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Mitternacht

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Es gibt einen Ort, an dem die Geister leben, eine Welt, die unsere berührt, eine Stadt, in der mit Geschichten und Albträumen Handel getrieben wird. Ein Missgeschick lässt Nicolas James, den alle nur den »gewöhnlichen Jungen« nennen, diese Welt betreten – und alles ändert sich: Peter Chesterton, ein reisender Geist, nimmt sich seiner an. Das Findelgeistmädchen Agatha stiehlt sein Herz. Und etwas, das im Dunkeln lauert, gewinnt an Macht. Die Wege, die Nicolas beschreitet, führen ihn dorthin, wo alle Hoffnungen geboren und alle Träume gestorben sind, an einen Ort, den die Geister voller Ehrfurcht »Mitternacht« nennen. Eine Geschichte von der Macht der Bücher und der Gefahr des Vergessens, in einer Welt der Geister.

313 pages, Paperback

First published March 1, 2019

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About the author

Christoph Marzi

49 books165 followers
Christoph Marzi (geboren 1970 in Mayen und aufgewachsen in Obermendig) lebt heute mit seiner Familie im Saarland und denkt sich dort und woanders Geschichten aus, während der Garten, der das Haus umgibt, immer wilder und seltsamer wird.
Seine Romane erscheinen bei Heyne und Arena, die vielen Kurzgeschichten fühlen sich in diversen Anthologien wohl.
Der Roman LYCIDAS wurde 2005 mit dem Deutschen Phantastik Preis in der Kategorie „Bestes Roman-Debüt Deutschsprachig“ ausgezeichnet, die Kurzgeschichten-sammlung NIMMERMEHR erhielt den Deutschen Phantastik Preis 2009 in der Kategorie „Beste Kurzgeschichtensammlung“.
Einige seiner Bücher wurden ins Englische, Holländische, Spanische, Italienische, Rumänische, Tschechische, Serbische, Norwegische und Japanische übersetzt.

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5 stars
14 (9%)
4 stars
58 (40%)
3 stars
40 (28%)
2 stars
28 (19%)
1 star
2 (1%)
Displaying 1 - 30 of 31 reviews
Profile Image for Bookish Pengu.
468 reviews172 followers
November 26, 2019
Ich versteh das Ende überhaupt nicht.
Den Schreibstil und die Idee fand ich am Anfang toll, gegen Ende hat es sich aber echt gezogen und ich fands nur noch langweilig. Es war abgehackt und ich konnte keine Verbindung mit den Charakteren aufbauen.
Profile Image for Meli  .
1,315 reviews243 followers
May 20, 2021
Nicholas James ist Autor, auch wenn er bisher nur einen kleinen Roman geschrieben hat, in dem es um das Leben seiner verstorbenen Großmutter geht. Mit seiner Geschichte beweist er aber ein gewisses Talent, denn schon bald erfährt er von einer Geisterwelt, die parallel zu seiner existiert, in der die Geschichten die Geister am Leben erhalten. In dieser Welt, in der Romane über Leben und Tod entscheiden können, wird Nicholas zu einer wichtigen, wenn auch ahnungslosen Schachfigur.

Nicholas fand ich eigentlich schon sehr interessant, er ist nachdenklich und oft selbstreflexiv, aber dann macht er auch mal ziemlich unüberlegte Dinge und bricht direkt die erste Regel, die ihm bezüglich der Geisterwelt gesetzt wurde: Gehe niemals allein hin. Die Regel ist absolut berechtigt, denn Nicholas weiß nur sehr wenig über das Leben nach dem Tod, die Mächte, die dort herrschen und die verschiedenen Geisterwesen, die sich für ihn interessieren könnten. Die fantastischen Elemente fand ich schon sehr gelungen, die düstere und gefährliche Geisterwelt bietet ein spannendes Abenteuer und auch der manchmal selbstironische, malerische Schreibstil des Autors hat mir wieder sehr gut gefallen.

Ich wusste nicht so recht, wie ich dieses Buch fair bewerten soll, denn im Nachwort erzählt der Autor, wie er aufgrund der Folgen eines Schlaganfalls nicht mehr schreiben konnte, die Geschichte jedoch beenden wollte. Im Buch gibt es einen starken Bruch im Erzähltempo, die ersten elf der neunzehn Kapitel sind typisch Marzi, poetisch und magisch. Die letzten acht jedoch nehmen nur zwanzig Seiten ein, die Ereignisse überstürzen sich und die Geschichte kommt rasch zum Ende, obwohl man gerade noch mitten drin war. Ich habe schon Verständnis dafür, dass man die Geschichte nicht wie geplant fortsetzen konnte, aber das Buch wurde ja trotzdem ganz normal veröffentlicht und ich fand es schon schade, dass es so enden musste. Letztendlich habe ich mich für vier von fünf Sternen entschieden, für die geisterhafte Magie, die in 95% des Buches geboten wurde und für das, was noch hätte sein können.

