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Glacies: Gefangen im Eispalast

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*Ein Roman zum Träumen, Lieben, Weinen und Lachen*Ein Mädchen. Ein Thron. Zwei Prinzen.Eine alte Fehde zwischen den Königreichen Glacies und Perion sorgte dafür, dass die Götter in den bitteren Krieg eingreifen mussten. Seither ist in Glacies der ewige Winter eingekehrt, während Perion vom Feuer verschluckt wird. Als die Königin von Glacies sterbenskrank wird, muss eine neue Regierung an die Zur Wahl stehen die beiden Zwillingssöhne Alexander und Damian. Doch fehlt ihnen noch die Königin an ihrer Seite. Stella soll sich an einen der Prinzen binden und ihr Königreich retten. Aber was passiert, wenn sie sich ausgerechnet in den Prinzen verliebt, der den Thron zutiefst verabscheut?*Hinreißend, prickelnd, fesselnd.* - Ulrike Anders - Autorin

416 pages, Hardcover

Published February 2, 2016

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About the author

Sarah Stankewitz

63 books108 followers
Sarah Stankewitz (geboren am 18.12.1994) kommt aus Wittstock/Dosse, einer Kleinstadt im Bundesland Brandenburg. Schon in ihrer Kindheit lag es ihr, sich schriftlich auszudrücken und später hat sich diese Vorliebe nicht nur durch das Lesen, sondern auch durch das Schreiben gezeigt und stets weiterentwickelt. Jetzt möchte sie ihre Leidenschaft mit anderen Menschen teilen und ihre Geschichten nicht mehr nur für sich selbst, sondern auch für andere aufs Papier bringen. We're meant to be together ist ihr Erstlingswerk und soll der erste Band eines Zweiteilers sein.

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5 stars
21 (29%)
4 stars
24 (33%)
3 stars
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2 stars
8 (11%)
1 star
0 (0%)
Displaying 1 - 10 of 10 reviews
Profile Image for Lucina.
896 reviews70 followers
March 27, 2016
3.5 Sterne

Ich mochte die Geschichte, aber sie ist definitiv nicht ohne Schwächen. Meine Hoffnung und Erwartung an den Roman war, eine schöne Liebesgeschichte geliefert zu bekommen in einem märchenhaften Setting. Und ich mochte die Liebesgeschichte, sie war nicht perfekt, aber sie nahm tatsächlich den Hauptteil der Geschichte ein. Wer also Spannung und Action abseits der Romantik erwartet ist wahrscheinlich mit "Glacies" falsch bedient.
Man darf auch nicht zu viel hinterfragen, z.B. ob es tatsächlich ein Herrscherpaar machen würde, zwei Mädchen nach einer Vorauswahl zufällig auszuwählen? Also ich hätte wenigstens die beiden Prinzen eine Vorauswahl treffen lassen bzw. irgendwie MEHR gemacht. Was wenn beide Mädchen schrecklich gewesen wären!? (Wer nicht weiß wovon ich spreche: Es werden zwei Mädchen aus dem Volk in den Palast eingeladen bzw. gezwungen, damit sie sich in einen der beiden Prinzen-Zwillinge verlieben und andersherum, und wer die wahre Liebe gefunden hat wird dann König, weil die Königin im sterben liegt. Problem ist: Der Thron ist im Weg. ;-)) Auch andere Dinge werden nicht wirklich erklärt. Was hat es genau mit den Träumen auf sich, der Stimme? Was sind die Beweggründe und Gedanken mancher Personen in manchen Szenen? Auch die Regeln der Welt werden nicht sonderlich ausgiebig erläutert. Alles aus der Zeit vor dem Krieg ist verboten, Bücher und Filme, die grüne Wälder zeigen etc. Was genau wird nicht erklärt und auch nicht die Gründe.

