Ständig träumt Liz von einem schönen Jungen, den sie noch nie gesehen hat. Der Traum kommt ihr so real vor, dass sie Angst hat, den Verstand zu verlieren. Als sie diesem Jungen dann plötzlich gegenübersteht, ist sie fassungslos. Nicht nur, weil es ihn tatsächlich gibt. Vor allem, weil er ganz anders ist, als sie erwartet hat: kein sanfter Junge, sondern Mitglied einer gefährlichen Gang. Wider alle Vernunft will sie herausfinden, wer er ist und warum er sie in ihren Träumen heimsucht. Sie ahnt nicht, dass er sie längst ins Visier genommen hat. Denn nur sie hat ihn bei dem Überfall gesehen und kann ihm deshalb gefährlich werden.
Jennifer Benkau wurde 1980 in Solingen geboren, wo sie heute mit einem Ehemann, drei Kindern und zwei Katzen lebt. Benkau schreibt Bücher, weil es ihr ein Bedürfnis ist, Geschichten zu erzählen, sie aber beim Reden stottert. Zum Schreiben braucht sie Wind, laute Musik, Schokolade, Kiwis und Kaffee; aus dieser Mixtur entstehen paranormale Liebesromane, die der Autorin als Ausgleich dienen. Ihr Debütroman, "Nybbas Träume", erschien im Juni 2010.
Ein sehr, sehr schönes Jugendbuch! Hätte ich das Buch vor 10 Jahren gelesen, ich hätte es total geliebt. Doch auch in meinen 20ern habe ich das Buch sehr gerne gelesen. Die Geschichte ist zwar nicht besonders innovativ, es geht um eine Liebe zwischen einem "good girl" und einem vermeintlichen "Bad Boy", aber sie ist sehr schön erzählt und die Charaktere sind wahnsinnig authentisch und sympathisch. Wie immer bei Jennifer Benkau fühlen sich die Charaktere sehr echt an. Man findet zu jedem eine Verbindung! Gerade Sputnik war für mich ein interessanter Charakter. Auch wenn sie ja eigentlich die "Böse" in der Geschichte ist, konnte man sie nachvollziehen. Und auch Louis' Charakter war sehr spannend. Also mit den Charakteren kommt man sehr gut durch die Geschichte. Das Thema "Träume", das das Buch auch zu einem Teil beherrscht, war leider nicht meins. Das Gute war aber: Man kann die Träume sehr gut überspringen, ohne etwas zu verpassen :D Ab und an bin ich in dem Buch auf Stellen gestoßen, die mich etwas gelangweilt haben, denn man weiß eigentlich worauf das Ganze hinausläuft und man wartet über 400 Seiten darauf... Trotzdem kann ich nicht sagen, dass das Buch langweilig war, denn es hat einfach Spaß gemacht, bei den Charakteren zu sein. Absolutes Highlight des Buches nach meiner Meinung: Das Ende. Wow, Jennifer Benkau schafft es immer wieder, ihre Bücher zu herzerwärmend und dabei logisch abzurunden! Und dass ohne den geringsten Kitsch. Auch moralisch fand ich das Ende toll. Es war realistisch und trotzdem schön. Jennifer schafft es, die harte Realität mit Schönheit zu verbinden. Herrlich! Ich liebe einfach gute Enden, vor allem, wenn sich plötzlich alles harmonisch ineinander fügt. Damit meine ich nicht, dass ich auf Happy Ends stehe, sondern, dass ich runde, logische, eben harmonische Enden liebe. Und die bekomme ich bei Jennifer Benkau immer. Deshalb liebe ich ihre Bücher. Sie versteht es einfach, meine Sehnsucht nach dem perfekten Ende zu befriedigen! Auch der Titel macht am Ende so viel Sinn und wirkt nicht mehr so kitschig wie auf den ersten Blick. Einfach genial! Leider nicht das beste Buch der Autorin, trotzdem eines, dass mich sehr überzeugen konnte. Ich kann es gar nicht erwarten, dass nächste Buch der Autorin in die Hand zu nehmen <3
Inhalt: Die 16jährige Liz wohnt seit dem Tod ihrer Eltern bei ihrer Tante Andrea, mit der sie sich gut versteht. Bis sie eines Tages auf Louis trifft, einen Jungen, den sie schon aus ihren Träumen kennt, der in der Wirklichkeit aber nicht umbedingt das ist, was Liz erwartet hat. Den Louis ist in einer Gang und Liz weiß, dass sie sich eigentlich von ihm fern halten sollte. Wären da nicht diese Gefühle für ihn und die Träume, die ihr scheinbar etwas sagen wollen.
