Es ist Sommer 1972. Seit Jahren schon. Die Farben verblassen, die Musik leiert, und ein Mann sehnt sich nach der Zukunft. Er vermisst all das, was es noch nicht gibt: Navigationssysteme, Glutenintoleranz, die Nostalgie nach klareren Zeiten. Er vermisst auch seine Frau, die er noch nicht hat, seine Kinder, die es nicht gibt. Er will nicht länger warten. Er beschließt, die Uhr nach vorne zu drehen. Und zwar nicht nur seine eigene, sondern die Koordinierte Weltzeit, an der sich alle Uhren orientieren. Dafür muss er nach Paris. In einem gestohlenen Taxi sammelt er all diejenigen ein, die auch endlich in die Zeit fallen wollen, am besten mit Karacho.
The person (or should I say “entity”?) who delivers this story, is not yet born, not even conceived, but already knows pretty much all about his future life. In order to live that life he somehow has to bring his parents together, who don’t know each other yet. There are some difficulties though:
- At the beginning of the story the prospective mother is in Marseille, France, together with a wistful Frenchman.
- The father is standing on the banks of a river in Germany with his feet in concrete and threatened to be drowned by a wanna-be mobster.
- There’s only a little more than 24 hours left.
This is a story full of curious coincidences and whimsical ideas. It was first published online between January and April 2016 as a “novel in progress”. The author wrote and published one chapter per day. According to his own admission he did not know in advance exactly what will happen, so there were threads spun which had to be connected somehow in the end. I’d say he succeeded. The story is swift and engaging, sometimes sad, sometimes funny. A summer-read that I quite liked.
Trivia Question The story is set on the first of the two longest days in the single longest year since 1582. Can you guess which date it is?
Seit Jahren lese ich Rammstedt, immer mit dem Gefühl: den Autor musst du im Auge behalten, da kommt nochmal was. Bislang war dieses Etwas für mich nicht dabei, und um es gleich vorweg zu nehmen: morgen mehr ist es noch nicht, das Buch, von dem ich glaube, dass es in diesem Autor steckt.
Die Entstehungsgeschichte als Fortsetzungsroman, von dem täglich ein Kapitel im Internet nachzulesen war, hat sicher zum Reiz beigetragen.
Aber am Stück gelesen wurden die vielen lustigen kleinen Einfälle, die teilweise wirklich charmant waren, eben doch ermüdend.
Dazu die immer abstruse verlaufende Geschichte - am Ende war ich nur noch froh, dass es endlich einen Abschluss gab.
Also gut, keine Literaturempfehlungen mehr von hr-info. Es mag originell sein, häppchenweise zur Produktivität gezwungen zu werden, weil man versprochen hat, jeden Tag ein Kapitel zu schreiben. Das führt nur dazu, dass manche Kapitel dahingeschludert sind, und grundsätzlich ist der Plot mehr so halb-originell, ebenso wie die handelnden Personen, mit denen ich absolut nicht warmgeworden bin. Literarisches Experimen: ja. Lesenswert: eher nicht.
Wunderbar abstrus, komisch, aber doch irgendwie vertraut, alles macht überhaupt keinen Sinn und am Ende dann doch. Dieses Buch habe ich so schnell gelesen wie bisher kein anderes! Und zum außerordentlichen Inhalt des Buches kommt noch die Ästhetik des Buchcovers und der Sprache. Vor allem der Sprache. Der Author kann das ziemlich gut mit den Worten und der Sprache.
Interessant, wenn man weiß, wie dieses Buch als online Schreibprojekt entstanden ist. Tolle Geschichte, mit viel Witz und Humor geschrieben. Nicht begeisternd, sondern unterhaltsam und amüsant.
Before I started this book I read an interview with the author in which he stated that he had to write each chapter in under a day and keep himself entertained by his own writing. You definitely get this sense of playfulness throughout the whole book. It has speed, wit and is a bit more than 'just' entertaining. Only in the end it unraveled for me for a change in perspective that I could not relate to at all.