Politimannen Bogart Bull blir sendt ned til den franske middelhavskysten for å bistå det franske politiet, etter at den norske næringslivstoppen Axel Krogh blir funnet brutalt myrdet i sitt hjem. Krogh var en svært rik mann, med en verdifull kunstsamling. Likevel er det eneste som er stjålet fra huset et lite maleri signert med et enkelt syvtall. Forbrytelsen viser seg å ha sammenheng med begivenheter mer enn hundre år tidligere, med en gruppe billedkunstnere med Edvard Munch og Henri Matisse i spissen. De finner forbindelser til den franske motstandsbevegelsens kamp mot nazistene, før alle spor forsvinner. Mens Bull og hans franske kollegaer etterforsker nærmere, gjør drapsmannen seg klar for en siste opptreden.
Øistein Borge er en norsk krim- og ungdomsbokforfatter.
Borge arbeidet i en årrekke i film- og reklamebransjen, som regissør, tekstforfatter og kreativ leder. Han har mottatt en lang rekke priser for sine arbeider både i Norge og utlandet, blant disse to gulløver fra reklamefilmfestivalen i Cannes.
Borge har utgitt en serie på tre romaner om ungdomshelten Nino Glass. I 2016 krimdebuterte Borge med sin første bok om Bogart Bull – «Den syvende demonen».
Øistein Borge bor på Mallorca, der han jobber som forfatter på fulltid.
Auf den ersten Blick wirkt "Kreuzschnitt" wie ein typischer Skandinavien-Krimi: ein brutaler Mord, ein Ermittler, dessen Familie auf tragische Weise ums Leben gekommen und der dadurch in den Alkoholismus abgestürzt ist – Øistein Borge scheint sich hier der üblichen Klischees zu bedienen.
Das ändert sich aber schnell, denn weil Kommissar Bogart Bull aufgrund seiner traumabedingten Eskapaden zu Europol "wegbefördert" wird (seine wohl letzte Chance, um noch einmal als Polizist Fuß zu fassen und einen Neustart zu wagen), spielt dieser Kriminalroman plötzlich nicht mehr in Oslo, sondern im sonnigen und mondänen Südfrankreich, wo Bull gemeinsam mit der französischen Polizei den Mord an einem norwegischen Milliardär aufklären soll.
Parallel dazu erzählt der Autor eine Geschichte, die sich vom Anfang des 20. Jahrhunderts bis zum Zweiten Weltkrieg erstreckt und auf spannende Weise Kunstgeschichte und Weltgeschichte kombiniert und die Leser einer Gruppe französischer Widerstandskämpfer begegnen lässt, die sich gegen das Terrorregime der Nationalsozialisten auflehnt. Durch diese beiden Handlungsebenen ergibt sich ein interessanter Kontrast zwischen der Mordermittlung in der touristischen Gemeinde an der Côte d’Azur und dem kalten Schrecken des Krieges. Der Autor deutet hier zwar immer wieder geschickt Verbindungen zwischen beiden Handlungssträngen an, lässt sein Publikum aber dennoch lange über das große Ganze im Unklaren, was die Neugier weiter antreibt.
Dazu erweist sich Bogart Bull trotz seines vermeintlichen Stempels als abgestürzter Alkoholiker als erstaunlich umgänglicher und sympathischer Charakter, der sich zum Zeitpunkt der Geschichte bereits wieder gefangen hat und engagiert seine letzte Karriere- (und vielleicht auch Lebens-)Chance nutzen will. Ebenso angenehm ist die harmonische Zusammenarbeit mit dem französischen Hauptermittler, sodass sich hier fast schon eine Art Männerfreundschaft ergibt – eine willkommene Abwechslung zu den sonst im Krimi-Genre üblichen Revierstreitigkeiten.
Insgesamt ist "Kreuzschnitt" also ein positiv auffallender Reihenauftakt, der mit zwei interessanten Szenarien, einer guten Story und einer sympathischen Ermittlerfigur überzeugt. Dabei erreicht der Roman zwar nicht den ultimativen Nervenkitzel und wirkt in der Gegenwarts-Handlung zwischendurch fast ein wenig gemütlich, das ist aber aber nur ein kleiner Makel eines ansonsten gelungenen ersten Falls für Bogart Bull.
