I 1921 udgav Sophus Michaëlis romanen Himmelskibet, der løseligt er bygget over filmen af samme navn fra 1918. Det er historien om en ekspedition til Mars, hvor en lille gruppe desertører fra første verdenskrigs rædsler finder et utopisk samfund. Her lever alle i fred med alle, ingen udøver vold eller tvang, og selv blomster er man tilbageholdende med at plukke, men venter hellere til de af sig selv falder af træerne.
Romanens hovedperson er den italienske soldat Ercole Sabene, der først ser på den blide marskultur med en vis skepsis, men efterhånden betages mere og mere af den. Der bliver dog visse tvivl tilbage, ikke mindst i forhold til marsboernes totale afvisning af at beskæftige sig med deres egen historie og deres planets geografi.
Romanen er en stærk idealistisk reaktion på en jordisk verden i opløsning; men for Ercole Sabene bliver spørgsmålet, hvad der skjuler sig for enden af den store kanal, som ingen levende marsbo vil tale om...
Ich habe das Buch unter dem Titel "Das Himmelsschiff" in der Ausgabe des Dieter von Reeken Verlages gelesen (http://www.dieter-von-reeken.de/). Bei diesem Verlag erscheinen schon seit Jahren schöne Neuausgaben klassischer Science Fiction Romane (z.B. eine tolle Kurd Laßwitz Ausgabe) und auch Sekundärliteratur (z.B. HJ Galle zu Heftromanen, Iwoleit zu Kurzgeschichten, Essays von Rottensteiner) .
Der Roman ist von 1926 und ist das Buch zu einem Stummfilm von 1918; das Buch ist versehen mit einem Nachwort, sowie Texten und Fotos zum Film und anscheinend weicht die Handlung des Buches vom Film ab, wie das Nachwort vermerkt. Es geht - wie so oft - um eine Reise zum Mars: Der Soldat Ercole Sabene wird auf dem Schlachtfeld des ersten Weltkrieges verwundet und vom Himmelsschiff "Kosmopolis" gerettet, dessen Kapitän den Namen Avanti Planetaros (!) hat, seine Schwester heißt Corona Planetaros. Schon am Anfang fällt auf, dass wir es mit einem Antikriegsroman zu tun haben. Über den Soldat heißt es: "Auch er fand seinen Feind und seine Front und seine gerechte Sache, um Menschen totschlagen zu dürfen". Das Schiff hat eine multinationale Besatzung aus Deserteuren und fliegt zum Mars (wie das technisch geht, habe ich nicht verstanden, aber der Autor meiner Meinung nach auch nicht). Ercole Sabene bewundert den Sternenhimmel, man fliegt durch einen Meteoritensturm und kommt letztendlich zum Mars. Dort trifft man auf eine hochstehende Zivilisation, die von einem Weisen regiert wird, keine Kriege und keinen Hunger kennt. Allerdings findet auch eine radikale Geburtenkontrolle, einschließlich des Tötens von nicht perfektem Leben stat und in einem gewissen Alter bringt man sich selbst um.
Es ist eine seltsame Mischung: manchmal fand ich das Buch - zumal für 1926 - fortschrittlich, z.B. bei den Gedanken zum Krieg. Ich hätte auch keine Schilderung eines Marsbordells erwartet (nur für sterilisierte Männer!), allerdings auch keine positiv geschilderte Eugenik.
Insgesamt fehlt aber vor Allem Handlung (auch das Nachwort bezeichnet das Buch als "handlungsarm") und zuweilen ist der Stil etwas kitschig.