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Leon Ritter #2

Schwarzer Lavendel

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In der Provence ticken die Uhren anders. Daran gewöhnt sich der deutsche Rechtsmediziner Dr. Leon Ritter nur langsam. Dabei beginnt rund um das Städtchen Le Lavandou gerade die Weinlese und zu seiner eigenen Überraschung wird Ritter selbst Besitzer eines kleinen Weinbergs. Aber die Freude darüber währt nur kurz, denn statt edler Reben wird auf dem Grundstück eine mumifizierte Frauenleiche entdeckt. Der detailversessene Ritter erkennt schnell: Die Tote wurde professionell einbalsamiert. Als eine weitere junge Frau als vermisst gemeldet wird, findet Ritter heraus, dass beide Frauen für die Weinernte in die Provence kamen. Macht jemand Jagd auf die jungen Frauen? Um Antworten auf seine Fragen zu bekommen, muss Leon erst weit in die Vergangenheit zurückgehen.

464 pages, Paperback

Published April 15, 2016

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About the author

Remy Eyssen

20 books7 followers
Remy Eyssen, geboren 1955 in Frankfurt am Main, arbeitete als Redakteur u.a. bei der Münchner Abendzeitung. Anfang der Neunzigerjahre entstanden seine ersten Drehbücher. Bis heute folgten zahlreiche TV-Serien und Filme für alle großen deutschen Fernsehsender im Genre Krimi und Thriller. Mit seiner Krimireihe um den Gerichtsmediziner Leon Ritter begeistert er seine Leserinnen und Leser immer wieder aufs Neue und landet regelmäßig auf der Bestsellerliste.

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Displaying 1 - 14 of 14 reviews
Profile Image for Andreas.
Author 23 books390 followers
June 28, 2016
rezi flogt auf thalia Bücher wg und soooo you knooww xD
Profile Image for frausarahsarah.
90 reviews
June 11, 2023
Auch der zweite Teil hat mich überzeugt – wenn nicht sogar ein bisschen mehr als der erste. Solider Krimi, guter Spannungsbogen und macht Lust auf Wein. Wobei das auch wieder besorgniserregend ist, wie viel Wein da getrunken wird. Denn zu Vino sagt Dr. Ritter wirklich nie No!
Profile Image for Daniel.
520 reviews74 followers
June 22, 2020
Leon Ritter hat sich gerade in Le Lavandou eingewöhnt und dann doch schon ein Haus in den Bergen umgeben von Weinreben in Ansicht genommen und beginnt es zu renovieren, da taucht eine mumifizierte Leiche auf. Diese ist offensichtlich professionell "bearbeitet" worden und nach dem Verschwinden einer Touristin scheint sich ein Muster zu ergeben und der Wettlauf mit der Zeit beginnt.

Teil 2 der Serie um den deutschen Rechtsmediziner in der Provence kombiniert alles was auch der erste Teil hatte. Ein sympatischen, gebildeteten, scharfsinnigen Doktor, der das ermitteln nicht sein lassen kann, in einer traumhaften Umgebung und dem Lebensgefühl der Südfranzosen bzw. zumindest dem, was man dafür zu halten glaubt.

Die Kapitel sind kurz und der Text ist sehr gut zu lesen. Zusätzlich ist der Spannungsbogen hoch und erneut ist nach der scheinbaren Aufklärung des Falles, doch nicht alles zu Ende.
Allerdings scheint sich der Autor weiterhin mit dem Muster des weiblichen entführten und ermordeten Opfers zu widmen, was bereits im ersten Teil der Fall war, hoffen wir, dass Teil 3 mal etwas anderes bietet.
Profile Image for Sunsy.
1,909 reviews28 followers
May 5, 2016
Eine faszinierende Mischung aus französischem Krimi in der Provence, Mumien, einem deutschen Rechtsmediziner und einem gewissen Urlaubsflair. Spannend, menschlich und einfach genial. 10/10 Punkte

Hier gehts zu meiner Rezension: http://sunsys-blog.blogspot.de/2016/0...
510 reviews16 followers
September 13, 2020
Krimi mit sympathischem Pathologen und viel Provence-Flair

Eine mumifizierte Leiche, die Provence im Herbst, der Verdacht auf das Wirken eines Serientäters und deutsch-französische Befindlichkeiten sind nur Teile der Zutaten zu diesem Buch, das der zweite Band einer Reihe um den aus Frankfurt stammenden Pathologen Leon Ritter mit französischer Mutter ist. Ich kannte Teil 1 nicht und konnte problemlos „einsteigen“.

