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Die Mutterglück-Lüge: Regretting Motherhood - Warum ich lieber Vater geworden wäre

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Sarah Fischer liebt ihre zweijährige Tochter – doch sie bereut es, Mutter geworden zu sein. Denn noch immer ist das Leben als Mutter mit vielen beruflichen und persönlichen Einschränkungen verbunden. Väter haben es da leichter. Frauen aber werden in die Mutterrolle gezwängt und zu einer Art aufopfernder Dienstleisterin, deren eigene Bedürfnisse bedeutungslos sind. Und als wäre das noch nicht genug, sollen sie darüber auch noch glücklich sein, denn Mutter zu sein ist erfüllend – wer anders empfindet, gilt als selbstsüchtig oder als Rabenmutter.


Sarah Fischer ist eine der wenigen Frauen, die öffentlich zugeben, ihre Mutterschaft zu bereuen. Gnadenlos ehrlich und bisweilen schockierend erzählt sie, wie ihr eigenes, selbstbestimmtes Leben seit der Geburt ihrer Tochter mehr und mehr verloren ging und warum wir dringend ein neues Mutterbild brauchen, das sich an den Bedürfnissen und Kräften der Frauen orientiert.


Der Erfahrungsbericht zur Debatte um „regretting motherhood“.


238 pages, Paperback

First published February 8, 2016

3 people are currently reading
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About the author

Sarah Fischer

4 books1 follower

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1 star
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Displaying 1 - 7 of 7 reviews
Profile Image for Dr. Eva-Maria Obermann.
Author 12 books23 followers
April 23, 2016
Sarah ist eigentlich ganz zufrieden. Sie ist erfolgreich im Beruf, hat einen tollen Freund und dann verkündet der Schwangerschaftstest, dass es Zuwachs gibt. „Nur kein Trara“, denkt sie sich und glaubt, Mutterschaft sei auch kein großes Ding. Dann wird sie mit Floskeln und gesellschaftlichen Tabus konfrontiert, mit KiTa-Platzmangel und Geldnot, mit beruflichen Rückschritten und Spielplatzmüttern. Und Sarah wird unglücklich, denkt sich, dass es vielleicht ein Fehler war, ein Kind zu bekommen.
Sarah Fischer ist geübt im Schreiben. Sie ist Vortragsreferentin über das Thema Mongolei, hat Reiseführer geschrieben und fürs Fernsehen gearbeitet. Mit einer Co-Autorin (Shirley Michaela Seul) an ihrer Seite hat sie nun von ihrer Mutterschaft erzählt und warum sie damit unglücklich ist. Groß belegt und belehrt sie dabei immer wieder: Sie liebt ihre Tochter, sie würde alles für sie tun, tut es im Grunde ja auch, und dieses Buch schreibt sie auch dafür, dass ihre Tochter sich später nicht mehr rechtfertigen muss. Im Grunde ist das Buch nur das: Ein Aufbegehren dagegen, alles für das Kind tun zu müssen mit der Begründung, es für das Kind zu tun. Klingt paradox.
Vielleicht habe ich ihr deswegen nicht wirklich glauben können. Gerade weil die Autorin hier die Rolle der Erzählerin einnehmen will und ihre Erlebnisse in Bezug zur #regrettingmotherhood-Debatte setzt, glaube ich nicht, dass Sarah Fischer ihre Mutterschaft per se bereut. Sie gibt selbst zu, dass sie glücklich war und manchmal noch ist. Dass sie die Schwangerschaft genossen hat, die ersten Tage mit ihrer Tochter, die Glückseligkeit des Frischmutterseins.
Hier springt der Untertitel Warum ich lieber Vater geworden wäre ins Auge, denn Sarah Fischer leidet unter der gesellschaftlichen Vorstellung von Mutter, die sie gar nicht erfüllen will. Sie lässt sich unter Druck setzen und drückt gleich selbst noch einmal mehr dazu. Sie will alles leisten, 200%, voll arbeiten gehen, voll Mutter sein – und macht dann doch bei beiden Bereichen Abstriche, die sie nicht machen will. Sie ist nicht in die Mutterfalle geraten, sondern in die Vereinbarkeitsfalle.
Tatsächlich geht es wenig um das Muttersein an sich. Es geht nicht um Müdigkeit und Kinderkrankheiten, Elternabende oder Trotzattacken. Nicht einmal darum, dass der Mann sich nicht ums Kind kümmert, denn Sarah Fischer hat einen Mann, der nach dem Heimkommen sofort zum Kind rennt und mitspielt. Es geht vielmehr um die Trägheit, die das Muttersein mit sich bringt. Das Gefühl immer dasselbe zu tun, ohne dass sich etwas ändert, der persönliche Stillstand, während um sie herum alles weitergeht. Die tiefe Tristesse beim fünfzigsten Schaukeln des Kindes noch „hui“ zu rufen. Und den permanenten Blick von außen, der mehr will, kritisiert und nie zufrieden gestellt werden kann.
Vielleicht hätte Frau Fischer in einem anderen Land eine sehr glückliche Mutter werden können. Eine, die sich nicht zwischen „Ich will beweisen, dass ich alles kann“ und „Ich muss mich dem Druck beugen“ zerreißt. Insofern ist dieses Buch weniger persönliches Schicksal einer mit der Mutterschaft an sich unglücklichen Frau, die die Zeit zurückdrehen will, sondern vielmehr das Aufzeigen eines gesellschaftlichen Ungleichgewichts, eines nicht zu erfüllenden Ideals. Unter dem Deckmantel „Ich tue das für meine Tochter“ wird dann aber auch diese Aussage heruntergefahren. Dabei sollte die Autorin wenigstens den Mut haben zu sagen: Ich will, dass sich etwas für mich ändert, ich schreibe das für mich.
Profile Image for Drea.
5 reviews4 followers
May 8, 2016
Sarah Fischer schreibt hier von den Hindernissen in unserer Gesellschaft, die dem Mutterglück entgegenstehen. Von der fehlenden Anerkennung, der Bevormundung, und der undenkbaren Aufgabe, Mutterschaft und Arbeit zu vereinen. Ich empfehle es allen Frauen: Denen, die die Entscheidung in punkto Kind noch zu treffen haben, den glücklichen und Unglücklichen Müttern, für die es geschrieben ist.
Eine Rezension die ein bisschen mehr ins Detail geht, findet ihr auf meinem Blog: http://lohntdaslesen.de/die-mutterglu... :)
Profile Image for Uta .
83 reviews1 follower
January 14, 2019
Als im letzten Jahr die Diskussion um #regrettingmotherhood losging, wurde Sarah Fischer klar, dass sie mit ihrem Gefühl nicht allein ist. Zwar liebt sie ihre Tochter Emma über alles, aber sie bereut es, Mutter geworden zu sein. Denn die Mutterschaft ändert alles.

https://vereinbarkeitsblog.de/rezensi...
Profile Image for Hpmony.
19 reviews1 follower
January 3, 2019
It's like reading youtube comments. An extremely depressive book for pregnant women. Would not recommend it to anyone, only if I heard someone has the same doubts.
Profile Image for Larizzy Beth.
191 reviews1 follower
November 26, 2017
Es muss sich noch sehr viel tun, damit Frauen berufstätig sein können, ohne sich schlecht zu fühlen.
Displaying 1 - 7 of 7 reviews

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