Meine Meinung: "Wenn wir fallen" ist das neue Jugendbuch von Jennifer Benkau und erzählt die Geschichte der beiden Teenager Liz und Louis, welche aus unterschiedlichen Welten kommen, jedoch trotzdem sind sie auf gewisse Weise miteinander verbunden. Denn Liz, die bei ihrer Tante, einer Tierärztin, aufgewachsen ist und bisher keine finanziellen Probleme hatte, hat schon lange vor dem ersten Treffen von Louis, einem netten Jungen der sie versteht und ihr ihre Ängste nimmt, geträumt. Der echte Louis dagegen ist, mit einer alkoholabhängigen Mutter und einem Vater, der selten den Kontakt zu ihm sucht, durch einige Probleme in eine Gang geraten.
Erzählt wird die Geschichte abwechselnd aus den Perspektiven von Liz und Louis. Ich mag solche Wechsel immer besonders gerne, da man so nicht nur einen Charakter näher begleitet, sondern in die Gefühlswelt beider abtauchen kann. Besonders beim ersten Treffen war dies interessant und lustig, da dort auch wesentlich schneller zwischen beiden Perspektiven gewechselt wurde. So fällt es auch nicht leicht, das Buch mal beiseite zu legen, da man immer gerne wissen möchte, was der andere in der Zwischenzeit getrieben hat.
Wenn man das Cover sieht, denkt man erst an eine kitschige Liebesgeschichte (jedenfalls ging es mir so), doch Jennifer Benkaus Buch bietet wesentlich mehr. Es geht um das Leben in einer Gang, um das Verlassen dieser und um Vorurteile anderen Gesellschaftsschichten gegenüber, alles verbunden mit einer süßen und durchaus realistischen Liebesgeschichte, bei der man sich fragt, wie sie denn gut ausgehen soll. Besonders wenn man andere Bücher der Autorin kennt, überlegt man, ob Louis überhaupt heil aus der ganzen Geschichte heraus kommt.
Fazit: Jennifer Benkaus "Wenn wir fallen" erzählt die realistische Liebesgeschichte zwischen einem wohl behüteten, aber elternlosen Mädchen und einem Gangmitglied und greift zusätzlich ein wenig Gesellschaftskritik auf. Mich konnte das Buch durchgehend fesselnd, so dass ich alle 5 Muscheln vergebe.
