Eine große Liebe. Und eine Auszeit von der Treue. Eine offene Beziehung. Für drei Monate. Zwischen Abi und Studium. Sich ausprobieren. Mit anderen. Danach ist alles wieder wie zuvor und Tom und Verena weiterhin ein Paar. Denn sie lieben sich und wollen für immer zusammen bleiben. Doch ist das wirklich so einfach, wie sie es sich vorstellen? Verena und Tom kennen sich von klein auf, sind ein Paar, seit sie dreizehn sind. Sie gehören einfach zusammen und das soll für immer so bleiben. Aber ein Gedanke lässt Verena – mitten im Abistress und voller Vorfreude auf das anstehende Studium – nicht mehr los: Sie hat noch nie einen anderen Jungen geküsst, geschweige denn Sex mit einem anderen gehabt. Doch sie liebt Tom und sich von ihm zu trennen oder ihn zu betrügen, kommt nicht infrage. Als sie schließlich mit Tom darüber spricht, treffen die beiden eine Vereinbarung: eine offene Beziehung, drei Monate Austobzeit nach dem Abi. Danach ist alles wieder wie vorher und die zwei wieder ein Paar. Zunächst genießen die beiden es, sich auszuprobieren. Doch sie haben nicht mit den Gefühlen gerechnet, die das Arrangement mit sich bringt: Zweifel tun sich auf. Ängste. Werden sie rechtzeitig einen Ausweg finden? Mit ihrer ganz eigenen, poetischen Sprache wendet sich Sabine Both den Themen offene Beziehung, Fremdgehen und Treuebruch zu, das viele Jugendliche bewegt, und lässt es ihre Protagonisten durchleben. Sie schildert, wie vorsichtig man in einer Beziehung mit Vertrauen und den Gefühlen des Partners umgehen sollte, ohne pädagogisch belehrend daherzukommen. Eine unterhaltsame, besondere Liebesgeschichte mit Tiefgang.
Sie lebt in Köln und hat dort an der Internationalen Filmschule Köln studiert. Bekannt geworden ist sie mit ihren Jugendromanen zum Thema Erste Liebe, wie ihrem Erstlingswerk Umzug nach Wolke 7 (2002) und Herzklopfen auf Rezept die im Thienemann Verlag in der Reihe Freche Mädchen - freche Bücher erschienen sind.
Mittlerweile schreibt sie auch Romane für Erwachsene (z. B. Die Liebe, Herr Otto und ich) und veröffentlicht ihre Bücher auch im Piper Verlag und im Rowohlt Verlag. Einiger ihrer Bücher sind auch Hörbuchversionen erhältlich.
Der Klappentext von "Ein Sommer ohne uns" verspricht eine Geschichte über eine offene Beziehung, über ein junges Pärchen, das feststellt, dass sie nicht für immer die einzigen füreinander sein wollen, aber dennoch für immer zusammen bleiben möchten. Mit diesem Hintergrund habe ich mir erhofft, dass ich hier zwei junge Menschen kennenlerne, die zwar nicht immer sofort genau wissen, was sie wollen, sich aber deshalb umso mehr darüber Gedanken machen und vor allem: darüber reden. Über eine alternative Beziehungsform. Das war dann wohl ein klassischer Fall von: Der Klappentext weckt ganz falsche Erwartungen.
Verena und Tom sind ein Paar, seit sie 13 sind. Jetzt sind sie 18 und schreiben bald ihre Abiturprüfungen. Ihr Leben schien schon immer klar vordefiniert zu sein. Nach dem Abi ziehen sie zusammen, studieren, heiraten? So langsam schleichen sich Unsicherheiten in die Köpfe der beiden. Obwohl sie zu wissen scheinen, dass sie weiterhin zusammen sein möchten, sind sie sich nicht so sicher, ob sie sich nicht ihr Leben lang fragen werden, wie es denn wäre, Erfahrungen mit anderen zu sammeln. An dieser Stelle kommen meine Erwartungen und die Tatsachen ins Spiel: Bis zur Hälfte dieses schmalen Büchleins, das immerhin nur knapp 240 Seiten hat, ist von einer offenen Beziehung noch überhaupt nicht die Rede. Verwirrung und Unsicherheiten gibt es schon, aber eher einzeln in den Köpfen der beiden. Denn das ist der Knackpunkt hier: Eine Kommunikation darüber findet einfach nicht statt. Ich hatte mir vorgestellt, dass sich die beiden Gedanken darüber machen, ob eine offene Beziehung für sie passen könnte. Warum oder warum nicht? Wie geht man danach mit der Eifersucht um? Doch das passiert einfach nicht. Stattdessen schießen sie sich eher auf bestimmte Personen ein, auf die sie neugierig sind, und lügen sich gegenseitig an.
Sabine Boths Schreibstil ist außergewöhnlich. Man könnte ihn „einfach“ nennen, aber das würde nur an der Oberfläche kratzen. Es soll viel Gefühl vermittelt werden, gleichzeitig aber wirkt es durch die abgehackten Sätze eher distanziert. Insgesamt wirkt die Erzählung dadurch ziemlich nüchtern, das verwendete Vokabular ist oftmals derb. Nach jeweils eher kurzen Abschnitten wechseln die Abschnitte zwischen Tom und Verenas Perspektiven hin und her, erzählt werden Handlungen und Gedanken der beiden aus der dritten Person im Präsens.
Leider hat "Ein Sommer ohne uns" meine Erwartungen überhaupt nicht erfüllen können. Zu Beginn konnte mich die Geschichte noch überzeugen, vor allem weil es durch den Schreibstil etwas besonderes war. Allerdings fand wider Erwarten überhaupt keine richtige Auseinandersetzung mit dem Thema offene Beziehung statt. Dazu kommt leider auch, dass dieses Buch viel zu kurz war. Tom und Verenas Beziehung ist nämlich nicht das einzige Thema dieser Geschichte, einige interessante Nebencharaktere und die Beziehungsprobleme der Eltern gibt es auch noch. Diese hätten viel Tiefe und eine weitere Dimension hineinbringen können, allerdings war überhaupt nicht genug Zeit und Platz, um all dies zufriedenstellend ausarbeiten zu können.
Autorin Sabine Both hat bereits mehrere Jugendromane veröffentlicht, auch unter ihrem Pseudonym Franziska Moll. Ihr neuester Jugendroman “Ein Sommer ohne uns” war für mich allerdings ein Debüt.
Verena und Tom sind gemeinsam aufgewachsen, kennen sich seit dem Kindesalter an. Sie sind Nachbarn, ihre Eltern miteinander befreundet. Seit Verenas 13. Geburtstag sind die beiden auch “so richtig” zusammen. Und eigentlich auch mehr als glücklich miteinander.
Doch fünf Jahre später, kurz vor ihren Abschlussprüfungen, mit 18 Jahren, kommen erste Zweifel auf. Kann man wirklich mit der allerersten großen Liebe für immer glücklich sein, ohne andere Optionen ausprobiert zu haben, ohne die Hand eines anderen gehalten zu haben?
Die Geschichte beginnt mit einem sehr süßen Rückblick und erzählt von Verenas 13. Geburtstag und wie sich Verena und Tom noch als sehr unsichere Jugendliche nach längerer Zeit annähern und ihnen endlich bewusst wird, dass der jeweils andere das Gleiche für den anderen empfindet. Dass die Eltern der beiden scheinbar genauso glücklich darüber sind, wie die Jugendlichen selbst, macht das alles zu einem sehr zuckersüßen Event – für mich war das schon wieder ein wenig zu viel Kitsch. Aber das war lediglich der Prolog.
Im weiteren Handlungsverlauf geht es dafür weitaus weniger kitschig oder gar romantisch zu – vielmehr hätte ich mir da sogar ein wenig mehr Gefühl gewünscht. Andererseits muss ich zugeben, dass die Autorin hier eine sehr realistische Darstellung einer (Jugend-)Beziehung beschreibt. Im Vergleich zu den üblichen YA-Romanen ist es sicherlich eine nette Abwechslung, mal keine Handlung mit großen Gefühlen vorgesetzt zu bekommen. Verena und Tom sind eben nur achtzehn Jahre alt und auch wenn sie sich mögen und lieben, sind sie sich auch unsicher, ob sie sich tatsächlich für immer binden wollen. Zusammen Pläne für die Zeit nach dem Abitur schmieden wollen. Dass die Eltern so sehr hinter deren Beziehung stehen, kommt noch hinzu. Diese Zweifel und solche Gedanken finde ich mehr als authentisch – insofern gefällt es mir durchaus, dass sich die Autorin diesem Thema mal aus einer anderen Perspektive angenommen hat und auch Themen wie Treue und eine offene Beziehung anspricht.
Allerdings muss ich eben gestehen, dass ich auf diese großen Gefühle stehe, auch wenn das vielleicht ignorant und verklärt klingt. Für mich waren Verena und Tom einfach die ganze Handlung hindurch nicht so recht greifbar. Gerade mit Verena konnte ich mich nicht anfreunden, sie war mir schlichtweg nicht sympathisch und hatte stellenweise etwas Weinerliches und Naives an sich, welches mir nicht ermöglicht hat, ihr Verhalten so richtig nachvollziehen zu können. Auch Tom ist so ein wahrhaft pubertierender Junge – anders kann man das nicht nennen. Deswegen gibt es zwar vorwiegend Pluspunkte für die große Authentizität der Charaktere – doch in dem Fall mochte ich diese einfach nicht.