Ich hatte allerdings eine "High Fantasy" Geschichte erwartet und bekam stattdessen eine etwas undurchsichtige Welt geliefert. Es spielt im Jahr 2068, allerdings nicht auf der Erde, weil es Götter, Magie und Drachen gibt. Es gibt jedoch Telefone, Fernseher, Radios und ähnliches, aber die Leute fuhren trotzdem mit von Pferden gezogenen Kutschen. Es war ein merkwürdiger Mix.
Wie gesagt: Mich hat die Welt verwirrt. Ebenso die Regeln am Hof. Die Prinzen dürfen nicht vorher mit den Kandidatinnen schlafen, aber es scheint nicht so als wären voreheliche Beziehungen und Sex ein gesellschaftliches Tabu. Ebenso machen die Prinzen in Shorts ihre Zimmertür auf, sind alleine mit den Kandidatinnen in ihrem Zimmer und woanders, die Kandidatinnen können auch ohne Probleme zu den Zimmern der Prinzen, selbst im Nachthemd... Ja, es hat mich etwas überrascht. Aber ich habe es so hingenommen. Vielleicht ist es einfach eine lockere Gesellschaft und die Prinzen und Kandidatinnen sind alt genug für sich selber zu entscheiden. Ich hatte nur schlichtweg "historischere" Regeln erwartet. ;-)

Wer beim lesen des Klappentextes eine große Dreiecksliebesgeschichte erwartet wird übrigens überrascht sein. Ich fand sie gar nicht sonderlich stark ausgeprägt, weil Stella ziemlich schnell weiß, wen sie möchte. Ich mochte beide Prinzen, aber sie waren sich tatsächlich auch nicht so unähnlich bzw. speziell Alexander hatte jetzt keine besonders ausgeprägten Charakterzüge, die man nicht mögen kann. Lediglich seine Akzeptanz von "Muss eben gemacht werden, wenn man regiert, es geht nicht anders", fand ich etwas störend, aber es war im Prinzip auch der Charakterzug, der an ihm am wichtigsten war und ihn von Damian abgegrenzt hat.
Das Problem für Stella ist: Sie hat da nicht so viel mitzuentscheiden, wenn dieser Prinz, den sie mag, nicht auch gerade sie auswählt. Nur wenn beide Prinzen sie auswählen, dann darf sie sich entscheiden. Es wirkte fast eher so als würde sich eher eine zweite weibliche Person in die Liebesgeschichte mit einmischen als dass es eine Dreiecksgeschichte zwischen ihr, Alexander und Damian gibt.
Desweiteren finde ich den Titel nicht SO gut gewählt, denn wirklich "Gefangen" ist Stella nicht und es klingt auch eher danach, als wollte sie unbedingt fliehen. Sie will nur lediglich zu Beginn nicht in den Palast, hat nachdem eine Sache geklärt ist, aber kein großes Problem mehr damit.

Zu Stella kann ich nicht viel sagen. Sie war sympathisch genug, aber ich habe jetzt auch nicht sonderlich viel mit ihr mitgefiebert, weil sie zu wenig Schwächen hatte. Es war kein Wunder, dass sich beide Prinzen für sie interessiert haben, wenn die "Konkurrentin" eine oberfläche und arrogante Nervensäge ist, was aber die Liebesgeschichte und auch Stellas Charakter nicht zu Gute kam. Sie musste sich nicht beweisen, weil die andere Kandidatin unmöglich war. Auch die Prinzen waren wenig tiefgründig, besonders von Alexander hat man wenig mitbekommen. Damian hatte die Ansätze für einen tiefgründigen Charakter, aber ich hatte das Gefühl, dass die ganzen Andeutungen ins nichts führten. Man hat schlichtweg zu wenig von ihm und seinen Emotionen/Ängsten erfahren, um genau zu wissen, was ihn an manchen Stellen angetrieben hat etc. Da hätte ich mir mehr gewünscht. So blieb die Geschichte insgesamt sehr oberflächlich, dadurch aber auch bis auf eine Szene leichte Kost. Auch emotional konnte sich mich deshalb nicht komplett mitreißen. Ich habe ein paar Tränchen verdrückt, allerdings war da nicht die Liebesgeschichte Schuld.

Im übrigen hat mich diese eine Szene ziemlich kalt erwischt. Ich nenne sie einfach die "blutige Red Queen"-Szene und war mehr als überrascht, weil die Geschichte zwar in einer Welt voll Krieg spielt, ansonsten aber eher ziemlich leichte Kost ist. Und schnell zu lesen, die perfekte Lektüre für Zwischendurch.
Profile Image for Downloadangel.
50 reviews
August 19, 2017
Ich habe das Buch endlich beendet und möchte gern im folgenden meine Meinung und die Gründe dafür, dass ich ihm nur zwei Sterne gegeben habe, darlegen. Ich hoffe, ich kann vorrangig der Autorin damit helfen.

