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Eine tote Frau. Lieblos verscharrt. Von niemandem vermisst.
Ein früher Wintereinbruch überzieht die Hauptstadt mit eisigem Frost, da wird auf einem verwilderten Friedhof in Berlin-Buch eine Leiche gefunden. Hauptkommissar Arne Larsen nimmt zusammen mit seiner Kollegin Mayla Aslan die Ermittlungen auf, doch die Spuren sind alles andere als eindeutig. War es Mord, oder sollte ein Suizid vertuscht werden? Und wie sind die Hinweise auf ein angeblich geheimes Haus Nr. 24 in der Waldsiedlung der DDR zu werten?
Gleichzeitig spielen sich seltsame Dinge an einer Berliner Grundschule Ein Mädchen kritzelt mehrfach «Hilfe» in sein Aufsatzheft, und eine Lehrerin fürchtet ihre Schüler. Aber wie hängt das alles mit der toten Frau zusammen?
Gerade als Larsen und Aslan sich auf der richtigen Fährte glauben, machen sie einen weiteren grausigen Fund.
Hochsensibel und Arne Larsen ermittelt in Berlin.

Mass Market Paperback

First published September 21, 2016

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Profile Image for KruemelGizmo.
503 reviews5 followers
January 29, 2017
Inhalt: Eine tote Frau. Lieblos verscharrt. Von niemandem vermisst.
Ein früher Wintereinbruch überzieht die Hauptstadt mit eisigem Frost, da wird auf einem verwilderten Friedhof in Berlin-Buch eine Leiche gefunden. Hauptkommissar Arne Larsen nimmt zusammen mit seiner Kollegin Mayla Aslan die Ermittlungen auf, doch die Spuren sind alles andere als eindeutig. War es Mord, oder sollte ein Suizid vertuscht werden? Und wie sind die Hinweise auf ein angeblich geheimes Haus Nr. 24 in der Waldsiedlung der DDR zu werten?
Gleichzeitig spielen sich seltsame Dinge an einer Berliner Grundschule ab: Ein Mädchen kritzelt mehrfach «Hilfe» in sein Aufsatzheft, und eine Lehrerin fürchtet ihre Schüler. Aber wie hängt das alles mit der toten Frau zusammen?
Gerade als Larsen und Aslan sich auf der richtigen Fährte glauben, machen sie einen weiteren grausigen Fund.

Wintertod von Thomas Nommensen ist der zweite Teil um den Ermittler Arne Larsen.

Dieses Buch war für mich das Erste des Autors, den Vorgänger dazu habe ich nicht gelesen, konnte aber trotzdem sehr gut in die Geschichte einsteigen, da sie in sich abgeschlossen erzählt werden.

Die Protagonisten Arne Larson und Mayla Aslan wirken sympathisch, sind aber in ihrer Art sehr unterschiedlich, was auch für Konfliktstoff sorgt. Während man bei Arne Larson sehr viel über ihn erfährt, bleibt Mayla Arsan ein wenig bedeckt, was bei mir Neugierde auf die weitere Entwicklung der beiden Protagonisten auslöst.

Die Geschichte wird in mehreren Handlungssträngen erzählt, die sich immer wieder abwechseln, was mir sehr gut gefallen hat. In dem einen Handlungsstrang ist man bei den Ermittlern dabei, die Versuchen die Leichenfunde aufzuklären, im zweiten Handlungsstrang begleitet man die Lehrerin Lea Zeisberg, die nach einer längeren Pause in den von ihr gefürchteten Schulalltag zurückkehrt und sich dort um eine ihrer Schülerin sorgen machen muss, die anscheinend Hilfe benötigt. Zusätzlich gibt es noch Rückblenden in das Jahre 1979 und später führen, in man als Leser einen kleinen Jungen in der ehemaligen Waldsiedlung der DDR begleitet. Die einzelnen Handlungsstränge sind gut konstruiert und machen direkt neugierig wie sie den alle miteinander zusammenhängen. Die Zusammenführung der einzelnen Handlungsstränge war gekonnt und logisch umgesetzt und konnte mich wirklich für sich einnehmen.

Das Buch ist spannend erzählt ohne dabei blutig zu sein, aber richtig punkten konnte es bei mir, durch die düstere Grundstimmung, die der Autor erzeugte, und die über das ganze Buch gehalten wurde.

