Was bedeutet Krieg in unserer Zeit? Herfried Münklers glänzende Analyse der Gewalt
Die Angst vor einem großen Krieg ist nach Europa zurückgekehrt. Die Kriege in der Ukraine wie im Mittleren und Nahen Osten lassen zweifeln, ob das 20. Jahrhundert tatsächlich als ein «kurzes Jahrhundert» 1989/90 zu Ende gegangen ist - oder nicht vielmehr auf unheilvolle Weise andauert. Wir sehen uns konfrontiert mit ungeahnten Formen der Gewalt, mit Konflikten, die uns näher zu rücken scheinen. Der Krieg ist nicht verschwunden; er hat nur eine neue Gestalt angenommen. Herfried Münkler zeichnet die kulturelle wie politische Evolution der Gewalt von den Weltkriegen des 20. Jahrhunderts bis in die Gegenwart nach - und plädiert für eine echte geopolitische Strategie, um den Herausforderungen unserer Zeit zu begegnen.
Herfried Münkler is a German political scientist. He is a Professor of Political Theory at Humboldt University in Berlin. Münkler is a regular commentator on global affairs in the German-language media and author of numerous books on the history of political ideas (German: Ideengeschichte), on state-building and on the theory of war, such as "Machiavelli" (1982), "Gewalt und Ordnung" (1992), "The New Wars" (orig. 2002) and "Empires: The Logic of World Domination from Ancient Rome to the United States" (orig. 2005). In 2009 Münkler was awarded the Leipzig Book Fair Prize in the category "Non-fiction" for Die Deutschen und ihre Mythen (engl. "the Germans and their myths").