Fangen wir am besten erst einmal mit den positiven Punkten an. Das Cover ist wundervoll - es passt meiner Meinung nach perfekt zum Buch und war für mich auch ehrlich gesagt ein wichtiger Kaufgrund. Es spiegelt ziemlich gut die Welt, in die wir als Leser hineingeworfen werden, wider und passt mit seinen verschiedenen Blautönen natürlich auch zum Titel.
Die Geschichte selbst hat mich auch sehr angesprochen: mir wurde ein Krieg zwischen zwei Königreichen, Machtspiele von Göttern und Menschen gleichermaßen und Liebe in Form von der Auswahl einer passenden neuen Königin versprochen. Alles umrahmt von einem interessanten Worldbuilding. Klingt doch eigentlich nicht schlecht, oder? Leider wurde dabei nur ein einziger Punkt eingehalten und zwar die Wahl einer Prinzessin. Wer das von Anfang an sein würde, stand für den Leser schon ziemlich schnell fest, aber mehr dazu später.
Die Idee war auf jeden Fall klasse. So etwas hatte ich vorher noch nie gelesen und ich habe mich total auf die Umsetzung gefreut.

Kommen wir zu einigen Charakteren. Mir gefielen hierbei die Nebencharaktere am besten. Ich mochte Genia unglaublich gern. Sie hatte leider nur wenige Auftritte, und man hat kaum etwas über sie erfahren, aber ihre Herzlichkeit und Heiterkeit ließen mich immer schmunzeln, wenn sie gerade mit Stella oder später auch Alexander in ihrem typisch witzigen Ton umgesprungen ist. Ein Segen für mich stellte auch das Königspaar dar - endlich mal ein Pärchen, das positiv zu den Kandidatinnen steht und nicht dieses typische 'The Selection'-Ding, bei dem der König fast durchgehend nur Hass empfindet (und eigentlich sich selbst am meisten verabscheut) und die Königin zwar liebevoll ist, dies aber unterdrückt, damit sie ihren Ehemann nicht öffentlich hintergeht. In diesem Buch waren beide einfach ganz normale Menschen. Die Ausgangssituation war hier natürlich auch eine andere, denn die Königin ist aufgrund ihres Zustandes nicht mehr in der Lage, lang zu regieren. Übrigens mochte ich sie auch sehr gern. Den Verlauf ihrer Krankheit fand ich auch super ins Buch eingebunden. Es ging nicht 24/7 um sie, aber trotz allem schwebte sowohl ihr Zustand negativ als auch ihr Charakter positiv zwischen den Zeilen umher. Es tat gut, sie als Charakter wahrzunehmen. Toll war auch, dass die Tiere alle sprechen konnten. Auch, wenn dies nicht wirklich vorkam. Und ich mochte den kleinen Drachen, denn die gehören für mich einfach zu Fantasy-Büchern.
Ich mochte auch die Idee, dass es zwei Prinzen gibt und sie dazu noch Zwillinge sind. Daraus kann man viel machen, vor allem charakterlich gesehen.

Der Schreibstil beinhaltete einige Sätze, die ich herausragend fand. Einige Beispiele wären:
"Jedes Land hatte das Recht, gleichermaßen geliebt zu werden."
"Sogar ihre Stimme hatte die selbe Farbe."
"Sie würden nie wieder von ihren Eltern geweckt werden, weil sie ihren ewigen Schlaf fanden."
"Wenn man etwas inständig liebte, brauchte man seine Augen nicht. Schließlich sah man mit dem Herzen."
"Wenn du der Schnee bist, Damian. Dann ... bist du immer präsent."

Diese Sätze hatten teilweise Tiefe, teilweise Witz und teilweise waren sie einfach schön und haben mir eine Gänsehaut bereitet. Man hat bemerkt, dass sich die Autorin Gedanken gemacht hat.
Allgemein hat sich das Buch unglaublich schnell lesen lassen. Es besteht aus eher kurzen und einfach gehaltenen Sätzen, aber das tut an sich dem Lesespaß keinen Abbruch. Was jedoch dafür gesorgt hat, dass sich meine anfangs sehr positive Meinung schnell in das Gegenteil umgewandelt hat, sind folgende Punkte.