Mein Fazit:

Ein spannender Krimi, der mich durch die Handlung und die düstere Stimmung für sich einnehmen konnte, und den ich gerne weiterempfehlen möchte.
Profile Image for Kerstin.
746 reviews24 followers
October 13, 2016
Kurzbeschreibung:
Eine tote Frau. Lieblos verscharrt. Von niemandem vermisst.
Ein früher Wintereinbruch überzieht die Hauptstadt mit eisigem Frost, da wird auf einem verwilderten Friedhof in Berlin-Buch eine Leiche gefunden. Hauptkommissar Arne Larsen nimmt zusammen mit seiner Kollegin Mayla Aslan die Ermittlungen auf, doch die Spuren sind alles andere als eindeutig. War es Mord, oder sollte ein Suizid vertuscht werden? Und wie sind die Hinweise auf ein angeblich geheimes Haus Nr. 24 in der Waldsiedlung der DDR zu werten?
Gleichzeitig spielen sich seltsame Dinge an einer Berliner Grundschule ab: Ein Mädchen kritzelt mehrfach «Hilfe» in sein Aufsatzheft, und eine Lehrerin fürchtet ihre Schüler. Aber wie hängt das alles mit der toten Frau zusammen?
Gerade als Larsen und Aslan sich auf der richtigen Fährte glauben, machen sie einen weiteren grausigen Fund. *Quelle*

Zum Autor:
Thomas Nommensen, in Schleswig-Holstein geboren, zog vor dem Fall der Mauer nach Berlin und arbeitete dort als Musiker, Toningenieur, Dozent und Software-Entwickler. Seine Kurzkrimis und -thriller erschienen in zahlreichen Anthologien und wurden mit dem Freiburger Krimipreis, dem Agatha-Christie-Krimipreis und dem 1. Deutschen E-Book-Preis ausgezeichnet. Mit seiner Frau, der Thrillerautorin Jutta Maria Herrmann, lebt er vor den Toren Berlins im brandenburgischen Panketal.

Meinung:
Wintertod ist der 2. Band der Arne Larsen-Reihe, daher besteht beim Weiterlesen Spoilergefahr!

Da ich gerne wissen wollte, wie es mit Hauptkommissar Arne Larsen weitergeht, war Wintertod, sein 2. Fall, Pflichtlektüre. Der Handlungsschauplatz wurde von Nordermühlen nach Berlin verlegt. Nach dem Prolog und einem Kapitel, das auf dem Friedhof in Berlin-Buch spielt, beginnt die Geschichte am 16. November und endet am 3. Dezember.

Hauptkommissar Arne Larsen hat sich nach den traumatischen Erlebnissen aus seinem 1. Fall vom schleswig-holsteinischen Nordermühlen zum LKA nach Berlin versetzen lassen, wo er momentan in einer WG lebt. Mit seiner neuen Kollegin Mayla Aslan bekommt er es mit einem Leichenfund auf einem verwilderten Friedhof zu tun, der sich bald als Mord herausstellt. Larsen ist auch hier wieder ein sympathischer Charakter, der immer noch an seinem 1. Fall und den Nachwirkungen zu knabbern hat, sich aber trotz seinem neuen und ungewohnten Umfeld schnell in Berlin zurechtfindet.

Seine neue Kollegin, die türkischstämmige Mayla Aslan, steht Larsen anfangs etwas kritisch und skeptisch gegenüber. Die beiden sind sich nicht sonderlich grün, aber raufen sich während der Ermittlungen immer mehr zusammen. Sie ist eine moderne junge Frau, die im Privaten Probleme mit ihrer Familie und deren Ansichten hat, was aber nur am Rande erwähnt wird. Darüber hätte ich gern ein wenig mehr erfahren.

Die Nebenfiguren sind recht zahlreich. Hervorzuheben sind die Lehrerin Lea Zeisberg (die nach einem Zwischenfall mit mehreren Schülern nach 6 Monaten wieder in den Schuldienst zurückkehrt und sich Sorgen um die Geschwister Kolja und Merle Grossmann macht) und Martin Langfeld (ein Junge, der in den frühen 1980er Jahren mit seiner Mutter zu deren neuem Freund Adam in die Waldsiedlung, Wohnsitz der hohen SED-Funktionäre der damaligen DDR, zieht).