Fazit
"Mitternacht" bietet eine interessante und spannende Geistergeschichte, in einen angenehm poetischen Schreibstil verpackt, die leider ein sehr abruptes Ende genommen hat.
Profile Image for Cindy.
341 reviews48 followers
August 11, 2019
Ich liebe Marzis schöne Sätze und seine besondere Art zu erzählen. Und ich mag hier die Anspielungen auf andere Bücher (beispielsweise von Michael Chabon).
Ich hoffe, er kann noch viele solcher Geschichten erzählen.
Am Ende wird das Buch etwas hektisch, aber, da ich davon ausgehe, dass dies ein Auftakt einer Reihe ist, wird alles, was jetzt nicht erklärt wird, sicher später nachgeholt.
Für mich war es die perfekte Urlaubslektüre.
Profile Image for Senf Dazu.
134 reviews63 followers
August 1, 2022
1.7/5 - was für eine Enttäuschung. Flache Jugenbuch Urban Fantasy Geschichte mit Romance mit noch flacheren Charakteren.
Wenn ich als Autor eine Fantasy Story entwickel, muss ich mir und meinen Lesern Hintergründe erklären. Damit die Story (die Welt) plausibel ist.
Jeder Autor macht das anders. Herr Marzi macht das hier so:
Unterhaltung zweier Figuren:
"Du fragst Dich sicherlich, warum in dieser Welt so ist. Weiss Ich nicht. Nimm es einfach hin. "
Und das an 3-4 Stellen in der Geschichte.
Wenn Euch das nix ausmacht, go for it. Vllt ist Mitternacht was für euch.
Sprache, Thema, Charaktere waren nix für mich. Spannung kam bei mir nicht auf.
2 mal musste ich schmunzeln. Immerhin.
Warum Mitternacht 2020 einen deutschen Phantastik Preis gewinnen konnte, ist mir absolut schleierhaft.
Schade.
Das Ende ist eine totale Katastrophe. Jetzt will ich kein Arsch sein und sage hier ganz deutlich: das Ende von Mitternacht fließt nicht in meine Wertung von 1.7/5 mit ein.
Ich gehe davon aus, dass die gesundheitlichen Gründe zu diesem abrupten Ende beigetragen haben.
Aber auch ein ausführlicheres Ende hätte von mir keine 2 vollen Punkte bekommen.
Profile Image for Buchdrache.
335 reviews19 followers
September 26, 2023
Christoph Marzi gehörte in meinen Jugendjahren zu meinen Lieblingsautoren. In den letzten Jahren musste ich jedoch feststellen, dass seine Uralten Metropolen leider nicht gut gealtert sind. Aber wie sieht es mit seinen neueren Werken aus? Also schnappte ich mir „Mitternacht“ und begab mich erneut nach London.

Nicholas lebt ein typisches Stundentenleben: Irgendwie über die Runden kommen, mal dieser, mal jener schlecht bezahlte Stundentenjob und generell das Leben locker sehen. Umso mehr wirft es ihn aus der Bahn, als er sich plötzlich in einem alternativen London wiederfindet und dann auch noch lernen muss, dass in diesem London die Geister der Verstorbenen verweilen, bis in der Welt der Lebenden sich niemand mehr an sie erinnert und sie verblassen. Jemand im Verborgenen versucht jedoch, aus dem Reich der Toten heraus Einfluss auf die Welt der Lebenden zu nehmen und Nicholas mit seiner Fähigkeit, zwischen den Welten zu wechseln ist vielleicht der einzige, der die Geschehnisse zum Guten wenden kann.

Christoph Marzi mag London als Setting und er mag ein magisch angehauchtes Setting, das dürfte mittlerweile hinlänglich bekannt sein. Und ein nebulöses London, in dem die Toten verschiedenster Zeiten verweilen, ist schon ziemlich cool.

Es gibt in diesem London sogenannte Flüsterer, das sind Geister, die von anderen Geistern angeheuert werden, um von einer Zwischenwelt aus Kunstschaffenden die Geschichten der Verstorbenen im Schlaf einzugeben, damit deren Geschichten nicht vergessen werden und somit die Geister weiter bestehen können. Die Inspiration, bestimmte Geschichten zu erzählen, stammt hier also nicht (immer) aus den Autor*innen selbst, sondern kann ihnen mitunter eingegeben worden sein.

So weit, so gut. Ich fand diese Idee tatsächlich gar nicht so schlecht und habe auch gern darüber gelesen. Ich stehe eher mit den technischen Seiten der Erzählung auf dem Kriegsfuß. Was mich gleich direkt am Anfang an gestört hat, war ein unnötiges Hetendrama, als Nicholas seine da noch Freundin Erica beim Fremdgehen erwischt und mit ihr Schluss macht. Erica trägt nichts zur eigentlichen Handlung bei und hätte auch ersatzlos gestrichen werden können. So war es einfach nur nervig und anstrengend heteronormativ.

