Είναι ένα φιλοσοφικό βιβλίο, όπως φαίνεται και από τον τίτλο του, όπου ο σοφός είναι ένας ισοβίτης, που δηλητηρίασε τη γυναίκα του αφού πρώτα εκείνη δηλητηρίασε τα αγαπημένα του ζώα.
Πρόκειται για έναν διάλογο μεταξύ του ισοβίτη και ενός φύλακα. Φαινομενικά ένας ισοβίτης είναι ο φυλακισμένος ενώ ο φύλακας που ζει έξω είναι σίγουρα ο ελεύθερος, σωστά;
Όμως, αλήθεια, έχετε αναρωτηθεί ποτέ αν εμείς που ζούμε "ελεύθεροι" είμαστε αληθινά ελεύθεροι;
Πόσες φορές στη ζωή μας πράττουμε έτσι όπως ακριβώς θα θέλαμε;
Αποφασίζουμε όντως εμείς για εμάς ή η κοινωνία με τα στερεότυπα και η απληστία μας μάς μετατρέπουν στα πιο δυστυχή και φυλακισμένα όντα;
Ο φυλακισμένος-ελεύθερος σε αυτή την περίπτωση έχει αναγνωρίσει το νόημα της ζωής. Μαθαίνει από τα φυτά και τα ζώα και ανακαλύπτει ολόκληρο τον κόσμο μέσα από τα όνειρα του και τη φύση. Αντιλαμβάνεται πως τη στιγμή που κοιμόμαστε ή που πεθαίνουμε ζούμε την απόλυτη ελευθερία, καθώς καμία φυλακή δεν μπορεί να μας φυλακίσει όσο εμείς ονειρευόμαστε. Αυτά και πολλές άλλες φιλοσοφικές σκέψεις και προσωπικοί προβληματισμοί παρουσιάζονται μέσα από τα μικρά κεφάλαια αυτού του βιβλίου.
Ο ισοβίτης παραθέτει διάφορα παραδείγματα ώστε να εκμαιεύσει στον φύλακα την άποψη πως τελικά ελεύθερος δεν είναι αυτός που περπατάει ελεύθερα αλλά αυτός που το μυαλό του ταξιδεύει και κάνει όνειρα.
[Σε κάποια σημεία αισθάνθηκα πως η γυναίκα σύμφωνα με τον συγγραφέα έχει έναν δευτερεύοντα ρόλο στην δημιουργία του κόσμου, σε άλλα σημεία πάλι τόνισε πως είναι οι μητέρες της ζωής και της φύσης και πως τους οφείλουμε το "ευχαριστώ" μας.] (Λίγο με μπέρδεψε)
Το κατατάσσω στα στοχαστικά-υπαρξιακά βιβλία, διαβάζεται εύκολα καθώς έχει έναν ανάλαφρο τρόπο γραφής και ίσως αν το διαβάσεις προσεκτικά να μάθεις πως αν θες να λέγεσαι "ελεύθερος" χρειάζεται να ονειρεύεσαι και να μην είσαι σκλάβος των παθών σου και των υλικών αγαθών.
Ein sehr schönes Buch mit sehr vielen zum Denken anregenden Aussagen eines Inhaftierten. Durch dieses Buch erkennt man, dass ein Häftling durchaus freier sein kann als manch Anderer auf freiem Fuss.
„Nur wer träumt, ist frei“ von E. W. Heine ist ein Buch, das sich mit einem der grundlegendsten und zugleich komplexesten Themen auseinandersetzt: der Freiheit.
Die vorliegende Rezension bezieht sich auf die 4. Auflage des im Goldmann Verlag (erstmalig 1977) erschienenen Titels.
Inhalt und Aufbau Auf den ersten Blick scheint es um die ungewöhnliche Freundschaft zwischen einem Gefängniswärter und einem inhaftierten Zoowärter zu gehen, doch das eigentliche Thema des Buches entfaltet sich auf vielschichtige Weise: Es geht um die Freiheit, wie wir sie verstehen, und um die inneren Gefängnisse, die wir in uns tragen.
Heine gelingt es auf humorvolle, sarkastische und manchmal skurrile Weise, den Leser in diese Reflexion über das, was in diese Reflexion über das, was es heißt, frei zu sein, hineinzuziehen. Durch den pointierten Einsatz von eigenwilligem Humor und Sarkasmus hinterfragt er gesellschaftliche und persönliche Vorstellungen von Freiheit und Glück. Das Buch regt zum Nachdenken über das eigene Leben an und ist in jeder Lebensphase wertvoll, da es immer wieder andere Aspekte der Freiheit beleuchtet.