Die Geschichte wird aus mehreren Perspektiven erzählt. Zum einen begleitet man Arne Larsen bei seinen Ermittlungen, die in der 3. Person geschildert werden. Zum anderen lernt man die Lehrerin Lea Zeisberg näher kennen, deren Sichtweise ebenfalls in der 3. Person gehalten ist. Eingestreut sind Kapitel, in denen der kleine Martin aus der Waldsiedlung erzählt. Diese werden direkt aus der Ich-Perspektive berichtet und umfassen die Jahre 1979 bis 1989.

Wie bereits im 1. Band, Ein dunkler Sommer, gestaltet sich die Handlung aufgrund der abwechselnden Erzählperspektiven spannend und abwechslungsreich. Zwar bedauerte ich anfangs, dass Arne Larsen nun in Berlin ermittelt und nicht mehr in der Kleinstadt Nordermühlen, doch war es interessant zu erfahren, wie er sich in der Großstadt durchboxt, wo er anfangs noch nicht richtig Anschluss findet und von Mayla Aslan etwas argwöhnisch behandelt wird. Auch der Erzählstrang um Lea Zeisberg war sehr mitreissend. Durch ihre früheren Erlebnisse eine bewundernswerte Frau, die den Geschwistern Grossmann unbedingt helfen möchte. Die Auflösung selbst war teilweise abzusehen, konnte aber im Ganzen überzeugen und zufriedenstellen.

Thomas Nommensen hat auch hier wieder einen angenehm zu lesenden Schreibstil, der nie in Belanglosigkeiten abdriftet und somit keine Langeweile aufkommen lässt. Die kurz gehaltenen Kapitel und ständig wechselnden Perspektiven ermuntern zum ständigen Weiterlesen, um dem Rätsel auf die Spur zu kommen.

Fazit:
Wintertod bietet einen abwechslungsreichen und spannenden 2. Fall für Arne Larsen, der mit seinem Vorgänger trotz Schauplatzwechsel mithalten kann. Auch hier haben mir die Perspektivwechsel wieder sehr gefallen, und ich hoffe, dass man bald wieder etwas Neues von Arne Larsen und Mayla Aslan lesen darf.
Profile Image for DunklesSchaf.
153 reviews6 followers
January 2, 2017
Wintertod - Thomas Nommensen

Eigentlich hatte ich Wintertod schon wieder eine ganze Weile zu Hause liegen, doch im sommerlichen Spätherbst wollte ich das Buch irgendwie nicht anfangen - wenn schon der Titel auf Winter verweist, sollte es doch auch winterlich sein, wenn man ihn liest. Leider ist der Winter ja gerade allgemein etwas zurückhaltend, aber immerhin ist es in den letzten Wochen kalt geworden und passenderweise hat bei meinem favorisierten Leserunden-Portal eine autorenbegleitete Runde stattgefunden, an der ich natürlich gerne teilgenommen habe. Die Runde war nur klein, aber das hatten, glaube ich, viele Runden vor Weihnachten gemein - die Vorweihnachtszeit ist irgendwie immer stressig, egal wie man es plant. Aber trotz kleiner Runde hat das gemeinsame Lesen wieder viel Spaß und verschiedene Einsichten gebracht. Es ist immer wieder erstaunlich, wie unterschiedlich Leser doch Dinge aufnehmen, welche sie wie gewichten und was ihnen ins Auge sticht. Aber egal wie man das Lesen empfunden hat, die Besonderheit von Thomas Nommensens Krimi sind diesmal auf jeden Fall die Schauplätze.

Per Zufall stolpert eine junge Frau auf einem still gelegten Friedhof auf die kürzlich verscharrte Leiche einer Frau. Der Fall wird Arne Larsen und seiner neuen Partnerin Mayla Aslan zugeteilt. Larsen hat sich erst vor Kurzem in die Hauptstadt versetzen lassen, nicht nur um der Provinz zu entkommen, sondern auch mit dem letzten Fall, der ihm sehr nahe ging und einer gescheiterten Beziehung. Neue Stadt, neue Partner - die Eingewöhnung fällt Larsen nicht einfach. Dabei muss es gelingen, denn schon bald findet sich auf dem Friedhof wieder eine Leiche.
Derweil kehrt Lea Zeisberg nach einer Krankheit zurück zu ihrem Beruf, dem Unterricht an einer Berliner Grundschule. Schon am ersten Tag beobachtet sie ein seltsames Kräftemessen zwischen zwei Jungs und findet wenig später Hilferufe einer ihrer Schülerinnen in deren Aufsatz. Lea macht sich Sorgen und recherchiert, wird von ihrem Umfeld aber nur belächelt oder beschwichtigt. Doch dann führen Arne Larsens Ermittlungen an Leas Schule.

