Für Oberregierungsrat Neise geht ein lang ersehnter Traum in Erfüllung: die Reise mit dem Luftschiff von Berlin nach Amerika. Es sind die 20er Jahre, die Welt ist in Bewegung und der Beamte Neise möchte für einen kurzen Moment der Alltagsroutine seines Schreibtisches entfliehen. Endlich ist es soweit: das Luftschiff startet von Berlin Tempelhof, Neise richtet sich in seiner behaglichen Kabine penibel ein. Er besichtigt die Bibliothek, das Raucherzimmer, den Salon, lauscht den angenehmen Klängen des Bordorchesters, knüpft interessante und kuriose Bekanntschaften und erlebt den sagenhaften Anblick von Paris aus der Luft. Entgegen seinen sonstigen Gewohnheiten gönnt sich Neise sogar ein Techtelmechtel, das ihn zu tiefschürfenden Gedanken über die Philosophie der Liebe anregt. Nach drei Tagen angenehmster Fortbewegung und gepflegter Unterhaltung soll das Luftschiff in Amerika landen. Doch aus unerklärlichen Gründen kommt alles ganz anders, Raum und Zeit existieren nicht mehr, die eben noch so kleine, bürgerlich-heile Gesellschaft steuert dem unvermeidlichen Chaos entgegen. Ein ungewöhnlicher, komischer und von beißender Ironie getragener Roman, der in eine faszinierende Welt von kafkaesker Absurdität entführt.
This book is a satire and I don't really know what to do with satires, with the exception perhaps of Vonnegut. They might be incisive and relevant, interesting to read, but since every character is made at least slightly ridiculous, I feel like it's a strenuous experience to continue following them for the length of a novel. In the absence of some kind of sympathy, once I get the main point of the satire, I have diminishing patience for the further development and details of the narrative and thus sub-points of the satirical argument. Catch-22, American Psycho - I had trouble finishing them. Maybe I'd feel more comfortable with satires of short-story length.
My problems with satire aside, the book kept me absorbed with its descriptions of the peculiar atmosphere inside the zeppelin in which everything plays out. The Titanic reincarnated as a hydrogen blimp, in which walking stereotypes of Weimar Republic era Germans - like the Berliner, the Civil Servant, the Handworker-Petty-Bourgeouis Couple - divide their days between the limited but genteel pleasures of the Red Lounge, the Library, Dining Hall and the Smoking Room.