Die Handlung an sich empfand ich zudem etwas zu langatmig, auch weil sie sich meiner Meinung nach zu wenig entwickelt hat. Wenn ich mir eine Kurve für die Handlung vorstelle, dann war diese meist sehr gerade – für mich kam keine wirkliche Spannung auf, kein großartiges Interesse dafür, wie sich die Handlung entwickelt, was noch geschieht. Zumal eben tatsächlich nichts Großes passiert. Auch das Ende empfand ich als recht enttäuschend, was diesen eher mittelmäßigen Eindruck nur bekräftigte.
“Ein Sommer ohne uns” ist durch und durch ein Jugendroman. Ein Jugendroman, der vielleicht wirklich nur für Jugendliche gedacht ist, die sich im gleichen Alter befinden wie die Charaktere. Mich konnte dieser nämlich weder großartig begeistern, noch für seine Geschichte interessieren. Lediglich die etwas anderen Themen und Sichtweisen der Jugendliebe und die sehr realistische Darstellung dieser, empfand ich als sehr positiv.
Von Sabine Both habe ich - auch unter ihrem Pseudonym - bereits einige Bücher gelesen, die ich bislang immer ganz gelungen fand. Dementsprechend neugierig war ich auf "Ein Sommer ohne uns", denn die Geschichte klang sehr vielversprechend. Am Ende kann man sagen, dass die Geschichte an sich zwar lesenswert ist, jedoch immer mehr abbaut, sodass ich das Buch am Ende lediglich als "nett" bezeichnen würde.
Der Schreibstil ist hier so eine Sache. Einerseits mag ich kurze knackige Kapitel mit kurzen Sätzen, die sich locker und leicht lesen lassen. Dies bekommt man zwar hier zum Großteil geboten, allerdings hat es nicht immer zur Thematik gepasst, da dadurch meiner Meinung nach zu viele Emotionen verloren gegangen sind. Anfangs hat die Autorin den Figuren noch die nötige Zeit gegeben, um sie besser kennen zu lernen und sich in sie hineinzuversetzen. Ab der Mitte war mir die Geschichte allerdings viel zu sprunghaft und es kamen immer mehr Nebenhandlungen hinzu, sodass das eigentliche Thema immer mehr in den Hintergrund gerückt wurde, was mir leider nicht gefallen hat. Dadurch habe ich auch immer mehr den Bezug zu Tom und Verena verloren.
Die Geschichte ist schnell erzählt: Verena und Tom sind bereits seit ihrem 13. Lebensjahr ein Paar und haben alles miteinander zum ersten Mal erlebt. Nun stehen sie vor dem nächsten Schritt: Die Schulzeit ist bald endgültig vorbei und ein neuer Lebensabschnitt beginnt. Obwohl sie sich lieben und zusammen sein wollen, geben sie sich dennoch eine Auszeit und wollen einen Sommer lang alles ausprobieren - auch mit anderen Menschen... An sich ist dies eine interessante Idee, allerdings wurde das Potential bei Weitem nicht genutzt auch für Leser ab dem empfohlenen 13. Lebensjahr dürfte die Geschichte nicht wirklich ins Beuteschema passen.
Ich fand beide Figuren an sich zwar anfangs sympathisch, allerdings wurden sie mir im Laufe der Geschichte immer unsympathischer, denn während es eigentlich zunächst darum ging, sich selbst zu finden und die langjährige Beziehung auf die Probe zu stellen, ging es letztendlich viel mehr um Alkohol und die Frage, mit vielen Menschen man den Partner am besten betrügen könnte. Sowas kann man sicherlich mögen, allerdings habe ich hier ein wenig mehr erwartet, denn ich habe gehofft, dass die Geschichte sehr emotionaler verläuft und vielleicht auch zum Nachdenken anregt.
Stattdessen muss ich sagen, dass mich weder Verena, Tom, noch die anderen Figuren, wie z.B. Verenas Bruder oder auch deren Eltern emotional berühren konnten. Stattdessen war ich immer mehr enttäuscht darüber, wie sich alles entwickelt, denn ich hatte immer mehr das Gefühl, als würden sämtliche Handlungsstränge durch die Geschichte gejagt werden. Hier hätte man der Geschichte noch gut und gerne fünfzig bis einhundert Seiten mehr geben können, damit sich vieles besser hätte entwickeln können.
Das Cover ist dagegen gelungen und überzeugt mit einem schönen Zeichenstil und einer gelungenen Version von Verena, auf der Rückseite ist übrigens Tom zu sehen. Die Kurzbeschreibung ist dagegen ein wenig schwierig. Diese liest sich zwar ganz gut, verrät aber bereits so viel, sodass man beim Lesen nur noch wenig überrascht wird.
Kurz gesagt: "Ein Sommer ohne uns" beginnt verdammt stark, baut aber gegen Ende immer mehr ab, sodass ich die Geschichte letztendlich nur als "nett" bezeichnen kann und doch ein wenig enttäuscht bin.
Seit ihrem 13. Lebensjahr sind Verena und Tom ein Paar. Sie sind unzertrennlich, gehen im Haus des jeweils anderen ein und aus, sie lieben sich und können es kaum erwarten nach dem Abi endlich zusammen zu ziehen. Doch kurz bevor es soweit ist, kommen Verena plötzlich Zweifel. Was, wenn das zwischen ihr und Tom nur deshalb so gut ist, weil sie so vertraut miteinander sind ? Was, wenn es da draußen irgendwo noch einen anderen Mann gibt, der für sie der Richtige sein könnte ?
Verena möchte sich ausprobieren, möchte erfahren wie es ist, mit einem anderen Mann intim zu werden, doch Tom aufgeben, das will sie nicht. Tom geht es genauso, auch er hatte noch nie eine andere Freundin als Verena und als Isabelle in sein Leben tritt, ist die Verlockung auf einen Seitensprung groß. Tom und Verena beschließen eine Auszeit von drei Monaten zu nehmen. Danach soll alles so sein wie vorher. Doch sie haben nicht damit gerechnet, das Gefühle unberechenbar sind und das sie diese Auszeit zutiefst verletzten könnte...
Meinung: Der Klappentext und auch das wunderschön gezeichnete Cover erregten in der Verlagsvorschau direkt meine Aufmerksamkeit und ich war sehr gespannt, auf diesen Jugendroman der Autorin Sabine Both alias Franziska Moll von der ich bisher noch kein Buch ( und das obwohl zwei in meinem Regal stehen ) gelesen habe.
Der Einstieg in die Geschichte die in drei Teile gegliedert ist ( Fünf Jahre vorher, Jetzt und Ein Jahr später ), gelang mir, trotz des sehr nüchternen und irgendwie, bedingt durch sehr kurze Sätze, abgehackt wirkenden Schreibstils sehr gut.
Sabine Both erzählt in dritter Person immer abwechselnd aus Sicht von Verena und Tom, verwendet dafür unterschiedliche Schrifttypen, und sorgt so dafür, das wir einen Einblick in beider Gefühls- und Gedankenwelt erhalten.
Sie sind jung, sie sind verliebt, doch während des Abistresses zeichnen sich nicht nur Probleme in den miteinander befreundeten Familien ab, sondern vorallem in ihrer Beziehung. Beide wollen sich ausprobieren, wollen Erfahrungen sammeln und so schließen sie schließlich einen Pakt: Drei Monate Auszeit und danach soll alles sein wie vorher. Tom lässt sich auf ein gefährliches Spiel mit Isabell ein und Verena lernt Jesse kennen. Doch je näher sie den beiden "Neuen" kommen, desto mehr entfernen sie sich voneinander. Was folgt ist eine Zeit voll Schmerz und Unbehagen, Zweifel und Angst, den anderen komplett zu verlieren.
Ich muss sagen, das ich die Idee wirklich toll fand, doch leider hatte die Umsetzung für mich einige Schwächen. Ich weiß nicht ob es nur am sehr gewöhnungsbedürftigen Schreibstil lag oder vielmehr an der Tatsache, das die Geschichte nicht wirklich viel Spannung oder Emotionen mitbringt. Sie plätschert so vor sich hin und auch wenn man wirklich in einem Rutsch durch ist, hat man zu keinem Zeitpunkt das Gefühl etwas zu verpassen, wenn man das Buch kurz zur Seite legt.
Fazit: Leider hat mich Sabine Both mit "Ein Sommer ohne uns" nicht wirklich begeistern können. Die Protagonisten sind durchaus authentisch, aber der Schreibstil war gewöhnungsbedürftig und der Handlung fehlte es definitiv an Spannung und Emotion.
Ich liebe es, wenn Bücher nicht von den ersten Schmetterlingen ausgehen. Tom und Verena sind ein Paar seit sie 13 sind. Ihre Beziehung ist routiniert und liebevoll. Sie pflegen feste Rituale und vertrauen einander blind. Und trotzdem keimt da plötzlich Zweifel auf. Nicht weil sie einander plötzlich weniger mögen, sondern weil sie so jung sind und es nie mit einer anderen Person ausprobiert haben. Ein faszinierender Grundkonflikt, den Sabine Both mit ihrer Geschichte erforscht. Eingerahmt wird alles vom Lernen und Partyleben der durchschnittlichen Abiturienten. Ich mochte die klare, deutsche Art, in der alles geschildert wird. Ein bisschen poetisch, manchmal aber auch plump (gerade am Anfang, wenn es um Toms Geschlechtsteil ging). Es gibt Geschwisterkabbeleien, Sex, es wird Alkohol getrunken und die Eltern nehmen realistisch locker das Erwachsenwerden ihrer Kinder hin.