Arne Larsen wagt nach seinem ersten Fall in "Ein dunkler Sommer" in Berlin einen Neuanfang. Dabei gelingt es Thomas Nommensen, die Schwierigkeiten dabei, privat wie auch beruflich, sehr gut darzustellen. Larsen landet in einer WG - warum auch immer, meins wäre es nicht - zu den dortigen Bewohnern hat er aber kaum Kontakt. Seine neue Partnerin, Mayla Aslan, gibt erst mal kaum etwas von sich preis. Auch sein Chef ist zwar bestimmend aber zurückhaltend. Man weiß, es muss etwas vorgefallen sein - irgendwie muss ja die Stelle, die Arne Larsen besetzt, auch frei geworden sein - aber keiner rückt mit der Sprache raus. Auch privat scheint bei Mayla Aslan einiges ungerade und dämmert im Hintergrund. So richtig Kontakt bekommen die beiden Ermittler nicht und es gibt auch Rangeleien um die Führung des Teams. Alles andere als ein herzlicher Empfang. Wobei Larsen es den Kollegen schon auch nicht einfach macht. Er ist eben ein eher schweigsamer, denkender Mensch, ist mit Schlussfolgerungen auch erst mal vorsichtig, verarbeitet das Erlebte in seinen Träumen,wacht mit Erkenntnissen auf und läuft los. Nicht ganz einfach. Die beiden Ermittler werden wohl noch eine Weile brauchen, um sich aneinander zu gewöhnen - an sich nichts Ungewöhnliches in Kriminalromanen. Und obwohl Mayla in der Leserunde eher unbeliebt war, finde ich sie großartig - schon allein ihr Auto. Ein uraltes Modell, bei dem Larsen leider nur auf der Rücksitzbank mitfahren kann, da die Beifahrertür nicht mehr auf geht. Herrlich genial!

Da Larsen in Berlin einen Neuanfang wagt, ist übrigens auch der Einstieg bei Teil zwei absolut problemlos möglich, auch wenn der erste Teil natürlich auch zu empfehlen ist. Sogar Larsens privates Leben beginnt quasi neu, da ihn die vorige Freundin im ersten Band verlassen hat und er hier tatsächlich in seiner WG eines Nachts eine neue Bekanntschaft schließt, aus der mehr werden könnte. Ob Larsen allerdings in der WG bleibt? Wohl scheint er sich dort nicht zu fühlen. Vieles wird sich wohl erst im nächsten Band ein rütteln, auch die Beziehung zu seiner Partnerin Mayla. Ich persönlich fände es sogar spannender, wenn Spannungen und Reibereien bestehen bleiben oder die eben nicht immer einer Meinung sind. Das gibt den Ermittlerpaaren mehr Tiefe und gerade Arne Larsen kann das noch ein wenig brauchen. Er ist so schrecklich normal - wobei er damit ja fast schon wieder außergewöhnlich ist, bei den vielen, gebrochenen Ermittlern, die sich in Krimis tummeln.

Wie die beiden Handlungsstränge um Arne Larsen bzw. Lea Zeisberg zusammen hängen, entlarvt sich natürlich erst nach und nach und gespannt blättert man von Seite zu Seite. Das Buch liest sich gut und die Seiten fliegen dahin – genau so, wie es bei einem guten Krimi einfach sein soll. Als Bonus hat der Fall sogar noch eine Verbindung in die Vergangenheit und zwar in die DDR. Der Autor hat sich auf die Suche nach spannenden Handlungsorten in Berlin gemacht und ist auch fündig geworden. Mit dabei sind die Waldsiedlung in Bernau, in der früher die Spitze des Politbüros fast wie in Westdeutschland gelebt hat, und auch das ehemalige Stasi-Krankenhaus nahe der A114. Für einen Thriller gibt es wohl kaum geheimnisumwobenere und fast vergessene Orte in Berlin, um die sich Mysterien und Gerüchte ranken. Mittlerweile ist die Waldsiedlung umgebaut und neubesiedelt, doch das alte Krankenhaus kann man noch im verwitterten Zustand - zumindest von außen - betrachten. Der Autor hat hierzu übrigens auch ein Interview gegeben, welches ihr auf der Verlagsseite finden könnt. Sehr spannende Orte, wenn auch für mich gerne noch mehr Politisch-historisches hätte dabei sein können. Ein dritter Handlungsstrang, der erst später im Buch beginnt, spielt im Übrigen Ende der 70er Jahre in genau dieser Waldsiedlung – aber mehr wird nicht verraten!