Worum geht´s? Der norwegische Polizist Bogart Bull verliert durch einen Schicksalsschlag den Boden unter den Füßen. Um ihm aus der Krise zu helfen und neuen Lebensmut zu geben, vermittelt seine Chefin ihn als Sonderermittler an EUROPOL. Er soll beratend bei Ermittlungen in anderen europäischen Ländern helfen, wenn Norweger zum Opfer werden. Sein erster Fall bringt ihn nach Frankreich, wo der norwegische Geschäftsmann und Kunstsammler tot in seiner Villa aufgefunden wird. Es gibt kaum Ermittlungsansätze, außer ein entwendetes Gemälde von Edvard Munch, welches eine grausame Geschichte bezeugt.
Meine Meinung: Mein Faible für skandinavische Literatur wird immer größer und mit dem Norweger Borge habe ich wieder einen Glückstreffer gelandet. Was für ein spannender und vielschichtiger Kriminalroman. Auf 2 Zeitebenen wird der Leser hier zum Mörder geführt und versteht selbst immer besser, welches Motiv sich hinter den Taten verbirgt. Ich bin begeistert, von dem geschichtlichen Aspekt des Buches. Der für mich zunächst nicht sichtbare Zusammenhang der Geschichten, sowie die langsame Vernetzung der Erzählstränge sind dem Autor grandios gelungen. Die Idee eines EUROPOL Ermittlers, welcher überall in Europa zum Einsatz kommt, wo ein Landsmann zum Opfer wird, gefällt mir sehr. Es ist eine komplett neue Form des Kriminalromans, da sich der Ermittler auf fremden Terrain befindet und einheimische Kriminalbeamte unterstützt. Tja, und was soll ich sagen - Bogart Bull, ich mein, hallo?! Schon bei dem Namen bekomme ich weiche Knie. Die Charakterzeichnung tat sein Übriges. Ich war schlichtweg sofort verliebt in den kantigen Bogart! Der Schreibstil ist flüssig, das Buch hat zwar nur knappe 300 Seiten, aber es ist eine relativ kleine Schrift. Die kurzen Kapitel und die verschiedenen Perspektiven erhöhen das Erzähltempo ungemein.
Fazit: Sehr spannende Neuentdeckung einer Krimireihe um den Ermittler Bogart Bull. Kriminalfall, Geschichte und Charaktere haben mich sehr überzeugt! Uneingeschränkte Leseempfehlung!
Gir den 4 stjerner, og velger å se bort ifra at Borge, som alle andre krimforfattere, ikke gidder å lese om satanisme. Ikke veldig original, alkoholisert politimann med død kone og unge er nesten standard. Men godt skrevet.
Begnadeter Erzähler mit einer charismatischen Hauptfigur
Buchmeinung zu Oistein Borge – Kreuzschnitt
Kreuzschnitt ist ein Kriminalroman von Oistein Borge, der 2017 bei Droemer Knaur in der Übersetzung von Andreas Brunstermann erschienen ist. Der Titel der norwegischen Originalausgabe lautet De syvende demonen und ist 2016 erschienen.
Zum Autor: Oistein Borge, Jahrgang 1958, kommt aus der Film- und Werbebranche, wo er als Regisseur, Texter und Creative Director gearbeitet hat. Er hat sowohl in Norwegen als auch im Ausland zahleiche Auszeichnungen für seine Arbeit erhalten, darunter zwei goldene Löwen beim Werbefilmfestival in Cannes.
Zum Inhalt: Bei einem Unfall hat der norwegische Kommissar Bogart Bull seine Frau und sein Kind verloren. Er leidet sehr darunter und wird unleidlich. Deshalb wird er Europol zugeordnet, um einen Mord an einem norwegischen Millionär aufzuklären, bei dem nur ein Gemälde von Edvard Munch gestohlen wurde.