Bleiben wir gleich bei dem Schreibstil. Ich habe mich nach nicht einmal einem Fünftel bereits an eine Fanfiktion erinnert gefühlt. Vielleicht liegt es daran, dass ich selbst mehr als 10 Jahre aktiv Fanfiktions geschrieben habe, aber sowohl das Klischeehafte als auch logische Fehler haben mein Lesevergnügen ziemlich eingeschränkt. Abgesehen davon, dass die Story vor Klischees nur so strotzt (was nicht unbedingt negativ ist, aber zusammen mit dem Schreibstil für mich ein No-Go darstellt) hat sich dies auch auf den Schreibstil ausgeweitet. Es gab einige Sätze, die mich so unglaublich an meine Naruto-Fanfiktion Zeit erinnert haben, dass ich schon dachte, in der nächsten Szene gibt es heißen, überstürzten Yaoi-Sex. Beispiele wären:

"Kein einziges Gefühl lag in seiner Stimme, doch wusste ich schon jetzt, dass er mich um den Verstand bringen würde."
"Sein Mund war von der Sorte, die einen um den Verstand brachte."

Natürlich ist es ein Buch, bei dem Romantik im Vordergrund steht, aber ich bezweifle auch stark, dass jemand, der noch nie zuvor Sex hatte, sich so einem Typen, der sie immer wieder enttäuscht und verletzt, an den Hals wirft und auch keine Scheu hat, sich nackt zu zeigen und mit ihm ins Bett zu springen.

Bemerkt man an den obigen Beispielen übrigens die Wortwiederholung? Gewisse Aussagen kamen in dem Buch ständig vor. Wenn ich gezählt hätte, wie oft sich Stella "stürmisch in die Arme" von praktisch allen Personen geworfen hat oder wie oft ein Charakter von jetzt auf gleich "in Tränen ausgebrochen" ist, wäre mir mein Kindle vom ganzen markieren abgeschmiert.
Allgemein fand ich, dass durch die ganzen Wortwiederholungen der Schreibstil an einigen Stellen plump und einfallslos wirkte. Auch teilweise Formulierungen wie "bist du doll nervös" klingen unreif. Manchmal hätte ich mir mehr Synonyme oder einfach andere Formulierungen gewünscht um Abwechslung zu bekommen.

Es gab übrigens auch einige Handlungen, die ich unlogisch fand. Hier würde ich gern drei Szenen anführen. Die erste beschreibt, wie Diane die Fußsohlen von Stella massiert. In der Textstelle heißt es '... als sie anfing, meine mittlerweile von Blasen übersäten Fußsohlen zu massieren..." Ich weiß ja nicht, wie das bei anderen Leuten so aussieht, aber wenn mir jemand Finger in meine Blasen drücken würde, würden diese glaube ich entweder aufplatzen, oder ich würde vorher vor Schmerz sterben. Ich glaube ihr versteht, was ich meine, oder?
Die zweite Szene ist fast am Ende, als Damian und Stella in das feindliche Perion eindringen. Sie kommen in einen Sturm und da steht: "..., sagte Damian über den Sturm hinweg." Ich habe ja noch niemanden zuvor so laut reden hören, dass er praktisch einen Sturm übertönen konnte. Da muss man schreien oder rufen oder so etwas ähnliches, aber das gewählte Wort nimmt irgendwie der ganzen Szene die Schärfe. So ging es mir übrigens oft mit gewissen Wörtern, die einfach deplatziert wirkten und mich somit total aus meinem Lesefluss herausgerissen haben.
Die dritte Szene findet kurz nach der zweiten statt. Beide steigen gerade von ihren Pferden, sehen Eiszapfen und Stella hat aufgrund der Kälte (gegen die sie ja eigentlich vorher immer ganz gut immun war) Schmerzen: "Noch immer schmerzte aufgrund der Kälte jeder Schritt." Aber bisher sind beide vielleicht gerade mal fünf Schritte gelaufen. Da fehlt für mich einfach völlig das Voranschreiten der Zeit.

