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Robert Silverberg is a highly celebrated American science fiction author and editor known for his prolific output and literary range. Over a career spanning decades, he has won multiple Hugo and Nebula Awards and was named a Grand Master by the Science Fiction and Fantasy Writers of America in 2004. Inducted into the Science Fiction and Fantasy Hall of Fame in 1999, Silverberg is recognized for both his immense productivity and his contributions to the genre's evolution. Born in Brooklyn, he began writing in his teens and won his first Hugo Award in 1956 as the best new writer. Throughout the 1950s, he produced vast amounts of fiction, often under pseudonyms, and was known for writing up to a million words a year. When the market declined, he diversified into other genres, including historical nonfiction and erotica. Silverberg’s return to science fiction in the 1960s marked a shift toward deeper psychological and literary themes, contributing significantly to the New Wave movement. Acclaimed works from this period include Downward to the Earth, Dying Inside, Nightwings, and The World Inside. In the 1980s, he launched the Majipoor series with Lord Valentine’s Castle, creating one of the most imaginative planetary settings in science fiction. Though he announced his retirement from writing in the mid-1970s, Silverberg returned with renewed vigor and continued to publish acclaimed fiction into the 1990s. He received further recognition with the Nebula-winning Sailing to Byzantium and the Hugo-winning Gilgamesh in the Outback. Silverberg has also played a significant role as an editor and anthologist, shaping science fiction literature through both his own work and his influence on others. He lives in the San Francisco Bay Area with his wife, author Karen Haber.
Dieser Anthologieband vereinigt wirklich einige der bemerkenswerten Stories aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Stanley G. Weinbaums "Eine Mars-Odyssee" wird immer wieder als eine der besten SF-Stories überhaupt bezeichnet, genauso wie Isaac Asimov's "Einbruch der Nacht". Ich könnte jetzt alle anderen Stories hier benennen, aber man könnte wirklich keine hervorheben, alle haben sich in mein Gedächtnis eingegraben, vieleicht auch deshalb, weil sie ganz früh in mein Leben eingetreten sind und deshalb besondere Erinnerungen wachrufen. Heinlein's Story "Die Straßen müssen rollen" z.B. hat mich mein ganzes Leben begleitet, weil sie einen atemberaubenden Technologischen Level aufzeigt, aber auch weil sie die Grenzen des Wachstums anritzt und die Energiekrise thematisiert, alle Stories zeigen spekulative Weltentwürfe, oder sind einfach skurril und zeigen den "Sense of Wonder", der in diesen frühen SF-Stories aus jeder Zeile atmet... Obwohl diese Geschichten alle in unzähligen Anthologien oder Collections der Autoren veröffentlicht wurden, ist es Golkonda gelungen, sie wieder ins Licht der Öffentlichkeit zu bringen in einem wunderschönen Band....
Die Geschichten in dieser Sammlung sind auch heute immer noch spannend und überraschend. Highlights waren für mich vorallem die Beiträge von Sturgeon, Asimov und Merril. Ich kann bei allen Geschichten total verstehen, dass sie zu den Besten gewählt wurden und nur sehr wenig wirkt auch nur teilweise verstaubt oder ausgelutscht. "Eine Mars-Odyssee" liest sich schon alt und dem Konzept von "Helena" ist man als moderner Leser schon sehr oft begegnet, aber auch diese Geschichten machen Spaß zu lesen und haben Mehrwert. Die zweite Sammlung mit den "neueren" Geschichten konnte mich noch mehr begeistern, aber auch dieses Buch kann ich sehr empfehlen, wenn man klassische Science Fiction genießt.
Eine Mars-Odyssee: Ein freches unbedarftes Abenteuer (im guten - die schelle Freundschaft mit dem wundersamen Straussenwesen - wie im schlechten - der Diebstahl des heilenden Artefakts) mit vielen faszinierenden Alien-Ideen, wie der unsterblichen, sich immer wieder größer replizierende, Pyramiden-Kreatur. Nicht direkt erzählt, sondern "rückwirkend" durch die Hauptperson an ihre Mitreisenden berichtet.
