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Wenn du mich tötest

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Nach Kinlochbervie, einem Küstenort in den schottischen Highlands, verirrt sich niemand zufällig. Deswegen sorgt der deutsche Tourist Julian im einzigen Hotel der Gegend durchaus für Aufsehen. Verdreckt, durchnässt und völlig verstört bittet der Backpacker um Hilfe. Seine Frau Laura, mit der er einige Tage am Strand der einsamen Sandwood Bay verbracht hat, ist verschwunden. Die Polizei steht vor einem Rätsel, und bald gerät Julian selbst unter Verdacht. Dann wird südlich der Bay die Leiche einer Frau angespült; nackt und kaum mehr zu identifizieren ...

320 pages, Paperback

First published April 1, 2016

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About the author

Karen Winter

20 books3 followers
Librarian Note: There is more than one author in the Goodreads database with this name.

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Community Reviews

5 stars
7 (6%)
4 stars
24 (23%)
3 stars
46 (44%)
2 stars
23 (22%)
1 star
3 (2%)
Displaying 1 - 22 of 22 reviews
Profile Image for Nina.
309 reviews52 followers
January 25, 2019
Ok, das war eine Enttäuschung...

Mir ist gerade aufgefallen, dass hier auf Goodreads ein anderer Klappentext steht als auf meiner Ausgabe und hätte ich diesen Klappentext davor gelesen, wäre es vielleicht nicht ganz so enttäuschend gewesen.
Ich will jetzt nicht meinen kompletten Klappentext abtippen, aber ein Ausschnitt daraus lautete: "Das Psychogramm einer Ehe: bedingungslose Liebe, unkontrollierbare Wut und unwiderrufliche Grenzüberschreitung." Und das hat einfach ganz falsche Hoffnungen in mir geweckt. Ich dachte der Thriller würde in Richtung Gone Girl, Saving Grace u.ä. gehen und sich nur mit der Ehe der beiden befassen. Und diese Erwartungen wurden überhaupt nicht erfüllt.

Zudem hat sich das Buch für mich oft auch nicht wie ein richtiger Thriller angefühlt. Ich wollte zwar wissen, was denn jetzt passiert ist, aber wirklich mitgerissen hat es mich doch nicht. Dazu haben wohl auch die vielen Perspektiven beigetragen, die ich teilweise einfach unnötig fand, da sie nicht wirklich etwas zur Aufklärung beigetragen haben.

Die meiste Zeit hätte das Buch aber trotzdem noch 3 Sterne von mir bekommen. Etwas Spannung war da, es lässt sich leicht lesen und Schottland war wirklich toll beschrieben.
Dann kam aber das Ende. Oder eigentlich auch nicht. Denn etwa 80 Seiten vor dem Ende sollte jedem eigentlich klar sein, was vorgefallen war. Es zieht sich dann aber noch, meiner Meinung nach grundlos, ewig dahin.
Am Ende gab es dann sogar noch ein Kapitel bei dem ich wirklich einfach nur lachen musste, weil ich das Geschehene so lächerlich fand.

Schade, ich hätte mir wirklich mehr von dem Buch erwartet...
Profile Image for ExlibrisLisa.
65 reviews136 followers
June 6, 2016
Im groben Ganzen echt spannend und schwer vorhersehbar, bis auf die letzten 60 Seiten. Das Ende konnte mich leider auch nicht ganz überzeugen, daher gute 3,5 Sterne!
112 reviews7 followers
February 21, 2020
Für mich leider eher schlecht als recht.. Sehr vorhersehbar und kaum Spannung das war wohl nichts...
Profile Image for Sarah.
213 reviews
January 17, 2026
Hat mir leider nicht so gefallen, ich fand die Geschichte langatmig bis langweilig und verwirrend, manche Sachen schienen nichts zu der Geschichte beigetragen zu haben. Da war noch irgendeine Nebengeschichte mit einem Anschlag den ich irgendwie ganz ausgeblendet habe, scheint es. Oder es war nur um den Detektiv unter Zeitdruck zu setzen. Die Charaktere waren unsympathisch, in keinem konnte man sich reinversetzen.