Ich finde, das bemerkt man auch am gesamten Schreibstil. Manchmal hat es sich holperig gelesen, da einfach auf jede Handlung eine nächste folgte und auf eine Emotion sofort eine andere. Ich habe mich oft gefragt, ob Stella, Damian und Alexander permanent PMS haben, da kaum eine der Emotionen wirklich erklärt wurde oder einen wirklichen Sinn hatte. Es gab eine bestimmte Handlung - zack, Emotion, zack, zweites Gefühl hinterher. Irgendwann später wurde dann manchmal geklärt, warum der Charakter so reagiert hat, aber oftmals hat man einfach nur eine Abfolge von aneinandergereihten Gefühlszuständen an den Kopf geschmissen bekommen. Diese waren dann teilweise auch so on mass, dass der Leser gar keine Zeit hatte, sich seine eigene Meinung über die Charaktere zu bilden. Man wurde praktisch in eine Richtung gezerrt, was ich unglaublich schade fand.

Die Hauptcharaktere selbst sind meiner Meinung nach farblos. Jeder der drei war ein Klischee für sich. Wir haben erst einmal Stella, die sich sofort in Damian verliebt, sich aber nicht entscheiden kann, denn Alexander ist ja auch eine heiße Schnitte (sind ja auch Zwillinge). Allgemein ist sie ja auch die erste, die beide auseinanderhalten kann, was gemessen am Auftreten und dem gegensätzlichen Charakter der beiden eigentlich kein Problem sein sollte. Bis heute habe ich auch immer noch nicht so ganz verstanden, warum "ihr Herz bereits so vernarbt war". So viel hat die Gute ja nicht durchmachen müssen.
Kommen wir zu Damian, der wortkarge, coole, leidenschaftliche Prinz, der den Thron eigentlich gar nicht will und trotz aller Härte und Kälte, die er am Anfang ausstrahlt, eigentlich ein liebevoller Mensch mit einem Hang zum Klavierspielen und zum Tanz ist. Und er küsst halt ab und zu einen unwichtigen Nebencharakter, damit dadurch Eifersucht und Streit zwischen ihm und Stella erzeugt werden kann.
Und wir haben natürlich noch Alexander, der pflichtbewusst ist, offen um Stella kämpft und sich der ganzen Situation, in der er sich befindet, nur allzu schnell bewusst wird, aber ansonsten total langweilig ist. Das sind alles 0815-Charaktere, die meiner Meinung nach mit gefühlten 1000 anderen Buchprotagonisten austauschbar sind. Was eigentlich schade ist, denn gerade die Tatsache, dass beide Prinzen Zwillinge sind, schafft doch eigentlich so viel mehr Möglichkeiten...

Extrem lieblos gestaltet fand ich auch die Konkurrentin Stellas. In dem Buch gibt es ja eh nur Gut und Böse bzw. Weiß und Schwarz - und natürlich musste neben dem bösen Perion (über das man nichts erfährt, außer, dass es eben Böse ist) auch in der Auswahl der zukünftigen Königin ein negativer Charakter Platz finden. Dieser hat Stella übrigens bereits als Kind gemobbt - beide haben also somit eine Vorgeschichte und natürlich ändert sich auch über die Jahre hinweg nichts an der Beziehung der beiden. Ziemlich langweilig und vorhersehbar.

Von dem König, der Mutter und dem Vater bekommt man so gut wie gar nichts mit und hätten sie im Buch gefehlt, hätte man die Story fast genauso gestalten können, mit Ausnahme der Szene vielleicht, bei der ihr Vater ihr in Perion hilft. Aber das ist ja auch so eine Sache für sich: sie hasst ihn (gerechtfertigt) und dann erscheint er plötzlich auf ihrer Hochzeit und alles ist Friede, Freude, Eierkuchen. Vor allem sein Satz "Jetzt, da das Eis geschmolzen ist, gehe ich nie wieder hier weg" ist in Anbetracht dessen, dass er durch die entstandene Glasmauer ja eh nirgendwo hingehen kann, schon äußerst amüsant.

