Jahrelang halluzinierte Jan von lebenden Toten und als sie sich schließlich erheben, glaubt er, auserwählt zu sein, sie zu bekämpfen. Doch schon bald stellen sie sich als geringste Bedrohung heraus. Eine Weltuntergangssekte sieht sich in der Verantwortung, die Menschheit neu zu erschaffen. Begleitet von Hirngespinsten und dem vorlauten Kopf seines besten Freundes Phil, zieht Jan in den Kampf.
Die Aufmachung des Buches ist gelungen: Das Cover wirkt nicht überladen, der Inhalt ist nichts für schwache Nerven/Mägen. Gut, ich habe schon weitaus Schlimmeres von Thomas Williams gelesen, dennoch ist die Novelle ... abgefahren und strange.
Zu Beginn findet man sich in einer Irrenanstalt (sorry, Nervenheilanstalt) wieder und lernt Jan und Phil kennen. Und ein paar andere arme Seelen. Jan sah sich schon lange Zeit als Retter der Welt, war aber eingeschlossen und konnte so nie Recht in seiner Rolle als Heilsbringer aufblühen. Bis eines Tages ... lest selbst. Ich bin nicht zum Spoilern hier.
Die 14 Kapitel sind abwechselnd aus der Sicht von Jan und Phils Kopf geschrieben und dann noch aus der Sicht der zweiten Genesis. Wer oder was das ist, lest ihr bitte selbst nach :)
Die Story an sich macht richtig Laune und das Ende wartet mit einer überraschenden Wende auf, mit der ich nicht wirklich gerechnet habe. Beinahe hätte ich noch ein Tränchen verdrückt, aber nur beinahe.
Alles in allem eine rundherum gelungene Zombie-Untote-Novelle mit einer Prise Weltuntergangsstimmung und einer Messerspitze Cthuluh-Mythos.