Der Sprecher hatte allerdings eine sehr angenehme Stimme und hat es sehr gut gelesen und mir gefiel die Landschaftbeschreibung
Profile Image for lenascmdt.
165 reviews4 followers
September 23, 2018
Ich habe es als Hörbuch gehört und war leider nicht begeistert.. Im Großen und Ganzen war es okay aber absolut nichts Besonderes. Die Story wurde relativ schnell ziemlich vorhersehbar und das Ende hat mir leider auch nicht gefallen. Daher leider nur zwei Sterne. Ich bin gespannt wie ihre anderen Bücher sind. Werde Ihnen definitiv eine Chance geben!
Profile Image for Munke.
25 reviews
April 10, 2018
Gut geschrieben, auch wenn die Geschichte nicht ganz so meins war. Der Schluss war nicht so dolle ^^
Profile Image for Anja von "books and phobia".
796 reviews15 followers
March 25, 2019
Schottland, ein Land der Ruhe und Besinnung. Diesen Ort für einen Thriller zu wählen, war nicht die schlechteste Idee, hätte man den einen Thriller in den Händen gehabt. Denn das Gefühl, einen leichten Kriminalroman zu lesen, ließ mich bis zum Ende nicht los.
Eine eigene Kurzbeschreibung ist diesmal nicht nötig, da die des Verlages schon sehr aussagekräftig ist, wobei für mich zuviel verraten wird.

Auch diesmal hatten wir es mit einer guten Anzahl an Personen im Buch zutun, die sich aber doch recht gut auseinander halten ließen. Als Hauptcharaktere, würde ich Julian Tahn, Detectiv Gills und Peter Dunn einstufen, da wir aus deren Leben, besonders aber deren Vergangenheit, am meisten erfuhren. Fangen wir mit Julian Tahn an, welchen ich bis zum Ende nicht genau einordnen konnte. Dies lag wahrscheinlich daran, das man nur nach und nach mehr über Julian und seine Vergangenheit erfuhr, die ihm durch das Verschwinden seiner Frau wieder einholte. Stellenweise verflog sogar die Antipathie gegen ihn und man bekam Mitleid mit dem Mann.Detectiv Gills war da schon sympatischer auch wenn dieser seine Schattenseiten hatte. Für mich war Peter Dunn ein Charakter der nicht im Buch hätte sein müssen. Peter ist Alkoholiker der ohne Bier und Whiskey kaum den Tag überlebt. Er war zwar ein Zeuge als es um das Verschwinden von Laura Tahn ging, konnte so aber kaum helfen, da er alles mögliche verschwieg.Besonders traurig an all dem war, das ich mich schon kurz nach Beenden des Buches, an keinen Charakter wirklich erinnern konnte oder auch nur ansatzweise erzählen könnte wie jene aussahen.

Der Schreibstil war klar und verständlich. Dies war es leider auch schon, denn die für einen Psychothriller benötige Spannung fehlte komplett im Buch. Da half auch nicht der regelmäßige Wechsel der Figuren, die meist mehr Fragen auf warfen als das sie beantwortet wurden, nicht. Allgemein störte es ehr dauernd von einer zur anderen Person zu springen. Hier hätte man sich vielleicht auf die Sichtweise von Julian einpegeln müssen. Da sich sehr viele Erlebnisse in der Vergangenheit der Charaktere abspielen, hätte man diese genauer erklären müssen. Stattdessen wurde man meist mit angefangenen Geschichten abgespeist. Ein passendes Beispiel dafür wäre Peter Dunn´s Schwester Mary, welche Selbstmord beging. Es wird zwar angedeutet wieso und weshalb, aber genau erklärt wird nix. Was der Autorin allerdings gelang, war die Beschreibung der Ortschaften in Schottland. Man fühlte teilweise die Seeluft und spürte das grüne Gras unter sich, was dem Buch etwas belebendes gab. Dies wurde zudem sehr lang und ausführlich beschrieben, was bei einem das Gefühl hinterließ, einen Reiseführer zu lesen. Da keine wirkliche Spannung aufkommen wollte und der Nervenkitzel, der einen Psychothriller ausmacht, nicht entstand, hätte ich das Buch ehr als leichten Kriminalroman abgetan.