Fazit:
Gelungener Neustart für Arne Larsen in Berlin: geschichtsträchtige und mysteriöse Orte in der Hauptstadt führen den melancholischen Kommissar zum Täter. Ein spannendes Leseerlebnis!
Profile Image for Angelique's Leseecke.
1,041 reviews5 followers
October 21, 2016
aus Opfer werden Täter, ein superspannender Krimi mit emotionalen Tiefgang


" Blütenweiße Flocken, zart von einem Hauch von Nichts, tanzten vor seinem Fenster. Eine Choreographie, die ebenso wunderschön wie simpel ist. … Eine Hochzeit in reinstem Weiß und doch nur eine Ehe auf Zeit, die kaum mehr als ein paar Stunden halten wird."
Zitat S. 148

*Inhalt*
Der eisige Winter hat die Hauptstadt fest im Griff. Gleich am ersten Tag in Berlin wird Hauptkommissar Arne Larsen zu einem ungewöhnlichen Tatort gerufen. Eine Frau findet bei der Schatzsuche auf einem stillgelegten Friedhof eine Leiche, eine junge Frau liegt tot kaum einen halben Meter tief im Boden. Gemeinsam mit seiner neuen Kollegin und Chefin Mayla Aslan ermittelt Arne Larsen in diesem Fall, beide haben Startschwierigkeiten und unterschiedliche Meinungen zu kämpfen. Mayla geht von einem Selbstmord aus, während Arne das Gefühl hat, dass da mehr dahintersteckt. Am nächsten Tag wird eine zweite Leiche entdeckt und die Polizei tappt weiterhin im Dunkeln.
Der zweite Erzählstrang berichtet von der junge Lehrerin Lea Zeisberg, die nach einem traumatischen Zwischenfall während eines Schulfestes wieder zurück an die Schule kommt. Sie macht sich Sorgen um eine Schülerin.
In einem dritten Erzählstrang geht es in die Vergangenheit ins Jahr 1979 in eine Waldsiedlung in der ehemaligen DDR. Dort lebt der kleine Martin mit seiner Mutter und seinem Stiefvater
Wie hängen diese Geschehnisse zusammen?

*Meine Meinung*
"Wintertod" von Thomas Nommensen ist der zweite Fall mit Hauptkommissar Arne Larsen und ich habe mich sehr auf die Fortsetzung gefreut.
Mit seinem fesselnden und spannenden Schreibstil zieht der Autor mich sofort in den Bann, mein Kopfkino startet und ich bin mitten in der Geschichte. An einigen Stellen ist der Sprachstil sogar sehr lyrisch, was mir gut gefällt. Die düstere Stimmung und teilweise eiskalte Atmosphäre bringt der Autor mit seinen Worten gut zum Ausdruck.
Neben den drei Erzählsträngen gibt es auch zwei Zeitstränge, beides zusammen erhöht die Spannung ungemein. Die einzelnen Stränge werden in einem fulminanten Finale vom Autor gekonnt zu aufgelöst.

Schon im ersten Band hat mir der Hauptkommissar Arne Larsen mit seiner ruhigen und besonnenen Art besonders gut gefallen und auch in diesem Band gehe ich gerne mit ihm auf Mörderjagd.
Seine neue Kollegin Mayla Aslan kann ich am Anfang nicht so gut einschätzen, sie ist manchmal sehr schroff und geht kaum auf die Ideen von Arne ein. Sie müssen als Team erst zusammenwachsen.
Und auch die anderen Charaktere sind facettenreich und lebendig beschrieben worden.

*Cover*
Das Buch mit diesem Cover ist ein echter Hingucker. Der Hochnebel auf einem Friedhof mit den vereinzelten Sonnenstrahlen vermittelt eine düstere und unheimliche Atmosphäre, somit passt sie richtig gut zur Geschichte.