Abendämmerung: Der Erzähler erzählt was ihm sein Freund erzählt, was ihm ein Anhalter erzählt hat! (Ob das eine absichtliche Anleihe aus Frankenstein ist, oder tatsächlich der Entstehungszeit geschuldet ist? ((Bei Frankenstein schreibt ja der Kapitän seiner Schwester, das was ihm Victor erzählt hat und was er wiederum zum Teil von der Kreatur erfahren hat. Und das jeweils von jedem so, wie man nie über drei Ecken berichten würde.)) Dies ist dann die Geschichte eines Zeitreisenden und sein Bericht einer langsam sterbenden Menschenwelt. Ein Hoffnungsschimmer besteht jedoch. Es gelingt ihm die schon lange nur noch schlafenden oder stumpf vor sich hin arbeitenden Maschinen eine neue Anweisung zu geben. Sie sollen eine neugierige, denkende Maschine entwickeln, egal wie lange es dauert, die den Funken des "denkenden Lebens" weitertragen kann. Der Autor erschafft hier eine faszinierende Zukunftswelt (zumal für 1934!). In ihr hat sich der Mensch als einzige überlebende Spezies die Erde und auch das Sonnensystem komplett zum Untertan gemacht um dann zu stagnieren und in einem "whimper" langsam dahin zu schwinden. Es braucht den Drive des Zeitreisenden um einen neuen Anstoß zu setzen, der hoffentlich Früchte trägt. Wird er noch einmal nachsehen gehen? Wir wissen es nicht, denn uns bleibt nur der Bericht des Mannes, der ihn für eine kleine Weile als Anhalter mitnahm. Aber so bleibt auch die Hoffnung auf Erfolg.
Helena: Dies ist freilich das alte feuchte Männertraum-Klischee. Die künstliche Frau. Interessant finde ich aber, dass Helena nicht darauf programmiert ist romantische Gefühle zu entwickeln (und nein, sie ist auch kein Sexroboter, sondern eine Haushälterin), dies aber doch tut und einer ihrer Entwickler, auf den sie ein Auge geworfen hat, zunächst gar nicht angetan ist von dieser "künstlichen" Zuneigung. "Feministisch bemängeln" kann man, dass Helena nach den Tod ihres geliebten Mannes selbst die Sterblichkeit sucht, man kann es aber genauso auch Selbstbestimmung nennen.
Die Straßen müssen rollen: Eine Gesellschaft abhängig von ihrer Technik. Ist es eine Ehre die Straße -- in Wahrheit ein Geflecht von verschieden schnellen Mega-Laufbändern, die die Bewohner von ihren Häusern im Grünen zu ihrer Arbeit in der Stadt und wieder zurück bringen -- am laufen zu halten als ordentlich bezahlter, aber geforderter Diener der Bevölkerung, oder heißt die Wichtigkeit des Jobs auch "uns steht am meisten zu!"? Heinlein, so scheint es mir, tendiert zu ersterem.
Der mikrokosmische Gott: Ein verrückter Wissenschaftler kreiert ein sich rasend schnell entwickelndes kleines Volk und wird dessen Gott. Heutzutage ein alter Hut, doch an dieser Stelle nahm es wohl seinen Anfang. Der hier auftretende Wissenschaftler, Kidder, ist ein Genie höchster Güte, doch was er auch entwirft und erfindet, nach der Fertigstellung kümmert es ihn wenig, genau wie ihn andere Menschen wenig kümmern. (Um all seine Belange nach außen kümmert sich ein Finanzmann, der durch ihn reich wird, ja ihn auszunutzen schein, doch auch anders herum benützt wird. ) Er ist ein grausamer Gott für seine Kreaturen und man fragt sich, ob alles — wäre er gütiger umgegangen — einen besseren Verlauf genommen hätte. Andererseits, wäre sein Volk anders soweit gekommen? Braucht es einen mitleidlosen Gott?