Auch der Erzählstil, das was mich einmal so sehr an Marzi fasziniert hat, fiel mir hier eher anstrengend auf. Ich weiß nicht, ob sich meine Lesegewohnheiten im Laufe der Jahre so sehr verändert haben, oder Marzi einfach schwächelt. Aber ich fand es einfach anstrengend, wie Charaktere Dinge manchmal mehrfach wiederholen und Informationen nur sehr kleinschrittig preisgeben (immerhin findet das Nicholas an einer Stelle auch nervig, also war es zumindest in Teilen wohl gewollt, dass sich Chesterton alles aus der Nase ziehen lässt). Generell denke ich, dass die Geschichte auch mit deutlich weniger Worten hätte erzählt werden können, manches zieht sich sehr lang hin und braucht, bis es auf den Punkt kommt.

Und dann ist da noch das Ende des Romans. Das ist einfach ein großes, enttäuschendes Nichts. Marzi berichtet im Nachwort, wie es dazu kam: Er hatte während des Schreibens einen schweren Schlaganfall, der ihn halbseitig gelähmt hat. Das hat ihm das Schreiben ungemein erschwert und ich kann absolut verstehen, wenn er dann nicht noch zehntausende Worte tippen will, wenn er es nur noch unter großen Mühen bewerkstelligen kann. Leider war zu dem Zeitpunkt der Roman noch nicht beendet, und dementsprechend konnte Marzi das Ende nur noch skizzieren, sodass der Roman überhaupt noch zu irgendeinem Abschluss kommt. „Irgendein Abschluss“ trifft es dabei allerdings, da die letzten Kapitel tatsächlich kaum mehr als jeweils ein paar knappe Sätze sind, die grob erzählen, was in diesen Kapiteln hätte passieren sollen. Mit anderen Worten: sehr enttäuschendes Ende, aber in diesem Fall waren schlicht höhere Mächte am Werk, sodass es eigentlich schon bemerkenswert ist, dass Marzi den Roman dennoch beendete. Ich wünsche ihm alles Gute!

Wer Geistergeschichten mag, kann dem Roman durchaus eine Chance geben. Für mich blieb die Erzählung stellenweise zu aufgebläht und langatmig (trotz des Faktes, dass ich den Roman an einem Tag durchlas) und auch die Charaktere haben keinen bleibenden Eindruck hinterlassen.

Potenzielle Trigger:
- Tod (off page, Thema)
Profile Image for Nicole Gozdek.
Author 8 books55 followers
September 29, 2019
Inhalt:
Der junge Schotte Nicholas James schlägt sich in London mit Teilzeitjobs durch, um sein Studium zu finanzieren. Er hat außerdem bereits einen Geisterroman veröffentlicht, doch als ihm eines Nachts die Idee für einen neuen Romananfang kommt, geschieht etwas Seltsames. Ein Mann taucht auf seinem Hausboot auf und verschwindet genauso plötzlich wieder, als hätte er sich in Luft aufgelöst.
Als Nicholas dem geheimnisvollen Fremden kurz darauf erneut begegnet, erfährt er, dass Chesterton ein Flüsterer ist, jemand der die Gabe besitzt, zwischen den Welten - dem London der Toten, auch Stadt der Nebel genannt, und dem London der Lebenden - zu wechseln. Nicholas hätte ihn nicht sehen dürfen. Oder besitzt auch er etwa die Gabe?