Durch die kurzen, wechselnden Perspektiven von Tom und Verena habe ich mich mittendrin gefühlt. Ich war selbst hin und her gerissen zwischen der Neugier und dem Verlangen danach sich mit jemand Neuem auszuprobieren, habe mich aber gleichzeitig nach der vertrauten Zweisamkeit ihrer Beziehung gesehnt. Bedauernswert fand ich deshalb den Punkt, an dem die Geschichte endet. Gerade in Kombination mit dem Epilog, der ein Jahr verstreichen lässt, blieben hier so viele Fragen offen. Was machen gewisse Akte mit einer Beziehung? Was geht im Kopf des Partners vor, wenn er plötzlich Details weiß, die er sich im Traum nicht hatte ausmalen wollen?
Was ich sonst noch geändert hätte, war das Verhalten der Eltern. Gegen Ende war mir der Fokus auf ihren Problemen zu groß (und eine Tat zu übertrieben). Das hat mich ungewollt von Tom und Verena abgelenkt. Schließlich wäre da noch Isabelle, die sexy Unnahbare, die durchaus Potential zu einer vielschichtigen Figur gezeigt hat, aber am Ende aber nur ihre Klischeerolle der hinterlistigen Schlampe erfüllen durfte.
Das eBook zu Ein Sommer ohne uns wurde mir vom Loewe Verlag zur Verfügung gestellt. Abgesehen davon sind weder Geld noch Cheesecake-Brownies geflossen (gekrümelt), um mir meine wahrheitsgetreue Meinung zu dem Buch zu entlocken.
Zuerst einmal muss ich ein großes Kompliment zur Buchgestaltung aussprechen. Auf der Rückseite ist ein junger Mann im roten T-Shirt zu sehen, der genauso besorgt in Richtung der Frau sieht. Der Buchrücken dient als Barriere und dort berühren sich ihre Hände. Das Buch hält Innenklappen bereit, wo man in Ergänzung zur Inhaltsangabe auf der Rückseite des Buches noch weitere Infos zum Geschichteninhalt erhält und man erfährt auch etwas über die Autorin Sabine Both. Der Bucheinband fühlt sie wie Karton an, er ist nicht glanzbeschichtet.
Dieser Jugendbuchroman, erschienen im Loewe-Verlag, behandelt ein interessantes Thema, welches nicht allzu oft aufgegriffen wird: Offene Beziehung. Diese Idee haben nämlich Verena und Tom, die schon mit 13 Jahren zusammenkamen und sich nochmal um einiges länger kennen. Nun schließen sie ihr Abitur ab und wollen in den Sommerferien, bis die Studienzeit beginnt, etwas lockerer drauf sein, weil sie Angst haben, etwas zu verpassen.
Ich war gespannt auf das Buch, da es ein Tabuthema anspricht. Aber was passiert, wenn sich zwei Menschen schon so früh im Leben treffen und ineinander die große Liebe finden? Bekommt einer der beiden Angst, der Partner würde gerne einmal wissen, wie es sich mit einer anderen Person anfühlt?
Das Buch fängt gut überlegt an, denn man erhält einen Einblick, was 5 Jahre vor dem Jetzt geschah und wie Verena und Tom an Verenas dreizehnten Geburtstag zusammen kamen. Danach geht es um die Zeit, in der sie für ihr Abitur lernen und man lernt auch die beiden Elternpaare kennen sowie Rollo, den Zwillingsbruder von Verena und ihren gemeinsamen Freundeskreis.
Einige Male kann man schon sehr gut zwischen den Zeilen lesen, sehr oft hatte ich aber leider das Gefühl, dass die Gedanken oder das Handeln nicht richtig ausgearbeitet wurden. Am Ende bleiben mir persönlich leider zu viele Fragen offen und mir kam das Ende auch überstürzt vor. Vor allem, wenn man bedenkt, dass die ganze Problematik um die offene Beziehung erst relativ spät im Laufe des Romanes einsetzt. Außerdem verliert sich das Buch in den Schwierigkeiten, die Verenas und Toms Eltern miteinander haben, es kommt zu einer Parallelgeschichte.
Das Buch ist sehr einfach geschrieben und Sabine Both verwendet auch das Stilmittel, sehr oft sehr kurze Sätze einzuschieben. Mit der Zeit gewöhnte ich mich daran und las die Punkte eher wie Beistriche, lieber hätte ich aber auf diesen Schreibstil verzichtet, da die Geschichte für mich deswegen nicht dynamischer rüberkommt, sondern eher als ob sie sich an LesebeginnerInnen richten würde. Dieser Roman liest sich wie ein Kinderbuch, obwohl das Thema sich an Jugendliche richtet und da entsteht eine gewisse Diskrepanz.
Obwohl meine Beziehung zu den Charakteren oberflächlich blieb, muss ich sagen, dass mich das Buch wohl unterhalten hat. Ich wollte wissen, wie es ausgeht und wie und für wen sich die verschiedenen Personen entscheiden. Außerdem liest sich das ca. 240 dicke Buch absolut wie im Flug und motiviert deswegen ungemein Leute, die lesetechnisch endlich wieder auf Touren kommen möchten.
Das Buch ist in Gegenwartsform und in der Beobachter-Perspektive geschrieben, wobei der Fokus entweder auf Verena oder auf Tom liegt. Dies wird mit zwei verschiedenen Schriftarten dargestellt, worauf man sich schnell einstellt.
Fazit: Meine Bewertung beläuft sich auf gute 3 Sterne, da der Roman ein untypisches Thema aufgreift und verspricht, sich mit Zweifeln auseinanderzusetzen, die junge Paare, die sich früh fanden und schon lange zusammen sind, ereilen könnten. Außerdem möchte man gerne wissen, wie es ausgeht und das Thema wird ohne moralische Wertung aufbereitet. Leider schwächelt das Buch am unausgearbeiteten Ende, dem verloren gegangenen Fokus auf die eigentliche Problematik und möglicherweise am abgehackten Schreibstil, den manche als störend empfinden könnten.
Verena und Tom sind seit fünf Jahren zusammen. Das Buch startet dort, wo auch ihre gemeinsame Geschichte beginnt. Es ist total süß, ihre Unsicherheit und anfängliche Verliebtheit zu beobachten. Passend und überzeugend finde ich im Prolog den Schreibstil: kurze Sätze, "Jugendsprache", einige Wiederholungen. Vor allem diese Wiederholungen zeigen, dass sich die beiden auf einer Wellenlänge befinden und gut zueinander passen. Fünf Jahre später bemerkt man schnell, dass sich einiges geändert hat. Es hat sich eine Routine eingeschlichen, ein "einander für selbstverständlich halten".
Auf der einen Seite ist Verena, die völlig gestresst ist, vom Lernen für das Abitur, die ihrer scheinbar bereits geplanten Zukunft mit gemischten Gefühlen entgegen tritt. Seit einiger Zeit hat sie Träume, in denen sie sich zu fremden Männern hingezogen fühlt. Dadurch, dass sie mit Tom all ihre ersten Male erlebt hat und es für sie nie einen anderen gab, fragt sie sich, wie es denn nun mit anderen wäre, ob sie etwas verpasst. Dabei lässt sie sich von ihrem Umfeld sehr beeinflussen, in dem viele sich erst einmal ausprobieren.
Auf der anderen Seite ist Tom, der immer noch genauso fasziniert von seiner Freundin ist wie am ersten Tag, er betet sie an. Dennoch fragt auch er sich, ob er in der Lage wäre irgendwelche Fremden abzuschleppen. Er merkt allerdings auch, dass irgendetwas mit Verena nicht stimmt. Er weiß nicht mehr was sie denkt und sie sagt es ihm oft auch nicht ohne weiteres. Dies spiegelt sich auch im Schreibstil wieder. Die für den Prolog so bezeichnenden Wiederholungen bleiben aus. Es ist ein generelles Problem in diesem Buch, dass sich sehr wenig ausgesprochen wird. Man sollte doch meinen, dass man nach fünf Jahren Beziehung über bestimmte Dinge reden kann.
Gut finde ich, die häufigen Perspektivenwechsel, die im Buch auch durch unterschiedliche Schriftarten gekennzeichnet werden. So erfährt man wie beide Charaktere in der gleichen Situation denken oder was sie zum gleichen Zeitpunkt tun. Der Wechsel zwischen Verena und Tom findet sehr häufig statt, so dass sich das Buch wirklich wahnsinnig schnell lesen lässt.
Als ich den Klappentext gelesen habe, hatte ich erwartet, dass es im Buch hauptsächlich um die besagte Auszeit geht und die neuen Erfahrungen und Erkenntnisse, die beide im Umgang mit anderen Bekanntschaften machen. Dem war leider nicht so. Über hundert Seiten zieht sich die Geschichte stark in die Länge, ohne, dass es wirklich Neuigkeiten in Bezug auf ihre Beziehung gibt. Als es dann endlich zur Vereinbarung der Auszeit kommt, haben es beide für meinen Geschmack doch etwas zu eilig. Was an den Tagen/ Abenden dieser Auszeit tatsächlich und im Detail passiert, erfährt der Leser trotz häufigen Perspektivenwechseln nicht so richtig. Das war für mich irgendwie frustrierend, weil ich auf genau diese Auszeit doch über 100 Seiten gewartet habe und dann ist sie - zack - auch schon wieder vorbei. Die verbleibenden Seiten des Buches haben für mich definitiv nicht ausgereicht, um der Thematik genug Raum zu schaffen.