Meine Meinung: Mich hat dieses Buch von Anfang an fasziniert. Bogart Bull war mir mit seiner ruhigen unaufgeregten Art direkt sympathisch. Familiär vorbelastet hat er ein wenig Kunstkenntnisse und gerade Edvard Munch sagt ihm etwas. Es gibt zwei Haupthandlungsstränge, von denen einer im besetzten Frankreich bei einer Resistance Gruppe spielt. Immer wieder werden kurze Passagen aus dieser Zeit in die aktuelle Suche nach dem Mörder eingestreut. Basis dieser Einspielungen sind Tagebucheinträge. Langsam entsteht ein Bild der damaligen Geschehnisse, die sehr dunkel sind und zum Tod mehrerer Menschen geführt haben. Manchmal erscheinen Bogart Bull Dämonen aus seiner Vergangenheit, aber sein Zustand bessert sich stetig. Unterstützung bei den aktuellen Ermittlungen erhält er von einem französischen Kommissar, mit dem sich Bull gut versteht. Langsam aber sicher nähert sich Bull dem Täter und es gibt einen angemessenen Showdown. Über der ganzen Geschichte liegt eine dunkle Stimmung und die Frage, welchen Preis die Gerechtigkeit rechtfertigt. Der Schreibstil ist atmosphärisch und eindringlich. Es gibt einige unerwartete Wendungen und auch einige Spuren, die im Sand verlaufen. Mich hat dieser Roman gefesselt und bestens unterhalten.
Fazit: Ein ruhiger und atmosphärischer Kriminalroman, der mit einem komplexen Plot und einer charismatischen Hauptfigur überzeugt. Gerne bewerte ich den Titel mit fünf von fünf Sternen (95 von 100 Punkten) und spreche eine uneingeschränkte Leseempfehlung aus.
Mye potensiale i både hovedkarakter og historie. Flere kapitler blir dog tidvis ganske kjedelige, og det tar en god stund før man forstår deres relevans. En bok fylt med klisjeer i karakteristikkene og noe vanskelig framdriv, men det hele tar seg sammen ganske greit mot slutten. Siste del av boken var ganske spennende (fram mot løsningen på den første gåten).
Spent på neste bok om man får et bedre innblikk i selve hovedkarakteren og hans historie, noe kanskje slutten på denne boken la opp til. Håper det, ellers blir det vel med bok 1 og 2 i denne serien om Bogart Bull.
Borge har etter min mening greid overgangen fra ungdomsbøker til krim på en utmerket måte. Jeg kom ikke i seng før boken var lest ut, så det ble en sen kveld. Ser at han nå har skrevet 2 bøker til om sin etterforsker Bogart Bull og disse gleder jeg meg til å lese
Flott plot, som nøster tråder fra dagens dato og tilbake til Munchs reiser i Frankrike på tidlig 1990-tall, via et opphold i et krigsherjet Frankrike i 1943. Trådene henger fint sammen, og Bogart Bull er en karakter med stort potensiale. Gleder meg allerede til neste bok ut.
Når jeg ikke husker morderen som avsløres siste fem minutter.... Mulig jeg ikke var veldig konsentrert altså, men det kan ikke ha vært veldig mange innskutte besetninger som handlet om denne personen..
Mit "Kreuzschnitt" hat der norwegische Autor Øistein Borge den ersten Fall rund um Kommissar Bogart Bull geschrieben. Das Buch ist kein 08/15 Krimi, denn die Aufklärung des Falles ist länderübergreifend und wird in zwei Zeitebenen erzählt. Das ist vielleicht nicht Jedermanns Sache, doch zum Verständnis der Geschichte einfach ein MUSS.