Warum Ritter nach Frankreich gegangen ist, wird im Laufe der Lektüre erklärt – er trägt zwar durchaus sein Bündel herum, ist aber angenehm entfernt vom gängigen Klischee des „beschädigten Ermittlers“ – er hat halt eine Vergangenheit mit einem Anteil an Tragik.

Remy Eyssen versteht es, sowohl spannend zu schreiben – bezüglich des Täters habe ich im Verlauf der Lektüre mehrfach meine Meinung geändert und war letztlich trotzdem überrascht – als auch perfekt die Atmosphäre einzufangen. Sowohl über den Rosé der Region als auch über Pétanque, über die Landschaft und die kulinarischen Genüsse weiß er in einer Art zu berichten, dass ich bei der Lektüre am liebsten sofort losfahren wollte. Dabei wirkt die Schilderung auf mich nie wie eine reine Aufzählung oder gar belehrend, selbst die Unterschiede zwischen Deutschland und Frankreich, die einen deutschen Leser sonst irritieren würden, vermag er quasi im Nebensatz kurz zu erläutern – so die unterschiedlichen Zuordnungen der verschiedenen Abteilungen der Polizei oder die Besonderheiten beim Grund- und Hausbesitz, die in der Handlung eine Rolle spielen. Es gibt eine anständige Anzahl an skurrilen Nebenfiguren aus dem Ort und sehr sympathische Hauptpersonen. Am besten gefällt mir Lilou, die aufgeweckte pubertierende Tochter der Kommissarin Isabelle Morell, bei der Ritter wohnt und mit der er beruflich oft zusammen arbeitet.