Das Cover fand ich mit seiner Schlichtheit sehr schön. Der Farbübergang von Schwarz zu diesem hellen Türkis, war stimmig und erweckte in mir den Eindruck von Kälte. Gerade die dunkle Gestalt, die wahrscheinlich eine Frau darstellen soll, passte für mich nur teilweise ins Bild, da sie einfach störte. Ein Bild in der nur die Bucht gezeigt wird, hätte ich schöner gefunden. Mit dem Buchtitel kann ich bis jetzt nix anfangen, da er einfach nicht so richtig zum Buch passen will.

Dieses Buch werde ich wohl sehr schnell wieder vergessen haben, da es meine Erwartungen in keinster weise erfüllte. Statt einem Thriller bekam ich einen Reiseführer, der nur verschwommene Vergangenheitserlebnisse wieder gab und dabei keinerlei Spannung erzeugen konnte. Schade.
Profile Image for Nicole Cohrs.
84 reviews
July 29, 2017
Zur Geschichte

Kinlochbervie ist ein kleiner Küstenort in Schottland. Die Ortsansässigen arbeiten hart für ihr Geld und genießen es nach Feierabend zusammen zu sitzen und sich bei einem guten Bier Geschichten zu erzählen. Selbst in der Touristensaison sieht man nicht viele Gäste. Doch eines Tages taucht der deutsche Tourist Julian Than total verwirrt im einzigen Hotel im Ort auf und sucht Hilfe. Er war mit seiner Frau Laura mehrere Tage am nicht weit entfernten Strand zelten, doch dann ist sie spurlos verschwunden.

Die ortsansässige Polizei ist überfragt, dadurch wenden sie sich an das Scottish Police Department im 2 Stunden entfernten Inverness. Da Detektive Sergeant John Gills aus der Gegend kommt, wird er von seinem Vorgesetzten kurzerhand für die Ermittlungen hingeschickt. Während der Befragungen des Ehemanns kommen etliche Fragen auf und John Gills fängt an, an seinen Aussagen zu zweifeln. Als dann auch noch eine Frauenleiche angeschwemmt wird, die kaum zu identifizieren ist, aber Ähnlichkeiten mit der deutschen Touristin aufweisen, gerät Julian Than in Verdacht sie getötet zu haben. Doch dieser beteuert vehement seine Unschuld.

Meine Meinung

„Wenn du mich tötest“ von Karen Winter ist ein Psychothriller aus dem Droemer-Verlag und eine in sich abgeschlossene Geschichte. Der Schreibstil war sehr angenehm zu lesen und die Autorin hat es geschafft einem die Gegend sehr bildlich darzustellen. Auch in die Gedanken und Gefühle der Protagonisten konnte man sich gut reinfühlen und ich war total gespannt, wie die Geschichte endet.

Die Zwischensequenzen aller beteiligten Personen ist auch sehr gut umgesetzt, so erfährt man viel Hintergrundinformationen und auch deren Verlauf, warum sie für die Geschichte wichtig geworden sind. So erhält man viele unterschiedliche Einsichten die dafür sorgen das es nicht langweilig wird.