Rund um Verena und Tom treten noch einige andere Probleme auf, die allerdings alle irgendwie oberflächlich behandelt werden. Einige Probleme werden einfach so hingenommen, ohne dass von den Protagonisten viele Gedanken daran verschwendet oder hinterfragt werden. Einige Probleme werden aufgeworfen und dann nicht wirklich weiter verfolgt, so dass viele Fragen offen bleiben. Ich hätte mir gewünscht, dass die Autorin sich mehr auf die Beziehung und Auszeit von Verena und Tom konzentriert hätte.
Das Ende war dann genau so, wie ich es mir erwartet habe. Ich denke, dass es kein anderes, glaubhafteres Ende hätte geben können. Für mich ist es eine gute Auflösung gewesen, die mich letztendlich überzeugt hat.
Liebesgeschichten gibt es wie Sand am Meer. Sabine Both traut sich nun aber einen Schritt weiter und mutet ihren Protagonisten die Überlegung einer offenen Beziehung zu. Ob das gut geht?
Verena und Tom haben sich schon im Alter von 13 Jahren gefunden und auch jetzt mit 18 sind sie sich sicher, gemeinsam alt zu werden. Beide freuen sich auf ihr Studium, auf ihre erste gemeinsam Wohnung. Doch im ganzen Abistress verfolgen Verena Träume und ein Gedanke setzt sich in ihrem Kopf fest: Sie hat bisher 'nur' Tom geküsst, keinerlei andere sexuelle Erfahrungen gesammelt. Wird sie das irgendwann bereuen? Lange ringt sie mit sich, doch dann spricht sie Tom darauf an und die beiden einigen sich auf eine dreimonatige Auszeit, in der sich beide austoben können.Danach wollen sie wie geplant zusammenziehen und da weitermachen, wo sie aufgehört haben. Doch kann das gut gehen?
Sabine Both hat zwei sympathische Protagonisten entworfen, die nicht mit Speziellem auftrumpfen müssen, so dass man sich als Leser gut mit ihnen identifizieren kann. Verena ist das pure Gegenteil von ihrem Zwillingsbruder Rollo. Sie ist verantwortungsbewusst, klug und vor allem vernünftig. Doch ihr 18. Geburtstag bringt ihr Gedankenkarrussel ins Rollen und sie möchte etwas wagen, damit sie später nichts bereut. Tom ist sich ganz sicher, dass Verena seine Traumfrau ist, mit der er alt werden möchte. Doch er spürt ihre innere Unsicherheit und als Rollo mit der sexy und provozierenden Isabelle ankommt, schweifen auch seine Gedanken ab.
Die Kapitel sind in Abschnitte unterteilt, in denen wir abwechslungsweise Verena und Tom begleitet. Verfasst wurden diese in der 3. Person, wodurch die Charaktere etwas distanziert wirken. Damit sich der Leser immer zurecht findet, werden diese Passagen in unterschiedlichen Schriftarten dargestellt und beginnen immer mit dem Namen der entsprechenden Person. So können wir die jeweilige Entwicklung der beiden Protagonisten mitverfolgen und sehen, wie sich diese auf ihre Beziehung auswirkt.
Der Autorin ist es gut gelungen, sich in den weiblichen, wie auch in den männlichen Part hineinzuversetzen und dies auch im Schreibstil auszudrücken. Sie erzählt feinfühlig von Einhorn-Erinnerungen und Wunsch-Zukunft, bietet eine ganze Palette an Gefühlen mit den nötigen dramatischen Spitzen, ohne je kitschig zu werden. Und genau das gefällt mir so wahnsinnig gut an ihren Büchern, diese Gratwanderung zwischen harter Realität und Wunschdenken ohne ins Klischee abzurutschen. Und wenn man keine 0815-Geschichten verfasst, kann man es nicht jedem Recht machen.
Der schlichte Schreibstil und die meist kurzen Sätze bringen eine ganz eigene Dynamik in die Lektüre und werden von einer gewissen Melancholie untermauert. Die Charaktere und der Verlauf der Geschichte sind äusserst authentisch, so dass das Buch kaum aus der Hand gelegt werden konnte.
Fazit: frisch, feinfühlig & authentisch Sabine Both begeht mit "Ein Sommer ohne uns" einen neuen Weg und ist nicht nur mit der Thematik einer offenen Beziehung sondern auch mit ihrem schlichten, fast melancholischen Schreibstil alles andere als Mainstream. Für mich sind Sabine Boths Geschichten immer ein ganz spezielles Leseerlebnis.
Leider abgebrochen, ich habe immer wieder gehofft, dass mich die geschickte packt. Früher habe ich sehr gerne Bücher der Autorin gelesen, aber dieses Buch war ganz anders.
Sabine Both, auch bekannt unter dem Pseudonym Franziska Moll, schreibt mit Ein Sommer ohne uns wieder einmal eine gefühlsechte Geschichte aus dem Leben gegriffen. Die Ängste und Sorgen junger, verliebter Menschen auf Papier gebannt, begleitet sie ihre Protagonisten Tom und Verena ins Erwachsener werden, denn was oftmals als ein interessanter Plan beginnt, birgt Tücken und dunkle Ecken eben dort, wo man sie nicht vermutet. Die Autorin schreibt diese Geschichte über eine offene Beziehung aus beiden Perspektiven und eröffnet dem Leser damit den besten Einblick in das Geschehen. Auch, wenn unsere beiden Helden oftmals selbst nicht genau wissen was sie wollen, ist es doch sehr schön hautnah dabei zu sein und ihre Zweifel zu erkennen, bevor sie selbst es tun. Für Tom und Verena ist es eine Chance sich selbst zu finden, doch ist dies möglich ohne einander zu verlieren?
Ein Sommer ohne uns ist sehr speziell und wird sicherlich nicht bei jedem Anklang finden, doch die melancholisch hoffnungsvolle Stimmung auf jeder Seite ziehen den Leser bald in seinen Bann. Mir persönlich hat der Schreibstil, gerade zu Anfang, echt ein paar Probleme bereitet, da diese in der Gegenwart geschriebene Geschichte mit seinen knappen, präzisen Sätzen ungewohnt ist. Ich selbst brauchte ein paar Seiten um mich daran zu gewöhnen und mich einzufinden. Andererseits macht eben dies das Buch zu etwas besonderem und verleiht ihm eine ganz eigene Note. Doch schafft Sabine Both auch Problemlos mit ihrem Worten unter die Haut zu kriechen, denn das bedrückende Gefühl und die beizeiten entstehende Euphorie einzelner Szenen erlebt der Leser dann doch mit, als seien es die eigenen Emotionen.
Die Thematik "offene Beziehung" ist nicht einfach und stößt bei vielen sicherlich auf eine Wand aus Moralvorstellungen und vorgelebten Normen. Auch bei mir war dies so, doch ich verspreche euch, dass dieses Thema hier auf besondere Weise angegangen, glaubhaft dargelegt und am Ende nachvollziehbar dargelegt einen guten Abschluss bildet. Mir hat das Ende besonders gefallen, denn es war unsagbar glaubhaft dargelegt und zeigt auf, welchen Entwicklungsprozess Verena und Tom durchlaufen haben. Ich hoffe euch wird Ein Sommer ohne uns gefallen. Lasst es auf einen Versuch ankommen.
Ich hatte das Glück ein Exemplar für die Leserunde hier zu gewinnen. Ich habe mich wirklich sehr gefreut. Das Cover sah vielversprechend aus und die Inhaltsangabe hat sich auch nicht enttäuschend angehört. Während des Lesens hat sich meine Meinung zu dem Buch leider etwas verändert...
Cover: Das Cover sieht sehr schön aus. Die Farbgestaltung gefällt mir sehr gut. Außerdem ist das fortlaufende Cover etwas sehr außergewöhnliches. Die verschiedenen Schriftarten gefallen mir ebenfalls sehr gut. Insgesamt ein echter Hingucker.
Schreibstil: Der Schreibstil ist sehr einfach gehalten. Das Buch liest sich sehr flüssig, man kommt sofort in das Gesehen hinein. Außerdem gibt es Perspektivenwechsle zwischen Verena und Tom, die in verschiedenen Schriftarten gedruckt sind, sodass der Leser nicht durcheinander kommt. Leider sind die Sätze alle sehr einfach und kurz gestaltet, sodass es viel an Emotionen mangelt und sodass im Verlaufe des Buches vieles (z.B. das Verhalten) kindisch wirkt.
Charaktere: Die Charaktere sind sehr unterschiedlich. Verena und Tom, dass vermeintliche Traumpaar. Rollo, Verenas Bruder, der meistens eine echte Nervensäge ist, genauso wie Isabelle, die anfangs noch sehr interessant wirkt. Die Charaktere sind ebenfalls sehr oberflächlich gestaltet. Ich konnte mich schlecht in sie hineinversetzen und mit ihnen mitfühlen.
Inhalt: Die Inhaltsangabe hat sich vielversprechend angehört. Doch wer erwartet, ein Buch zu lesen, was von zwei Jugendlichen handelt, die nach dem Abitur neue Abenteuer erleben wollen, sich selbst finden oder einfach mal was anderes machen wollen, liegt hier falsch. Die sogenannte Auszeit wird leider nur leicht angeschnitten, sodass es selten zu neuen Erfahrungen kommt. Außerdem gibt es sehr viele Nebenerzählungen, die das Hauptthema in den Hintergrund gedrückt haben. Es passiert soviel, in einer kindlichen Sprache, dass man die ganze Situation nicht ernst nimmt bzw. sie nicht wirklich realisiert. Schade.
