfach nur zu empfehlen! Wie die ganze Reihe😍!

Fakten
416 Seiten
Buch 9,99€
Ebook 8,99 €

Erschienen im @Blanvalet Verlag

Kaufen kann man das Buch direkt beim Verlag und hier :
https://www.amazon.de/gp/aw/d/3734102...

Ich möchte mich bei @Randomhouse für die Verfügung Stellung des Rezensionsexemplars bedanken.

Ihr findet diese Rezension auch wie immer auf unserem Blog:
http://ourfavorbooks.blogspot.de/?m=1
Profile Image for Katie.
584 reviews33 followers
February 19, 2019
Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht, was ich von diesem Buch halten soll. Der Teaser auf dem Buchrücken klang sehr interessant und ich habe mich wirklich darauf gefreut, es zu lesen. Leider muss ich sagen, dass ich recht enttäuscht war.
Positiv ist auf jeden Fall die Grundidee anzumerken. Der Mord ist sehr interessant aufgemacht und auch das ganze Drumherum mit Geistern und Hexen finde ich grundsätzlich sehr spannend. Was mich etwas stört, ist aber die Auflösung des Ganzen.
Die Auflösung des Mordes ist in Ordnung.
Was mich an diesem Buch sicherlich am meisten gestört hat, sind die Charaktere. Anfangs konnte ich Hannes und Waechter ganz gut leiden, aber nachdem ich das mit Hannes' Vergangenheit herausgefunden hatte, war das vorbei. Auch Waechter stellt sich im Laufe dieses Krimis immer mehr als - Entschuldigung - Idiot heraus, der sein Leben nicht im Griff hat. Über die anderen Charaktere braucht man eigentlich gar nicht zu sprechen. Hannes' Eltern sind verachtenswert, seine Freundin ist so flach, dass man zu ihr gar keine Meinung haben kann, Lily ist einigermaßen akzeptabel. Maret Lindner und ihre Familie waren einfach nur nervtötend. Und - last, but not least - jeder einzelne Polizist. Die Leute außerhalb Münchens waren flach und wurden nur kreiert, um den Protagonisten auf den Keks zu gehen. Elli hält zu viel von sich selbst, um irgendwie sympathisch zu sein. Die Chefin scheint keinen Namen zu haben, sondern heißt nur "Die Chefin" (ja, mit großem D). Und mein persönlicher Favorit, der "Hüter des Schweigens". Was zum Geier? Auch er scheint keinen Namen zu haben, bis der Leser im vorletzten Kapitel seinen Nachnamen erfährt. Er tut nichts und redet nie und ich frage mich, was so jemand bei der Polizei soll. Er hat absolut nichts beigetragen. Ich habe anfangs eine Weile überlegt, ob er überhaupt eine richtige Person ist oder ob er nur als Metapher oder sowas dient.
Ich kann mich nicht entscheiden, ob ich Moorfeuer zwei oder drei Sterne geben soll. Es ließ sich nicht schlecht lesen und das Thema war, wie gesagt, interessant. Andererseits gibt es auch einiges zu beanstanden, vor allem die Charaktere und die Logikfehler. Falls mir noch einmal ein Buch von Nele Neubauer günstig in die Hände fallen sollte, dann gebe ich ihr womöglich eine zweite Chance, aber bisher bin ich nicht begeistert.
Profile Image for Denise.
619 reviews9 followers
May 22, 2017
In Freising findet die Polizei eine verkohlte Leiche auf einem verlassenen Feld. Die Umstände sprechen für eine okkulte Verbrennung. Davon will Einsatzleiter Lanz nichts wissen. Die hinzugezogenen Münchner Kollegen Waechter und Brandl sehen das jedoch anders. Schnell wird klar: der Fall ist noch viel mysteriöser, als er zu Beginn schien...

"Moorfeuer" ist der zweite Fall für Kommissar Waechter und sein Team, konnte mich aber leider nicht so begeistern wie der Vorgänger. Nicole Neubauer verliert sich in meinen Augen zu sehr in den privaten Problemen der Ermittler und lässt dabei den Fall außer Augen.

Die Geschichte wird von einem auktorialen Erzähler berichtet, der seine Sprache an die aktuell beobachtete Person anpasst. So ist man bedächtig mit Waechter unterwegs, rotzfrech mit Hannes Brandl in den Ermittlungen und schnodderig, wenn man mit Elli, der einzigen Frau im Team, auf Täterjagd geht. Diese besondere Mischung hat es mir wieder mal angetan und ich finde es klasse, dass die Autorin die Ausdrucksweise an die jeweiligen Blickwinkel anpasst.

Zu Beginn hatte ich ein paar Probleme, mich wieder im Figurenensemble zurecht zu finden. Meine Lektüre von "Kellerkind" war einfach zu lang her. Doch je mehr ich las, desto besser konnte ich mich erinnern und fand wieder in das Team um Waechter hinein. Die privaten Probleme, die auch schon im ersten Teil eine größere Rolle spielten, scheinen nun Waechter und auch Hannes fast aufzufressen. Nicole Neubauer gewährt tiefe Einblicke in die Psyche der beiden. Solche Einblicke mag ich normalerweise, hier jedoch sprengten sie den Rahmen. Denn der Fall geriet dadurch so sehr in den Hintergrund, dass mich zwischendurch sogar die Lust verließ herauszufinden, wer hinter dem Mord steckt.