Die Story hat auf jeden Fall Potential, es kam jede Menge Spannung auf wie man sich einen Thriller vorstellt, aber leider war das Ende eher unspektakulär. Ich habe mir ein interessanteren Abschluss erhofft, doch da wurde ich enttäuscht und mit einer offenen Frage zurück gelassen. Was ist das für ein Ende für einen Thriller? Trotz alle dem hat mir die Geschichte viele spannende Lesestunden beschert, auch wenn mir nicht alles gefallen hat.
Profile Image for yesterday.
489 reviews3 followers
February 11, 2020
Eines der klassischen Rezepte für Krimis geht auch in diesem Buch gut auf: Ein Mann, der eine neue Beziehung eingeht, verschweigt ein einschneidendes Erlebnis aus seiner Vergangenheit. Die Frau kommt später durch eigene Recherchen dahinter und stellt ihn zu Rede.
Soweit so üblich. Dummerweise tut Laura Tahn dies auf einer Urlaubsreise mitten in Schottland. Und verschwindet bald darauf. Trotz der merkwürdigen Umstände ringt sich ihr Mann, Julian Tahn, dazu durch, die Polizei zu verständigen und Laura als vermisst zu melden. Dem Detective, John Gills, aus Inverness kommt der deutsche Urlauber reichlich suspekt vor und nach ein paar Indizien forscht er in dessen Vergangenheit und bringt das ans Licht, was auch Laura schon gefunden hatte. Kurz darauf wird in einer Bucht nahe des Ferienortes der Tahns eine weibliche Leiche angespült.
Ein mentales Katz- und Maus-Spiel beginnt. Mehr als eine Fährte bieten sich an und der Leser kann mit Gills und den Polizisten vor Ort in der Sandwood Bay ermitteln, rätseln, verurteilen und falsch liegen. Was geschah nun vor so vielen Jahren? Und was passierte in der Sandwood Bay? Wo ist Laura Tahn und lebt sie überhaupt noch?
Dieser Krimi (die Bezeichnung Psychothriller ist einfach falsch!) lässt den Leser selbstreflektieren und sich fragen, wie weit Ehrlichkeit gehen sollte und wie viel eine Beziehung, so gut sie auch von außen scheinen möge, aushalten kann.
Auf der anderen Seite wird auch die Ermittlungsarbeit beleuchtet und der Druck sowie der Alltag dieser fiktiven schottischen Exekutive in den Mittelpunkt gestellt. Eine Ungenauigkeit, ein Fehler, kann weitreichende Konsequenzen haben.
Die Autorin schafft es, durch kurze Abschnitte und Wechsel der Schauplätze, Spannung zu erzeugen und diese hochzuhalten. Sie widmet der Gefühlswelt des Ehepaars viel Platz, aber auch der Detective ist kein Superheld und wird für den Leser greifbar, mit ihm kann man gut mitfühlen. Ein Krimi, der sich sicher auch in einem oder wenigen Rutschen auslesen lässt.
Gut gefällt mir auch die Umgebungskarte vorne im Einband. Leider sind nicht alle erwähnten Ort verzeichnet.
Profile Image for Theo.
129 reviews1 follower
August 4, 2019
Es verwundert mich, dass dieses Buch hier auf Goodreads so mäßige Bewertungen hat.

Mich konnte die Geschichte mitreißen und ich habe mit den Charakteren mitgefiebert. Auf wundersame Weise hat die Autorin es sogar geschafft in mir Sympathien für Julian und Laura zu wecken!
Das Ende kam dann ein bisschen zu schnell, ein paar Seiten mehr hätten vielleicht Licht ins Dunkel gebracht.
Destotrotz, ein spannender Thriller für zwischendurch!
Profile Image for Verena_Gue.
64 reviews6 followers
June 1, 2017
Irgendwie konnte mich das Buch nicht fesseln! Nach dem Klappentext hatte ich mir das Buch ganz anders vorgestellt
Profile Image for Kat Pi (Black).
25 reviews
December 10, 2024
Manierlicher Schreibstil. Die Story baut sich Anfangs gut auf, driftet dann aber ab und schließt mit einer eher profanen Lösung. Schade.
Profile Image for Cirrus Minor.
714 reviews6 followers
August 24, 2025
Für zwischendurch war das eine ganz akzeptable Lektüre. Spannung kam durchaus auf (Gone-Girl-Vibes) und die Charaktere hatten alle ihren eigenen "Charme". Einiges erschien mir etwas unlogisch und das Ende unbefriedigend, aber das geht mir ja leider häufig so.
860 reviews15 followers
May 9, 2016
Inhalt:

