Superdaddy ist eine Extremsportart. Es ist die Steigerung von Zehnkampf und Ironman. Der Superdaddy kann gleichzeitig seine Tochter von der Polizei abholen, seinen großen Sohn nach Läusen absuchen, eine unbezahlte Kolumne schreiben, seine Schwiegereltern bekochen, seinen kleinen Sohn über einen Alptraum hinwegtrösten und eine neue Tagesmutter suchen. Auf seiner To-do-Liste steht er selbst an letzter Stelle. Das will er ändern. Nur wie? Superdaddy ist eine Extremsportart. Es ist die Steigerung von Zehnkampf und Ironman. Der Superdaddy kann gleichzeitig seine Tochter von der Polizei abholen, seinen großen Sohn nach Läusen absuchen, eine unbezahlte Kolumne schreiben, seine Schwiegereltern bekochen, seinen kleinen Sohn über einen Alptraum hinwegtrösten, eine neue Tagesmutter suchen und seine Frau oral befriedigen. Aber was ist eigentlich mit ihm? Auf seiner To-do-Liste steht er selbst an letzter Stelle. Das will er ändern. Nur wie?
Sören Sieg wurde 1966 in Elmshorn geboren. Der Vater von drei Kindern war viele Jahre mit seinem a-cappella-Quartett LaLeLu unterwegs. Jetzt hat er sich den Büchern verschrieben. Sören Sieg lebt in Hamburg.
Dieses Buch habe ich bei vorablesen.de gewonnen. Danke dafür! Die Leseprobe, die aus den ersten zwei Kapiteln bestand, war eigentlich ganz witzig und so war ich gespannt, wie es dann sein würde, das ganze Buch zu lesen. Ich hatte es in einem Tag durchgelesen, weil einen die locker-flockige Art des Autors zu erzählen, doch immer zum Weiterlesen animierte, aber…
Es geht um Philipp, der seine Frau Charlotte und seine drei Kinder Lola, Lasse und Linus sehr liebt. Aber irgendwie kommt er in dieser Familie immer unter die Räder, da die Interessen aller anderen grundsätzlich wichtiger sind als seine eigenen. Charlotte ist eine Karrierefrau, wie es im Buche steht, sie hat zusammen mit Philipp Soziologie studiert und das Wichtigste in ihrem Leben ist momentan, eine Doktorandenstelle zu bekommen, um zu promovieren. Was mit den Kindern und dem Haushalt ist, interessiert sie dabei wenig. Dafür ist Philipp zuständig, der zwar einige wenige und schlecht bezahlte Auftritte als Comedian hat und wöchentlich eine Kolumne herausbringt, ansonsten aber hauptberuflich Hausmann und Papa ist. Ein „Superdaddy“ eben.
Deshalb bringt er auch seine Agentin zur Weißglut, da er mitten in einem Auftritt verschwindet, weil sein kleiner Sohn sich die Hand verbrannt hat und er es als seine Pflicht ansieht, nach hause zu fahren und ihn zu trösten. Während Philipp jeden Morgen aufsteht, versucht die Kinder wach zu bekommen und zu erreichen, dass sie mit Frühstück im Bauch möglichst pünktlich in der Schule ankommen, schläft Charlotte lieber aus und bringt dafür die Kinder ins Bett. Da kann es dann aber auch einmal halb zehn werden, bis Linus und Lasse, die 7 und 9 Jahre alt sind, im Bett liegen und schlafen.
