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Verteilungskampf: Warum Deutschland immer ungleicher wird

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"Wohlstand für alle" – das ist seit Ludwig Erhard das Credo der deutschen Politik. Doch Deutschland ist an seinem Ideal In unserer Marktwirtschaft wird mit gezinkten Karten gespielt. In kaum einem Industrieland herrscht eine so hohe Ungleichheit – in Bezug auf Einkommen, Vermögen und Chancen. Die Investitionen sinken, die Abhängigkeit vom Staat nimmt zu, die soziale Teilhabe nimmt ab. Der Verteilungskampf wird härter. Verantwortlich dafür ist primär die hohe Chancenungleichheit, die Menschen davon abhält, ihre Fähigkeiten zu entwickeln. Fratzscher zeigt, wie die Politik die Chance der Zuwanderungswelle nutzen kann und was sie tun muss, um die Spaltung der Gesellschaft abzuwenden.

264 pages, Kindle Edition

Published March 14, 2016

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About the author

Marcel Fratzscher

13 books6 followers
Marcel Fratzscher is president of DIW Berlin and professor of macroeconomics and finance at Humboldt-University Berlin.

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Displaying 1 - 4 of 4 reviews
Profile Image for Annelin Dewa.
68 reviews1 follower
September 30, 2022
Extrem wichtiges und interessantes Thema, Chancenungleichheit und Umverteilung finanzieller Mittel aus wissenschaftlicher Sicht. Teils anstrengend zu lesen, da viele Tabellen, Grafiken etc. aber dennoch empfehlenswert.

Deutschland ist weit davon entfernt einen fairen Ausgleich von Chancen, Einkommen und Vermögen zu leisten.
Profile Image for Kestutis.
45 reviews1 follower
March 26, 2018
Ich bin von diesem Buch enttäuscht.
Marcel Fratzscher, studierte in Kiel, Oxford, Harvard und Florenz. Hat gearbeitet bei der Europäischen Zentralbank, der Weltbank, dem Peterson Institute for International Economics in Washington, DC, sowie dem Harvard Institute for International Development in Jakarta, Indonesien. Heute Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) und Professor für Makroökonomie und Finanzen an der Humboldt-Universität Berlin. Also gehört er zu "goldene Elite", kein Arbeiterkind, kein Migrant, gehört nicht zu Mittelschicht oder Unterschicht von der Gesellschaft. Trotz dem erzählt sehr geehrter Professor, President, etc. was ist besser für die wäre - cool ! (das war ironisch gemeint)
25 reviews
March 3, 2024
Ganz cooles Buch. Hat mich wütend auf unsere Bildungspolitik gemacht.

Auf Seite 176 in Zeile 15 ist ein Rechtschreibfehler: Da steht offenbar statt offenbart.
Profile Image for Klaus Mattes.
712 reviews11 followers
January 18, 2025
Ach, die „warum ... irgendwas“-Untertitel! 2016 im seriösen Hanser Verlag erschienen - und Prof. Fratzscher, Makroökonom der Humboldt-Universität und Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaft (DIW), ist auch der seriöse Volkswirtschaft-Experte schlechthin. Oder vielleicht auch nicht, insbesondere seine Vorhersage, die in diesem Buch noch mal kommt, der Flüchtlingszustrom werde Deutschland langfristig nur nach oben bringen und seine Kosten bald wieder herein spielen, sorgte in den Jahren seiner Veröffentlichung für breite Ablehnung und Aufregung. Aber egal. Es hätte auf jedem Fall diesem Buch wahrlich nicht geschadet, wenn es ein bisschen flotter und unterhaltsamer verfasst worden wäre. Und wenn auf die etwas sehr vielen Diagramme verzichtet worden wäre, denen man als Laie etwas wenig entnehmen kann. Abgesehen davon, dass man sie sowieso nicht entziffern kann, weil sie schwarzweiß und nicht farbig gedruckt wurden.

Ehre, wem Ehre gebührt: Der Professor ist in seinen Zusammenfassungen dann immer glasklar und lässt wenig Zweifel, was zu tun wäre, wenn die Politik sich nur endlich mal trauen würde:

Das Vermögen vieler Deutscher ist erheblich niedriger als das ihrer Nachbarn. Es zählt zu den niedrigsten in ganz Europa und ist weniger als halb so groß wie das anderer Europäer. Zum Vermögen zählen Geldvermögen, Finanzanlagen, Immobilien, Wertsachen, Versicherungen und Betriebsvermögen. Ihr Wert ist in den Portfolios vieler Deutscher in den vergangenen 15 Jahren gesunken. (...) Einer der größten Verlierer dieser Entwicklung ist die deutsche Mittelschicht. Es sind die Menschen in der Mitte der Gesellschaft, deren Jobs in Gefahr sind, deren Löhne schrumpfen, die nur geringen Möglichkeiten haben, Vorsorge zu betreiben und Vermögen aufzubauen. Es sind die Menschen, die bislang das Rückgrat einer jeden Wirtschaft und Gesellschaft bilden - auch unserer.

Wie man hier sieht, schreibt und denkt dieser Autor eigentlich gar nicht so viel über Abgehängte und Prekäre, wie es seine Gegner, die ihn des verheimlichten Links-Seins zeihen, gerne hätten. Die Linke wählt er schon mal nicht, so viel steht fest. Weder fordert er, die Sozialtransfers kräftig zu erhöhen, noch glaubt er, man könne alles lösen, sobald man den Superreichen genug vom Vermögen abschneidet.

Vielmehr möchte Marcel Fratzscher bei der aus dem Ruder gelaufenen Chancengleichheit ansetzen. Die Politik müsse Investitionen in die Infrastruktur leiten, zahlreiche Gesetze und Einzelbestimmungen müssten novelliert werden, damit Bildungsferne in Zukunft eher den Weg zu Qualifizierungen finden, als mit dem jetzigen Klassen-Bildungssystem und den Billigjobs in der Dienstleistung. Die sogenannten „unteren Schichten“ müssten genug Geld in die Tasche bekommen, um sich eine private Säule der Alterssicherung, Wohneigentum und Geldanlage mittels Aktien überhaupt einmal leisten zu können.

Meines Erachtens, sind das fromme Wünsche, die in diesem Land nicht dir geringste Chance auf Durchsetzung haben. „Wie Deutschland immer ungleicher wird?“ könnte der Untertitels des Buchs lauten. Denn darauf gibt einem Fratzscher ein paar Antworten. „Warum Deutschland immer ungleicher wird?“ Das wäre zwar die interessantere Frage, er verrät es uns aber auch wieder nicht. (Vielleicht will es ja Gott?)

Wir stehen also auch hiernach wieder auf diesem Stand: So vieles läuft schief. Wir wissen es alle. Wir haben auch so viele Ideen, wie es besser ginge. Aber umgesetzt werden können sie leider nicht. Wer eigentlich dagegen ist, weiß auch keiner. Es geht aber halt leider nicht. Immerhin nett, mal darüber gesprochen zu haben. Martin Schulz von der SPD fand's super. Klar, der Mann der für die neue Gerechtigkeits-Offensive dieser Partei einsteht. Schon klar.
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