Fazit: Die Idee für dieses Buch ist gut, leider wurde aber dieses Potenzial nicht ausgebaut. So sind Charaktere und Handlungen sehr emotionslos, sogar oberflächlich gestaltet. Ein Buch für zwischendurch ist es nichtsdestotrotz. Schade. Man sollte nun niemals ein Buch bei seinem Cover bewerten. 2*
Meine Meinung: Ich habe dieses eBook überraschend zu gesendet bekommen, Eigentlich hatte ich das Buch gar nicht auf dem Radar, dachte mir dann aber, dass es gar nicht schlecht ist komplett ohne Erwartungen an das Buch zu gehen und habe angefangen zu lesen.Meine Meinung darüber ist sehr Zwiegestalten. Aber als erstes möchte ich kurz etwas zum Cover sagen. Es fällt nicht besonders auf, dennoch gefällt es mir unheimlich gut. Wenn man das Buch aufklappt, ergibt es ein zusammen hängendes Bild. Die Idee des Buches hat mir unheimlich gut gefallen. Ich kenne noch kein Buch, das das Thema Fremdgehen und die Frage ob die erste Liebe wirklich die Liebe fürs Leben ist, beinhaltet. Ein schwieriges Thema, weswegen ich mich sehr auf das Buch gefreut habe. Leider passiert das, was auf dem Klappentext steht erst nach über der Hälfte. Vorher wird man darauf „vorbereitet“. Das Buch ist geschrieben aus unterschiedlichen Perspektiven. Gekennzeichnet ist dies durch unterschiedliche Schriftarten. Der Schreibstil der Autorin Sabine Both, von der ich noch kein Buch kannte, ist anders als der von anderen Autorinnen in diesem Genre. Die Sätze sind sehr kurz gehalten. Dennoch lässt es sich nach einer kurzen Eingewöhnung gut lesen. Die Geschichte konzentriert sich nicht nur auf Verena und Tom, sondern auch auf viele andere Dinge. Es gibt viele Nebenhandlungen. Sie stehen mal mehr und mal weniger im Zusammenhang. Passen aber gut zur Geschichte. Allerdings bekommt man dadurch nur geringe Einblicke in die Geschichte, da hätten dem Buch ein paar Seiten mehr gut getan. Das Ende des Buches habe ich so nicht erwartet. Ich bin relativ zufrieden damit. Ein paar Dinge hätte man anders machen können, aber es rundete die Geschichte ab.
Fazit: "Ein Sommer ohne uns" ist eine nette Liebesgeschichte. Der Schreibstil der Autorin ist sehr ungewöhnlich, aber gut. Überzeugt hat mich vor allem die Idee. Leider gab es Probleme bei der Umsetzung. Dennoch hat es mich gut unterhalten und bekommt daher 3 Sterne von mir.
"Wie anders sich sein Haar anfühlt. Seine Haut." >S. 152
Sie kennen sich seit ihrer Kindheit, sind zusammen aufgewachsen und teilten irgendwann ihren ersten Kuss miteinander. Nach vielen Jahren sind Verena und Tom immer noch ein Paar - doch nicht nur der Abi-Stress zährt an ihren Nerven, sondern auch der Gedanke, etwas zu verpassen. Und so beschließen sie, ihre Freiheiten für die Zeit bis zum Studium zu erweitern. Um sich auszuprobieren, um Erfahrungen zu sammeln, um ihre Liebe zueinander zu stärken. Allerdings können sie nicht ahnen, wohin sie die offene Beziehung führen wird.
"Ein Sommer ohne uns" führt die Lesenden in die Gefühls - und Gedankenwelt verschiedener Jugendlicher, die ihre Sexualität bunt ausleben. In kurzen Abschnitten lesen wir die Geschehnisse immer abwechselnd aus Toms und Verenas Perspektive. Da es ein sehr kurzes Buch ist und es vermutlich eher an eine jüngere Zielgruppe gerichtet ist, wird das Thema "offene Beziehung" zwar angekratzt, aber geht bei weitem nicht in die Tiefe. Außerdem wird auch nur ein Aspekt beleuchtet und nicht, ob es bei anderen Paaren andere Erfahrungen zu diesem Thema gibt. Diese Einseitigkeit sowie die sehr kurzen, teils abgehackt wirkenden Sätze, sind meine einzigen Kritikpunkte. Ansonsten hat mir die Story gut gefallen. Es liest sich sehr schnell und ich wollte immer wissen, wie es weiter geht. Sicherlich ist es nichts, für jemanden, der sich mit der Thematik beschäftigen möchte, aber als Jugendbuch ein Gedankenanstoß über die eigenen Ziele und das Ausleben der Sexualität.
"Also machen wir ganz normal weiter, aber haben auch unsere Freiheiten. Eine offene Beziehung auf Zeit." S. 138
Auf dieses Buch war ich sehr neugierig. Das Thema ist, meines Wissens, im Jugendbuch neu und sehr spannend. Die Meinungen zum Buch gehen weit auseinander, die Bewertung fällt eher mittelmäßig aus. Nachdem das Buch meine Freundin nicht mehr losgelassen hat, musste ich es mir auch kaufen und meine eigene Meinung dazu bilden.
Die Geschichte setzt 5 Jahre vor der eigentlichen Handlung ein. Tom und Verena sind Nachbarskinder, die sich schon ihr Leben lang kennen. Die Eltern sind eng befreundet und glücklich. Die beiden gestehen sich ein, dass sich ihre kindlich-freundschaftflichen Gefühle füreinander geändert haben und es kommt zum ersten Kuss. Von diesem Tag an sind Tom und Verena ein Paar. Sie verstehen sich ohne Worte, sehen sich jeden Tag, kennen den anderen besser als sich selbst und sind füreinander geschaffen. Fünf Jahre später: Tom und Verena sind 18 und stehen kurz vorm Abi. Die Zukunft ist geplant, beide werden gemeinsam in Marburg studieren und dort zusammen wohnen. Verenas Zwillingsbruder Rollo musste die Klasse wiederholen und lebt von einer Party zur nächsten. Frauen sind austauschbar, er kommt gut an bei den Mädchen. Auch die Stimmung zwischen den Eltern hat sich gewandelt. Als Verena auf den Rocksänger Jesse trifft und Tom sich zu Rollos Affäre Isabell hingezogen fühlt, beschließen die beiden, die Zeit bis zum Studium zu nutzen, um Erfahrungen mit anderen zu sammeln.
Geschichte und Handlung konnten mich überzeugen. Die Entwicklung ist authentisch und ich konnte beide Protagonisten und ihre Entscheidungen stets verstehen. Neben der eigentlichen Haupthandlung werden auch andere Themen angesprochen: Versagensängste (Rollo), sich trennende Eltern, Sehnsucht und Eifersucht, nur um ein paar Stichworte zu nennen. Es gibt außerdem eine manipulative Person, die für Spannung sorgt und Tom und Verena auseinander treiben will. Der Leser ahnt schnell, dass die Abmachung zwischen beiden nicht lange gut gehen kann. Auch wenn Verena und Tom daran glauben, dass ihre große Liebe den Treuebruch unbeschadet übersteht, zeichnet sich schon relativ früh ab, dass dem nicht so ist. Nun handelt es sich bei “Ein Sommer ohne uns” um ein Jugendbuch. Dementsprechend wurde das Ende gestaltet. Ich kann damit leben und finde es vollkommen okay. Es hätte allerdings auch anders ausgehen können. Mich würde eure Meinung über das Ende interessieren, sofern ihr das Buch schon gelesen habt.
Kommen wir nun zum großen Haken: der Schreibstil. Amazon beschreibt ihn als “ganz eigen und poetisch“, ich nenne ihn kühl, einfach und distanziert. Die Geschichte wird aus der 3. Person, immer abwechselnd aus Verenas und Toms Sicht, erzählt. Dabei wechseln sich die Perspektiven absatzweise ab. Das ist neu und kannte ich so noch nicht. Durch unterschiedliche Schriftartensind die Perspektiven aber immer gut voneinander zu unterscheiden. Auf detailreiche Beschreibungen wird verzichtet, die Sätze fallen kurz und knackig aus. Die Autorin formuliert auf den Punkt genau. Auf den ersten Blick wirkt das sehr einfach, ich finde es jedoch gut, dass dem Leser dadurch viel Raum zum Lesen zwischen den Zeilen gegeben wird. Wenn man sich einmal an diese außergewöhnliche Erzählform gewöhnt hat, liest sich das Buch flott weg. Einige Wendungen geben der Geschichte zum Ende hin nochmal Würze, manche Entwicklungen waren mir dann allerdings zu viel des Guten. Durch die gewählte Erzählperspektive bleiben die Protagonisten immer fern. Ich konnte keine richtige Verbindung zu ihnen aufbauen, auch wenn an der ein oder anderen Stelle auf ihre Gedanken eingegangen wird.