Kinlochbervie ist ein gemütlicher und sehr abgelegener Küstenort in den schottischen Highlands, an den sich so schnell niemand zufällig verirrt. Umso größer ist die Aufruhr als Julian, ein deutscher Tourist, das einzige Hotel in dieser Gegend aufsucht und durch die vermissten Anzeige seiner verschollenen Frau Laura, mächtiges Aufsehen erregt. Die Verzweiflung und auch die Tortouren, die er bis dahin auf sich genommen haben muss, sind ihm deutlich anzusehen, aber lassen auch deutliche Zweifel bei den Ermittlern aufkeimen!

Was geschah am Strand von Sandwood Bay, an dem er mit seiner Frau gezeltet hat? Wo ist Laura? Als dann auch noch eine nackte und kaum identifizierbare Frauenleiche südlich der Bay angespült wird, verhärten sich die Verdächtigungen um den jungen Deutschen, doch dieser besteht weiterhin behaglich auf seine Unschuld! Mörder oder doch vielleicht Opfer? Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren um den Fall schnellst möglich zu klären. Bis ein weiterer Zufall alles ins Stocken bringen wird…



Meine Meinung:

Zu diesem Hörbuch kann ich eigentlich nur Eins sagen:“ Spannung pur bis zur letzten Sekunde!“

Karen Winter hat ein gelungenes Konstrukt um die Ermittlungen in diesem Fall gebaut und lässt den Hörer durch unzählige Wendungen, neue Indizien und einer unglaublich gut umschriebenen Handlung, bis zu letzten Sekunde schier im Dunkeln tappen und auch bis dahin an der Schuld oder gar Unschuld des jungen deutschen Touristen zweifeln. Man weiß nicht auf wessen Seite man sich schlagen soll, wer Täter oder Opfer darstellt und wem die Polizei mit seinen Ermittlungen später eventuell hinter Schloss und Riegel bringen könnte.

Mit ordentlich Spannung und unvorhergesehenen Erkenntnissen lockt die Autorin den Leser auf eine Hetzjagd gegen die Zeit und fesselt in somit gekonnt in dieses Hörbuch. Schnell wird zwar klar, dass belastende statt entlastende Beweise vorhanden sind, doch ist es wirklich so eindeutig wie es zu sein scheint. Ich kann nur sagen NEIN!, denn ist man der Meinung endlich alles für eine Verurteilung parat zu haben, so tun sich neue Umstände auf, die alles bisherige komplett über Bord zu werfen scheinen und neu an die Sache heran gegangen werden muss.

Die unterschiedlichen Charaktere könnten wirklich nicht unterschiedlicher sein. Man kann sich sehr gut in den jeweiligen Charakter hineinversetzen, der gerade das Wort erhebt. Lässt sich schnell von deren Emotionen anstecken und bekommt ein Gespür für das was gerade geschieht. Man wächst zum Ermittler heran oder übernimmt auch mal die Opferrolle. Genau dies macht dieses Hörbuch zu einem einzigartigen Hörvergnügen, weil man nicht weiß wem man glauben kann, darf oder gar sollte!

Pascal Breuer hat eine angenehme und berührende Erzählerstimme. Sie lässt an den richtigen Punkten die Emotionen und die gewünschte Spannung aufkochen und nimmt in den ruhigeren Parten, dann auch das Tempo zurück. Für mich die perfekte Wahl für diesen Psychothriller.

Das Cover gibt dem Hörer einen kleinen, aber feinen Eindruck über den Handlungsort preis. Man kann sich auch durch den malerischen Erzählstil gedanklich an die schottische Küste versetzen und der Fantasy etwas freien Lauf lassen.