Zu bemängeln hatte ich nur, dass es teilweise beim Lektorat Flüchtigkeitsfehler gegeben zu haben scheint (S. 19 „beide Auge“ statt beide Augen; S. 46 „und schließ nur noch wenige Stunden“ statt schlief usw.), auch gefällt mir nicht, dass bis auf die Kommissarin und Moma die meisten anderen Polizisten eher arrogante aufbrausende Selbstdarsteller sind – diese Häufung wirkt nicht wirklich nachvollziehbar.
Insgesamt aber ein schöner Urlaubs-Krimi.
Profile Image for Wedma.
438 reviews11 followers
April 19, 2016
„Schwarzer Lavendel“ von Remy Eyssen ist ein solider Krimi, der v.a. vom südfranzösischen Flair, dem sympathischen, tüchtigen Protagonisten und den Taten des Mörders lebt, über dessen Identität man bis zum Schluss rätselt.
Herbst in der Provence. In der Umgebung von Le Lavandou steht alles kurz vor der Weinernte. Eine junge Frau aus Hamburg verschwindet spurlos. Ihre Zwillingsschwester kommt nach Le Lavandou, wohnt im Zimmer, das ihre Schwester bis zuletzt bewohnt hat, und versucht zu verstehen, was passiert ist. Ihre Versuche bei der Polizei etwas zu erreichen schlagen fehl, denn erst ist es zu früh, um Fahndung herauszugeben, dann ist es zu spät, und die junge Frau fühlt sich immer mehr unter Beobachtung. Sie spürt, dass sie verfolgt wird, da kann aber die Polizei ihr auch nicht weiterhelfen, denn es gibt keine greifbaren Beweise, also kann der Täter nicht gefasst werden.
Der Mörder bleibt unerkannt bis zum Schluss. Auch Leon, der bei den Ermittlungen als Gerichtsmediziner mitwirkt, kommt nicht darauf, wer es sein soll und warum. Meist wird es aus Sicht von Leon, mal aus der Sicht von der hinterbliebenen Schwester, mal aber auch aus der Sich der Mörders erzählt. Von seinen Einsichten gibt es eher wenig: mal eine Seite, mal eineinhalb, und viel mehr als dass die jungen Frauen lebendig einbalsamiert werden, und dass er seine Opfer zuvor gründlich beobachtet, wird nicht verraten.
Leon ist sympathisch und empathisch nach wie vor. Das hilft ihm in seinem Beruf, den er gerne ausübt, und auch privat. Er versucht immer noch über den Verlust seiner Frau hinwegzukommen. Isabell, die Kommissarin der lokalen Polizei, bei der er ein Zimmer gemietet hat, hilft ihm nach Kräften. Bloß leider ist sie mir, wie im ersten Fall, zu blass und klischeehaft geblieben. Mit ihr wurde ich bis zum Schluss nicht warm. Dafür punktet ihre fünfzehnjährige Tochter Lilou auf der ganzen Linie. So eine freche, aber keineswegs verzogene Göre, die manchmal so altklug daherkommt und mit den typischen Problemen ihres alter zu kämpfen hat: die erste Liebe, die daraus folgenden Probleme mit der Mutter, die sie von herben Enttäuschungen schützen will. Durch Lilou werden auch Umweltschutzthemen angesprochen. Sie ist Vegetarierin und kommentiert die Essensgewohnheiten ihrer Mutter und Leons auf ihre unverblümte Art. Da musste ich paar Mal schmunzeln. Auch andere Figuren sind wie dem wahren Leben entsprungen. Ich habe mich über das Wiedersehen mit der alten Veronique gefreut, und dem Jean-Luc, der historische wie gesellschaftspolitische Themen auf seine recht witzige Art zur Sprache bringt. Auch die anderen Figuren, die nur in diesem Fall ihre Rolle spielten, konnte ich klar vor meinem inneren Auge agieren sehen. Sehr gut, glaubhaft, wie aus dem wirklichen Leben. Fast alle Figuren waren spannend auf ihre Art. Manche Figuren der dritten-vierten Reihe stellten eher Klischee dar, aber gut, bei denen kann man ein Auge zudrücken.
Vom provenzalischen Flair gibt es noch mehr als im Teil eins. Urlaubsfeeling pur. Sehr schön sind die französichen Lieder, die Leon im Radio Nostalgie hört, die wiederum stets zur Situation passen. Leon erbt ein altes Haus mit etwas Land, und träumt vom eigenen Weinanbau. So verköstigt man mit ihm zusammen nicht nur leckere Rosé Weine, man ist auch beim Ernten mit ihm dabei, und bei seinen Bemühungen, das alte Haus vom Abriss zu retten. So erfährt man einiges über den Umgang mit den südfranzösischen Bürokraten, und wie man dort am besten die Probleme gelöst bekommt. Auch ist man bei einer spannenden Petanque Runde dabei, bei denen die Ganoven, die fürs Geld spielen, für einiges Aufsehen sorgen.
Es gibt viele einfach schöne Szenen und stimmungsvolle Beschreibungen, z.B. die vom alten Haus, die einfach Spaß machen. Es ist, als ob man einige Wochen beim Leon und Isabelle zu Besuch war, und ihr Leben und ihre Sorgen geteilt hat.
Es gibt auch Gesellschaftskritik, die sich eher zwischen den Zeilen versteckt, dennoch. So wie die Polizei nach ihren Vorschriften agiert, kann sie ihre Bürger - in dem Fall junge Frauen- nicht schützen, denn Dienst nach Vorschrift kann einfach nicht gegen den kreativen Elan des Mörders ankommen. Auch auf die polizeilichen Ermittler, die sich als große Freunde der eher schnellen und einfacheren Lösungen erweisen, ist kaum Verlass, denn ihre Priorität Nr. 1 heißt Karriere zu machen. Die Opfer, die ihr Leben lassen, sind dabei eher Mittel zum Zweck. Unter diesen Umständen kann der Mörder gar nicht gefasst werden. Also mussten einige Frauen über mehrere Jahre hinweg zu Opfern des raffinierten Mörders werden.
Es gibt allerdings einige Dinge, die mein Lesevergnügen deutlich gemindert haben. 1) Die Sprache. Manchmal zu sehr umgangssprachlich. Deutlich zu viele Wortwiederholungen. Reger, ja gedankenloser Gebrauch von Hilfsverben in Reihen a lá „war-waren-waren-waren-hatte-war-hatte“, auch in der Kombination „war zu sehen“, „war zu hören“, die leider zu oft vorkamen, als dass ich darüber hinweg hätte sehen können. Auch so etwas wie „stand-stand“ in einem Satz S. 394, oder auch das Wort Moment 3x hintereinander S. 414, Abs. 2-4. Diese „umwerfende Spracheleganz“ hat mich oft genug das Buch zuklappen und etwas anders lesen lassen. 2) Stoffwiederholungen, insb. im ersten Drittel. Diese hätte man schlicht weglassen können. Ich gewann leider den Eindruck, dass der Roman kein anständiges Lektorat genießen durfte. 3) Manches ist zu überzeichnet dargestellt worden. Z.B. Ein bestimmter Sachverhalt ist schon anfangs sehr klar dargelegt worden, dann erzählt Masclau, einer von nicht allzu hellen Polizisten, alles auf der Proletenebene mit entsprechendem Vokabular nochmals nach. Ich schätze es nicht besonders, wenn der Leser für schwachsinnig gehalten wird. 4) Vor diesem Hintergrund hatte weder der Leser noch Leon als Hauptfigur eine faire Chance, dahinter zu kommen, wer der Mörder eigentlich ist. 5) Zum Schluss war es schlicht geschummelt, das mit dem Bändchen, damit es doch noch was wird, S. 453.
Der zweite Fall weist eine Entwicklung in vielerlei Hinsicht auf: sowohl beim Protagonisten als auch beim Plotaufbau. Die Figuren sind prima nach wie vor. Die Sprache ist ähnlich lässig bis miserabel.
Fazit: Ein unterhaltsamer Krimi für breites Publikum, den man im Urlaub oder am Wochenende durchschmöckern kann. Wenn man bereit ist, das Auge hier und dort zuzudrücken, wird man seinen Spaß daran haben.

