Prinzipiell besitzt der Systembegriff einerseits eine ontologische und andererseits eine methodologisch-erkenntnistheoretische Funktion. So dr�ckt sich in ihm die ontologische Form spezifischer Klassen von lebendigen Dingen - n�mlich lebendigen Organismen - aus. Andererseits ist die Idee des Systems der Schlussstein einer Methode, die zur Erkenntnis der Wirklichkeit eingesetzt wird. Um Inhalt und Form des dialektischen Systembegriffs zu fassen, werden philosophiegeschichtliche R�ckgriffe besonders auf Kants Bem�hungen gemacht. Mit Hegel kommt dem Systembegriff eine konstitutive Funktion in der methodologischen Auffassung und ontologischen Entwicklung der Realit�t zu. Dialektisch-spekulative Vernunft ist wesentlich System. Dieser Systembegriff bildet einen Ansatz f�r eine Idee der Rationalit�t, in der die �Macht der Vernunft� Formen von �Dekonstruktion� gegen�bertritt.