Dem Fall hätte es besser getan, wenn er mehr Aufmerksamkeit bekommen hätte. Denn die Zusammenhänge sind groß und viel gewaltiger, als es bei der Lektüre den Anschein machte. Zwar war mir der Täter schon nach knapp der Hälfte klar, jedoch gab es immer wieder Punkte, die mich zum Weiterlesen verleitet haben. Ein wenig Straffung in den privaten Details hätte dem Roman den nötigen Schwung gegeben, mich komplett bei der Stange zu halten.

Der Stil von Nicole Neubauer ist gut und flüssig zu lesen. Ihre Erzählweise ist detailverliebt, nachdenklich und erfrischend untypisch für einen Krimi.

Fazit: im Moor brennt die Hex, doch meine Begeisterung konnte der Kriminalfall nicht vollständig entfachen. Dennoch kann ich ihn eingeschränkt empfehlen.
Profile Image for Buchdoktor.
2,365 reviews188 followers
May 17, 2017
Im Einzugsgebiet des Münchener Flughafens wird in den Resten eines Feuers eine Leiche gefunden. Es handelt sich um Eva Nell, die im Haushalt ihrer Tochter die Enkelin hüten sollte. Den Fundort der Leiche können nur Einheimische kennen, so dass die Ermittler einen regionalen Bezug zu einem möglichen Täter und dessen Motiv suchen. Die Lösung scheint direkt vor der Nase der Ermittler zu liegen – sie müssen nur drauf kommen. Anfangs habe ich mich gefragt, wer die Ermittlungen leitet und wer in der dienstlichen Hierarchie an wen Rechercheaufträge vergeben kann. Die Zusammenarbeit zwischen der lokalen Polizei und den Ermittlern der Münchener Kripo schien nicht gerade geschmeidig zu verlaufen. Das Team um Michael Waechter, Hannes Brandl und die unverwüstliche Elli Schuster hat intern manchen Strauß miteinander auszufechten. Schließlich macht der Einsatzleiter den Großstädtern Druck, dass er sie am Werktag nach Ostern von dem Fall abziehen wird. Auch wenn das Aufarbeiten von Ereignissen der Nachkriegszeit nicht jedem beteiligten Ermittler einleuchten will, findet sich die Lösung des Falls erst nach geduldigem Aktenstudium und Befragung von Informanten zum damaligen Hexenglauben. Aus dem ersten Band noch offene Fragen zum Privatleben der Kriminalbeamten werden nun ausführlich beantwortet. Durch diese Einschübe wird die Lösung des Falls aufgeschoben, der kurz vor der Aufklärung steht. Alle Handlungsfäden liegen am Ende sauber aufgedröselt vor. Die Kombination aus aktuellem Fall, historischem Hintergrund und Interaktion innerhalb des Teams hat mich hier gut unterhalten.

Auch wenn manchem Leser die Eigenheiten und privaten Lasten in Waechters Team übertrieben scheinen mögen, rundet der zweite Band mein Bild der Münchener Ermittlergruppe ab.
Profile Image for Devona.
74 reviews2 followers
February 14, 2016
Da ich ja immer auf der Suche nach neuen und eher einheimischen Autoren im Bereich Krimi/Thriller bin und sich im letzten Jahr die positiven Stimmen zu Nicole Neubauers Debütroman “Kellerkind” mehrten, habe ich mir die Autorin kurzerhand auf meine Leseliste gesetzt, um “irgendwann” mal zu schauen, welcher Stern da vielleicht am Krimihimmel aufgegangen ist. Mit dem soeben erschienen “Moorfeuer” habe ich das nun in die Tat umgesetzt.

Ich wurde positiv überrascht, besonders vom für mich sehr angenehmen Schreibstil der Autorin. Ich mag kein Herumgeeier, pausenloses Abschweifen in “Füllstoff”, der die eigentliche Handlung eines Buches nicht voran bringt und sinnfreie Dialoge. Das alles gibt`s hier auch nicht, Frau Neubauer schreibt wohltuend sachlich, pragmatisch, immer auf dem Punkt und ausnahmslos alle Figuren sind glaubwürdig. Hurra! Der Charakterentwicklung ihres Ermittlungs-Teams um Hauptkommissar Wächter mit all den einzelnen menschlichen und auch privaten Alltagsproblemen räumt sie viel Zeit ein. Für mich ist das in diesem Umfang in Ordnung, ich könnte mir aber vorstellen, dass es dem ein oder anderen Leser einen kleinen Tick zu viel ist. Temporär verwirrt war ich allerdings von der Figur “Hüter des Schweigens”. Hm. Ein Mitarbeiter eines Mordermittlungsteams, welcher nie auch nur ein Wort spricht und der aus diesem Grund diesen Spitznamen verpasst bekam. Ich konnte die Intention der Autorin für diese Figur nicht erkennen.