Zitate:
Es ist raus, ehe er es hat prüfen können. Und er weiß, dass es sich anhört wie etwas, das Tom noch nie zu Verena gesagt hat. Alles an dir ist Vanille. Er hätte so etwas nicht sagen dürfen. Er hätte nicht eine Sekunde länger warten können, so etwas zu sagen. (E-Book, Pos. 1016-1018)
“Eines Tages willst du es wissen. Wie es mit jemand anderem ist. Und wenn du es nicht ausprobierst, wirst du den Gedanken nie los. Und das macht deine Beziehung kaputt. Erst unbemerkt, dann immer deutlicher. Um am Ende hasst ihr euch.” (E-Book, Pos. 1381-1383)
Jetzt ist das Bild so deutlich wie die Realität. Es macht ihn fertig. Verena mit einem anderen Mann. Mit Schutz. Aber was schützt ihn? (E-Book, Pos. 1617-1619)
Insgesamt kann ich sagen, dass ich das Buch genossen habe. Das Thema war spannend, die Entwicklung von der unschuldigen Jugendliebe hin zur offenen Beziehung auf Zeit mit all ihren Konsequenzen empfand ich als konsequent und nachvollziehbar. Der Schreibstil hat zwar durchaus etwas Poetisches, aber die Erzählperspektive aus der 3. Person hat mir in diesem Buch nicht so gut gefallen wie z. B. bei “Wie das Licht von einem erloschenen Stern”. Sie sorgt für Distanz, was einerseits gut zur Story passt, mich andererseits aber gestört hat. Wer mal eine etwas andere Geschichte über die erste Liebe kennenlernen möchte, gerne zwischen den Zeilen liest und sich von der ungewöhnlichen Erzählform nicht abschrecken lässt, dem kann ich das Buch durchaus empfehlen.
Viele Blogger bewerten auch die Cover. Das mache ich nicht, aber zu diesem hier möchte ich etwas sagen: die kunstvolle Gestaltung hat was. Auf der Vorderseite zieht man Verena, die sich gegen eine Wand lehnt. Wenn man das Buch aufklappt, steht da Tom. Ein echter Blickfang also. Dennoch gefallen mir die Zeichnungen nicht. Mit echten Menschen hätte es mir wesentlich besser gefallen, aber das ist ja Geschmackssache. Von weitem würde ich jedoch denken, es wäre ein Kinderbuch (ab 10 vielleicht).
Auch der Preis (12,95 € für 240 Seiten Klappenbroschur) kommt mir sehr überzogen vor. Ich habe das nur wenig günstigere E-Book gewählt (für 8,99 €).
Zur Bewertung: Abzüge gibt es für manch übertriebene Entwicklung am Schluss, teilweise gestelzte Dialoge und den Erzählstil, obwohl er mir zeitweise sogar gefallen hat. Aber insgesamt konnte ich durch ihn nicht richtig an Tom und Verena herankommen. Deshalb vergebe ich gute 3 Sterne.
Fazit:
Über den knappen, distanzierten Stil lässt sich sicher streiten. Mir hat er den Zugang zu den Charakteren erschwert, andererseits konnte ich zwischen den Zeilen lesen. Handlung und Entwicklung haben mich überzeugt. Am Ende wurde es mir etwas too much, doch der Ausgang der Geschichte hat mich versöhnt. Ein besonderes Buch zu einem spannenden Thema, dem ihr eine Chance geben solltet.
Als ich das erste Mal von „Ein Sommer ohne uns“ hörte, war ich beeindruckt. Das Thema der offenen Beziehung, aufgrund von mangelnder Erfahrung, finde ich sehr interessant. Hinzu kam die schöne Aufmachung des Buches, denn das hübsch gezeichnete Mädchen, das aber offenbar verzweifelt ist, erregt Aufmerksamkeit. Das Pendant auf der Rückseite rundet das Bild ab. Ich freute mich riesig auf das Buch, das ich mir eigentlich schon auf der Leipziger Buchmesse zulegen wollte. Nun muss ich aber sagen: Ich bin furchtbar enttäuscht! Das Buch hat mich regelrecht aggressiv gemacht, die Idee wurde nicht voll ausgeschöpft und der Lesefluss andauernd gestört. Ein Flop!
Inhalt Verena und Tom sind ein Paar, seit sie dreizehn sind. Nun stehen sie kurz vor ihrem Abitur und ihr Leben wird sich entscheidend ändern. Doch in einem sind sie sich sicher, sie wollen ihre Zukunft gemeinsam planen. Die beiden lieben sich, doch immer häufiger fragt sich Verena, ob sie nicht etwas im Leben verpasst hat. Tom war immer der Einzige und dementsprechend hat sie keine anderen Erfahrungen. Tom hat damit kein Problem, doch auch Männer träumen von anderen Frauen. Und so beschließen die beiden für die Zeit zwischen dem Abitur und dem Studium eine Auszeit zu nehmen – eine Auszeit von der Treue. Sie bleiben ein Paar, doch eines mit einer offenen Beziehung. Aber kann man nach einer offenen Beziehung weitermachen wie bisher? Oder werden die Gefühle des Anderen doch in Mitleidenschaft gezogen?
Meinung Das Buch ist kurz. Es hat nur 240 Seiten und ich muss zugeben, dass ich etwas mehr als einen Tag gebraucht habe, um es zu lesen. Normalerweise würde ich sagen, dass man Bücher schnell liest, weil man sie mag. Aber hier habe ich das Tempo angezogen, damit ich so schnell wie möglich durch bin, weil ich es einfach nur weg haben wollte. Es hat mich aggressiv gemacht. Und das hatte mehr als nur einen Grund. Vor allem waren es aber die Protagonisten, die mich aufgeregt haben. Wir lernen Verena und Tom an Verenas dreizehntem Geburtstag kennen. Verena hat einen Zwillingsbruder und Tom ist deren Nachbar. Die Eltern sind miteinander befreundet und so wachsen Verena und Tom quasi miteinander auf. Die Szene, als beide noch 13 Jahre alt sind, ist niedlich – und ab dann geht es bergab. Verena war mir einfach nur unsympathisch. Meiner Meinung nach ist sie ich-bezogen und rechthaberisch. Absolut unsympathisch auf jeden Fall. Tom ist da um einiges besser gelungen. Er ist ein netter Typ, allerdings hat es mich aufgeregt, dass er so sexbesessen ist und das auf alle Jungs verallgemeinert wird. Als wenn jeder Kerl bei einer Frau immer nur an das Eine denkt?! Als Paar harmonieren die beiden dennoch ganz gut. Sie lieben sich wirklich, aber vor allem Verena beginnt zu zweifeln. Ich kann diese Zweifel sogar in gewisser Weise nachvollziehen. Man hat doch eigentlich immer Angst etwas verpasst zu haben. Sie träumt von anderen Männern, naja, und vor allem von Sex mit anderen Männern. Ach Kinder…Sex sells, oder was? Na, von mir aus. Die Idee der offenen Beziehung ist von Beginn an zum Scheitern verurteilt und im Zusammenhang der Liebe der beiden auch echt bescheuert. Genervt hat mich auch, dass die „Auszeit von der Treue“ erst nach über der Hälfte des Buches einsetzt, was mir deutlich zu spät war. Ich dachte, dass man die Erfahrungen der beiden innerhalb dieses Zeitraums von 3 Monaten unabhängig voneinander nachverfolgen würde und dass die beiden langsam zum Schluss kommen würden, dass sie sich doch lieben, oder sonst was. Aber hier wurde das Ganze anders geregelt. Das Buch hat ganz normale Kapitel und die Sicht der Figuren wechselt andauernd. Wirklich andauernd. Verena und Tom erzählen im Wechsel, zum Teil die gleiche Situation. Das ist dann eigentlich nie länger als 2 Seiten, zumeist nur eine halbe Seite. Klar ist es interessant beide Sichten mitzubekommen, aber weil die Passagen so super kurz sind, stoppt das den Lesefluss. Gut ist, dass beide Protagonisten tatsächlich andere Charakteristika im Stil aufweisen und man sie so gut unterscheiden kann. Sie haben zusätzlich eine andere Schrift. Trotzdem wird man als Leser immer wieder aus der Handlung geschmissen, weil sich die Sicht wechselt. Die Nebenfiguren haben mir auch so gar nicht gefallen. Ebenfalls war ich verwundert, dass sowohl Verena als auch Tom sofort jemanden hatten, mit dem sie „fremdgehen“ konnten. So läuft das Ganze nämlich absolut parallel ab. Und das ist einfach nur unlogisch. Beide haben tatsächlich in der gleichen Nacht mit wem anderes Sex – als wenn. Isabell ist übrigens auch so ein Störfaktor gewesen, der mich einfach nur aufgeregt hat. Und wenn wir schon bei den Punkten sind, weshalb ich mich mit dem Buch nicht wohlfühlen konnte: Die Eltern der beiden. Sowohl Verena, als auch Tom sprechen ihre Eltern mit Vornamen an. Das sorgte bei mir für Verwirrung, da man gleich mit vier Namen klarkommen musste und man nicht genau wusste, wer eigentlich zu wem gehört und wessen Kind noch dazu kommt. Natürlich musste die Autorin auch noch eine dämliche Nebenhandlung einbauen, die das Buch nur noch blöder macht. Klar ist dieser Punkt realistisch, aber warum denn noch mehr negative Dinge in dieses Buch hauen??? Die Bindung zwischen den Eltern und ihren Kindern habe ich jedenfalls nicht ganz verstanden. Der Stil der Autorin ist übrigens okay, konnte mich aber nicht mehr besänftigen.