Wer bei Wenn wir fallen mit einer reinen, romantischen Liebesgeschichte rechnet, den muss ich leider enttäuschen, denn außer einer wirklich süßen Liebesgeschichte hat dieses Buch noch viele brandaktuelle Themen zu bieten, deren einzelne Bausteine sehr gut zusammen errichtet wurden. Zum Einen geht es um Trauer, und wie einzelne Menschen damit umgehen. Zum Anderen beinhaltet dieser Roman auch vieles zum Thema Kriminalität. Dabei hebt die Autorin aber niemals drohend den Zeigefinger, sondern zeigt auf, was passieren kann, wenn man erstmal in so einer Bande drin steckt. Mir hat es sehr gut gefallen, eben nicht nur eine 0815 Liebesgeschichte serviert zu bekommen. Der Anfang war für mich zwar ein bisschen holperig, weil ich erst noch Schwierigkeiten hatte, in das Buch zu finden, doch als ich erst einmal meinen Platz an der Seite von Liz gefunden und eingenommen hatte, wollte ich sie gar nicht mehr verlassen. Ihr Schicksal hat mich sehr berührt, weil ich mich sehr gut in sie hineinversetzen konnte. Sie ist eine starke, junge Frau, die sogar schon eigenes Geld mit ihren selbst genähten Klamotten verdient. Nicht nur für diese Gabe habe ich sie bewundert, sondern auch wegen ihrer Stärke. Da die Protagonisten abwechselnd auktorial über die Geschehnisse berichten, ist man immer up to date, was bei jedem von beiden aktuell gerade passiert. Während wir Liz in die Tierarztpraxis ihrer Tante begleiten, ist Louis vielleicht gerade wieder bei seiner Bande. Dieser Erzählstil machte es mir leicht, mich in beide hineinversetzen, sie verstehen zu können.
»Ihr Kuss machte, dass es ihm egal war, was er getan und gelassen hatte; egal, wer er war und nicht war und nie sein würde. Für einen Augenblick war er Louis, den Liz küsste, und die Welt um sie herum war weiß und leer und still wie ein Blatt Papier.« Zitat aus: "Wenn wir fallen"
Als Liz das erste Mal in der Realität auf Louis trifft, ist sie natürlich erstmal total perplex, was ich nachvollziehen konnte, schließlich hat sie ihn zuerst in ihren Träumen erlebt, bevor sie sich in der Wirklichkeit gegenüberstehen. Nur was bedeuten diese Träume? Diese Frage hat mich schier wahnsinnig gemacht. Ich wollte am Liebsten sofort erfahren, was es damit auf sich hat, und natürlich auch, wie sich wohl die Beziehung der Zwei entwickeln, insofern es überhaupt eine geben würde, was die Spannungskurve ziemlich weit in die Höhe getrieben hat. Zusätzlich zu dieser Dramatik kam auch noch der "Banden-Aspekt", denn die erst so frisch erblühte Liebe steht leider unter dem Schatten der anderen Mitglieder. Es wäre ja auch zu schön, wenn alles glatt laufen würde... Dies und noch einiges mehr hat mich dazu gebracht, das Buch innerhalb weniger Stunden zu inhalieren, weil ich eben so gefesselt und so neugierig vom weiteren Verlauf war. Besonders die letzten Seiten heizen alles noch mal richtig an. Liz weiß plötzlich nicht mehr wie ihr geschieht, da alles eine völlig andere Richtung genommen hat, als sie sich das vorher ausgemalt hatte. Es steht alles auf dem Kopf und was macht der Leser? Der knabbert an seinen Fingernägeln, weil es die einzige Ablenkung ist, die er sich in dieser Situation erlaubt. Als diese Stelle vorbei war, dachte ich, wieder durchatmen zu können, doch dann kam der Showdown - ein Ende, mit dem ich so absolut nicht gerechnet hatte und das mich auch ein bisschen nachdenklich zurücklässt.
Fazit: Die Geschichte rund um Liz und Louis ist eine sehr Besondere, die weit mehr als nur Liebe zu bieten hat. Ich mochte es sehr, mich mit den beiden zu beschäftigen, ihren Weg zu begleiten. Besonders gut hat mir gefallen, dass Jennifer Benkau auch auf Themen eingeht, die das Leben leider so mit sich bringen. Dieses ist mein erstes Buch der Autorin, wird aber garantiert nicht das Letzte bleiben! Tipp!
Einfach eine unglaublich süße Liebesgeschichte, mit zwei Hauptcharakteren , gar nicht so ein jugendliches Denken haben, was mir sehr gut gefallen hat. Besonders Liz ist nicht einfach nur zickig, sondern denkt öfter mal nach und spielt auch nicht die Beleidigte. Für mich war es wirklich ausgesprochen erfrischend.
