Kaum eine Frauengestalt der Weltgeschichte hat – von der Antike bis in die Gegenwart – eine so große Faszination auf Dichter und Komponisten, auf Theater und Film ausgeübt wie Kleopatra VII. (69 – 30 v.Chr.). Die Lebensgeschichte der ägyptischen Königin ist ebenso reich an dramatischen Szenen wie an tragisch-romantischen Episoden. Das Bild Kleopatras ist in der Überlieferung durch den Hass der Römer Sie war eine hoch gebildete Frau und beherrschte zahlreiche Sprachen des Ostens. Politisch klug und selbstbewusst stellte sie sich in die Tradition der Jahrtausende alten Geschichte der Pharaonen – und setzte zur Sicherung der Macht bedenkenlos auch ihre Liebe ein. Christoph Schäfer zeichnet anhand der Quellen ein unvoreingenommenes Bild Kleopatras.
Eine sehr gelungene und interessant geschriebene Biografie, sodass es sich mehr wie ein Roman lesen lässt. Das Buch habe ich im Rahmen eines Seminars in der Universität gelese. Es kann getrost als wissenschaftlich korrektes Buch genutzt werden, auch wenn der Autor nicht immer objektiv bleibt. Die genutzten Zitate passen gut in die dazugehörigen Stellen hinein und sind korrekt angegeben, sodass man diese im Archiv leicht wiederfinden und nachlesen kann. Die Lebensgeschichten der Personen sind, soweit man dies so sagen kann, ebenfalls richtig wiedergegeben. Das Buch kann ich jedem empfehlen, der sich für die Geschichte Ägyptens und Roms interessiert, da beide Seiten gut beschrieben werden.
Musste ab und zu noch an meine Rezension denken und habe mich entschieden statt 3,5, doch 4 zu geben. Was mich störte, war, dass wenig über Kleopatra als Person erklärt wurde. Also, wie sie außerhalb ihres Rufes als Pharaonin so war und welches Verhältnis sie zu den Leuten in ihrer Familie so hatte. Aber alles in allem hat der Autor sehr viele Details gegeben und es war leicht und interessant ihm zu folgen.