Fazit Für mich war „Ein Sommer ohne uns“ ein Buch, mit dem ich mich überhaupt nicht wohlfühlen konnte. Von Anfang an hatte ich eine Abneigung gegen die Protagonisten und ihre dämlichen Ideen –Realismus hin oder her. Der Stil gefiel mir nicht und mit jedem neuen Kapitel wurde ich immer aggressiver. Die gute Idee konnte einfach nicht umgesetzt werden und ich bin froh, dass ich das Buch beendet habe, was zwischenzeitlich auf der Kippe stand. Verena und Tom sind keine Sympathieträger und springen zwischen Kitsch und Vorurteilen nur so hin und her. Ein Buch, dem die Basis fehlt und das lediglich durch seine Aufmachung und gute Ansätze zwei Sterne von mir bekommt.
Das perfekte Buch für den Strand, aber auch nicht mehr. Es ist langweilig, dass das ganze Buch nur von einer Liebesgeschichte handelt und das sagt jemand der Liebesgeschichten liebt, aber nichts außer Liebe ist mit der Zeit nervig.
Inhalt Schon immer zusammen - welches Paar wünscht sich dies nicht. Keine schrecklichen Liebschaften vorher, nur eine gemeinsame Vergangenheit. Was wie ein wahrgewordener Mädchentraum klingt, wird für Verena und Tom nach und nach zum Albtraum. Zweifel nisten sich in den Köpfen der Teenies ein. Obwohl Verena Tom liebt, will sie sich erst noch ausprobieren bevor die gemeinsame Wohnung kommt. Und auch Tom ist nicht abgeneigt. Die beiden treffen eine Abmachung, nach der nichts mehr so sein wird, wie es mal war...
Wie hat's mir gefallen Ich habe mich sehr auf das Jugendbuch gefreut, denn die Thematik spricht mich persönlich sehr an. Auch wenn ich nicht schon immer mit demselben Mann liiert bin, so war ich seit ich 14 bin nur 6 Monate single, also bin seit mehr als 13 Jahren in Partnerschaft. Selten sprechen Bücher solch reale Tabuthemen an, weswegen ich sehr neugierig war.
Alles beginnt sehr kindlich und staccato-mäßig erzählt mit der Kindheit der beiden Protagonisten Tom und Verena. Tom ist für sein Alter recht frühreif was Gefühle gegenüber Mädchen angeht und betet seine Nachbarin gerade zu an. Kein Wunder, dass aus den Beiden später ein paar wird. Nach dieser Einführung, wird der Schreibstil zwar etwas älter, bleibt aber stets jugendlich. Die kurzen Sätze bleiben erhalten und haben mich anfangs verwundert. Doch nach und nach wird klar: diese Erzählweise wurde absichtlich so auffällig oft gewählt, um dem Leser Platz für Eigeninterpretationen zu liefern und ihn schier zum eigenen Nachdenken zu zwingen. So etwas mag ich immer sehr. Was ich weniger mochte, war dann der Verlauf der Handlung.
Zwischen Verena und Tom sprüht schon lange kein Funke mehr. Der Alltag ist bei den Beiden schon zu Abiturzeiten eingekehrt und alles wirkt eher nach Gewohnheit, als nach der großen Liebe. Gerade Verena wirkt oft sehr abweisend und farblos, weswegen es mir schwer fiel, zu ihr eine Verbindung aufzubauen. Tom, der Verena offensichtlich noch sehr mag (von Liebe fällt es mir sehr schwer bei den Beiden zu reden), bemüht sich zwar, schaut sich dennoch aber auch gern weiter um. Jedem ist klar, worauf es hinausläuft: auf eine Beziehungspause. Über deren lieblose und undurchdachte Umsetzung war ich etwas geschockt. Es war nichts Ganzes und nichts Halbes. Entweder ich trenne mich auf Zeit, oder lasse es bleiben. Aber das, was Verena und Tom "veranstalten", kann kein Mensch der aufrichtig liebt gutheißen. Vielleicht bin ich aber auch zu hart zu den Protagonisten, schließlich haben sie kaum Erfahrung, sind noch sehr jung und gerade Verena wirkt zu naiv.
Trotz der wenigen Seiten, gab es einige Nebenhandlungen. Die Story mit den Eltern war mir leider zu offensichtlich, durchschaubar und clichéhaft. Zudem kam ich mit den Namen komplett durcheinander. Ist es out "Mama" zu sagen? Die Nebenhandlung um Isabelle fand ich interessant. Endlich mal eine junge Frau, die weiß was sie will, dies umsetzt und zu ihren Entscheidungen steht. Ob man sie mag oder nicht, im Gegensatz zu Verena besitzt sie Rückgrat und hat einen gefestigten Charakter. Ohne sie, wäre mir die ganze Handlung zu farblos gewesen und obwohl sie nicht immer moralisch korrekt handelt, ist sie im Gegensatz zu Verena ehrlich und war mir wesentlich sympathischer. Leider gehen alle anderen Charaktere mit ihr sehr selbstgerecht und zu hart ins Gericht. Aber: That's Life.
Das Ende gefiel mir dann doch. Ich hatte wirklich Angst davor, denn zu oft wurde man bei solchen Stories enttäuscht mit einem lahmen Ende. Dieses war passend und rettete das Buch vor einer 2* Rezension. Alles in allem ist es eine nette Lektüre für Zwischendurch, allerdings würde ich euch raten es auszuleihen oder zur eBookvariante zu greifen.
Cover/Buchgestaltung Das Cover ist wirklich hübsch. Auf der Frontseite sieht man Verena, auf der Rückseite Tom. Sie sind getrennt und doch verbunden, wie im Buch. Leider ist die Klappbroschur schnell ausgelesen und nimmt leicht Flecken auf. Das Preis-Leistungsverhältnis stimmt meines Erachtens nach nicht so gut.
Für Fans von * "Ein ganzes Ja" von Luisa Sturm
Fazit Da hatte ich mir einfach etwas Anderes und MEHR erhofft. Weder Tom noch Verena waren sympathische Protagonisten. Vielleicht bin ich aber auch einfach mit 27 zu alt für diesen Jugendroman, der teilweise doch noch sehr jung geschrieben ist. Dennoch hätte ich mir von der Beziehungspause etwas ganz anderes - und vor allem "Ehrlicheres" - erwartet.
Worum geht's? Die Geschichte von Verena und Tom klingt nach einem wahr gewordenen Märchen: Sie kennen sich seit klein auf, wohnen nebeneinander, sind ein Paar, seit sie sich mit 13 Jahren zum ersten Mal geküsst haben. Sie sind wie Pech und Schwefel, sind füreinander geschaffen, gehören zusammen. Für immer. Aber dann kommen Verena Zweifel, zwischen Abistress und Studium, zwischen jugendlichem Leichtsinn und erwachsener Vernunft: Wenn sie noch nie einen anderen Jungen küsst hat, woher soll sie wissen, dass Tom der Richtige für sie ist? Dass es nicht anders, besser sein kann? Gemeinsam beschließen sie, sich auszuprobieren. Eine offene Beziehung für 3 Monate. Doch keiner von beiden hat die Konsequenzen bedacht …
Meine Meinung: Sabine Both ist keine Unbekannte. Unter ihrem Pseudonym Franziska Moll hat sie „Was ich dich träumen lasse“ und „Egal wohin“ geschrieben, die auf diversen Blogs mit Lobeshymnen überhäuft wurden. Mit ihrem neuen Roman „Ein Sommer ohne uns“ erzählt Sabine Both eine intensive Contemporary-Geschichte, die sich an ein Thema wagt, auf das ich im Jugendbuch noch nicht gestoßen bin: offene Beziehungen. Es ist die Geschichte eines jungen Pärchens, das sich seit Kindertagen kennt, seit der Pubertät liebt und nun an der Schwelle zum Erwachsenwerden ins Zweifeln gerät. Nicht darüber, ob ihre Gefühle füreinander echt sind – das steht für Verena und Tom völlig außer Frage. Aber die Neugierde, wie es mit anderen sein könnte, die Frage, ob sie es später nicht bereuen könnten, nie jemand anderen geküsst und berührt zu haben, spukt beiden im Kopf herum. Ob das gut gehen kann?
Mit dem Einstieg in die Geschichte hatte ich meine Probleme. Es ist mein erstes Buch der Autorin und ihr Schreibstil hat mich sehr überrascht. In kurzen, fast schon abgehackten Sätzen schreibt Sabine Both über Verena und Tom, ihre Liebe, ihre Beziehung. Ihre Worte wirkten zunächst viel zu harsch und hart auf mich, sorgten schon zu Beginn für eine angespannte Atmosphäre, die mich alles andere als unbekümmert durch die Seiten trieb. „Gut“ fühlte ich mich nicht, dabei war zu Beginn der Geschichte doch noch alles in Ordnung.
Mit jeder umgeschlagenen Seite wusste ich den knappen Stil der Autorin jedoch besser zu schätzen. Was auf mich einen so hektischen Eindruck machte, ist Sabine Boths geballte Wortkraft. Sie schafft es mit wenigen Worten das zu beschreiben, wofür andere ganze Seiten brauchen, und so viele Emotionen zu vermitteln, wie es manch einer in ganzen Romanen nicht vermag. Nach einer kleinen Eingewöhnung, der Bereitschaft, sich auf Boths Stil einzulassen, gab es für mich aus diesem atmosphärisch dichten Gefühlsfeuerwerk kein Entrinnen mehr. „Ein Sommer ohne uns“ hat mich mit Haut und Haar zwischen seine Seiten gezogen und schlussendlich sowohl sprach- als auch atemlos zurückgelassen.