Profile Image for Shanoe.
1,946 reviews17 followers
July 28, 2017
Mir hat dieser Krimi sehr gut gefallen, weil der mit dem Lokalkolorit, einem sympathischen Protagonisten und einer spannenden Handlung aufwarten kann. Ich kannte den ersten Band der Reihe nicht, hatte aber überhaupt ein Problem mich einzufinden und hatte auch nicht das Gefühl, dass mir wichtige Informationen gefehlt hätten. Ich mochte es sehr gerne, dass der Protagonist ein Deutscher ist, der nach Frankreich gezogen ist, denn dadurch wirken manche Schilderungen der Kultur aus der Außenperspektive noch überzeugender. Ich mochte auch die leise Gesellschaftskritik, die sich zwischen den Zeilen versteckt. Leider haben mich aber nicht alle Erzählperspektiven überzeugt - deshalb gibts insgesamt drei Sterne (aber sehr gute drei Sterne).
Profile Image for Kerstin.
829 reviews
July 13, 2016
Schwarzer Lavendel hat mir gut gefallen. Es ist ein eher ruhiger Krimi; die schöne Landschaft der Provence wird so bildlich beschrieben, dass man das Gefühl hat, dort zu sein und das Privatleben des Protagonisten spielt eine große Rolle. Er spielt Boule, verbringt die Abende mit seiner Vermieterin und deren Tochter und zudem hat er ein abgelegenes Haus geschenkt bekommen, um das er sich kümmert, kurz: er führt außerhalb der Arbeit ein recht erfülltes Leben, das ausgiebig dargestellt wird. Insgesamt vermittelt der Autor eine gelassene, entspannte Atmosphäre, ideal für einen kleinen Urlaubsort. Er schafft es aber ebenso gekonnt, diese Idylle zu unterbrechen, wann immer es um die Morde geht. Gerade die Kapitel aus der Sicht des Täters und seiner Opfer tragen dazu bei, eine bedrohliche Stimmung zu schaffen. Schon der Prolog gibt uns Einblicke in die letzten Momente des Opfers und Eyssen hat meiner Meinung nach sehr gut geschrieben, wie orientierungslos, panisch und auch ungläubig es ist. Die Motivation des Mörders wurde ebenfalls sehr klar herausgearbeitet und seine geradezu fanatische Art, gepaart mit einem planvollen Vorgehen, haben ihn gefährlich wirken lassen.