Meine Meinung:
Ich habe schon einige Romane von Christoph Marzi gelesen und liebe seine besondere Art und Weise, Geschichten zu erzählen. Er ist wie ein Geschichtenerzähler aus alter Zeit, der dich mit einem harmlos klingenden "Es war einmal ..." dazu verlockt zuzuhören und dich langsam in eine seiner zeitlos erscheinenden Geschichten lockt, aus denen du erst Stunden später, nach dem Ende, wieder auftauchst.
"Mitternacht" beginnt genauso. Der Urban Fantasy-Roman - das Genre par excellence von Christoph Marzi - entführt uns Leser wieder in Marzis Lieblingsstadt London. Doch die Stadt der Nebel ist hier nicht das London, das wir kennen, sondern eine Parallelwelt, in der die Geister leben. Um nicht ein weiteres Mal zu sterben (und wiedergeboren zu werden), brauchen sie Menschen, die sich an sie und an ihre Geschichten erinnern. Hier kommen die Flüsterer wie Chesterton ins Spiel. Sie sind diejenigen, die zwischen den Welten wechseln und die Geschichten der Toten den Künstlern heimlich einflüstern können, damit die Welt sich weiter an sie erinnert. Diese Welt der Toten ist sehr faszinierend, da sie sehr stark auf der Macht von Worten und Geschichten basiert und dazu noch die Begebenheiten der Stadt integriert und magisch erscheinen lässt. Mir hat das Worldbuilding - wie immer bei Christoph Marzi - sehr gut gefallen.
Falls ihr noch keinen Roman von Christoph Marzi kennt, solltet ihr keinen actionreichen Fantasyroman erwarten. Bei ihm geht es vielmehr um die Figuren und die Geschichten, die erzählt werden. Es ist ein langsameres Erzählen, als die meisten von uns es heutzutage gewöhnt sind. Ich jedoch mag diese Art des Erzählens, die eine sehr angenehme Abwechslung ist.
Kommen wir jetzt leider zum Negativen. Im Nachwort erzählt der Autor, dass er während des Schreibens leider einen schweren Schlaganfall erlitten hat. Das prägt natürlich. Marzi hat darum gekämpft, die Geschichte dennoch zu beenden, und dafür zolle ich ihm höchsten Respekt, denn eine Geschichte zu schreiben, wenn man nicht gesund ist, ist verdammt schwer. Doch leider merkt man es der Geschichte doch am Ende extrem an. Die Kapitel am Ende sind sehr kurz, manchmal noch nicht einmal eine Seite, als hätte der Autor extrem gekämpft, um die Geschichte zu beenden. Ich weiß nicht, was hier das richtige Vorgehen gewesen wäre - hätte er sich mehr Zeit geben sollen, um gesund zu werden und dann die Geschichte zu beenden? Ich denke, wir als Außenstehende können das nicht beurteilen. Ich hoffe auf jeden Fall für ihn, dass er bald wieder vollständig gesund ist und zu alter Stärke zurückkehrt, damit Band 2 wieder von Anfang bis Ende ein Lesevergnügen wird.
Fazit: Leider ist "Mitternacht" nicht der Stärkste von Christoph Marzis Urban Fantasy-Romanen, dennoch ist das Worldbuilding wieder sehr gelungen und macht Spaß auf mehr. Ich bin gespannt auf die Fortsetzung.
Profile Image for Bookserienfreak.
29 reviews
February 12, 2023
Eine wirklich sehr schöne Geschichte!
Sie hat etwas mystisches, aber auch sehr poetisches.
Nicholas als Charakter mochte ich sehr gerne.
Einen halben Stern muss ich leider abziehen, da es doch ein sehr abruptes Ende hatte. Wieso es zu diesem Ende kam, erklärt sich zum Glück durch das Nachwort, trotzdem etwas schade.
4,5 Sterne
Profile Image for Tintenwelten.
809 reviews44 followers
January 8, 2021
Es gibt einen Ort in den Nebeln, der von Geistern bevölkert ist. Sie führen dort zuzusagen ein zweites Leben nach dem Tod und handeln mit Alpträumen und Geschichten. Der junge Autor Nicholas übertritt durch einen Zufall die Grenze zwischen dieser und unserer Welt und wird dabei in Machtkämpfe und Intrigen hineingezogen.

Zwei Aspekte sind hier besonders hervorzuheben: die tollen und liebenswerten, aber manchmal auch ein wenig verschrobenen Charaktere sowie der sehr bildhafte und detaillierte Schreibstil. Ich mochte vor allem Chesterton, der Nicholas unter seine Fittiche nimmt. Szenen mit ihm haben mir immer ein Schmunzeln auf die Lippen gezaubert. Auch der sogenannte Findelgeist Agatha ist sehr interessant. Sie weiß nicht wirklich, wer sie eigentlich ist, weil sie keinerlei Erinnerung an ihr Leben hat. Aber natürlich war mir auch Nicholas selber sympathisch, auch wenn er ab und zu ein bisschen naiv und unüberlegt handelt.

Mich hat die Story mit ihrem metaphorischen Schreibstil und der düsteren, leicht gruseligen Atmosphäre sofort in ihren Bann gezogen. Wer gerne Geistergeschichten liest, dem wird auch dieses Buch gefallen.

Leider kam das Ende allerdings unerwartet zackig daher. Die letzten Seiten unterscheiden sich vom Rest des Buches wie Tag und Nacht: deutlich kürzere und „abgehacktere“, ja schon fast eher zusammenfassende Kapitel und dementsprechend auch ein völlig anders anmutender Schreibstil. Zuerst war ich etwas enttäuscht, vor allem weil ich auf Anhieb auch nicht alles verstanden habe. Dann habe ich das Nachwort des Autors gelesen. Die Erklärung ist leider traurig und tragisch: 2018 erlitt Christoph Marzi einen schweren Schlaganfall. „Mitternacht“ hat er deshalb nur unter großen Anstrengungen beenden können. Er hat meinen vollen Respekt, dass er es trotzdem geschafft hat die Geschichte von Nicholas, Agatha und Chesterton für uns Leser und wahrscheinlich besonders auch für sich selbst abzuschließen.

Übrigens ist im Nachwort auch die Rede von einem möglichen Folgeband. Vielleicht wird das Ende dort nochmal neu aufgerollt? Zu wünschen wäre es diesem ansonsten überaus überzeugenden Buch.
Profile Image for Elena.
261 reviews8 followers
August 12, 2019
Die Ankündigung zu „Mitternacht“ habe ich erstmalig vor mehr als einem Jahr entdeckt, doch der Veröffentlichungstermin verschob sich mehrfach. Ich verlor daraufhin das Buch aus den Augen, da es sehr ruhig um Christoph Marzi wurde. Als sein neustes Werk dann plötzlich in meinem Briefkasten landete, war ich überrascht und erfreut. Seine Fantasybücher begleiten mich schon sehr lange und viele von euch kennen bestimmt seine Lycidas-Reihe.