Der Krimi startet mit einem Prolog, der Befürchtungen in mir weckte, dass wir es wieder mit dem typischen kaputten skandinavischen Ermittler zu tun haben, denn Kommissar Bogart Bull hat einen schweren Verlust erlitten. Seine Frau und seine Tochter wurden mit tödlicher Absicht von einem jungen Mann, den Bull überführt hat, ermordet. Daraufhin verliert er jeglichen Halt und beginnt zu trinken. Hier hätten wir also wieder den typischen kaputten Ermittler ohne Familie und alkoholabhängig, wie wir ihn aus vielen skandinavischen Krimis kennen. Doch der Autor kratzt hier die Kurve und schickt seinen Komissar auf Entzug und Bull bekommt die Chance zur Rehabilitierung - und nutzt sie auch! Seine Chefin Eva Heiberg versetzt ihn zu Europol und schickt Bull nach Südfrankreich um einen Mord an einem Landsmann aufzuklären. In einer luxuriösen Villa wurde der norwegische Unternehmer und Kunstsammler Axel Krogh brutal ermordet und geschändet. Am Rücken wurde ihm ein Kreuz eingeritzt und eines seiner Kunstwerke fehlt. Es ist ein unsigniertes Bild von Edvard Munch, das einen Dämon zeigt und die Zahl Sieben. Bogart Bull und sein französischer Kollege Jean Moulin von der Kriminalpolzei Marseille beginnen die Ermittlungen und tappen doch einige Zeit im Dunklen. Geht es um Kunstraub? Oder um ein Verbrechen aus satanischen Kreisen? Doch das Rätsel liegt in der Vergangenheit und Bulls Ermittlungen führen ihn zu einem grausamen und ungesühnten Verbrechen während des 2. Weltkrieges.
Geschickt verbindet der Autor die Geschehnisse in der Gegenwart mit einem grausamen Verbrechen aus der Vergangenheit. Mit einem für einen Krimi unüblichen Erzählmittel blendet der Autor zunächst zurück ins Jahr 1906. In Cotignac an der Côte d‘Azur treffen sich im Haus von Santiago Gaillard einige Künstler, darunter auch Henri Matisse und Edvard Munch, die gemeinsam sieben Bilder mit einem Dämön zeichnen und durchnummerieren, aber nicht signieren. Weiters gibt es einen Handlungsstrang aus der Vergangenheit, der in Frankreich während des Zweiten Weltkrieges spielt und sich mit der Résistance befasst. Obwohl ich schon viele Bücher zum Thema Zweiter Weltkrieg gelesen habe, gibt es hier Stellen, die mir wirklich zugesetzt und mich sehr aufgewühlt haben. Abwechselnd verfolgen wir nun Bulls und Moulins Ermittlungen in der Gegenwart und werden Stück für Stück an das Motiv herangeführt, das in der Zeit des Zweiten Weltkrieges zurückliegt. Die Handlung ist vielschichtig und ziemlich komplex, die Grundstimmung eher düster. Überraschende Wendungen ließen mich immer wieder von meinem Verdacht abkommen und brachten Spannung ins Geschehen. Zum Ende hin fügt sich alles perfekt zusammen und lässt keine Fragen offen. Wer vor Rückblenden in den Zweiten Weltkrieg nicht zurückschreckt und einen Krimi mit Anspruch sucht, der kann hier zugreifen!
Charaktere und Schreibstil: Mit Bogart Bull hat der Autor einen sehr menschlichen und sympathischen Kommissar erschaffen, der noch sehr um seine Frau und seine Tochter trauert. Trotzdem nimmt er die Hilfe, die sich ihm durch seinen neuen Job anbietet, an. Gefallen hat mir auch, dass sich die Zusammenarbeit mit dem französischen Kommissar sehr positiv gestaltet und am Ende sich sogar eine Freundschaft entwickelt. Auch die Nebencharaktere sind gut ausgearbeitet und wirkten ebenfalls sehr glaubwürdig. Die Handlung ist vielschichtig und komplex, der Schreibstil angenehm und flüssig. Man fühlt mit Bull und rätselt beim Kriminalfall mit.
Fazit : Ein etwas anderes Krimi, der aus dem ewigen Einheitsbrei diverser Krimis heraussticht, auch wenn sich nicht jeder mit dem Vergangenheitstrang anfreunden wird können. Interessante Charaktere und die länderübergreifenden Ermittlungen konnten neben der komplexen Handlung überzeugen. Ich werde sicher auch zum Folgeband rund um Kommissar Bogart Bull greifen!
