Als Markus Wolf in der Silvesternacht des Jahres 1988 zusammen mit seiner Familie das neue Jahr begrüßt, ahnt er gleich allen anderen Menschen in Ost und West nicht, dass am Ende dieses Jahres alles ganz anders sein wird: Das Politbüro wird entmachtet sein, die SED wird in ihrer zuletzt völlig erstarrten Form nicht mehr existieren, der Warschauer Vertrag wird zerbröckeln, freie Wahlen im bürgerlichen Sinne, eine Währungsunion mit der Bundesrepublik und die schließliche Vereinigung kündigen sich an. Dieses seit langem vergriffene Buch ist nicht nur Chronik des alles verändernden Jahres 1989 aus der Sicht eines prominenten DDR-Bürgers, es ist auch Niederschrift privatester Vorgänge und persönlichster Gedanken sowie zeitgeschichtliche Ergänzung zum zwischenzeitlich veröffentlichten großen Memoirenband eines der berühmtesten »Spionagechefs im geheimen Krieg«.
Markus Johannes Wolf, also known as Mischa, was a German spymaster who served as the head of the Main Directorate for Reconnaissance (Hauptverwaltung Aufklärung), the foreign intelligence division of East Germany's Ministry for State Security (Ministerium für Staatssicherheit, abbr. MfS, commonly known as the Stasi). He was the Stasi's number two for 34 years, which spanned most of the Cold War. He is often regarded as one of the most effective spymasters during the Cold War. In the West he was known as "the man without a face" as Western agencies reportedly did not know what he looked like until 1978.