Stärken des Buches Die in meinen Augen größte Stärke ist Heines einzigartige Erzählweise. Sein sarkastischer Humor und sein tiefgründiger Schreibstil schaffen es, ein so universelles und schwer greifbares Thema zugänglich und unterhaltsam darzustellen. Obwohl das Buch über 30 Jahre alt ist, sind die darin enthaltenen Denkanstöße zeitlos und aktueller denn je.
Ein weiteres Highlight ist die Möglichkeit, das Buch in verschiedenen Lebensphasen immer wieder neu zu entdecken. Es ist eines jener Werke, die beim wiederholten Lesen neue Perspektiven eröffnen und dabei helfen, die eigenen Vorstellungen von Freiheit und Glück immer wieder zu hinterfragen.
Kritische Betrachtung Das Buch mag auf den ersten Blick zu skurril oder zu „leicht“ erscheinen, geht es doch vordergründig um eine ungewöhnliche Freundschaft im Gefängnis. Wer sich jedoch darauf einlässt, wird schnell feststellen, dass es alles andere als oberflächlich ist. Es fordert den Leser heraus, sich auf die gedankliche Tiefe der philosophischen Fragen einzulassen. Für manche Leser sind Humor und Sarkasmus vielleicht nicht der richtige Zugang zu einem so ernsten Thema.
Wer sollte dieses Buch lesen? „Nur wer träumt, ist frei“ ist ein Buch für alle, die sich mit philosophischen und tiefgründigen Themen wie Freiheit und Selbstbestimmung auseinandersetzen wollen und dabei einen Hang zu humorvollen und sarkastischen Erzählungen haben. Leser die Bücher gerne mehrmals lesen, um immer wieder neue Bedeutungen und Einsichten zu entdecken, kommen hier auf ihre Kosten. Es eignet sich auch für Menschen, die Bücher suchen, die sie dazu anregen, über ihr eigenes Leben und ihre inneren Grenzen nachzudenken.
Fazit ★★★★★ Das Buch ist ein zeitloser Klassiker, der durch Humor, Tiefgang und eine ungewöhnliche Erzählweise besticht. E. W. Heine gelingt es, das komplexe Thema Freiheit auf unterhaltsame und nachdenkliche Weise zu behandeln und den Leser mit völlig neuen Perspektiven zurückzulassen. Für mich ist es ein Buch, das man immer wieder lesen sollte, um es in verschiedenen Lebensphasen neu zu entdecken. Als eines meiner absoluten Lieblingsbücher bekommt es von mir selbstverständlich die Note AAA, was hier 5 Sternen entspricht.
Ein in weiten Teilen unfassbar schönes Buch, jedoch auch mit Eigenschaften, welche meine Lesefreude immer wieder ein wenig drückten. Der Autor verwendet Sprache wie einen Werkzeugkasten, in welchem er völlig intuitiv zu dem greift, was seiner Vision gerade zuträglich ist. Den Hammer findet er, wenn es knallen soll und die Pfeile, wenn es weicher Kurven und träumerischer Details bedarf. Wie er das Werkzeug nutzt, bewundere ich uneingeschränkt. Die Visionen, Ideen und Ansichten dahinter nicht immer. Vorausgestzt ist hier natürlich, dass ich an den richtigen Stellen auch korrekt die Intention des Autors erkannt habe. Ich weiß nichts über ihn, kann also durchaus auch falsch liegen, Alle Kurzgeschichten oder "Szenen" in dem Buch haben eine Prämisse, so weit so gut. Viele davon halte ich auch für sehr clever und zeugend von einer Seele, die höchst neugierig und tief angerührt durch das Leben zieht. Doch einige Prämissen ziehen für mich nicht und auch diejenigen, die ich mochte, kamen immer - mal mehr, mal weniger - mit einem gewissen faden Beigeschmack. Es stört mich nun mal ein wenig, wenn ein Buch, das so philosophisch und hinterfragend daherkommt, gewisse Dinge als gesetzt oder selbstverständlich betrachtet. In einigen Fällen kam es mir sogar so vor, als wäre der Autor selbst sich nicht bewusst, dass er hier gerade innerhalb eines ideologisch begrenzten Verständnisses von der Welt arbeitet. Gerade da das Buch sonst oft so treffend die Widersprüchlichkeit, Doppelmoral, Unverständlichkeit und schiere Ungreifbarkeit der Dinge kritisiert, hat es mich enttäuscht, dass dieses ironische Bewusstsein an einigen Stellen an seine Grenzen stieß. Außerdem ziehen sich durch das gesamte Buch ein ausgelutschter, fader Sexismus und ein Geschlechtsessentialismus, der mich immer wieder mit den Augen rollen ließ. Wäre es bei so viel Hinterfragen nicht auch möglich gewesen die hanebüchene Willkürlichkeit von Geschlechterrollen auch nur ein wenig auf die Schippe zu nehmen? Wenn ein Mann eine Kurzgeschichtensammlung über 2 Männer verfasst stößt es mir sauer auf, wenn von Frauen quasi ausschließlich als Objekte der Begierde oder andersartige, kaum zu verstehende Wesen die Rede ist. Wenn jede äußerliche Beschreibung einer Frau mit dieser leicht anzüglichen Sexualisierung einhergeht, nimmt mir das einiges an Freude beim Lesen. Keine Geschichte hatte eine offensichtlich sexistische Prämisse, deswegen möchte ich dem Autoren nicht unterstellen, ein überzeugter Hasser alles nicht-männlichen zu sein. Aber darum geht es ja auch gar nicht. Ich bin des unterschwelligen, sich so unfassbar hartnäckig haltenden Sexismus und der Perpetuierung willkürlicher, stumpfer, gegen jede haltbare Logik zur essenziellen individuellen Eigenschaft und zur fundamentalen gesellschaftlichen Trennlinie erhobener Geschlechterbilder einfach unfassbar müde.