*Fazit*
Eine rundum gelungene Fortsetzung von "Ein dunkler Sommer", ein spannender Krimi mit Thrillerelementen. Von mir bekommt er eine klare Leseempfehlung und verdiente 5*.
Profile Image for Kerstin Stutzke.
403 reviews12 followers
October 16, 2016
Lea Zeisberg kehrt nach halbjähriger Unterbrechung wieder in den Schuldienst zurück. Mit gemischten Gefühlen tritt sie ihren ersten Arbeitstag an der Erich-Weinert-Grundschule in Prenzlauer Berg wieder an, denn dort ist ihr schreckliches widerfahren. Viel scheint sich in dem halben Jahr nicht zum Positiven verändert haben, denn noch bevor sie ihre erste Stunde geben kann, beobachtet sie ein gewaltsames Aufeinandertreffen zweier Jugendlicher. Ausgerechnet Kolja Grossmann ist in diese Auseinandersetzung verwickelt und dabei hatte Lea bisher einen sehr guten Eindruck von dem Jungen, den sie flüchtig über seine kleine Schwester Merle kennt, die sie unterrichtet. Leider scheint die kleine Merle in letzter Zeit des Öfteren krank zu sein, denn sie fehlt vermehrt. Gleiches trifft auch auf ihren Bruder zu. Lea findet das sehr merkwürdig und beginnt sich zu erkundigen, ob etwas im häuslichen Umfeld der Familie nicht in Ordnung ist, denn diese Fehlzeiten sind auffällig.

Arne Larsen hingegen hat ganz andere Sorgen. Der Neu-Berliner ist noch nicht so richtig in der Hauptstadt angekommen und auch seine Wohnsituation ist nicht so optimal, wie es anfänglich aussah. Er lebt in einer WG von 30ern - 40ern, doch es steht schnell fest: das WG-Leben ist so gar nichts für den Hauptkommissar. Auch sein letzter Fall lässt ihn einfach nicht los, noch immer plagen ihn schreckliche Alpträume. Man könnte glatt sagen, dass es nicht besonders rund läuft in seinem Leben und da macht die erste Begegnung mit seiner neuen Kollegin, Oberkommissarin Mayla Aslan, keine Ausnahme. Die Kriminalbeamtin ist alles andere als eine Sympathieträgerin und behandelt Arne eher wie ein unliebsames Anhängsel, denn einen Kollegen. Ihr erster gemeinsamer Tatort führt sie auf einen stillgelegten Friedhof, auf dem kürzlich eine Frauenleiche vergraben wurde, ein religiöser Hintergrund kann nicht ausgeschlossen werden.

Die engagierte Lehrerin Lea muss derweil feststellen, dass im Hause Grossmann so einiges im Argen zu sein scheint. Sie folgt dem Mädchen nach Hause, doch als sie klingt, meldet sich niemand - es scheint gar so, als wäre die gesamte Familie dabei, sich nach und nach von der Öffentlichkeit zurückzuziehen. Lea ist ratlos, doch die Sorge um die kleine Merle lässt sie nicht los. Als sie in einem Aufsatzheft einen Hilferuf des Mädchens findet, weiß sie, dass sie nicht tatenlos zusehen kann. Sie versucht weiterhin, mit dem Mädchen in Kontakt zu treten, doch Merle erscheint nicht mehr in der Schule und auch in deren Zuhause trifft Lea niemanden an. Als in der Schule die Kriminalpolizei auftaucht, weiß Lea, dass sie zu spät kommt - man hat die Leiche der kleinen Merle gefunden. Auf eben jenem Friedhof, auf dem auch die Frau gefunden wurde und Merle wurde nachweislich ermordet. Wer hatte einen Grund, diesem kleinen Mädchen das Leben zu nehmen? Wer ist die unbekannte tote Frau und stehen die Leichenfunde womöglich in einem Zusammenhang und was ist mit Kolja, der seit einigen Tagen ebenfalls spurlos verschwunden ist?