Um über all dies zu reden, schleppt Philipp Charlotte schließlich zu einer Paartherapeutin, aber während Philipp noch Hoffungen hat, dass diese Frau ihnen helfen kann, möchte Charlotte einfach nur, dass alles so weiterläuft wie bisher und Philipp endlich aufhört zu jammern. Es scheint aussichtslos, dass sich an seiner Lage jemals etwas ändern wird, als ein Freund aus Studienzeiten Philipp den Tip gibt, in seiner Kolumne über seine Familie zu schreiben und ihm zu einem Video über das „Eisdielenmassaker“ verhilft, in dem er seine Familie und sein „Vater-Sein“ in eine Comedy-Nummer einbaut. Dieses Video bekommt immer mehr Klicks und schließlich bekommt Philipp sogar seine eigene Sendung: „Deutschland sucht den Superdaddy“, in der drei Kandidaten gegeneinander antreten und die Zuschauer schließlich einen von ihnen jeden Monat zum Superdaddy wählen. Doch Philipp ist jetzt plötzlich kein „Superdaddy“ mehr, da sein Terminkalender vor Terminen überquillt und er sogar an seinem 40. Geburtstag vom Hotel aus mit seiner Familie skypen muss, statt zuhause zu sein.
Irgendwann muss er sich entscheiden: Karriere oder Familie? Und ob Charlotte ihm in diesem Punkt auch nur ein bisschen entgegenkommt und einmal nicht nur an ihre Karriere und ihre Doktorandenstelle denkt, ist ziemlich ungewiss…
Aufgrund der Schreibweise war dieses Buch toll zu lesen und ich habe es auch echt schnell gelesen, da mir der Hauptcharakter Philipp eigentlich ganz sympathisch war. Der Autor hat das typische Rollenklischee innerhalb einer Familie einfach umgedreht – der Mann kümmert sich um die Kinder und verhält sich insgesamt sehr gluckenhaft, während die Frau nur ihre Karriere im Kopf hat. Man könnte Charlotte durchaus als Rabenmutter bezeichnen und ich fand es sehr schade, dass einem als Leser dieser Charakter so unsympathisch ist. Die drei Kinder sind eher Nebencharaktere als Hauptcharaktere. Luna ist die typische Teenager-Tochter, die erste Erfahrungen mit der Liebe macht und ansonsten rumzickt und Linus und Lasse tauchen eigentlich immer nur auf, um ihrem Vater die Tour zu vermasseln (wenn er mitten in einem Auftritt flüchtet, um bei seinen Kindern zu sein) oder haben einen ganz wichtigen Auftritt oder Kletterwettbewerb und setzen so Philipps schlechtem Gewissen zu, weil er nicht da sein kann. Allerdings wissen sie auch sehr genau, was sie an ihrem Vater haben, da ihre Mutter ja nur selten Zeit für sie hat. Sie sind sich im Klaren, dass sie einen echten „Superdaddy“ als Vater haben.
Was ich auch sehr nervig fand, waren die immer wieder eingestreuten kleinen Spitzen gegenüber den Schwaben. Vielleicht ist mir das speziell aufgefallen, da ich aus Baden-Württemberg komme, aber ich zumindest fand es nicht sonderlich witzig und ich kann sonst sehr gut auch über Schwaben lachen.
Alles in allem war es ein ganz nettes Buch, das ich mir irgendwie unterhaltsamer und witziger vorgestellt hatte. Aber als leichte Lektüre für den Urlaub ist es auf jeden Fall geeignet.
Nachdem ich das Cover gesehen und dann den Klappentext gelesen hatte, war ich mir zunächst nicht ganz sicher, ob dieses Buch wohl meinen Geschmack treffen könnte, da ich doch die Befürchtung hatte, dass es deutlich alberner wäre, als es sich dann letztendlich herausgestellt hat. Es war sogar eher sehr angenehm amüsant, wenig überzogen und locker leicht zu lesen.
Ansonsten ist es so, dass ich auch feststellen musste, dass man dem Klappentext nicht so wirklich glauben schenken sollte, denn wirklich überfordert, wie es dort heißt, ist der Vater, Philipp nicht, sondern eher einfach zu sehr abgelenkt von seiner neuen Karriere als Komiker, die ihn so sehr fesselt, dass er gar nicht mehr wirklich auf seine Kinder achtet. Dazu muss ich auch sagen, dass es mir etwas zu extrem war, wie sehr auf die Komikerkarriere von Phillip eingegangen wird, denn an dieser Stelle wäre manchmal etwas weniger mehr gewesen, weil es einfach etwas langatmig war und mich auch deutlich weniger interessiert hat, als der andere Part der Geschichte, welche doch die eigentliche Handlung ausgemacht hat.