Bewertung:
Liz träumt von einem Jungen, der irgendwann auch in ihr Leben tritt. Aber dort ist er ganz anders, als in ihren Träumen. Irgendwie ist sie durch die Träumerei mit ihm auch in ihn verliebt. Ich kann sie schon gut nachvollziehen, besonders wenn der Gleiche immer wieder auftaucht.
Liz scheint mir eine Kreative zu sein und hat in ihren Leben wohl schon einiges durchgemacht. Das bekomme ich auch nur stückchenweise serviert. Sie zwar noch nicht erwachsen, ist aber kein bockiges, zickiges Mädchen was Spielchen spielt. Was mir wirklich sehr gut gefallen hat. Besonders im Umgang mit Louis reagiert sie oft anders, als ich erwartet habe (erwartet habe ich das zickige Mädchen).
Katta ist ihre beste Freundin und vertraut ihr total. Was ich wirklich einmalig finde, ist dass sie das mit den Träumen glaubt. Einfach eine gute Freundin. Ich hätte es ihr nicht so einfach geglaubt und wäre zumindestens etwas ungläubig gewesen. Später redet sie Liz aber auch noch mal gut zu, was sie dann für mich noch authentischer macht.
Louis scheint ja nicht so dumm zu sein, aber trotzdem ist er in einer Gang. Er versucht sich und seine Familie wohl damit über Wasser zu halten oder versucht einen Weg zu finden, irgendwie an Geld zu kommen. Er scheint nicht böse zu sein, sondern ist überall immer so reingeraten. Was ich wirklich schade finde. Manchmal, besonders am Ende, hätte ich ihn öfter schütteln können.
Auf Grund der Thematik zwischen den Beiden, war das Buch wirklich spannend, weil ich einfach wissen wollte, wie es zu Ende geht.
Ganz was anderes, als ich erwartet habe. Nichts wirklich mystisches, wie ich mir vom Klapptext her versprochen habe. Irgendwie fällt es mir schwer diese Buch zu bewerten. Einerseits wurde ich sehr gut unterhalten, der Schreibstil von Jennifer Benkau war wie immer fesselnd und mitreißend und auch die Thematik gut umgesetzt. Trotzdem ist nach dem Lesen des Romans ein fahler Nachgeschmack geblieben, denn unter dem Strich war der Roman irgendwie nicht so wie erhofft. Letztlich steht die Liebesgeschichte ganz klar im Mittelpunkt. Die brave, vorbildliche Liz verliebt sich in den sozial benachteiligten, in die Bandenkriminalität abgerutschten Bad Boy mit gutem Kern. Ich weiß nicht, wie ich es ausdrücken soll, aber mich konnte die Liebesgeschichte zwischen den beiden einfach nicht berühren oder fesseln. Auch mit den Charakteren hatte ich so meine Probleme. Ich fand es gut, dass die Handlung abwechselnd aus Liz' und Louis Sicht erzählt wurde, aber leider nicht mit einem Ich-Erzähler, sondern mit einem auktorialen Erzähler. So haben mir irgendwie die Gedanken und Gefühle der Figuren gefehlt bzw. der Erzähler hat für eine gewisse Distanz zu den Charakteren geführt, die ich wirklich schade fand.