Optisch wirkt dieses schöne Buch geheimnisvoll, fantastisch – im Regal sieht das echt toll aus, wenn Somnia und Mitternacht nebeneinander stehen. Zwischen den Buchdeckeln verbergen sich 320 Seiten voller Wörter, die Herr Marzi zu einer originellen Geschichte verwebt. Wie von ihm gewohnt schafft er es durch seinen Erzählstil der Leseatmosphäre etwas Dunkles, etwas Verborgenes und Verträumtes zu geben, etwas aus einer andreren Zeit. Und das obwohl wir uns ab der ersten Seite im London der Gegenwart befinden.

Der Hauptprotagonist in „Mitternacht“ ist Nicholas James, ein junger Mann, der auf einem Hausboot lebt und sich als Schriftsteller versucht. Nicholas erfährt, dass neben der seinen, bekannten Welt, noch eine Parallelwelt existiert. Es ist eine Welt voller Geister, in der die Toten weiter existieren, solange sie nur nicht in Vergessenheit geraten. Als wenn das noch nicht faszinierend genug ist, erkennt Nicholas, dass er zwischen diesen Welten hin und her wechseln kann. Gemeinsam mit Agatha und Peter Chesterton schließt sich hier ein Trio zusammen, das uns durch die Nebelstadt und die dort lauernden Gefahren begleitet.

Auch wenn der erste Gedanke nun vielleicht sein mag, dass „Geist = gruselig“ bedeutet, so trifft das hier nicht direkt zu. Ja, ich hatte Gänsehautmomente, aber ich konnte trotzdem abends noch sehr gut schlafen. Es ist die geheimnisvolle Atmosphäre, die einen gefangen nimmt und mit fiebern lässt.

So großartig und beeindruckend die erste Buchhälfte ist, so ernüchternd und überstürzt geht es Richtung Ende zu. Im Vergleich zu den anderen Kapiteln wirkt das Buch wie ausgewechselt. Es holpert, es knackt und ruckelt durch die Seiten. Wie wenn der Kutsche, die so richtig Fahrt aufgenommen hat, plötzlich alle Räder weg gebrochen sind und die Notbremse gezogen wird.

Im Nachwort wird vieles dann so klar, wieso die Veröffentlichung immer wieder verschoben wurde und weshalb sich Christoph Marzi plötzlich mit der Geschichte so schwer tat. Der Autor erlitt einen Schlaganfall und „Mitternacht“ rückte selbstverständlich in den Hintergrund. Dennoch schrieb er es fertig und kündigte im Nachwort eine Fortsetzung an. Ob das für ihn und seine Geschichten die beste Vorgehensweise ist, möchte ich nicht beurteilen, allerdings hoffe ich, dass er bald wieder der Alte ist und diese schwere Krankheit hinter sich lassen kann. Eine Bewertung des Buchs fällt mir daher nicht leicht.

Fazit
In „Mitternacht“ schafft Christoph Marzi eine Parellelwelt voller Geister und eine geheimnisvolle, verträumte Leseatmosphäre. Leider erlitt der Autor einen Schicksalsschlag während der Arbeit an seinem Buch, biss sich aber durch und beendete sein Werk. Die schwere Krankheit unterteilt das Buch in ein spannendes „Davor“ und abflachendes „Danach“, ein Bruch der ab der Buchmitte erkennbar ist. Dennoch freue ich mich auf eine Fortsetzung, um zu erfahren wie es mit Nicholas und Agatha weitergeht.
Profile Image for Niccy Witt.
51 reviews1 follower
April 15, 2020
"Alle Bücher träumen von Geschichten, denn sie fürchten sich vor dem Vergessen werden."
Nicolas James wacht nach eine unruhigen Nacht mit diesem Satz in Gedanken auf. Könnte das der Anfang einer neuen Geschichte sein? Außerdem hatte er in jener Nacht eine geisterhafte Erscheinung von einem Mann auf seinem Hausboot. Der junge Autor begibt sich auf eine spannende Reise in die Nebelstadt.
Der in Mayen geborene Autor Christoph Marzi erzählt wunderbar poetische Geschichten. Die Veröffentlichung seines neuen Romans "Mitternacht" hat sich durch schwere Krankheit verschoben. Ich hoffe dem daraus resultierenden plötzlichen Ende des Romans auf ein Wiedersehen mit Nicolas James und seinen Geisterfreunden.
Profile Image for Hannah.
258 reviews2 followers
July 17, 2019
I really wanted to like this book, since I liked a lot of Marzis older works and it made me pretty excited when this book appeared in stores- but sadly I didn´t at all. The writing style and dialogs were unpleasant to read and the story (which had so many potential) was unpolished and left things unanswered. All in all was this very disappointing and I won`t read the next part. The author got seriously sick during this book and maybe it´s showing... please check out some of his older works and don´t use this one as a first-time Marzi.
Profile Image for Nile.
96 reviews1 follower
June 25, 2021
3,5 Sterne wegen des Endes, das in 2 Seiten geklärt wurde.
Inhalt und Idee: 4 Sterne
Ende: 2 Sterne
=3 Sterne +0,5 weil es mein Christoph Marzi ist
Profile Image for Catwithbooks.
2,393 reviews9 followers
October 4, 2019
Dies war mein erstes Buch von Christoph Marzi.
Nachdem ich das Nachwort gelesen habe, erklärt es für mich warum mir das Buch gegen Ende etwas nachgelassen hat.
Die Idee mit der anderen Welt in der Geister leben fand ich recht gut gelungen. Einiges finde ich aber bis zum Ende hin doch etwas undurchsichtig.
Nicholas James kommt einen sympathisch rüber und man ist wie er erstmal komplett unwissend. Ein wenig habe ich mich darüber gewundert warum der Autor Erika eingebaut hat, auch wenn diese nicht wirklich vor kommt. Ein Charakter, der in meinen Augen unnötig war.
Peter Chesteron ist so ziemlich undurchsichtig und ich bin mir nicht sicher ob er Nicholas uneigennützig hilft. Nicholas ist sehr wertvoll für die Geisterwelt.
Das Ende kam mir etwas überstürzt vor, was ich ein wenig schade fand auch wenn es dafür einen Grund gibt. Der Schreibstil war sehr angenehm zu lesen und ich werde mich freue wie es mit Nicholas weiter geht. Welche Abenteuer er weiter bestehen wird.
Profile Image for Anja von "books and phobia".
796 reviews15 followers
December 13, 2019
Mich zog es das erste Mal zu einem Buch von Christoph Marzi. Seine Bücher fielen mir schon auf, aber erst jetzt kam es dazu, das ein Buch von ihm in meine Hände wanderte. Dafür sorgten nicht nur die Empfehlungen anderer, sondern auch die interessante Kurzbeschreibung. Diese wirkte nämlich ziemlich mystisch, was ich ehrlich gesagt sehr mag. Immerhin bekam ich so nicht das Gefühl habe, eigentlich schon alles über den Inhalt zu erlesen.