Dennoch wird das Buch einen Platz in meinem Herzen behalten. Es lässt mich über Dinge nachdenken, von denen ich selber der Meinung bin, dass in ihrer Nähe der Schlüssel zu dem liegt, was es im Leben anzustreben gilt. Ich hatte beim Lesen mehrfach Gänsehaut und feuchte Augen - wegen der schieren Schönheit der Worte und wegen der tragischen/komischen /gedankenanregenden Essenz, die sich durch alle Geschichten zieht und mich zeitweise tief berührt hat. Am Ende ist finde ich es wertvoll, Schönheit finden zu können, wo mich auch Dinge stören.
Einige meiner Lieblingsstellen:
"Worte fielen wie Schneeflocken, monoton, schwerfällig und zu kraftlos, um liegen oder hängen zu bleiben"
"Sträflinge sind wie Eintagsfliegen, die an einem Regentag zur Welt gekommen sind. Sie bedürfen der Tröstung"
"Warum bringen wir unsere toten Mitmenschen mehr Ehrfurcht entgegen als den lebenden? Ist der Körper mehr wert als die Seele?"
"Mitten in der Brandung der Stadt lag wie ein gepanzertes Kriegsschiff die Haftanstalt. Die Wellen des Alltags schlugen gegen die mächtigen Mauern"
"Es gibt Menschen, die fehlen uns am meisten, wenn sie bei uns sind, andere gewinnen wir erst, wenn wir sie verloren haben"
"Unter den Gefangenen hieß Dr. Dr. Bökelheide "Der Liebe Gott", [...] vor allem weil er wie kein Anderer die Gewalt über ihre eingesperrte Existenz besaß. Wenn er sagte: "Alles in Ordnung!", so hieß das: Zurück in die Zelle. Als Tusnelda dem Lieben Gott zum ersten mal begegnet war, hatte der Allmächtige ihn gefragt: "Was warst du draußen?" "Glücklich", hatte Tusnelda geantwortet"
"Tusnelda lachte so laut, dass er davon erwachte. Danach lag er lange wach und beneidete seine eingeschlafenen Füße"
"Im hinteren Mittelpunkt der Bühne stand die Krippe mit richtigem Heu, das bei der Wärme des überheizten Saales duftete wie frischgemähte Almwiesen nach abendlichem Gewitterregen. Der ungewohnte Duft getrockneter Gräser wirbelte zappelnde unweihnachtliche Traumbilder empor. [...] Der Verkündigungsengel radelte über einsame Feldwege durch die Wiesen seiner Kindheit, die man zu Bauland degradiert und zu Geld gemacht hatte, Geld wie Heu"
"Der Richter hat gesagt, ich hätte kaltblütig gehandelt. Dann wäre mein Blut mitschuldig. Darf ein Häftling mit einer Blutschuld Blut spenden oder ist das bereits ein Fluchtversuch?"
"Die Arbeit läuft nicht davon, während man sich einen Regenbogen anschaut, aber der Regenbogen wartet nicht, bis man mit der Arbeit fertig ist."
This book made me laugh, made me wonder, made me dream...
The protagonist is old but he feels young, because he can change the past with a future. He is in prison but he feels free, because the space doesn't mean anything to him. And he smiles because he is happy. Well, not always... There are days when he feels old and he remembers he's a prisoner. These are the days when he can't dream.