Ein gelungener Start einer neuen skandinavischen Krimiserie
„Kreuzschnitt“ von Oisten Borge ist ein spannender Kriminalroman, wie ihn nur Skandinavier schreiben können. Eine Geschichte, die den Leser in die Vergangenheit und in der Zeit der aktuellen Handlung durch mehrere Länder Europas führt.
„Es dauert weniger als zwei Sekunden, um alles zu verändern.“ In diesen zwei Sekunden verliert Bogart Bull, Kommissar bei der Osloer Kriminalpolizei, durch einen tödlichen Verkehrsunfall seine Frau und seine Tochter. Die folgenden sechs Monate vergehen mit Alkohol, Entzug und Rückkehr an seinen Schreibtisch. Nach sechs Monaten und zwanzig Tagen macht ihm seine Vorgesetzte den Vorschlag, in Zukunft als norwegischer Ermittler international für Europol tätig zu sein. Ein Vorschlag ohne wirkliche Alternativen. Bull sagt zu und ist im nächsten Augenblick schon auf dem Weg nach Sainte-Maxime, einem Küstenort in Frankreich. Ein erfolgreicher norwegischer Unternehmer und Kunstsammler war in seiner Villa ermordet worden. In den Rücken des Ermordeten ist ein Kreuz geschnitten.
Alles scheint auf einen Ritualmord hinzudeuten, wofür auch spricht, dass der Mörder aus der Villa nur einen einzigen Gegenstand mitgenommen hat – ein bisher unbekanntes Gemälde von Edvard Munch, das das Gesicht eines Dämons zeigt. Doch bald ergeben die ersten Erkenntnisse ein völlig anderes Bild, denn die Spuren führen in die Vergangenheit, genau gesagt ins Frühjahr 1943, wo im kleinen Ort Eymoutiers ein grausames Verbrechen stattgefunden hat.
Unterstützt durch Hauptkommissar Jean Moulin von der Kriminalpolizei in Marseille beginnt Bull mit den Ermittlungen und gemeinsam fügen sie Teil und Teil der Geschichte zusammen.
Mit der Figur des Europol-Ermittlers Bogart Bull ist Oisten Borge eine stimmige Figur gelungen, man kann als Leser Bulls Persönlichkeit und Gedankengänge gut nachvollziehen. Bull zeigt eine sehr gute Kombinationsgabe, Spürsinn, aber der Autor erlaubt ihm auch, Fehler zu machen, lässt seine Gedankengänge Umwege machen, wodurch er glaubwürdig bleibt. Zwischen Bull und seinem Partner in diesem Fall, dem ebenfalls sehr erfahrenen und kompetenten Hauptkommissar Jean Moulin, stimmt die Chemie, sie sind ein Team.
Das Buchcover nimmt angedeutet Bezug auf den Vorfall in der Vergangenheit, wobei mir der norwegische Originaltitel „Den syvende demonen“ besser gefällt und zutreffender scheint, als „Kreuzschnitt“.
Die Handlung auf zwei unterschiedlichen Zeitebenen, 1943 und 2014, mit einer zusätzlichen kurzen Episode im Jahr 1906, ist sehr gut und übersichtlich durch entsprechende Kapitel mit Zeitangaben gegliedert. Dies erlaubt dem Leser, gedanklich allen Erklärungen und Hinweisen zu folgen, ohne dass die Handlungsbögen unterbrochen werden. Dadurch bleibt die Spannung dieses beeindruckenden Kriminalromans von der ersten bis zur letzten Seite erhalten. Das Erstlingswerk des norwegischen Regisseurs und Texters überzeugt auch sprachlich und lässt gespannt auf die nächsten Einsätze von Bogart Bull warten.
Ein Kriminalroman für Freunde der skandinavischen Kriminalliteratur, in diesem Fall mit zwei zusätzlichen Pluspunkten: mehrere Schauplätze und mehrere Zeitebenen.