Um so interessanter fand ich den Einstieg. Hier wurde ich nicht nur in eine packende, sondern auch eine sehr unterhaltsame Situation geworfen. Innerhalb weniger Seiten lernte ich nicht nur den Hauptcharakter, sondern auch gleich das Kennen, was ihn besonders machte. In diesem Fall war es das Sehen von Geistern. Aus meiner Sicht, etwas was ich gerne vermeiden würde, aber hier einfach toll in Szene gesetzt wurde.



Dabei handelt das Buch eigentlich von einem Ort, an dem die gehen, welche verstorben sind. Kurz gesagt, in die Geisterwelt. Doch diese war einfach anders. Hier lebten Geister, wie sie es auch als Lebende getan hatten. Sie mussten arbeiten, für Dienste bezahlen usw. und das, obwohl ihr eigentliches Leben bereits vorbei war. Nachdem ich dies verdaut hatte, ließ ich mich aber trotzdem gerne weiter auf die Geschichte ein, da sie völlig neue Ansichten bot. Denn tatsächlich handelte das Buch neben einer neuartigen Einsicht in die Geisterwelt, auch vom Leben von Autoren. Zusammen mit Nicolas, unserem wirklich sympathischen Hauptcharakter, wurde ich in eine faszinierende Welt gebracht, welche den Begriff „Muse“, völlig neu definierte. Jeder kennt doch das Gefühl, wenn er im Traum oder beim Aufwachen eine Idee hat, die Klarer nicht sein könnte. Genau mit diesem Gefühl spielt das Buch.



So, das waren jetzt genug Belobigungen, denn tatsächlich muss ich auch etwas Kritik üben. Wer nämlich dachte, dass dies ein Einzelroman ist, der täuscht. Insgeheim gab es immer wieder Anspielungen auf weitere Bände aus dieser Welt, welche durch das sehr offene Ende nur bestärkt wurden. Hier hätte ich mir einen Hinweis gewünscht, da ich gerade bei neue Autoren, lieber erst Einzelromane lese. Gerade die Kritik für das Ende würde ich aber gerne in Watte packen. Der Autor erlitt im Laufe des Schreibprozesses einen Schlaganfall, welcher unter anderem zu Lähmungen führte. Trotzdem kämpfte er sich seinen Weg zurück ins Leben, in dem er das Ende in seiner Reha teilweise nur mit einer Hand tippte.



Auch wenn es gerade das Ende war, welches mich nicht so ganz überzeugen, war der Rest, Fantasy pur. Die Charaktere waren toll charakterisiert, das London in dieser Welt war absolut faszinierend und Geschichte war storymäßig nur mit „WOW“ beschreibbar. Wäre das Ende nicht so offen und verwirrend gewesen, hätte dieses Buch ein Highlight werden können. So schrammte es knapp daran vorbei. Im Gedächtnis wird mir das Buch wohl trotzdem bleiben.