Die Handlung verläuft ruhig und wird getragen von einer eher subtilen Spannung, die auch durch das gut beschriebene Handlungsumfeld erzeugt wird: das alte, halb verfallene Haus inmitten der faszinierenden und nahezu menschenleeren Landschaft des Freisinger Mooses. Die Geschichte um das nachts im Haus spukende Mädchen erzeugt leichten Mystery-Grusel und es gibt wenig Anhaltspunkte für Ermittler und auch den Leser, man tappt buchstäblich lange im Dunklen und im Nebel. Der Leser wird trotzdem angeregt, mitzudenken, der als Täter in Frage kommende Personenkreis ist von vornherein recht eingeschränkt. Die Geschichte schlägt auch nicht andauernd Haken und Wendungen oder verliert sich in Nebensträngen, eventuell wäre aber hier ein klein wenig mehr Kreativität bei der Handlungsgestaltung vorteilhaft gewesen. Krimierfahrene Leser dürften so wie ich recht schnell auf den Täter kommen, fraglich ist dann nur noch das Motiv.

Interessant fand ich den Handlungshintergrund, den die Autorin gut recherchiert hat. Bis weit in die fünfziger Jahre des letzten Jahrhunderts hinein war besonders bei der Landbevölkerung Aberglauben weit verbreitet. Sogenannte “Hexenbanner” zogen den hart arbeitenden Menschen mit zweifelhaften und betrügerischen Angeboten das Geld aus der Tasche.

“Moorfeuer” ist kein Pageturner, sondern ein klassischer Unterhaltungskrimi und als Solcher hat er seinen Zweck bei mir erfüllt: ich habe mich während der Lektüre gut unterhalten gefühlt, mich nicht in Angst-Adrenalin gewälzt und musste mich nicht über einen hanebüchenen Plot und Protagonisten aus dem Charakter-Baukasten aufregen. Ganz im Gegenteil: dem Wächter-Team würde ich sicher nochmal folgen wollen. Vielleicht ohne den “Hüter des Schweigens?”
Profile Image for lenisvea`s Bücherwelt (Sandra Berghaus).
1,046 reviews21 followers
March 14, 2016
€ 9,99 [D]
€ 10,30 [A] | CHF 13,90*
(* empf. VK-Preis)
Taschenbuch, KlappenbroschurISBN: 978-3-7341-0212-7

NEU
Erschienen: 18.01.2016
Zum Inhalt:
Wenn die Osterfeuer brennen, ist es zu spät …

In der Einsamkeit eines alten Moors verbrennt eine Frau wie auf einem Scheiterhaufen, um den Hals trägt sie ein mysteriöses Amulett. Hauptkommissar Waechter und sein Team von der Münchner Mordkommission werden zu dem Fall hinzugezogen und müssen feststellen, dass die bisherigen Indizien mehr als dürftig sind: Eine Brandstelle. Eine Leiche. Hinweise auf Fremdverschulden. Die einzige Spur führt sie schließlich zu einem verfallenen Bauernhaus, aus dem die Tote tags zuvor verschwunden war, und in dem der Geist eines kleinen Mädchens spuken soll. Wer hasste die Frau so sehr, um sie derart grausam zu töten?

Meine Meinung:

Ich habe bisher noch kein Buch der Autorin gelesen, aber dieser Klappentext und das Cover hatte mich so angesprochen, dass es nun soweit war.

Dieses ist der 2. Fall aus der Reihe um Kriminalkommissar Wächter und seine Crew. Ich fand die Charaktere sehr interessant, fand es toll, viel über sie zu erfahren.

Der 1. Teil namens Kellerkind liegt leider noch ungelesen hier, aber nicht mehr lange. Es war meiner Meinung nach aber kein Problem, mit dem 2. Teil anzufangen.

Zum Cover möchte ich sagen, dass es mir total gut gefällt, passt auch perfekt zur Geschichte.

Bei den ersten Seiten fiel es mir noch schwer, in die Geschichte hineinzufinden, aber danach war es ein sehr flüssiges Lesen. Ich habe dieses Buch an einem Nachmittag verschlungen.

Das Dorfleben fand ich sehr gekonnt beschrieben, es war mir präsent vor Augen. Vor allem die Passagen, die in den 50er Jahren gespielt haben, fand ich sehr interessant. Das Dorfleben früher war ja schon ganz anders als heute.

Ich muss sagen, das Buch war von der ersten bis zur letzten Seite spannend, ich wollte einfach immer nur weiter lesen. Die Geschichte war auch von einer leichten Mystik umgeben, das geheimnisvolle lag die ganze Zeit in der Luft.

Alles in allem hat mir dieser Kriminalroman total gut gefallen. Ich kann eine klare Kauf- und Leseempfehlung geben für alle, die gerne Kriminalromane lesen und auch gerne mehr über die Ermittler erfahren wollen. Ich möchte dieses Buch mit 4,5 Sternen bewerten. Ich freue mich schon auf weitere Bücher der Autorin.
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