Der 2. Band der Arne-Larsen-Reihe! Der Plot des Buches wurde spannend und abwechslungsreich erarbeitet. Besonders gefesselt haben mich die verschiedenen Handlungsstränge, denen ich fast zwanghaft gefolgt bin, weil ich unbedingt wissen wollte, wie diese unterschiedlichen Ausgangssituation zueinanderfinden und ganz ehrlich, ich war sowas von baff - schlicht und ergreifend begeistert denn dieser Plot hat einfach alles: Aktion, Spannung, Drama und und und. Mich hat er auf jeden Fall von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt, sodass ich einen Großteil meines Nachtschlafes verpasst habe, aber ich musste das Buch einfach zu Ende lesen, ich konnte es nicht zur Seite legen. Die Figuren wurden authentisch erarbeitet. Ich muss gestehen, dass mir Protagonist Arne Larsen mit unter schon etwas leidgetan hat - allein in einer fremden Stadt, ohne Freunde, neu im Job, aber nicht wirklich gut aufgenommen von den Kollegen und auch privat läuft es nicht wirklich rund für ihn. Doch Arne ist ein Stehaufmännchen, dass sich nicht so leicht unterkriegen lässt. Die Figur der Lea fand ich wirklich bezaubernd erarbeitet, denn solch eine engagierte Persönlichkeit begegnet einem nur sehr selten und gerade im Hinblick auf ihre Vergangenheit muss ich sagen, ich ziehe meinen Hut vor dieser Frau. Den Schreibstil kann ich nur als fesselnd beschreiben, ich konnte und wollte mich nicht von dem Buch trennen, bis ich wusste, wie es endet. Nun hoffe ich natürlich, dass es bald einen Nachfolgeband geben wird, denn ich möchte unbedingt wissen, wie sich Arne in Berlin und vor allem in seinem neuen dienstlichen Wirkungskreis einlebt.
Profile Image for lenisvea`s Bücherwelt (Sandra Berghaus).
1,046 reviews21 followers
November 2, 2016
Einband
Taschenbuch
Seitenzahl
432
Erscheinungsdatum
21.09.2016
Serie
Kommissar Arne Larsen 2
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-499-27198-4

Zum Buch: http://www.rowohlt.de/taschenbuch/tho...


Eine tote Frau. Lieblos verscharrt. Von niemandem vermisst.

Ein früher Wintereinbruch überzieht die Hauptstadt mit eisigem Frost, da wird auf einem verwilderten Friedhof in Berlin-Buch eine Leiche gefunden. Hauptkommissar Arne Larsen nimmt zusammen mit seiner Kollegin Mayla Aslan die Ermittlungen auf, doch die Spuren sind alles andere als eindeutig. War es Mord, oder sollte ein Suizid vertuscht werden? Und wie sind die Hinweise auf ein angeblich geheimes Haus Nr. 24 in der Waldsiedlung der DDR zu werten?

Gleichzeitig spielen sich seltsame Dinge an einer Berliner Grundschule ab: Ein Mädchen kritzelt mehrfach «Hilfe» in sein Aufsatzheft, und eine Lehrerin fürchtet ihre Schüler. Aber wie hängt das alles mit der toten Frau zusammen?

Gerade als Larsen und Aslan sich auf der richtigen Fährte glauben, machen sie einen weiteren grausigen Fund.
Hochsensibel und eigenwillig: Arne Larsen ermittelt in Berlin.

Meine Meinung:
Ich habe vor kurzer Zeit den ersten Teil dieser Reihe um Arne Larsen, Ein dunkler Sommer, gelesen und war daher auf diesen neuen Teil gespannt.

Mir ist der Einstieg in das Buch etwas schwer gefallen, es hat ziemlich lange gedauert, bis ich im Lesefluss war. Danach konnte ich aber auch fast nicht mehr aufhören, weiter zu lesen. Für mich könnte dieser Kriminalroman auch durchaus als Thriller durchgehen.

Die Stimmung und die Atmosphäre hat mir in diesem Buch auch sehr gut gefallen.

Die Geschichte wird in verschiedenen Erzählsträngen erzählt. Es wechselt zwischen Arne Larsen und der Lehrerin Lea Zeisberg. Außerdem gibt es immer wieder Rückblenden zu Ereignissen in der Vergangenheit, die 1979 in einer Waldsiedlung spielen, in der hohe DDR-Funktionäre gewohnt haben.

Das Ermittlerduo fand ich sehr interessant ebenso wie die beteiligten Personen. Es hat sich einfach zu einer sehr interessanten Story entwickelt, sehr raffiniert ausgearbeitet, auch mit überraschenden Wendungen. Die Rückblenden in die DDR-Zeit konnten mich fast am meisten begeistern.

Alles in allem konnte mich dieses Buch noch ein wenig mehr begeistern als der 1. Teil, es waren interessante Themen enthalten, ich kann es jedem empfehlen, der gerne Kriminalromane liest. Von mir gibt es eine klare Kauf- und Leseempfehlung, ich gebe dem Buch gute 4 Sterne.
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