Das Ende selbst fand ich ziemlich überstürzt. Man erfährt das ganze Buch lang rein gar nichts über die Welt und die Götter und plötzlich - durch was auch immer ausgelöst (Durch die Liebe Damians? Dem Tod der Königin? Dem Geständnis Damians?? Durch WAS eigentlich?) - schmilzt das Eis. Was genau mich daran stört? Erstens: ein Land, dass mehrere Jahrzehnte lang von Eis bedeckt war, hat die Bevölkerung, die ja eine gewisse Kälteresistenz entwickelt haben, geprägt und die plötzliche Hitze, die das Eis innerhalb von Sekunden (ja, richtig gelesen) zum Schmelzen bringt, hätte die Leute rein physikalisch gesehen beeinträchtigen müssen. Zweitens: Überflutung ahoi, wenn wir mal realistisch sind. Drittens: das böse Perion (von dem wir kaum wissen, was genau es eigentlich böses getan hat, bis auf ein paar vereinzelte Angriffe) bleibt natürlich in seinem grausamen Zustand. Warum genau wurde jetzt nur Glacies erlöst? So richtig verstanden habe ich das nicht.

Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass das Buch durchaus Potenzial hat. Vielleicht hätte es der Story gut getan, wenn man sich mehr auf den eigentlichen Grund für die Wahl einer Prinzessin fokussiert hätte, denn dann hätten die Protagonisten und viele Nebencharaktere auch mehr Tiefe und Backgroundstory erhalten. So musste man als Leser alles hinnehmen und hat sich gefragt, wann genau denn jetzt endlich die eigentliche Geschichte losgeht. Denn es wurde auch mehrfach im Buch erwähnt, dass Stella die "Retterin" ist. Aber was genau hat sie denn getan bzw. muss sie tun, um diesen Titel zu verdienen? Zumal am Ende auch darauf hingewiesen wird, dass sie diesen Krieg stoppen wird. Ich meine, ja, sie ist ein Mischling aus beiden Völkern, wenn man das so sehen möchte, aber was genau sie kann oder machen wird, wird mit keiner Silbe erwähnt.
Auch ein bisschen mehr Orts- und Situationsbeschreibungen hätten dem Buch sicherlich nicht geschadet.
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230 reviews10 followers
October 3, 2017
Inhalt
*Ein Roman zum Träumen, Lieben, Weinen und Lachen*
Ein Mädchen. Ein Thron. Zwei Prinzen.
Eine alte Fehde zwischen den Königreichen Glacies und Perion sorgte dafür, dass die Götter in den bitteren Krieg eingreifen mussten. Seither ist in Glacies der ewige Winter eingekehrt, während Perion vom Feuer verschluckt wird. Als die Königin von Glacies sterbenskrank wird, muss eine neue Regierung an die Macht: Zur Wahl stehen die beiden Zwillingssöhne Alexander und Damian. Doch fehlt ihnen noch die Königin an ihrer Seite. Stella soll sich an einen der Prinzen binden und ihr Königreich retten. Aber was passiert, wenn sie sich ausgerechnet in den Prinzen verliebt, der den Thron zutiefst verabscheut?


Charaktere
Stella ist eine sehr fürsorgliche junger Frau. Sie ist sehr offen und direkt. Außerdem ist sie sehr ehrlich und sie hat auch sehr viel Durchsetzungsvermögen. Des Weiteren ist sie sehr stur und hartnäckig. Stella macht sich sehr viele Sorgen um ihre Mutter und lässt diese ungern alleine. Stella ist auch sehr höflich und zuvorkommend.

Elena ist ein sehr verzogenes Mädchen. Aber sie ist auch sehr freundlich. Des Weiteren steht sie sehr auf Aufmerksamkeit und sehr verbissen.

Alexander ist eins ehr offener junger Mann. Außerdem ist er ein geborener Herrscher und sehr freundlich. Des Weiteren ist er auch sehr fürsorglich und liebevoll.

Damian ist eine sehr beschützender junger Mann. Er stößt alle von sich und ist sehr stur. Des Weiteren ist er sehr liebevoll und fürsorglich. Aber Damian ist auch sehr verschlossen.

Meine Meinung
Der Schreibstil der Autorin ist sehr leicht und ich war sofort in der Geschichte drin und auch in meinem Lesefluss. Es ist sehr flüssig, spannend und mitreißend.

Zum Inhalt will ich euch nichts sagen, aber sowohl die Charaktere und Handlung ist absolut lesenswert.

