Das Berliner Straßenkind Lelana erwacht eines Morgens nach einem Meth-Trip in der Blutlache ihres Lovers. Hat sie ihn erstochen oder Nadine, diese großspurige Blondine, die Lelana noch nie zuvor gesehen hat? Nadine stellt Lelana vor die Entweder geht sie mit ihr oder in den Knast. Was will Nadine ausgerechnet von ihr? Wohin will sie Lelana bringen – und warum? Lelana willigt ein, Nadine zu folgen und schwört innerlich bittere Rache. Doch mit der Welt, in die sie Nadine entführt, konnte sie mit bestem Willen nicht rechnen.
„Lelana“ ist die Vorgeschichte zu „Tödliche Gedanken“, kann aber auch für sich gelesen werden.
Der erste Eindruck Die Auswahl des finalen Covers habe ich auf Facebook miterleben dürfen und ich bin vom Ergebnis begeistert. Professionelle Optik, moderne Effekte und leserliche Schrift machen es für mich zu einem Hingucker, der mich auch im Buchladen danach hätte greifen lassen.
Das Leseerlebnis Lelana ist die Vorgeschichte zu Marcus Johanus Thriller „Tödliche Gedanken“ und nach dem Lesen kann ich vorwegnehmen, dass die Aussage, sie könne auch für sich gelesen werden, stimmt. Ich habe „Tödliche Gedanken“ (noch) nicht gelesen, das Buch liegt aber spätestens seit ich Lelana kenne, auf meinem SuB, denn die Novelle macht Lust auf mehr. Für mich war es der erste Ausflug in die Welt eines paranormalen Thrillers, die ich bislang eher in Form von TV-Serien kenne. Und ich muss sagen, dass sich dadurch meine Genrewahl erweitert hat.
Der Einstieg fällt aufgrund der hohen Spannung, die mit den ersten Zeilen bereits vorhanden ist, extrem leicht. Sofort will man wissen, was mit Lelana geschehen ist und wie sie in diese Situation geraten ist. Obwohl letzteres nicht wirklich aufgelöst wird, kann sich der aufmerksame Leser eine eigene Meinung zu ihrer Vergangenheit bilden und erfährt im Folgenden von dem geheimnisvollen Projekt eines mysteriösen Wissenschaftlers. Im Ergebnis präsentiert sich eine Story, die wie eine Mischung aus X-Men, Dark Angel und Dollhouse anmutet. Alles Filme und TV-Serien, die ich mit Begeisterung verschlungen habe. Und all das spielt sich vor der eigenen Haustür ab, in Berlin, was dem Buch einen besonderen Reiz verleiht.
Die Geschehnisse im Verlauf der Story passieren Schlag auf Schlag, der Machtkampf zwischen Lelana und ihrer Konkurrentin erfährt seinen Höhepunkt bei einem Einsatz, in dem es um Leben und Tod geht. Von der ersten bis zur letzten Zeile hofft und bangt der Leser mit ihr, erleidet ihre Schmerzen, stellt sich die gleichen Fragen wie sie. Und am Ende bleibt man mit dem Verlangen zurück, noch tiefer in diese Welt einzusteigen, was ja dank des Hauptbuches „Tödliche Gedanken“ problemlos möglich ist.
Fazit Lelana ist als knapp 50seitige Novelle eine geeignete Lektüre für einen gemütlichen Nachmittag und erhält von mir eine definitive Leseempfehlung für alle, die der Realität gerne entfliehen und in eine Welt voller Geheimnisse und paranormaler Fähigkeiten eintauchen.
Lelana ist die Vorgeschichte zu Marcus Johanus Thriller "Tödliche Gedanken", kann aber auch problemlos gelesen werden, ohne den Roman zu kennen.
Dank dem spannenden Einstieg ist man als Leser sofort mittendrin in der Geschichte. Die Story ist von Anfang bis Ende spannend. Lelana gerät an eine geheimnisvolle Organisation. Diese Begegnung wird ihr ganzes Leben verändern. Der kurze Einblick in diesen Teil ihres Lebens ist in sich geschlossen, lässt aber viele Fragen offen, die Lust auf mehr machen.
Leser von "Tödliche Gedanken" treffen auf alte Bekannte und erfahren spannende Hintergründe zu den Charakteren des Romans. Das Buch ist kurz und knackig und lässt sich innerhalb einer guten Stunde gemütlich lesen.
Ich freue mich nun umso mehr auf "Tödliche Gedanken 2"