Peters Opa ist verschwunden! Angeblich soll er still und heimlich in ein Pflegeheim gezogen sein. Als Die drei ??? den alten Herrn plötzlich in den Lokalnachrichten entdecken, wie er eine Tankstelle überfällt, überstürzen sich die Ereignisse...
Der Fall hat mir auch in Buchform gut gefallen. André Marx ist für mich generell schon der Beste unter den Autoren. Das Buch hat ein wichtiges Thema und ich fand es von Anfang bis zum Ende sehr spannend. Es hat viele humorvolle Momente und auch wenn es das Rad nicht neu erfindet (Alles wegen dem lieben Geld!), so fand ich den Fall unterhaltsam und gelungen.
Ich habe die Geschichte über Wochen hinweg immer zum Einschlafen angehört und bin immer ungefähr zur selben Zeit eingepennt. Gestern habe ich es dann endlich mal beendet und war dann doch recht enttäuscht von der Auflösung. Da gibt es eindeutig bessere Folgen.
Endlich sturmfreie Bude! Für Peter wird ein Traum wahr, als seine Eltern für ein paar Tage ohne ihn die Stadt verlassen. Doch als ihn ein denkwürdiger Anruf erreicht, bei dem sich ein Pflegeheim nach dem Verbleib seines Opas erkundigt, ist er fassungslos. Opa Ben und ein Pflegeheim? Nie und nimmer! Doch es kommt noch schlimmer. Denn im Fernsehen überfällt sein unauffindbarer Opa auch noch eine Tankstelle in Rocky Beach! Klar, dass Justus, Bob und vor allem Peter da nicht einfach ruhig dasitzen können. Sie nehmen umgehend die Ermittlungen auf ...
Fazit:
Es war offen gestanden das Cover dieses Buches, das mich so neugierig gemacht hat, dass ich es einfach kaufen MUSSTE. Nur dachte ich eben, dass da ein U-Bahnwaggon abgebildet ist - völliger Schwachsinn, wie ich natürlich inzwischen weiß. Aber für mich sah es eben so aus. Dennoch mochte ich die Geschichte wirklich gerne - vor allem auch, weil Peters Opa mal wieder einen Auftritt hatte. Der ist ja ohnehin immer wieder der Oberhammer. Wie auch immer. Auch gefiel es mir gut, dass Peter wieder einmal ein wenig die Oberhand hatte und nicht, wie so oft in den neueren Werken, leicht minderbemittelt wirkte. So komme ich dann also zu folgender Wertung ...
"Geld! Natürlich! Am Ende geht es doch immer ums Geld! Dass ich darauf nicht gekommen bin!" - "Justus, würdest du das bitte lassen", beschwerte sich Tante Mathilda. "Immer diese Geistesblitze am Esstisch. Kannst du nicht deinen Freunden damit auf die Nerven gehen?"
Mein persönlicher Höhepunkt des Buches :D Unsere drei Lieblingssatzzeichen im Pflegeheim, nein, nicht futuristisch als plötzlich gealterte Insassen, sondern auf Vermisstensuche. Peters Opa Ben Peck - hartgesottenen Fans als exzentrischer Erfinder, Wutbürger par excellence und verschwurbelter Verschwörungstheoretiker begannt - ist aus seinem Altenheim geflohen, obwohl er doch da eigentlich gar nicht wohnt. Als er auch noch eine Karriere als Tankstellenräuber beginnt, schlägt die Stunde der Drei???. Eine kurzweilige Ermittlung und Verfolgungsjagd beginnt, die zwar ziemlich vorhersehbar endet, wie der ganze Fall an sich nicht besonders einfallsreich ist, dafür aber nett zu lesen. Ich wusste schon auf Seite 39 wer der Bösewicht ist. Und ihr?
Das war nicht mein Fall. Ich fand ihn weder spannend noch unterhaltend. Subjektiv natürlich. Ich kann auch Peters Entscheidungen - ohne zu spoilern - in diesem Fall nicht ganz verstehen. Und dieser Raub am Anfang war jetzt genau wichtig für was?! Ich weiss nicht, meins war es nicht. Kann mir aber schon vorstellen dass er Einigen gefallen könnte. Den Glücklichen die noch Großeltern haben vielleicht.
Ich brauche halt meine Schlösser, Gespenster, Piraten, Vampire, Mumien oder Aliens. Dann bin ich richtig glücklich. Aber keine Heime oder Pflegestationen. Uffff.
Zunächst machte mich ich die Thematik Altenheim und Demenz etwas traurig, sicher auch, weil mein eigenes Großvater an Demenz leidet. Ich konnte da sehr gut mit Peter zu Beginn mitfühlen.
Zum Fall: Ich fand ihn spannend und ich hab den "Twist" erst sehr kurz vorher vorhergesehen (das kann aber auch einfach nur sein, weil ich schon so müde war... so im Nachhinein wirkt es sehr offensichtlich). Ich fand nur, wie so oft, dass die Auflösung viel zu schnell/plötzlich kam. Und wie sich dann alles immer in Wohlgefallen auflöst. Außerdem fand ich diese humorvollen Aspekte im Buch ab und zu etwas unpassend. Die haben mich manchmal etwas rausgerissen.
Marx hat auch wieder ein paar Szenen geschrieben, die ich sicher öfter im Kopf haben werde, weil er sie so schön auf den Punkt bring. Peter & Bob beim Beschatten des Hotels. Die Endszene mit der Party der alten Leute. Justus und sein Geistesblitz beim Abendessen in Bezug auf Geld.
Es ist zwar kein schlechter Fall, aber gemessen an der für gewöhnlich hohen Qualität der ???-Bücher von Andre Marx, ist es auch kein großer Wurf. Bezogen auf die Serie als ganzes ist es aber immer noch guter Durchschnitt.