Zur Autorin
Sarah Stankewitz lebt mit ihrem Freund in einer kleinen Stadt mitten in Brandenburg. Schon in ihrer Kindheit liebte sie es, Worte aneinanderzureihen und Geschichten zu erschaffen. Seit ihrem Debütroman 'We're meant to be together' lässt sie ihrer Fantasie freien Lauf und hat bereits sechs Romane geschrieben und vier davon veröffentlicht. Ihre Geschichten spiegeln das wider, was sie sich stets von einem guten Roman erhofft: Liebe, Leidenschaft und eine Prise Humor.

Empfehlung
Ich kann euch das Buch nur empfehlen. Es ist sehr angenehm zu lesen und die Welt ist einfach genial.
Profile Image for Nora4.
473 reviews9 followers
June 30, 2021
Das Buch hier stand schon ein Weilchen in meinem Regal und ich war schon lange gespannt darauf, denn ich habe nichts gegen neue royale Bücher und wollte so auch mal wieder ein neues Königreich entdecken.

Was ich dann auch bekommen habe, war genau nach meinem Geschmack und auch schnell und locker zu lesen, sodass ich es jeweils perfekt während der Autofahrt durchlesen konnte, als ich es mitgenommen habe. Die Geschichte ist jetzt aber auch nicht die

Der Weltenaufbau im Buch war toll gestaltet und die Vorgeschichte macht durchaus Sinn, auch wenn ich gerne auch mehr über das Reich von Perion erfahren hätte, aber es war letztendlich jetzt auch nicht so.

Die Charaktere wurden ebenfalls gut ausgebaut. Mir ist jetzt zwar nicht gerade sonderlich etwas herausgestochen, aber sie sind mir definitiv auch nicht negativ aufgefallen und das ist auch immer gut.

Ich finde es hier auch interessant, dass auch wirklich direkt der Fokus auf die Beziehungen gesetzt wird und diese so auch direkt besser wachsen konnte. Es ist keine grosse Brautschau, wie in “Selection“, was ich sonst ja liebend gerne lese, aber es ist trotzdem dieses Feeling da, von dem Mädchen aus einfachen Verhältnissen, welches zum ersten Mal den Palast betritt und das wurde auch schön dargestellt.

Was ich auch als ein absolutes Plus sehe, ist dass das Klischee des bösen königlichen Elternteils hier wegfällt. Gerne ist das Mädchen ja nicht typisch prinzessinnenhaft (was Stella auch nicht ist, dieses Klischee bleibt also), aber für gewöhnlich kommt sie damit bei einem oder beiden der Elternteile auch nicht so gut an oder macht sich sogar einen Feind. Dies ist hier zum grossen Glück kein Problem und wirkte dadurch erfrischend.

Generell kann ich das Buch aber wirklich nur empfehlen, wenn man eben gerne Bücher in diese Richtung liest. Es ist mit 400+ Seiten nicht das dünnste, lässt sich aber dennoch sehr schnell lesen, womit es sich auch gut zwischendurch lesen lässt. Ich gebe dem Buch deshalb fünf Sterne.
23 reviews
January 7, 2022
Das erste Buch was mich mal wieder voll hinein ziehen konnte. Ich war vollkommen begeistert davon
Profile Image for Jenny.
4 reviews
November 21, 2023
In einem verschlungen das Buch! Auch wenn es kleine Macken gibt, so hat mich die Lovestory und der Schreibstil super gepackt und hat alles andere Wett gemacht
Profile Image for Sarah Petrovafire.
91 reviews1 follower
April 5, 2016
Ursprünglich veröffentlicht auf Books on PetrovaFire
http://booksonpetrovafire.blogspot.de...

Erster Satz
"Schon seit ich denken kann, war ich anders."

Gestaltung
"Glacies" ist momentan als eBook (amazon exklusiv), Taschenbuch und gebundene Ausgabe erhältlich. Meine Bewertung hier bezieht sich auf das Taschenbuch.
Das Cover ist wirklich wunderschön. Das kalte Blau, die gefrorene Wiese mit den angrenzenden schneebedeckten Bäumen und das Schloss - so habe ich mir Glacies auch vorgestellt.
Das Mädchen in der Wiese soll vermutlich Stella sein. Hoffentlich friert die Ärmste nicht in ihrem halterlosen Kleid. Mich erinnerte es von der Farbgebung - und natürlich der Thematik - sofort an die Selection-Reihe. Das Ballkleid mit dem Mädchen von hinten half da natürlich auch noch.
Im Inneren befindet sich eine farbige Karte von Glacies und Perion, welche wirklich sehr hübsch gestaltet wurde. Die Mythologie und Träume wurden mit kursiver Schrift gekennzeichnet.
Die Kapitel an sich sind durchnummeriert und als Titel in der selben Schrift wie "Glacies" auf dem Cover in fett und groß über den Kapiteln gedruckt.
Die Gestaltung des Buches gefiel mir sehr gut und lässt beinahe keine Wünsche mehr offen.