Fazit:

Ein ungelöster Mordfall, völlig unterschiedliche Charaktere, malerischere Schauorte und die perfekte Erzählerstimme machen dieses Hörbuch zu einem gelungenen und düsteren Erlebnis, dass man sich absolut nicht entgehen lassen sollte!
Profile Image for Angelika.
333 reviews7 followers
April 28, 2016
Was ist da draußen in der Bay passiert zwischen Julian und seiner Frau Laura? Was hat der Mann zu verbergen? Dies sind nur zwei Fragen, die ich mir als Leser gleich zu Beginn im Geiste stellte als der Deutsche durchnässt, verschmutzt und verwirrt in dem kleinen Hotel in den Highlands auftauchte. Die Gedanken des Mannes lassen erst mal auf einen Unfall oder ein Verbrechen schließen. Sicher ist nur, dass Julia verschwunden ist. Auch Polizist John Gills geht von einem Vermisstenfall aus. Erst als er in der Bay auf eine Spur der Frau stößt, scheint die Angelegenheit in eine ganz andere Richtung zu gehen. Er nimmt Julian zu Befragungen mit.

Diese Befragungen sind wirklich klasse gemacht. Julians Charakter ist wechselhaft wie die eines Psychopathen. Man weiß wirklich nicht, wie er einzuschätzen ist. Einmal am Boden zerstört, dann wieder äußerst aggressiv. Wechselhaft wie ein Fähnchen im Wind. Und John Gills ist oft selbst überrascht, was er über den Mann zu Tage führt. Als Leser war ich gefesselt, kam von einer Emotion zur anderen, hatte aber keinen Lösungsansatz.

Bildlich kann man sich die karge unwirtliche Gegend in ihrer ganzen Wildheit wunderbar vorstellen. Am Liebsten würde ich meinen Rucksack packen und selber durch diese Landschaft reisen. Auch die Bewohner mit ihren für jedes Land typischen Charakterzügen konnte ich mir gut vorstellen und fühlte mich sehr wohl mit ihnen.

Die Auflösung der Geschichte brachte so manche Überraschung. Ich fand sie zwar gut, doch genau in diesen Überraschungen lagen für mich die Schwächen der Erzählung verborgen. John Gills, der Polizist, der Spuren verfolgt und nicht aus den Augen verliert, hinterfragte mir währen dieser neuen Wendungen zu wenig bei den Beteiligten. Ich hatte irgendwie das Gefühl die Handlung wird abgewürgt und die Autorin möchte so schnell als möglich zu einem Ende kommen. Auch das Ende hinterlässt mich als Leser nicht wirklich zufrieden. Irgendwie hatte ich mir eine Aussprache zwischen Gills und seiner Ex-Freundin erwartet, zumindest deutete alles darauf hin. Doch dann überraschte Gills mit einer Erinnerung aus seiner Kindheit. Ich gehe jetzt auch nicht näher darauf ein, wer das Buch liest oder gelesen hat, wird wissen was ich meine.

Das Cover ist einfach gehalten. Die düstere Atmosphäre mit dem zerklüfteten Küstenabschnitt, den Nebelschwaden und der menschlichen Silhouette passt gut zu diesem Psychothriller. Auf der Titelinnenseite ist eine Karte dargestellt. Das ist recht nett. So hat man als Leser die Möglichkeit der Route zu folgen in der sich die Protagonisten bewegen.

Karen Winter war mir als Autorin unbekannt. Sie schreibt seit vielen Jahren erfolgreich Spannungsromane und Thriller. Sie lebt in Hamburg und bereist, zusammen mit ihrem Mann, gerne die Welt. Beruflich wie Privat.