Obwohl das Grundprinzip - Bad Boy aus Unterschicht mit verkorkstem Leben trifft auf unscheinbare Protagonistin aus behütetem Zuhause mit Problem in der Vergangenheit - alles andere als neu ist, ist die Umsetzung eher ungewöhnlich. Das liegt vor allem daran, dass auf die übliche Hassliebe in dem Sinne, dass sich beide dauernd an die Kehle gehen, bis irgendjemandem irgendwann mal auffällt, dass das die wahre Liebe ist, nicht existiert. Louis ist durchaus ein Bad Boy, seine Mutter ist Alkoholikerin, seine Zukunft quasi nicht existent und weil er Geld braucht, ist er in eine Gang geraten. Im Gegensatz zu den meisten seiner Leidensgenossen in anderen Büchern ist er da aber neu und muss sich erst beweisen. Er hat eigentlich keine Freude daran und will niemanden verletzen, würde aber für das Geld alles tun und gerät so eben auf den falschen Weg, auch wenn er vom Charakter her eigentlich alles andere als ein Bad Boy ist - ihn prägen eher die äußeren Umstände. Im Verlauf der Handlung lernt der Leser auch seine süßen Seiten kennen - ich hab ihn lieb gewonnen. Ein weiterer entscheidender Pluspunkt ist, dass er Liz nicht in üblicher überheblich-abwertender Macho-Manier behandelt, sondern freundlich ist, auch wenn er um jeden Preis verhindern will, dass sie ihn verpetzt.
Louis und Liz erzählen abwechselnd die Geschichte, sodass man Einblicke in die Gefühlswelten beider bekommt, allerdings sind die Abschnitte unregelmäßig und nicht weiter gekennzeichnet, sodass ich mich bei jedem neu orientieren musste, wer gerade erzählt. Insgesamt konnte mich das Buch leider erst gegen Ende wirklich fesseln, auch wenn es vorher schon durchaus unterhaltsam war. Immer mal werden Anglizismen eingebaut, um Jugend- bzw. Umgangssprache zu verdeutlichen (too much, fuck), was für meinen Geschmack gerade richtig abgewogen war, sodass es eben nicht zu viel wurde.
Liz hat das, was eine gute Protagonistin ausmacht: Eine Persönlichkeit. Gut, die typische tragische Vergangenheit findet sich in dem Autounfall vor einigen Jahren, bei dem ihre Eltern starben und seit dem sie bei ihrer Tante lebt. Allerdings hat sie den weitgehend überwunden, sodass sie einigermaßen locker darüber sprechen kann und keine Ängste, Neurosen oder sonst etwas dergleichen hat. Dafür aber Träume von einem Jungen, den sie nicht kennt, bis er vor ihr steht. Das ist auch der einzige fantastische Aspekt, der dem Ganzen eine gewisse Romantik verleiht, auch wenn die Realität auch in der Handlung alles andere als rosig ist. Dennoch wird diese Idee auf faszinierende Weise umgesetzt. Letztendlich entwickelt sich die Liebesgeschichte aber so, dass die beiden sich langsam näherkommen. Nicht übertrieben langsam, aber eben auch nicht übertrieben schnell, sodass es authentisch wirkte - wie viele Aspekte dieser Geschichte. Einiges ist allerdings schon irgendwie vorhersehbar, aber das verzeihe ich bei Liebesgeschichten gerne.
Zurück zu Liz‘ Persönlichkeit: Sie hat einen Onlineshop, in dem sie selbstgenähte Klamotten verkauft, was mal ein außergewöhnliches Hobby ist und was ich ziemlich cool fand. Auch sonst hat sie einiges, was einen ausgearbeiteten Charakter ausmacht. Und auch Louis hat - neben dem Überfallen - Hobbies - und, na ja, seine süße Seite habe ich ja schon angesprochen. Beide sind somit sehr authentische Charaktere, die im Verlauf der Handlung die obligatorische Entwicklung durchlaufen. Doch auch die Nebenfiguren mochte ich oft sehr, auch wenn ich der Fokus natürlich eher auf den Hauptpersonen liegt. Auch hier wirken die Beziehungen sehr authentisch, wie aus dem Leben.
Fazit: Eine bekannte Idee wird ungewöhnlich und authentisch mit Protagonisten, die eine Persönlichkeit haben, umgesetzt
Wie Ihr wahrscheinlich wisst, bin ich schon seit vielen Jahren ein großer Fan von Jennifer Benkau und ihren Romanen. Ich konnte den 26. April schon seit Wochen kaum mehr erwarten, als "Wenn Wir Fallen" dann endlich an meine Tür geklopft hat, musste ich sofort beginnen zu lesen...