Meine Meinung
Wenn man das Cover betrachtet, ist der Vergleich zur "Selection"-Reihe von Kiera Cass nicht weit und auch die Grundidee ist ähnlich. Bei "Glacies" jedoch handelt es sich nicht um eine reine Dystopie, welche etwa 2090 spielt, sondern es werden auch Fantasyelemente wie Drachen und Götter in die Mythologie mit eingebunden. Stella und Elena werden ausgelost als potenzielle neue Königin an der Seite eines der beiden Prinzen.

Wer eine originelle Storyline möchte, sollte jetzt das Buch beiseite legen, denn eigentlich weiß man doch relativ schnell, wie die Geschichte ausgehen wird. Auch der ein oder andere "Plottwist" ist für Vielleser kaum überraschend. Aber oftmals ist der Weg das Ziel. So auch hier.
Man begleitet Stella durch ein emotionales auf und ab. Zwischen Liebe und Familie hin- und hergerissen. Doch in meinen Augen ging es alles zu leicht für sie. Mir fehlten wahre Stolpersteine. Stella ist am Ende immer noch die gleiche Person wie am Anfang - nur dass sie jetzt die Liebe ihres Lebens gefunden hat. Stella und ich wurden einfach nicht grün miteinander, obwohl sie "Everybodys Darling" zu seien schien. Mir fehlten einfach Ecken und Kanten, oder auch kurz, wirkliche Macken. Im FanFiction-Bereich wäre sie eine Mary Sue.
Die Prinzen entsprachen zwar leider auch dem Klischee "God Cop, Bad Cop", hatten aber irgendwo auch jeder seine eigene kleine Macke. Alexander war zum Beispiel nicht immer so perfekt, wie er sein sollte, und Damien hatte auch seine weichen Momente.

Dass die Prädikatstitel, also die Anreden, nicht unbedingt korrekt waren - die Prinzen wurden u.a. mit Majestät angesprochen, obwohl dies lediglich für Kaiser und Könige vorgesehen ist - habe ich mal großzügig ignoriert und als künsterlische Freiheit interpretiert. Immerhin ist es eine Dystopie und wer weiß, wie so etwas in der Zukunft gehändelt werden würde.

Insgesamt hätte ich auch gerne etwas mehr über die Geschichte von Glacies und Perion erfahren, beziehungsweise über Perion an sich. Diese Handlung gab es nur am Rande und nochmal kurz vor Ende. Da hätte es für mich mehr sein dürfen - ich mag halt Politik in Büchern.
Den Weltenbau fand ich an sich interessant, konnte mir aber beim besten Willen nicht erklären, wo Glacies und Perion denn nun liegen sollen - trotz der Karte am Anfang. Die Mischung aus Altem und Neuem ist immer riskant, aber ich fand, dass das hier doch ganz gut zu passen schien.
Dennoch denke ich, dass die Geschichte ohne den Dystopieaspekt, und ja vielleicht sogar ohne die moderne Technik, besser rübergekommen wäre. Als reine Fantasygeschichte wäre für mich einiges plausibler gewesen.

Der Schreibstil gefiel mir relativ gut, wobei ich den Dialog anfangs noch etwas hölzern fand,
was sich aber mit der Zeit besserte. Sonst ließ sich das Buch allerdings einfach lesen.

Fazit
"Glacies - Gefangen im Eispalast" ist kein Quantensprung in der Bücherwelt, bietet allerdings eine kurzzeitige Unterhaltung für alle Fans von Ballkleidern, Prinzessinnen und der einzig wahren Liebe.
Profile Image for Lila .
361 reviews
September 25, 2016
Süße Geschichte, das Ende ist ein wenig klischeehaft, aber ich fand es dennoch zauberhaft.
Displaying 1 - 10 of 10 reviews

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