Juden waren über Jahrhunderte verfolgte Außenseiter. Die Gründung des Staates Israel sollte endlich eine ganz normale Heimat für sie schaffen. Doch heute sieht sich der jüdische Staat selbst in der Rolle des misstrauisch beobachteten Außenseiters. Michael Brenner erklärt, wie es dazu kommen konnte. Er verwebt auf meisterhafte Weise die politische und gesellschaftliche Entwicklung Israels mit der Geschichte seiner Selbstentwürfe, Träume und Traumata. Nur wer diese Tiefendimension kennt, kann das große kleine Land, das immer wieder die Welt in Atem hält, wirklich verstehen.
Ein interessantes Sachbuch über die Anfänge des Zionismus mit Theodor Herzl und die verschiedenen anderen Strömungen im Judentum, die von Aufgehen in der Mehrheitsgesellschaft bis hin zu neuen Heimstätten an entlegenen Orten reichten. Chronologisch wird dann die weitere Entwicklung bis zur Gründung Israels und in den folgenden Jahren bis in die Gegenwart beleuchtet, mit dem Fokus auf dem Staatsverständnis und der sich wandelnden Rolle der Juden von einer Minderheit in Palästina zur Mehrheit in Israel. Das ist informativ und gut gelungen. Ein bisschen schade, aber wohl dem Fokus des Autors geschuldet, dass die Rolle der Araber in Israel oder die außenpolitischen Probleme nur am Rande vorkommen.
A reasonably interesting short socio-history of Israel, in which large parts are dedicated to the development of the different branches of Zionism before the foundation of Israel, and also to the contemporary understanding of Jews in Israel of what it means to be Israeli or to be part of the diaspora. Ironically, the actual history of the state from its founding to the modern day is quite rushed and lacks a lot of detail - perhaps Brenner felt that this would be well-known or readily available in other sources.
Opera dedicata alla costituzione di Israele e dell'identità israeliana, partendo dal pensiero dei primi teorici del sionismo politico - come Theodor Herzl - e dall'importante congresso di Basilea del 1897. Già a partire da questa fase, l'esposizione delle varie teorie permette di capire che, tra la fine dell'XIX secolo alla prima metà del Novecento, qualsiasi scelta relativa alla fondazione dello Stato Ebraico fosse ancora in discussione: la sua localizzazione (in Uganda o in Argentina o in Palestina); il suo carattere laico o religioso; la sua struttura economica e le relazioni con le popolazioni non ebraiche. Il libro ruota attorno la contrastante aspirazione di Israele a voler normalizzare il proprio status (essere uno Stato come qualsiasi altro - "come l'Albania" - Cit.) e a voler coltivare la propria eccezionalità, espressione della peculiare storia del popolo ebraico. Avrei auspicato un maggiore approfondimento delle relazioni con gli arabi-palestinesi e delle tensioni che portarono alla guerra del '48, alla guerra dei sei giorni ed alla crisi del '73. Parimenti, avrei dato maggior peso anche al sistema economico israeliano.
Das erste Buch in 2021, das ich beendete. Ein gutes, allgemein verständlich geschriebenes Buch zur Geschichte Israels. Die erste Hälfte war für mich etwas zu ausführlich, aber insgesamt ein sehr lesenswertes Buch, das einem die Entstehung des Staates Israel verdeulicht und dabei auch die immerwährenden Konflikte mit der arabischen Welt nicht ausspart. Und es hat mir aufgezeigt, dass es innerhalb des Judentums sehr viele verschiedene Gruppierungen gibt.