5 von 5 🌟 Du hast mein Leben zerstört. Jetzt habe ich deins zerstört. R.T.
Die Krimi-Entdeckung aus Skandinavien
Bogart Bull, Kommissar bei der Osloer Kriminalpolizei, durchlebt eine schwere Zeit, nachdem seine Frau und sein Kind bei einem Unfall ums Leben gekommen sind. Seine Chefin versetzt ihn zu Europol, wo ein mysteriöser Fall auf ihn wartet: Der schwerreiche norwegische Unternehmer und Kunstsammler Axel Krogh ist in seiner Villa in Südfrankreich ermordet aufgefunden worden - doch alle Verdächtigen haben ein wasserdichtes Alibi. Bulls einziger Anhaltspunkt ist ein Gemälde von Edvard Munch, das einen Dämon zeigt. Nichts anderes hat der Mörder aus der Villa entwendet. Bulls Ermittlungen führen ihn schnell in die Vergangenheit: zu einem grausamen, ungesühnten Verbrechen in den vierziger Jahren … "Mit das Beste, was ich seit langer Zeit in der norwegischen Kriminalliteratur gelesen habe." Bookbloggeir/ Geir Tangen
Der Prolog ist unheimlich beklemmend. Man kann sich nicht vorstellen, wie es ist sein Kind zu Grabe tragen zu müssen, noch schlimmer, wenn der TodesFahrer dies mit voller Absicht macht und dem Mann der nun trauert dies mit zuteilen. Ich mag nicht nachzuempfinden, was das in Bull auslöst. Er war ein gebrochener Mann und nur sein Vater hat ihm den nötigen tritt verpasst.
Und seine Chefin bei der Kripo Oslo glaubt auch ein Tapetenwechselwäre gut für, so saß sie Bogart Bull für einen Postenbei einer europäischen Einheit für Länderübergreifende Gewaltverbrechen zuzuteilen.
Der erste Fall führt ihn nach Frankreich, wo ein dänischer Mogul grausam ermordet wurde.
Gefunden wird dieser von der Tochter, ihrem Mann und einem Firmenangestellten samt Gattin.
Zwischendurch erfolgt zudem eine Zeitreise zum den Beginn des 19.Jahrhunderts. Es werden die zeitgenössischen Maler beschrieben insbesondere den dänenischen Maler Edvard Munch.
Die Charaktere :
Bogart ist für mich ein sympathischer Kämpfer, intelligent und wachsam. Er erkennt schnell Zusammenhänge und hat auch ein gutes Bauchgefühl. Ella, die Tochter Kroghs, finde ich furchtbar unsympathisch, eiskalt und berechnend. Was vom Autor wohl auch beabsichtigt wurde. Jacobsen ist vielleicht ein guter Geschäftsmann, aber menschlich ein ganz schwacher Charakter. Er hat keinerlei Rückrat. Und obwohl er fremdgeht, sieht er sich als Opfer. Hauptkommissar Moulin, ist sehr umgänglich und teamfähig wichtig ist ihm die Aufklärung und nicht Revierkämpfe. UnD was ich mag ist das er Bull Beauregart ausspricht.
Ein unheimlich intensiver Thriller der mich mehr als nur positiv überrascht hat. Ich hoffe auf baldigen Nachschub aus der Feder von Øistin Borge.
Klare Leseempfehlung! Ihr müsst dieses Buch lesen!!
