Der Wissenschaftsjournalist Manuel Jäger wurde mit Glasknochen geboren und landet zum x-ten Mal in seinem Leben dort, wo er nicht sein will: im Krankenhaus. Dort lernt er die Krankenschwester Dagmar kennen, die ihn eigentümlich fasziniert, weil sie ihn an seine bei einem Unfall getötete große Liebe Lenora erinnert.
Doch sein Aufenthalt im Marienhospital steht von Anfang an unter keinem guten Stern. Als er sich eine Erkältung zuzieht, die für ihn lebensgefährlich ist, da er wegen seiner Glasknochen den Schleim nicht abhusten kann, beginnt für Manuel ein Kampf auf Leben und Tod.
Ein nachdenklicher, atmosphärisch dichter Roman, der die wirklich wichtigen Fragen unserer Existenz aufwirft: Welche Qualität geben wir unserer Lebenszeit und wie gehen wir mit den zentralen Themen Liebe, Krankheit und Tod um?
Marianne Efinger wurde 1958 in Süddeutschland geboren und lebt heute in der Bretagne. Sie studierte einige Semester Philosophie, Sprach- und Literaturwissenschaft und arbeitete in einem Verlag und bei einer Umweltorganisation, bevor 2010 ihr erster Roman erschien. „Lisa und die Brombeerprinzessin“ ist ihre erste Kinderbuch-Reihe.
Ein auf seine eigene Art ganz wundervolles Buch! Inhaltlich beschäftigt sich dieses Buch mit dem Gesundheitswesen. Fast die gesamte Handlung des Romans spielt sich in einem Krankenhaus ab. Da ist zum Beispiel die alleinstehende Krankenschwester Dagmar. Sie ist eigentlich sehr gerne Krankenschwester; sie wollte immer gerne Menschen helfen. Aber mit dem Ablauf im Krankenhaus ist sie sehr unzufrieden. Die Menschen bleiben auf der Strecke; es geht nur um Zeit und Profit. Alles muss schnell erledigt werden; da bleibt nicht einmal die Zeit, einer alten Dame gründlich die Haare zu waschen. Damit kommt sie immer weniger zurecht, und so spielt sie mit dem Gedanken, sich eine andere Arbeit zu suchen. Dann ist da noch Manuel Jäger. Er ist erst Ende Dreißig, aber er kann seine zahlreichen Krankenhausbesuche bald nicht mehr zählen. Er hat die sogenannte "Glasknochenkrankheit", und auch jetzt steht ihm wieder ein Krankenhausaufenthalt bevor. Schon als er ins Krankenhaus eingeliefert werden soll, hat er ein schlechtes Gefühl dabei. Was wird mit ihm geschehen? Ihm zur Seite stehen sein bester Freund Lothar und dessen Frau Linda, und die Krankenschwester Dagmar erinnert ihn sehr an seine große Liebe Lenora. Alte Erinnerungen werden wach... Marianne Efinger ist es gelungen, ein ganz außergewöhnliches Buch zu schreiben! Es stimmt nachdenklich, macht den Leser traurig und froh zugleich. Es gibt Hoffnung, dass es noch Krankenschwestern wie Dagmar gibt, für die der einzelne Mensch noch zählt. Es macht Mut, dass sogar der schwerkranke Patient Manuel Jäger noch Freude am Leben findet. Es zeigt, wie lebenswert das Leben ist, und dass man nicht alles selbstverständlich hinnehmen darf! Ein Buch, das ich jederzeit und jedermann empfehlen kann!