Einbruch der Nacht: Eine faszinierende Idee: eine Welt ohne Dunkelheit. Mehrere Sonnen liefern variierende aber durchgängig bestehende Helligkeit und erzeugen dadurch nicht nur einen ewigen Tag, sondern überstrahlen auch jede Anzeichen eines weiteren Universums. Doch in Sagen und Überlieferungen, hauptsächlich weitergegeben von religiösen Fanatisten -- den jüngsten Tag ausrufend-- erzählt man sich von Sternen. Nun beginnen auch einige Wissenschaftler ein gar schauriges Szenario vorherzusagen: Nacht. Alle 2000 Jahre treibt diese Nacht die Bewohner in den Wahnsinn. Das Fehlen des immer währenden Lichts allein ist schon ein Gräuel, doch dazu kommt die unendliche Weite eines Sternenmeers, das ihre Existenz aus dem Zentrum in die vermeintliche Bedeutungslosigkeit schleudert. Alle 2000 Jahre fällt die Zivilisation in sich zusammen, Wissen und Entwicklung geht verloren und verdammt zukünftige Generationen zur Wiederholung. Wird es wieder so sein? Man endet mit der Hoffnung, das diesmal genug erhalten bleiben mag um den Kreislauf zu durchbrechen, wissen kann man es nicht. Gern hätte ich die Wesen etwas besser beschrieben gehabt. Es wird nichts über sie gesagt, was sie von Menschen unterscheiden würde. Doch kann das sein? Wenn ihnen Dunkelheit so fremd ist, schlafen sie? Haben sie Augenlieder? Wenn ja, kann es ihnen dann wirklich so unbeschreiblich nahe gehen? Ist es allein die Fremdheit der allumfassenden Dunkelheit, die so tief trifft? Es scheint so, doch hätte ich das gerne etwas mehr herausgearbeitet gehabt, aber ansonsten eine großartige Story.
Der Waffenladen: Eine seltsame Geschichte. Denn hier formen ausgerechnet die namensgebenden Waffenläden eine Résistance gegen ein beherrschendes Imperium, indem sie mit ihrer fast an Magie grenzender Technik plötzlich in Dorf und Stadt auftauchen und dort Quelle der Selbstbestimmung zu werden. Konkret wird hier ein kleiner Kaiserin-treuer Bürger vom Protest gegen das Auftauchen eines solchen Waffenladens bis zum Unterstützer des solchen getrieben und wie sich herausstellt ist der Rest vom Dorf schon längst an Bord. Ob das Unbill das ihm widerfährt nun wirklich vom Laden nur analysiert wird um ihm zeigen zu können, wie wenig sich das Kaiserreich kümmert, oder ob alles sogar eingefädelt ist um ihn zu ködern bleibt offen. Genauso, ob das nun wirklich ein Hohelied auf den 2. Verfassungsartikel der USA ist, oder ein (zu) cleverer Plot genau das vorzugaukeln.
Gar elump war der Pluckerwank: In einer fernen Zukunft hat sich die Menschheit in andere Dimensionen fortentwickelt, Kinder aber müssen den Weg dorthin lernen, wie Kaulquappen im Teich Beine entwickeln für den Sprung an Land. Dazu gibt es Lernspielzeug, das die beweglichen Kindergehirne schult eine Wirklichkeit weiter zu sehen. Doch nicht diese Zukunft ist Gegenstand der Geschichte vielmehr landen, die für ihn nur Garagen-Gerümpel darstellenden Wundergeräte, eines unachtsamen Zeitreise-Wissenschaftlers im Jahre 1942 (der Gegenwart der Geschichte) und nochmal knapp 100 Jahre früher bei Lewis Carrolls kleiner Nachbarin Alice. Das Kaudawelch im Jabberwocky entpuppt sich als Sprache der Zukunft und Schlüssel zur "4. Dimension" (und daher auch der seltsame Titel). Das nenne ich mal eine Idee! Im 20. Jhd. fällt das Spielzeug einem Geschwisterpaar in die Hände, das zunächst unbemerkt von den Eltern und unbewusst des Lerneffekts anfangen mit den seltsamen Artefakten zu spielen. Als ein Psychologe warnt ist es zu spät. Zu weit haben sich die beiden schon vom "urtümlichen" Menschsein entfernt und der Vater sieht sie noch entschwinden auf einem ihm unbegreifbaren Weg. Besonders interessant ist hier auch die Theorie des Psychologen, kleine Kinder wären eine andere Spezies als Erwachsene. Was in ihnen genau vorgeht kann ein Erwachsener weder ergründen noch erinnern. Da ist was dran!