Bücher des Autors seit bereit, denn ich werde wohl bei Gelegenheit zu euch greifen. Der Drang und die Hoffnung ebenso vielschichtigen Handlungen und beeindruckende Fantasy-Elemente, in anderen Werken wiederzufinden ist einfach sehr hoch, da mich dieses Buch so gepackt hatte. Das Ende war zwar nicht nach meinem Geschmack, aber über den lässt sich ja bekanntlich streiten. Eine Leseempfehlung gibt es deswegen trotzdem.
Profile Image for Gwynnys Lesezauber.
344 reviews8 followers
May 17, 2025
»Man sollte lernen zu sagen, was man meint«, betonte er. »Denn wenn man nicht lernt zu sagen, was man meint, dann meint man nie das, was man sagt.«

Aus „Mitternacht“ von Christoph Marzi


FAKTEN
Das Buch „Mitternacht“ von Christoph Marzi ist im Juni 2019 beim Piper Verlag erschienen. Bisher handelt es sich um einen Einzelband. Das Buch ist als eBook und Taschenbuch erhältlich.


KURZMEINUNG
Ein wunderschöner Roman, der an Herz und Verstand appelliert, auch wenn letzterer gegen Ende sehr gefordert wird und man ein wenig verloren zurückbleibt.


KLAPPENTEXT
Es gibt einen Ort, an dem die Geister leben, eine Welt, die unsere berührt, eine Stadt, in der mit Geschichten und Alpträumen Handel getrieben wird. Ein Missgeschick lässt Nicholas James, den alle nur den »gewöhnlichen Jungen« nennen, diese Welt betreten – und alles ändert sich: Peter Chesterton, ein reisender Geist, nimmt sich seiner an. Das Findelgeistmädchen Agatha stiehlt sein Herz. Und etwas, das im Dunkeln lauert, gewinnt an Macht. Die Wege, die Nicholas beschreitet, führen ihn dorthin, wo alle Hoffnungen geboren und alle Träume gestorben sind, an einen Ort, den die Geister voller Ehrfurcht »Mitternacht« nennen. Eine Geschichte von der Macht der Bücher und der Gefahr des Vergessens, in einer Welt der Geister.


SCHREIBSTIL & MEHR
Dieses Buch hat es mir nicht leicht gemacht, zu entscheiden, wie es nun insgesamt fand – und dann war es doch ganz einfach.
Christoph Marzi hat eine ähnlich einzigartige Weise, die Dinge zu beschreiben und zu sehen, wie Mathias Malzieu – und dann doch wieder ganz anders. Er hat von der ersten Zeile an geschafft, mich in den Bann der Geschichte zu ziehen. Denn er schreibt so persönlich, fast schon intim. Und damit meine ich nicht, dass hier explizite Szenen vorkämen – tun sie nämlich nicht –, sondern vielmehr, auf welcher Ebene er mich als Leserin anspricht. Von Beginn an lässt er nicht nur erleben, sondern fühlen. Dabei weiß ich nicht einmal genau, woran ich das festmachen kann.
Die Geschichte an sich hat viele Geheimnisse, die sie auch für sich behalten hat. Bei einigen bin ich fein damit, bei anderen fühle ich mich ein wenig verloren. Doch wenn man das Nachwort liest, bleibt bei mir nur Respekt – und Dankbarkeit dafür, dass der Autor alles gegeben hat, um diese Geschichte zu ende zu erzählen. Und genau das ist auch der Grund, weshalb ich meine Wertung nicht nach unten korrigiere, obwohl mich das Ende nicht befriedigt hat. Zumal die Geschichte bis dahin so unglaublich gut erzählt ist.


FAZIT
Ich bin dankbar, dass ich dieses Buch lesen konnte, auch wenn mich das Ende verloren zurückgelassen hat. (Lest das Nachwort!)


MEINE BEWERTUNG
5 von 5 Zahnrädchen

©Teja Ciolczyk, 17.05.2025
19 reviews
July 2, 2019
"Der Mensch ist erst wirklich tot, wenn niemand mehr an ihn denkt." – ähnliche Sprüche sind hinlänglich bekannt. In „Mitternacht“ ist dies jedoch nicht nur ein tröstender Spruch, sondern wörtlich zu verstehen: in einer Parallelwelt existieren Geister, die auf die Erinnerungen der Lebenden angewiesen sind. Einige wenige Personen können zwischen den Welten wandeln, und eine von ihnen besucht den jungen Schriftsteller Nicholas – der ihn zum großen Erstaunen beider sehen kann.

Marzi führt den Leser wieder nach London, dem Ort seiner Reihe um die Uralte Metropole. Diesmal mutet die Stadt jedoch weniger steampunk-artig an. Wie immer liest sich die Geschichte schön flüssig, ohne dabei zu simpel zu wirken. Auch das bewährte Muster aus der Reihe um Emily wird wieder aufgegriffen: ein junger Mensch, der von einem (etwas eigenen) Mentor in ein paralleles, ihm bisher unbekanntes London begleitet wird.