Mein Fazit:

Mir hat das Ende am wenigsten gefallen. Punktet der Roman erst mal durch seine starken Charaktere, Düsternis und Wildheit, verspielt er doch viel durch die flache Aufarbeitung am Schluss durch die Polizei. Schade eigentlich, denn das nimmt der Geschichte viel weg.
Profile Image for dubh.
361 reviews
April 17, 2016
Kinlochbervie, ein Fischerdorf im äußersten Nordwesten der schottischen Highlands.
Die deutschen Touristen Julian und Laura verbringen einige Tage zeltend an der Sandwood Bay, bekannt für ihren kilometerlangen Sandstrand. Doch eines Morgens ist Laura spurlos verschwunden und Julian begibt sich einigermaßen verstört und auch äußerlich mitgenommen in das einzige Hotel des Ortes: er meldet seine Frau als vermisst und bittet um Hilfe.
Detective Sergeant John Giles wird mit dem Fall betraut - er kommt dafür aus dem knapp 100 Meilen entfernten Inverness in die Gegend, in der er aufgewachsen ist. Schnell kommen dem Ermittler Zweifel an dem, was ihm Julian erzählt hat. Verschweigt der Backpacker ihm etwas? Julian tritt nicht unbedingt sympathisch auf - mal verloren wirkend, mal aufbrausend und wütend. Gab es Eheprobleme und Julian wurde womöglich handgreiflich? Schnell steht er als Verdächtiger fest, zumal südlich von Kinlochbervie eine weibliche Leiche angespült wird...

Den Kern dieses Buches stellt die Ehe von Julian und Laura, die in Rückblenden beleuchtet wird. Nicht nur Detective Sergeant Gills versucht akribisch alle Fäden in die Hand zu nehmen, um die Geschehnisse in der Bucht nachvollziehen zu können. Welchen Grund könnte der Ehemann gehabt haben, seine Frau zu töten? Gills bleibt - trotz des vermeintlichen Täters - hartnäckig und handelt auch durchaus einmal gegen die Anweisungen seines Vorgesetzten. Doch etliche Wendungen bestätigen den engagierten Ermittler und haben auch mir als Leserin sehr gut gefallen, denn so bleibt der Roman sehr lange spannend und wartet mit einem überraschenden Ende auf.

Vielleicht ist die Bezeichnung "Psychothriller" nicht hundertprozentig glücklich, die Lektüre lohnt sich in meinen Augen aber umso mehr. Hier bekommt man ein gut entwickeltes Psychogramm einer Ehe, sensibel entwickelte Figuren, mit John Gills einen überzeugenden Detective Sergeant, über den wir gerade so viel erfahren, dass ich gerne noch mehr über ihn gelesen hätte, und eine dichte Atmosphäre, die den Lokalkolorit der Atlantikküste der Highlands einfängt.

Fazit: Sollte die Autorin Karen Winter weitere Fälle um den Polizisten Gills planen sollte: ich würde sehr gerne weitere lesen!
Profile Image for Wal.li.
2,561 reviews70 followers
December 10, 2016
Sandwood Bay

Es fehlt niemand im Pub, deshalb sind die Besucher überrascht als sich die Tür öffnet und ein weiterer Gast den Raum betritt. Es ist der Deutsche Julian Tahn, er berichtet, seine Frau Laura sei verschwunden. Die Polizei wird benachrichtigt und schon bald kommt der Verdacht auf, Laura Tahn könne tot sein. Einige Ungereimtheiten in Julians Aussagen kommen mit einigen Funden im Gepäck der Eheleute zusammen und Julian wird vorläufig festgenommen, obwohl er beteuert, er habe Laura nicht getötet. Dieser erste größere Fall nach seiner Beförderung führt Detective Sergeant John Gills von Inverness zurück an den Ort seiner Kindheit und Jugend.

Karg und weit macht sich das Land um die Sandwood Bay in Schottland aus. Gegen Ende des Sommers bevölkern nur noch wenige Touristen die Gegend. Was mag das Ehepaar Tahn dazu bewogen haben, sich gerade diese zwar malerische aber doch einsame Gegend für einen mehrtägigen Stop ausgesucht zu haben. Seht gut kann man sich Wanderungen an dem kilometerlangen menschenleeren Strand vorstellen. Aber was kann passiert sein, weshalb ist die junge Frau verschwunden. Ein Bootsführer und Hafenarbeiter hat das Paar zu einen Bootsausflug mitgenommen und dabei einen heftigen Streit der Beiden mit anhören müssen. Allerdings verstand er nicht worum es ging, schließlich wurde der lautstarke Disput auf Deutsch geführt.

