Es ist noch nicht lange her, da wurde die Presse als „Vierte Gewalt“ aufmerksam beobachtet. Heute stellt sich die Frage: Wie viele Zeitungen wird es im 21. Jahrhundert überhaupt noch geben? Und was passiert, wenn kostenlose Medien im Internet den professionellen Journalismus verdrängen? Der Soziologe und Publizist Stefan Schulz hat erlebt, wie die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ in die Krise geriet. Und er hat bei den Internetkonzernen recherchiert, die Newsfeeds liefern, die von Algorithmen statt von einem urteilenden Verstand unter die Leute gebracht werden. Wie wir mit den neuen Informationsangeboten souverän umgehen können, zeigt dieses Buch.
Ich beginne gleich mit einem negativen Eindruck, der aber den guten Gesamteindruck kaum schmälert: Das Buch hat Längen und wiederholt sich manchmal, dennoch ist es ausgesprochen interessant, denn es legt den Finger in gleich mehrere Wunden des Zeitungs- und Nachrichtenwesens. Besonders gut finde ich die individuellen Leseerfahrungen im letzten Teil des Buches. Sie waren für mich besonders lehrreich. Ich finde, das Buch sollte alle lesen, die „was mit Medien“ zu tun haben.