Wie bei vielen Krimis haben es mir besonders die Schilderungen der Arbeit am Fall angetan. Eyssen beschreibt die Autopsien recht detailliert und er vermittelt dabei auf leicht verständliche Art einiges an sehr interessantem Fachwissen, zum Beispiel über die Mumifizierung. Auch, was in einem toten Körper vorgeht, beschreibt der Autor, ohne dabei allerdings zu graphisch zu werden. Zudem gab es Einblicke in die Struktur und Arbeitsweise der französischen Polizei, was ebenfalls interessant war. Ich hätte mir hier fast mehr Details gewünscht.​

Die Charaktere selbst sind gut ausgearbeitet - zumindest die beiden Protagonisten, Leon Ritter und Isabelle Morell. Beide Charaktere haben Stärken und Schwächen sowie kleine Macken; Leon beispielsweise „diagnostiziert“ seine Mitmenschen ständig und weist ihnen mögliche Krankheitsbilder zu. Diese 'Berufskrankheit' macht ihn greifbar und (für mich) auch sympathisch.
Im Gegensatz dazu sind die Nebenfiguren leider ein wenig eindimensional, gerade der Polizeichef, Zerna, der aus Prinzip immer gegen Ritter vorzugehen scheint. Dies hat mich ein wenig genervt; der Gerichtsmediziner überschreitet zwar manchmal seine Grenzen und eckt durch seine unbequemen Theorien an, aber dennoch ist diese anhaltende Antipathie unnötig. Zerna wirkt einfach unprofessionell, wenn er seine Gefühle über Beweise und Fakten stellt und da frage ich mich, wie er so zum Polizeichef werden konnte. Er soll Ritters Gegenspieler, aber ich finde, dass die Handlung auch ohne diese Konstellation auskommen würde.

Ebenfalls kritisieren muss ich Leon Ritters Intuition, die für meinen Geschmack ein kleines bisschen zu gut ist. So „halluziniert“ er, dass ein Tier über den Boden zur Leiche hinhuscht, nur um dann an ihr tatsächlich ein Tier dieser Gattung finden. Diese Eingebung fand ich unnötig und ehrlich gesagt habe ich nicht verstanden, welchen Zweck sie erfüllte, da er den Hinweis auch ohne sie hätte finden können.
Dazu kommt, dass die Hauptverdächtigen, die im Laufe der Handlung präsentiert wurden, in meinen Augen zu offensichtlich verdächtig wirkten, sodass mir von Anfang an klar war, dass sie die Morde nicht begangen hatten. Die eigentliche Auflösung hat mir dafür gut gefallen; es war eine überraschende, jedoch stimmige Wendung.

Trotz dieser Kritik ist Schwarzer Lavendel ein guter Krimi. Der Fall ist spannend und die Ermittlungsarbeit sehr interessant dargestellt, dazu sind die Protagonisten sympathisch und der Autor versteht sich darauf, die eher idyllische Atmosphäre der Geschichte mit der bedrohlichen Stimmung, die durch die Taten entsteht, zu verbinden.
Profile Image for Angi.
167 reviews2 followers
April 15, 2016
Die Geschichte:
Der Frankfurter Gerichtsmediziner Leon Ritter arbeitet seit etwa einem Jahr in Südfrankreich und gewöhnt sich langsam an die neuen Lebensumstände. Überraschend bekommt er von seiner Tante ein Grundstück überschrieben, zu dem neben einem alten Haus auch ein kleiner Weinberg gehört. Leon ist anfangs recht begeistert, als er das Fleckchen Land zum ersten Mal besichtigt. Doch Lilou, die Tochter seiner Vermieterin Isabelle, findet dort in einem Schuppen eine mumifizierte Leiche.
Isabelle, die ja Polizistin ist, und ihr Team finden bald heraus, dass die Tote vor einigen Jahren spurlos verschwunden ist, nachdem sie in der Provence als Erntehelferin tätig war.
Und dann wird wieder eine junge Frau vermisst: Anna kann ihre Zwillingsschwester Susan nicht mehr erreichen, doch die Polizei nimmt ihre Sorge zunächst nicht ernst. Kann es sein, dass ein Serientäter sein Unwesen treibt?

Meine Meinung:
Den ersten Teil der Reihe habe ich ja neulich erst mit größter Begeisterung gelesen. Deshalb war die Vorfreude auf die Fortsetzung natürlich sehr groß – und ich wurde nicht enttäuscht.