Sabine Both ist eine grandiose Autorin, die ihr Handwerk versteht und es mit Herzblut auslebt. Sie hat einen Blick fürs Detail und ein feinfühliges Gespür dafür, welche Themen man mit knallharten Worten zur Sprache bringt und welche man durch kleine, aber bedeutungsschwere Gesten zwischen den Zeilen versteckt. Mit jedem gedruckten Wort hat sie die Gedanken und Gefühle ihrer Figuren auf den Punkt und die eines jeden jungen Erwachsenen im Kern getroffen. „Ein Sommer ohne uns“ hat mich emotional völlig mitgerissen, teilweise sogar aus der Bahn geworfen, vor allem aber berührt und bewegt.
Dass „Ein Sommer ohne uns“ so eine intensive Sogwirkung auf mich gehabt hat, liegt zum Großteil aber auch an den unfassbar authentischen Figuren der Geschichte. Als Protagonisten, die auch abwechselnd die Erzählerrollen einnehmen, stehen Verena und Tom natürlich im Fokus. Obwohl ich sie in ihren Entscheidungen nicht immer unterstützt habe, konnte ich ihre Gedanken und Beweggründe immer nachvollziehen. Sabine Both hat mit ihnen Charaktere geschaffen, die ehrlicher, natürlicher und lebendiger nicht sein könnten. Sie alle wirken so echt, dass es mich nicht wundern würde, einem von ihnen morgen auf der Straße zu begegnen.
Fazit: „Ein Sommer ohne uns“ von Sabine Both ist ein außergewöhnlicher Jugendroman – und das nicht nur dank des speziellen Themas. Mit ihrem intensiven, punktgenauen Schreibstil hat mich die Autorin mit Haut und Haar in ihre Geschichte gezogen. Sprach- und atemlos, dafür voller unbändiger Gefühle, übte die Geschichte um Verena und Tom einen Sog auf mich aus, dem ich mich weder entziehen konnte noch wollte. Ein aufwühlender, sehr ehrlicher Roman mit authentischen Charakteren, die man so schnell nicht mehr vergisst. Hochemotional! Für „Ein Sommer ohne uns“ vergebe ich sehr gute 4 Lurche.
Verena und Rollo sind Zwillinge, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. An ihrem 13. Geburtstag wird sich zumindest das Leben von Verena für immer verändern. Wie jedes Jahr wird im elterlichen Garten eine kleine Geburtstagsfeier veranstaltet, zu der auch die Nachbarn Hannes und Siegrid mit ihrem Sohn Tom kommen. Tom ist, seitdem er mit seinen Eltern vor ca. 10 Jahren in die Siedlung gezogen ist, ein fester Bestandteil von Verenas uns Rollos Leben, denn sie sind nicht nur Nachbarskinder, sie sind Freunde, wobei er, gerade in den letzten Monaten, mehr als nur Freundschaft für Verena empfindet. Doch auch Tom ist erst 13, wenige Monate älter als Verena und ja, er ist verliebt, doch wie sagt man es einem Mädchen? Sie ist seine erste Liebe und instinktiv macht er ihr zu ihrem Geburtstag genau das Geschenk, das alles verändern soll.
Fünf Jahre später, die drei sind mittlerweile 18 Jahre alt, hängen sie immer noch zusammen wie Pech und Schwefel. Seit jenem schicksalshaften Tag sind Verena und Tom ein Paar und Tom ist nach wie vor Rollos bester Freund, doch bald wird sich das Leben der drei ändern. Verena und Tom bereiten sich intensiv auf ihr Abi vor, wollen sie doch nach diesem nach Marburg ziehen, um zu studieren und Rollo zurücklassen, der eine Ehrenrunde gedreht hat und sowieso keinerlei schulischen Ehrgeiz an den Tag legt. Die Zwillinge wollen ihren 18. Geburtstag so richtig schön mit ihren Freunden feiern und gehen, nach der obligatorischen Familienfeier im heimischen Garten, noch in einen Club.
In diesem Club lernt Verena Jesse kennen und ist von ihm fasziniert, auch wenn sie natürlich niemals was mit ihm anfangen würde, liebt sie doch Tom und haben sie sich Treue in ihrer Beziehung geschworen. Verhängnisvoll wird es erst, als Rollo die etwas ältere Isabelle kennenlernt und in ihrem Bann gezogen wird, denn sobald sie auf der Bildfläche auftaucht, herrscht Unruhe in der Gruppe und bisher Ungedachtes bereitet sich seinen Weg: werden es Tom und Verena nicht irgendwann bereuen, niemals mit jemand anderem geschlafen zu haben und ist eine befristete, offene Beziehung nicht eine Möglichkeit, Erfahrung auch mit anderen Menschen zu sammeln, ohne einander zu verlieren?
Die erste Liebe, aber auch die einzige? Der Plot wurde realistisch und abwechslungsreich erarbeitet. Erstaunt war ich, dass in diesem Buch von einer Liebe erzählt wird, die, gerade zu Beginn, ihresgleichen sucht, denn es scheint heute alles andere als normal, dass man mit seinem ersten Partner auch noch nach fünf Jahren glücklich liiert ist. Doch mit der Reife des Alters kommen auch Zweifel an dieser einzigartigen Liebe auf, die ich sehr eindrucksvoll dargestellt fand. Die Figuren wurden authentisch erarbeitet, wobei mir die Figur des Tom unheimlich zugesagt hat, denn vom ersten Moment an wusste er, was bzw. wenn er wollte. Der Schreibstil lässt sich sehr gut und ohne große Anstrengungen lesen, sodass ich abschließend sagen kann, dass mir dieses Buch schöne Lesestunden bereitet hat, ich jedoch nicht immer die Beweggründe der Figuren so nachvollziehen konnte (was jedoch auch an meinem schon eher gesetzteren Alter liegen kann).
Erster Satz: 5 Jahre zuvor: "Verena schaut gegen die Sonne zur Terrassentür, legt die Hand schützend über die Augen."
Meine Meinung zum Buch: Den Schreibstil der Autorin fand ich einfach fürchterlich. Er ist zwar einfach gehalten, aber die kurzen, abgehackten Sätzen haben meinen Lesefluss extrem gestört. Ich mag diese Art von Schreibstil, mit den kurzen Sätzen, einfach überhaupt nicht. Aber auch Tom und Verena konnte ich nicht leiden. Ich fand beiden extrem unsympathisch und alles andere als glaubwürdig.
Erzählt wird die Story abwechselnd aus der Sicht von Tom und Verena, und wie ich bereits erwähnt habe, fand ich beide extrem unsympathisch. Hinzu kommt, dass die abwechselnde Sichtweise exakt die Gleiche ist. Handlungen, Gefühle und Emotionen aus Verenas Sicht, sind demnach die gleichen wie bei Tom. Schrecklich, einfach schrecklich. Man liest, ohne etwas Neues zu erfahren. Deren größtes Problem basiert einfach darauf, das sie nicht miteinander reden. Keiner hat dem anderen von seinen Ängsten, Wünschen oder Träumen erzählt. Was ich überhaupt nicht nachvollziehen konnte, denn wenn man seinem Partner/in so einen Vorschlag unterbreitet, sollte man auch die Eier in der Hose haben und über seine Probleme reden können.
Von dem Buch "Ein Sommer ohne uns" hatte ich mir etwas komplett anderes erhofft. Gerechnet hatte ich mit einer tiefgründigen Idee mit emotionaler Tiefe, aufgetanen Problemen und viel Gefühl. Leider war dem nicht so! Im Vordergrund der Story stehen Themen wie fremdgehen, Alkohol und Sex. Was wirklich schade ist, denn das angebrachte Thema "Auszeit von der Treue" hätte so gut verpackt werden können. Hinzu kommen die vielen Nebenhandlungen.
Die Autorin hat zu viele klischeehafte Nebenhandlungen mit eingebaut, sodass die Story übertrieben wirkt. Ich möchte nicht zu viel verraten, aber Sabine Both hätte sich meiner Meinung nach auf eine max. zwei Nebenhandlungen konzentrieren sollen, anstatt auf 10 verschiedene.
Fazit: Erhofft hatte ich mir eine tiefgründige und sehr gut verpackte Story. Der Fokus der Story hätte viel mehr auf die Auszeit und deren Probleme liegen sollen, anstatt auf Nebenhandlungen.
Für mich eines der enttäuschendsten Bücher die ich 2016 bisher gelesen habe.
Hmm. Ich glaube, ich habe einfach zu viel erwartet. Ich hatte gehofft, dass sich das Buch mehr mit alternativen Beziehungsformen beschäftigt, dabei bestand es zum Großteil nur aus Zweifeln/Überlegungen etwas/jemanden zu verpassen, anstelle von Taten oder einer tiefergehenden Beschäftigung damit. Allein die im Klappentext angesprochene offene Beziehung kam erst im letzten Drittel zur Rede und dann war das Buch auch schon fast zu Ende. Die Sache mit den Eltern fand ich vorhersehbar und hat mich eigentlich nicht wirklich interessiert (auch wenn es irgendwo zum Kontext passt). Am schlimmsten fand ich allerdings, wie Isabelle hier konstruiert wurde - natürlich die klischeehafte, männerfressende, aufreizende Schönheit, und etwas slutshaming inklusive. Nein, danke.