Ein wenig unwirtlich und düster wirkt die Gegend zumindest in der Phantasie des Lesers, der das Land noch nicht bereist hat. Geheimnisumwittert scheint auch die Ehe von Julian und Laura Tahn zu sein. Gespannt verfolgt man wie Julian Tahn nach und nach gezwungen ist, das eine oder andere preiszugeben. Es kommt keine fröhliche Geschichte zutage, aber reicht das als Motiv, seine Frau verschwinden zu lassen? Der frischgebackene Detective Gills scheint zwar einerseits durch seine Ortskenntnis und Herkunft bestens geeignet für die Ermittlungen, doch manchmal wirkt er auch gerade durch seinen persönlichen Hintergrund abgelenkt. Dennoch verfolgt er hartnäckig jeden Hinweis.

Ein Kriminalroman, der einen langsam in seinen Bann zieht, dann mit einer überraschenden Wendung zu verblüffen versteht und schließlich das Mysterium der Sandwood Bay für sich behält.
3,5 Sterne
Profile Image for DoReenchen.
34 reviews1 follower
April 19, 2016
Interessantes über die Autorin:
Laut Vorablesen ist Karen Winter das Pseudonym einer Spannungsautorin,
die seit vielen Jahren mit ihren Thrillern auch die Leser in Frankreich und den Niederlanden begeistert. Sie lebt in Hamburg. Zusammen mit ihrem Mann bereist sie, beruflich wie privat, die Welt. Ihre abenteuerlichen Reisen sind die perfekte Inspirationsquelle für ihre abgründigen psychologischen Romane und äußerst brisanten Thriller
Inhalt:
Nach Kinlochbervie, einem Küstenort in den schottischen Highlands, verirrt sich niemand zufällig. Deswegen sorgt der deutsche Tourist Julian im einzigen Hotel der Gegend durchaus für Aufsehen. Verdreckt, durchnässt und völlig verstört bittet der Backpacker um Hilfe. Seine Frau Laura, mit der er einige Tage am Strand der einsamen Sandwood Bay verbracht hat, ist verschwunden. Die Polizei steht vor einem Rätsel, und bald gerät Julian selbst unter Verdacht. Dann wird südlich der Bay die Leiche einer Frau angespült; nackt und kaum mehr zu identifizieren ...
Meine Meinung:
Ursprünglich hat mich das Cover angezogen. Ich mag dieses Düstere und Geheimnisvolle und als ich dann noch Psychothriller auf dem Cover gelesen habe, wusste ich, ich muss dieses Buch unbedingt lesen.
Leider konnte mich jedoch dieser sogenannte Psychothriller so gar nicht überzeugen, weil es eben mMn kein Psychothriller, sondern eher ein Krimi bzw. Roman war. Es wurde niemals wirklich spannend und ich hatte zu keinem Zeitpunkt das Bedürfnis das Buch unbedingt weiterlesen zu wollen. Die Protagonisten bzw. handelnden Charaktere waren mir durchweg unsympathisch, besonders das Ehepaar Tahn ist hier hervorzuheben. Die Handlungen oder eben Nicht-Handlungen waren teilweise hanebüchen und fragwürdig und ab ca. der Mitte des Buches wusste ich auf was die Geschichte hinausläuft – daran konnte auch leider der Schluss nichts mehr ändern. Ich hatte mich auf einen packenden nordischen Thriller gefreut und bekam ein laues Lüftchen, das mich zu keinem Zeitpunkt wirklich fesseln konnte.
Positiv hervorheben möchte ich den Schreibstil von Frau Winter und die Beschreibung der Landschaft Schottlands. Ansonsten keine Leseempfehlung von mir.
Displaying 1 - 22 of 22 reviews

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