Seit “Tödlicher Lavendel” ist etwa ein Jahr vergangen und Leon bewohnt noch immer das Fremdenzimmer in Isabelles Haus. Inzwischen sind sie gute Freunde geworden und Leon erlaubt sich auch ab und an, sich in Lilous Erziehung einzumischen. Isabelle ist seit den schlimmen Erlebnissen manchmal übervorsichtig und engt ihre Teenagertochter zunehmend ein.

Um die ganze Vorgeschichte zu verstehen, die zwar in Auszügen kurz angeschnitten wird, würde ich auf jeden Fall empfehlen, vorher Band 1 zu lesen. Man kommt zwar auch ohne das Vorwissen sehr gut durch die Geschichte, aber an manchen Stellen wäre es bestimmt hilfreich.

Leon ist ein absolut sympathischer Protagonist: er nimmt seine Arbeit sehr ernst und eckt mit seiner sprichwörtlichen “deutschen Gründlichkeit” oft bei den einheimischen Kollegen an, die eher den südfranzösischen Stil gewöhnt sind. Wenn er eine Spur wittert, dann gibt er nicht mehr auf, bis er Ergebnisse hat – auch wenn er dabei manchmal etwas unorthodox vorgehen muss. Super an ihm ist auch seine mitfühlende Seite, die ihn bei so manchem Gutachten trotz seiner Akribie dann wieder ein Auge zudrücken lässt.
Auch Isabelle und ihre Tochter Lilou sind ein nettes Gespann, die sich gerne hauptsächlich pubertätsbedingte Kämpfe liefern, bei denen es sehr ironisch-witzig zur Sache geht.
Unter den Nebenfiguren gibt es auch einige Leute, die mir gleich sympathisch waren und die ich während des ersten Bandes bereits ins Leserherz geschlossen habe.

Sehr lobend zu erwähnen sind auch die wunderschönen Schauplatzbeschreibungen des Autors. Für mich ist das Lesen immer ein kleiner Urlaub, denn die erwähnten Orte sind mir ein Begriff und das ganze südfranzösische Flair kommt einfach super rüber.

Da ich ja beide Bände kurz hintereinander gelesen habe, sind mir viele Ähnlichkeiten aufgefallen. Das bezieht sich manchmal nur auf Nebensächlichkeiten, aber auch der Fall an sich ist in manchen Punkten nach dem gleichen Schema aufgebaut. Dadurch konnte ich manches erahnen, sogar den wahren Täter, aber der Lesefreude hat es nicht geschadet.
Es gibt wieder zahlreiche falsche Spuren und viele plausible Verdächtige, so dass es an Spannung niemals fehlt. Das Buch fesselt und unterhält einfach prima bis zum großen Showdown.
Das Ende hat mir super gefallen und ich freue mich schon auf die Fortsetzung, auf die ich leider jetzt ein bisschen länger warten muss als beim letzten Mal.

Fazit:
Wunderschöne Landschaften, sympathische Protagonisten und ein verzwickter, spannender Fall – was will man mehr von einem Krimi?
Profile Image for Fiona.
679 reviews81 followers
April 14, 2016
3,5 Sterne.
Zum Cover:
Das Buch wirkt düster aber sehr stimmungsvoll. Mir gefällt das Bild auf dem Cover sehr und es passt perfekt zum Titel. Was der Titel jedoch mit der Geschichte zu tun hat, das erschließ sich mir jedoch nicht ganz – klar Lavendel, Provence, das passt zusammen, aber eigentlich spielt Wein eine viel größere Rolle. Hier hätte aber wahrscheinlich keine düstere Titel- Kombination gepasst.