Vor allen Dingen aber die Kinder fand ich toll beschrieben, da sie einem ziemlich schnell sehr sympathisch wurden und man von ihnen auch sofort Bilder im Kopf hatte, sie sich durch ihre Charakterzüge, vor allem aber auch durch die kleinen und oftmals irgendwie süßen und niedlichen Macken bzw. Eigenarten, die sie haben, extrem gut vorstellen konnte. Sogar noch besser als den Vater, welcher mir zu sehr auf das Komiker-Sein reduziert wurde.
Was mir beim Lesen nicht so sehr zugesagt hat, sind die vielen doch sehr abrupten Sprünge und zeitlichen Wechsel in der Geschichte, da diese irgendwie oftmals einen etwas aus dem Zusammenhang reißen, zu viel Zeit zwischen den gerade gelesenen Ereignissen und dem neuen gelegen hat und man einfach erst mal wieder etwas braucht, um wieder genau Fuß in der aktuellen Situation zu fassen. Zudem ist es einfach so, dass die Geschichte in vielen Facetten extrem unrealistisch ist, vor allen Dingen, was Philipps Karriere anbelangt.
Für Zwischendurch auf jeden Fall eine gelungene Lektüre, wenn man es mal etwas simpler und amüsant haben möchte, aber nichts Großartiges und Gott sei Dank nicht vollkommen albern.
Das Buch liest sich teilweise eher wie ein Kabarettprogramm als wie ein Roman. Die eingestreuten Pointen, die nicht viel mit dem Verlauf der Geschichte zu tun haben wirken teilweise etwas bemüht.
Was die Geschichte angeht: ein überforderter Vater versucht, Karriere, Familie und Haushalt unter einen Hut zu bekommen. Also das, was für die meisten Frauen seit Jahrzehnten Alltag ist. Hier sind zwar die Vorzeichen vertauscht, aber das macht den Superdaddy noch lange nicht zu dem Superhelden, als der er sich gern sehen würde, im Gegenteil. Ob man es heutzutage noch als besondere Leistung ansehen kann, wenn derjenige in einer Beziehung, der keiner regelmäßigen Arbeit nachgeht, sich dafür mehr um Haushalt und Kinder kümmert, auch wenn es der Mann ist, sei dahingestellt. Fraglich, für welches Zielpublikum dieses Buch gedacht ist.
Klischees werden massenweise bedient, zum Beispiel der beste Freund, der ein Frauenheld ist und natürlich die Wohnung unseres Antihelden für ein Schäferstündchen benötigt und natürlich dabei erwischt wird. Aussagen wie "München liegt in Bayern und gehört demnach nicht zu Deutschland" würden in einem Comedy-Programm vielleicht für Lacher sorgen, wirken in einem Roman aber etwas seltsam. Aber wer diese Art von Humor mag, der wird sich sicher mit diesem Buch ein paar Stunden lang amüsieren können.
Lieber Superdaddy, du bist leider nicht wirklich lustig. Die Idee für deine Geschichte ist nicht schlecht, doch leider wurde sie nicht so gut umgesetzt. Der Humor versteckt sich bzw. ich konnte ihn nicht finden. Daher langweilte ich mich sehr schnell mit dem ständigen Jammern über das Unverständnis deiner Frau, deiner fehlenden Karriere oder den Krankenheiten / Ängsten deiner Kinder.
Müssen Frauen diese Zustände / Situationen nicht viel häufiger (er)tragen?
Beide ward ihr mir nicht sonderlich symphatisch und die Alltagsgeschichten von euch waren nicht so spektakulär, dass man sie in einem Buch mit 300 Seiten festhalten müsste. Viele Klischees hast du abgearbeitet, aber leider einfach ein paar zu viel.
Mich konnte das Buch nicht wirklich überzeugen...schade.