Zuflucht: "Ich hab es so schön Zuhause ich will gar nicht mehr irgendwo anders hin." wird hier auf die Spitze getrieben. Eine Zukunft der Isolation, die aber so schleichend passiert, das der Protagonist es erst bemerkt, als es zu spät ist. Unfähig seine gewohnte Umgebung zu verlassen, selbst wenn es das Leben eines Freundes kostet, ist er geworden. Seinem mechanischer Butler scheint es zu gefallen. Hat er eine eigene Agenda? Das wird nicht beantwortet, ich habe aber darüber überlegt.
Arena: Ich fürchte hier kommt mir alles allzu einfach vor. Ein kosmischer Krieg: Menschheit gegen fremdartige Aliens. Ein einzelner Menschenkrieger und einer der Aliens wird von einer unbekannten, aber übermächtigen Entität entführt um in einem Zweikampf über das Schicksal der eigenen Rasse zu entscheiden. Der Mensch gewinnt mit etwas Cleverness (und auch einer guten Portion Glück wie es mir schien), die Aliens sind verschwunden, der Krieg damit aus und niemand ist schlauer, außer dem einen Soldaten, der zurück auf seinem Platz, als wäre er nie weggewesen, landet. Ein Aufbau wie im "101" zu so einer Geschichte, ohne Bruch, oder überraschende Wendung. Aber kann ich einer Story aus dem Jahr 1944 wirklich vorwerfen, das ihr Konzept inzwischen schon so altbekannt ist? Und muss es nicht erstmal bekannt sein damit ich ein "jetzt mal anders" fordern kann? Mit Sicherheit! Rational kann ich das alles sehen, emotional schafft es diese Story aber deshalb eben trotzdem nicht mich wirklich zu packen.
Erstkontakt: Erfrischen positiv und mit einem cleveren Alien-Design kommt diese Geschichte daher und angeblich gibt es hier auch das erste mal das Konzept eines Universaltranslators. Zwei Erkundungsschiffe treffen sich im Raum, eines von der Erde, das andere von einem unbekannten Planeten: Erstkontakt mit der ersten ausserirdischen Rasse. Doch wie kann man sich vertrauen? Ein Patt hält sowohl Menschen als auch Fremde gefangen, denn obwohl beide freudig gespannt sind bzw. scheinen, was wenn der andere doch nur auf Vernichtung aus ist? Das hier hätte als tragisches Lehrstück enden können, in dem sich zwei eigentlich zugeneigte "Völker" aus Furcht gegenseitig vernichten, stattdessen ist es das Gegenteil. Eine clevere Lösung löst sie aus ihrem Dilemma und trotz großer Unterschiede scheint der Weg geahnt. Eines nämlich haben sie gemeinsam, den Spaß an zotigen Witzen.
Nur eine Mutter: Eine junge Mutter freudig über ihr Kind, das, so schreibt sie ihrem fernen Mann, nicht im geringsten betroffen ist von jenen Mutationen,die umsich greifen bei den Neugeborenen. Nein, nicht im geringsten. So sehr ist sie überzeugt, dass sie die traurige Realität nicht nur nicht sehen mag, nein sie tatsächlich gar nicht sieht. Eine erschreckende kleine Story. Schaurig allerdings weniger der Deformation des Kindes wegen, sondern um die Andeutung am Ende, dass der Vater umbringen könnte, was nicht nur ein trotz allem offensichtlich lebensfähiges, sondern auch ein glückliches Kind ist, das sich freudig um seinen Vater erkundigt, also nicht im geringsten zu leiden scheint, und dabei eine Intelligenz aufweist - so hat es mit 10 Monaten die sprachlichen und verstehenden Fähigkeiten einer vier bis fünf jährigen -, die ihres gleichen sucht. Zur Entstehung war wohl die Mahnung vor der Atomwaffe die zentrale Aussage, doch heute fragt es für mich eher "Zählt der Geist nichts, wenn das Äußere zu schrecklich ist?"
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