Das Cover lädt zum Träumen ein. Zu sehen ist ein Paar, welches sich vor einem Laubbaum eng umschlungen in den Armen liegt. Der Baum und die zwei Verliebten haben dieselbe Farbe, Lila, sodass man nur deren Umrisse erkennen kann. Der Hintergrund ist hell gehalten und wird von roten Herzchen geschmückt.
Um ehrlich zu sein, hat mich die Geschichte so überrascht und fasziniert, dass ich Euch gar nicht zu viel verraten möchte ;-). Die Story dreht sich um Liz, welche nicht aufhören kann von einem Jungen zu träumen. Umso erstaunter ist sie, als sie ihn im realen Leben trifft, jedoch ist er nicht ganz so, wie sie ihn sich vorgestellt hat...
Die Charaktere im Roman sind so liebenswürdig, wie aufregend. Immer wenn ich der Meinung war, die Protagonisten zu kennen und Handlungen voraussagen zu können, nahm alles doch eine ganz andere Wendung. Ich persönlich konnte mich mit Liz perfekt identifizieren, sie ist jung, etwas verträumt und trotzdem kann sie sehr stur sein. (hihi) Na, was soll ich zu Louis sagen? Ein Roman wie "Wenn Wir Fallen" braucht einfach einen männlichen Helden wie ihn. Er erinnert mich sehr an den "Helden", Marlon, aus Jennifer Benkaus Roman "Himmelsfern". Einerseits könnte man ihn manchmal an die Wand klatschen, auf der anderen Seite ist er so charmant und süß, dass man sich einfach nur in ihn verlieben kann.
Jennifer Benkaus Schreibstil ist einfach PERFEKT. Durch das Spiel der Sprache werden eher belanglose Dinge so toll beschrieben und dem Leser näher gebracht, dass ich sehr oft einfach nur die Worte auf mich habe wirken lassen. Vor allem eine Stelle im Buch hat mich fasziniert. Ich bin wahnsinnig gern am Wasser und da wir eine Ferienwohnung an einem großen See haben, habe ich mich schon oft gefragt, wie man wohl das wundervolle Glitzern im Wasser (vor allem am Morgen) beschreiben kann und dann fiel mir diese Passage in die Finger: "Unten glitzert das Wasser in der Sonne, als hätte man zerstoßenes Glas hineingeworfen, und die Strömung erzählt dem Flussbett im Vorbeifließen Geschichten, die sie auf ihrer Reise erlebt hat. Im Sommer erlebt es viele Geschichten, das Wasser." (Wenn Wir Fallen, S.29) Ich bin immer noch fasziniert!
Ich habe mir für diese Rezension etwas mehr Zeit genommen, als ich es normalerweise tue. Ich wollte unbedingt alles hineinbringen, was mich an diesem Roman begeistert hat, aber ich glaube, dann säße ich noch einige Stunden am Computer. :)
Fazit:
Jeder, der Lust auf eine tolle Liebesgeschichte mit überzeugenden Charakteren und einem brillianten Schreibstil hat, ist bei "Wenn Wir Fallen" an genau der richtigen Adresse.
Eher 2.5, aber das Ende ist gut und so wie ich es erhofft hatte, daher runde ich ausnahmsweise mal auf.
Ansonsten ist "Wenn wir fallen" nicht schlecht, aber ich bin nicht die Zielgruppe, bzw. weiß ich wieder, warum ich eher ungern reine "Liebesgeschichten" lese. Typische "Bad boy mit weichen Kern trifft auf nice girl"-Geschichte, natürlich viel Lügen, Drama und hin-und-her. Vielleicht etwas zu repetitiv für über 400 Seiten. Und schade, dass das mit den Träumen nicht weiter ausgebaut wurde.