Zum Inhalt:
Das Buch „Schwarzer Lavendel“ hat mir gut gefallen, es ließ sich sehr gut und schnell lesen. Die Geschichte ist eine gute Mischung und wechselte immer von dem privaten Teil, der sehr entspannt und locker ist und gut das Provence-Feeling rüberbringt zum Kriminalfall, gerade durch diesen Kontrast wirken die Kapitel über den Mörder düsterer und stimmungsvoll.
Die Geschichte birgt keine großen Überraschungen, trotzdem hat mich die Auflösung des Täters tatsächlich etwas überrascht, eingefleischte Krimi-Fans kommen aber wahrscheinlich ein bisschen schneller drauf :D
Die Charaktere sind nett ausgearbeitet, es wird nicht groß ins Detail gegangen, aber das störte mich nicht, da die Nebengeschichte eben eine Nebengeschichte ist und die einfach gehaltene und oberflächliche Beschreibung gut zum lockeren Stil passt. Natürlich hätte man das ganze vertiefen und ausbauen und somit noch mal 100 Seiten mehr draufschlagen können, aber in meinen Augen wäre das wahrscheinlich eher zu viel. Lediglich die Auflösung hätte noch etwas ausführlicher und tiefschürfender sein können, hier blieben tatsächlich ein paar Fragen für mich offen.
Für mich ist "Schwarzer Lavendel" ein netter Krimi, in den man sich wunderbar auf einer langen Zugfahrt oder abends auf dem Sofa vertiefen kann und ihn schnell durchlesen kann.
Profile Image for miss.mesmerized mesmerized.
1,405 reviews42 followers
May 22, 2016
Der deutsche Rechtsmediziner Dr. Leon Ritter ist noch dabei sich in der Provence einzurichten und ein neues Leben nach dem Tod seiner Frau zu beginnen. In Le Lavandou hat er bei Isabelle Morell, der stellvertretenden Polizeichefin, ein Zimmer gemietet. Als ihm seine Tante ein altes Gut vermacht, ist er begeistert von der Schönheit, doch diese wird schnell getrübt, als sich angrenzend an das Grundstück eine Frauenleiche findet. Die Tote wurde zur Faszination des Rechtsmediziners mumifiziert und offenbar schon Jahre zuvor getötet. Als weitere Vermisstenfälle in der Region auftauchen, wird die Situation gefährlich: offenbar ist ein Serientäter am Werk.

Einer der vielen französischen Regionalkrimis, der versucht das Flair der Gegend einzufangen. Dies gelingt Remy Eyssen auch recht gut, weder Landschafts- noch Essensbeschreibungen wirken gekünstelt platziert, um die Handlung in der Region zu verankern. Die Figuren gefallen mir ebenfalls recht, beide Protagonisten haben gewisse Schwächen, was sie menschlich erscheinen lässt und sind ansonsten sympathisch und professionell in ihrem Handeln. Der Kriminalfall an sich hat gewisse Spannungsmomente, die wie für das Genre typisch nicht überbordend, aber doch konstant gehalten werden. Die Auflösung war für mich nicht wirklich gut motiviert und etwas zu plötzlich, ein kurzes Zwischenhoch vor Ende lies schon erahnen, wie sich die Geschichte entwickeln würde, dafür einen Punkt Abzug. Ansonsten gelungene Unterhaltung, die Erwartungen wurden voll erfüllt.
406 reviews3 followers
February 12, 2017
3.5 stars. i didn't realise that this is a series, so i'll pick up the first book at the library. it stills my hunger for classic crime novels set in france, but i do prefer other authors a bit more.
Profile Image for anna.
82 reviews
June 15, 2016
Seitdem ich Bannalecs 'Bretonische Verhältnisse' gelesen habe, mache ich immer einen Bogen um Landschaftskrimis, aber 'Schwarzer Lavendel' wollte ich eine Chance geben und es hat sich gelohnt!
Natürlich werden auch ihr die Schönheit und Besondertheit der Provence geschildert, aber nie so, dass es aufgesetzt oder gewollt wirkt. Außerdem hat man mit Leon Ritter einen sympathischen Protagonisten, der erfrischenderweise kein Kommissar, sondern Rechtsmediziner ist. Den Kommissar-Part übernimmt Isabelle, in dessen Pension Ritter lebt. Auch die sich langsam entwickelnde Beziehung zwischen den beiden passt sehr gut ins Gesamtbild und hat den spannenden Fall in keinster Weise gestört.
Gestört hat nur der Hauptkommissar der Wache in Le Lavandou, der übertrieben unfreundlich und genervt auf alles, wirklich alles, reagiert.

Alles in allem bekommt man einen sehr schönen spannenden Provence Krimi, der Spaß macht!
263 reviews1 follower
June 24, 2018
Der zweite Teil dieser Reihe hält was der erste verspricht. Das südfranzösische Flair mit zwei sympathischen Hauptfiguren und einer Krimistory, die ich zwar als den hauptsächlichen Teil - aber nur als Teil - dieses tollen Buches sehe.
Auf jeden Fall empfehlenswert.
Displaying 1 - 14 of 14 reviews

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