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Subversive Theorie : "Die Sache selbst" und ihre Geschichte

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Im Wintersemester 1989/90 hielt Johannes Agnoli seine letzte Vorlesung an der FU Berlin. Sie wurde zu einer Summe seines Denkens, zum Einspruch gegen die Hoffnungslosigkeit einer linken Bewegung, der die Tradition und damit das historische Selbstbewußtsein abhanden gekommen ist. In subversiver Absicht gibt er die Geschichte der kommunistischen Utopie und beweist die Produktivität noch der Niederlagen. Beginnend mit dem alten Griechenland und dem Spartakusaufstand, über die Bauernkriege, die Renaissance und die Aufklärung hinweg, über Wilhelm Weitling, Karl Marx und Michail Bakunin bis in die Gegenwart hinein, zeigt Agnoli, was es heißt, den Antagonismus gegen Ausbeutung und Herrschaft zu organisieren und ihn zugleich zu denken.

230 pages, Paperback

First published January 1, 1996

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About the author

Johannes Agnoli

23 books3 followers

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Displaying 1 - 2 of 2 reviews
Profile Image for Remo.
24 reviews
June 15, 2025
Durch die Vorlesungen von Agnoli, lernen wir sehr viel verschiedenes über die Subversion.
Von den Griechen über die Lutheraner zu den verschiedene Philosophen, lässt er fast kein Themenfeld aus.
Dadurch dass es Vorlesungen sind, liest sich das Buch nicht immer einfach. Auch ist ein gewisses Vorwissen von Vorteil, welches ich nicht immer hatte.
Dennoch finde ich kann man das Buch loben.
717 reviews15 followers
January 30, 2025
4,5 - Sehr interessantes und leicht zu lesendes Büchlein über die Geschichte der Subversion.

Anhand von (teils wirklich spannend gewählten) Einzelbeispielen aus der Geistes- und Realgeschichte führt Agnoli aus, wie sich auch der oder die Einzelne gegen das schlechte Bestehende auflehnen kann.

Dieses Buch, das eine Verschriftlichung einer Vorlesungsreihe ist, hat ein für Agnoli äußerst passendes Ende: Ihm lag eine politische Veränderung zwar sehr am Herzen, doch er propagierte keinesfalls eine Selbstaufgabe für den politischen Kampf. Stattdessen betonte er, wie wichtig es sei, die schönen Seiten des Lebens zu genießen. (Im Kopf geblieben ist mir sein Satz: „Der Kommunismus ist wichtig, aber Osso Buco ist auch nicht ohne.“ ). Vielleicht ist das ein Grund, warum er kein Magnum Opus mit stringent ausgearbeiteter Gesamtdarlegung seines Denkens verfasst hat.
Auch dieses Büchlein hat kein befriedigendes, alles stringent zusammenfassendes Ende: Für die letzte Vorlesung verspricht Agnoli eigentlich, detailliert darzulegen, worauf er mit all den erzählten Episoden hinauswollte – doch die letzte Vorlesung und mit ihr das abschließende Fazit bleiben äußerst kurz und somit oberflächlich, denn Agnoli bricht sie nämlich nach der Hälfte ab...
...weil er eine Fernsehsendung nicht verpassen möchte :D

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Auch ohne befriedigendes Ende ist das Buch spannend zu lesen, und es lässt tatsächlich – wie es sich Agnoli in seinem letzten Satz der Vorlesung wünscht – hoffen.


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