Der sehr alte, schwerreiche norwegische Unternehmer und Kunstsammler Axel Krogh wird in seiner südfranzösischen Villa an der Cote d'Azur ermordet aufgefunden. Vieles deutet auf einen Ritualmord hin, vor allem das seltsame Kreuz, das dem Opfer nach seinem Tod, durch die Kleidung, in den Rücken geschnitten wurde. Alle Verdächtigen haben ein wasserdichtes Alibi und Kommissar Bulls einziger Anhaltspunkt ist ein Bild von Edvard Munch, das einen Dämon zeigt, das der Mörder aus der Villa entwendet hat und zu dem es seltsamerweise sechs Pendants zu geben scheint, u.a. von Matisse... . Nichts anderes hat der Mörder aus der Villa entwendet. Und so macht er sich an die Recherche, die ihn bis in die 1940er Jahre und zu einem grausamen Kriegsverbrechen führt… Die Vergangenheit hört niemals auf. Auch für Bogart Bull, Kommissar bei der Osloer Kriminalpolizei, er durchlebt eine schwere Zeit, nachdem seine Frau und sein Kind ums Leben gekommen sind. In den Wochen nach dem Begräbnis hatte er dort Trost gesucht, wo ihn ein Mann ohne Familie und mit wenigen Freunden finden konnte. In der Flasche und balanciert am Abgrund, beruflich wie privat. Er hatte die betäubende Wirkung des Alkohols ganz bewusst gewählt, um die Alpträume auf Distanz zu halten. Im Büro fand er ständig neue Ausreden, um nicht an Besprechungen teilnehmen zu müssen. So sieht grenzenlose Trauer aus, dachte seine Chefin Eva Heiberg und versucht, ihm in einer schwierigen Zeit den Rücken zu stärken. Sechs Monate und sechzehn Tage waren vergangen. Heiberg konnte nicht umhin, festzustellen, dass die Tragödie vor anderthalb Jahren ihre Sympathien für ihn verstärkt hatte und versetzt ihn zu Europol. Dieser Thriller ist psychologisch raffiniert, voller abgründiger Wendungen und unerhört spannend. Øistein Borge, muss ich sagen, hat sich selbst übertroffen: intelligenter Plot, fiebrige Sprache, falsche Fährten, ansteckende Atmosphäre, meisterhaft gezeichnete Charaktere. Der komplexe Handlungsverlauf sorgt dafür, dass die Geschichte in ständiger Bewegung ist und uns auf schwankendem Boden zurücklässt. Der Autor ist ein Meister dieses erzählerischen Tricks, und wer die blutigen Details mag wird am Ende reich belohnt. Eine gut ausgedachte Geschichte mit einigen überraschenden Wendungen und eine Lösung, auf die man als Leser sehr lange nicht kommt. Die Mischung aus psychologischer Tiefe und brutaler Realität stimmt. Der Leser wird durch das Lesen von allen Zeitfenstern und Terminen befreit, denn er findet dafür keine freie Minute mehr. Kurzweilig verfasst, nicht langweilig, wunderbar geeignet für ungeduldige oder Wenig-Leser. Dieser Roman wird seinen Weg gehen, allein wegen seiner Qualität, ein richtiger Page-Turner genau nach meinem Geschmack! Empfehlenswert, vor allem für alle Fans von skandinavischen Krimis. Spannender Fall, starker Kommissar. Ein gelungenes Debüt welches alle Erwartungen erfüllt. Äußerst lesenswert, genau das richtige für die herbstliche Stimmung!!
Der Mord an einem schwerreichen norwegischen Unternehmer bringt den Osloer Kommissar Bogart Bull an die Côte d’Azur. Der alte Axel Krogh wurde jedoch nicht nur einfach ermordet, sondern seine Leiche auch noch mit einem Kreuz geschändet. Ein einfacher Raubüberfall war es offenkundig nicht, denn aus der Villa wurde nur ein kleines, scheinbar unbedeutendes Gemälde gestohlen. Bull und sein französischer Kollege Moulin tappen im Dunkeln, spätestens als wenige Tage später die Tochter des Millionärs ebenfalls ermordet wird, steigt der Druck auf die beiden Ermittler durch die Behörden und die Öffentlichkeit ins Unermessliche. Es gibt keine Spuren, aber die Kreuze auf den Rücken der Toten lassen Bull ahnen, dass mehr als Geldgier hinter den Morden steckt.
Øistein Borge ist die neue Entdeckung am skandinavischen Krimiautorenhimmel. Sein Debüt, das bereits im vergangenen Jahr in Norwegen begeistert aufgenommen wurde, lässt noch einiges von dem Regisseur und Texter erwarten. Er kann hier mit einer cleveren Geschichte, die viele unerwartete Wendungen nimmt und am Ende sauber gelöst wird, überzeugen. Auch sein Protagonist Bogart Bull hat einiges an Potenzial für noch folgende Romane.
Was dem Roman gänzlich fehlt, ist das nordische Flair, was aber im Wesentlichen durch den Handlungsort in Südfrankreich bedingt ist. Erfreulicherweise werden wir nicht mit ausgiebigen Diners gelangweilt und die Landschaftsbeschreibungen sind ebenfalls kein seitenfüllendes Accessoire der Handlung. Hier schon einmal ein großer Pluspunkt gegenüber der überbordenden Masse an Frankreich-Krimis der letzten Jahre. Kommissar Zufall hat nur eine winzige Rolle bei der Lösung des Falls, wenn leider auch entscheidend für die Aufklärung, aber irgendwoher müssen die Impulse ja kommen und es hat hier zumindest die Glaubwürdigkeit des Plots nicht nachhaltig geschädigt. Einziger Makel waren für mich die langen Erzählungen in der Kriegszeit. Zwar waren sie für die Motivation des Mörders essentiell, aber leider für meinen Geschmack etwas zu ausführlich und nur begrenzt spannend und interessant.
Alles in allem jedoch ein überzeugender Krimi, den man in einem Zug durchliest und der die Erwartungen weitgehend erfüllen kann.
Den syvende demonen er den første kriminalromanen til Øystein Borge. Han har bakgrunn fra film- og reklamebransjen og har vært tekstforfatter. I denne kriminalromanen møter vi Bogart Bull (Hvorfor MÅ alle etterforskere ha like initialer?) Bull er politietterforsker i Oslo. For to år siden drepte en mann Bull hadde satt i fengsel kona og datteren til Bull (i en bilulykke). Etter det har det gått litt i stå for Bull og han er egentlig ikke ønsket tilbake på politikammeret. Sjefen hans finner imidlertid en snedig løsning; Politiet har behov for en etterforsker som kan sendes til utlandet der norske statsborgere er drept.
I Frankrike blir den svært rike forretningsmannen Axel Krogh funnet myrdet i sitt hjem og politiet ber om bistand fra Norge. Det er en liten krets av mistenkte. Et bilde av Kroghs enorme malerisamling er stjålet. Et grønt bilde av noe som ser ut som en demon. Spesielt de som vil arve Krogh er mistenkt. Samtidig drar vi tilbake i tid til da maleriet ble malt. En gruppe malere, inkludert Edvard Munch, deler en fuktig helg på den franske landsbygden. Som fødselsdagsgave til en av dem maler de alle hvert sitt bilde av en demon. Bildet dukker opp igjen i fortellingen hos et medlem av den franske motstandsbevegelsen. Vi lærer om gruppen han tilhørte og menneskene i den. Betraktninger
Ein schwerreicher norwegischer Unternehmer und Kunstsammler wird ermordet und entstellt in seiner Villa in Frankreich aufgefunden. Der Fall gibt Rätsel auf – obwohl sich sehr viele teure Gemälde in der Villa befinden, fehlt nur Eines. Und dazu nicht einmal das Wertvollste… Bogart Bull, nach einer schweren persönlichen Krise abkommandiert um internationale Fälle zu lösen, ermittelt mit viel Einsatz zwischen Frankreich, Norwegen und Spanien und kommt so dem Geheimnis langsam auf die Spur.
Der Krimi hat mich von der ersten Seite an begeistert! Oistein Borge versteht es meisterlich, die Atmosphäre, Geschehnisse und Personen treffend zu beschreiben. Auch der Humor kommt nicht zu kurz. Ich mag Krimis, die neben einem spannenden Kriminalfall auch sprachlich noch was zu bieten haben. Dies ist so einer!
hm das war leider überhaupt nicht mein fall... weder die charaktere noch der schreibstil noch die story selbst konnten mich wirklich begeistern, vor allem die rückblicke (und die darin vorkommende brutalität) haben mir gar nicht gefallen