Leider endet das Buch sehr abrupt, die letzten Kapitel sind extrem kurz und die Figuren bleiben recht oberflächlich; meine Erwartungen, die der Klappentext hinsichtlich der Handlung geschürt hatte, wurden nicht ganz erfüllt. Auch wirkten manche Passagen ein wenig dahingehuscht oder doppelten sich gar.
Zu erklären ist dies in Teilen sicher mit dem im Nachwort erwähnten Schlaganfall des Autors, der ihn „Mitternacht“ nur unter Mühen fertigstellen ließ – eine beachtliche Leistung.
Vielleicht hätte dem Roman aber etwas mehr Zeit gut getan, beim Lesen entstand der Eindruck, als wäre bereits dieser Roman ursprünglich größer angelegt gewesen, aber nun auf Biegen und Brechen veröffentlicht worden und der Rest als Fortsetzung angekündigt.
Profile Image for Verena Maas.
52 reviews1 follower
January 6, 2020
Nicholas James ist Schriftsteller und hat bereits einen erfolgreichen kleinen Roman geschrieben. Während er auf einen guten Einfall für sein nächstes Werk wartet, überrascht ihn ein sonderbarer Mann mitten in der Nacht auf seinem Hausboot. Dabei sollte Nicholas ihn gar nicht sehen können. Denn der Mann ist ein Flüsterer und wechselt zwischen der hiesigen Welt und der Welt der Geister. Da Nicholas ihn aber nun schon mal sehen kann und das etwas besonderes ist, weiht der Mann ihn in sein Geheimnis ein und zusammen mit dem Findelgeist Agatha begeben sie sich auf die Jagd nach dem Bösen, das selbst in der Geisterwelt kein Halten kennt.

Nachdem ich von Christoph Marzi lediglich „London“ gelesen habe und ich begeistert davon war, habe ich mich sehr über dieses Buch gefreut. Ich muss sagen, dass ich nicht enttäuscht wurde. Auch hier begeben wir uns wieder in eine Parallelwelt zu der unseren und mit gefällt der Ansatz, dass die Toten dort, unter der Voraussetzung einer doch gängigen Vorstellung von uns, auf die ich hier jetzt nicht näher eingehen möchte, noch weiterleben können. Der Einstieg ist dabei wunderbar mysteriös und auch die weitere Handlung entbehrt nicht einer gewissen Spannung, so dass man nicht umhin kommt wissen zu wollen, wie es mit den Charakteren und ihrem Abenteuer weitergeht.

Leider muss auch ich zugeben, dass mich das Ende etwas im Leeren zurück gelassen hat. Ist die Geschichte bis dahin wunderbar ausführlich aufgebaut, stürzt man schließlich in wahnsinnig kurzen Kapiteln einem vorläufigen Ende entgegen. Das Nachwort, was ich glücklicherweise bereits im Voraus gelesen habe, erklärt natürlich diese Vorgehensweise und ich habe viel Verständnis für den Autor. Doch bin ich, wie so viele andere Leser, auch der Meinung, dass man da eine bessere Lösung gefunden hätte und Herrn Marzi dabei, von professioneller Seite, besser hätte unterstützen können. Ich fände es eine gute Idee, wenn man das Ende vielleicht noch nachträglich verarbeiten könnte, in dem man es möglicherweise in das Folgebuch, was ja auch schon angekündigt wurde, mit aufnimmt.

Ich möchte daher den Schluss nicht zu sehr in meine Bewertung miteinfließen lassen und bin der Meinung, dass wir hier wieder einen sehr guten Roman zu lesen bekommen haben, der von einer wundervollen Fantasie des Schreibers zeugt und auf dessen Fortsetzung ich schon sehr gespannt bin.
Profile Image for Kathrin Schröder.
Author 11 books3 followers
March 4, 2020
Christoph Marzi Mitternacht

Sehr kurzer Fantasyroman der in den beiden Londons - dem der Lebenden und dem der Toten spielt.

Ein Autor wird von einer Idee und einem Überraschungsbesuch geweckt, entdeckt seine Fähigkeit das London der Toten zu besuchen und wird dort in Gefahr verwickelt.

Das Buch beginnt typisch Marzi, gut geschrieben mit überzeugenden Charakteren und einer spannenden Grundidee. Die Spannung steigert sich, ein Konflikt bahnt sich an und gegen Ende frage ich mich - hat der Autor einige Seiten Manuskript vergessen abzugeben? Das Ende wirkt fragmentarisch zusammengestoppelt und völlig unrund. Im Nachwort erfahren wir, dass es dem Autoren nicht gut ging, Fertigstellung und Nachbearbeitung schwer fielen und die Geschichte noch weitergehen soll. Ich hätte dem Buch vor der Veröffentlichung noch Zeit zum Werden gewünscht und hoffe auf eine gereiftere Fortsetzung.

#Netgalleyde #ChristophMarzi #Mitternacht #Rezension #KathrinliebtLesen #Bookstagram
Profile Image for Ursula Klee.
10 reviews
May 30, 2024
Es ist schwer, dieses Buch zu bewerten, weil es ein wenig unausgeglichen erscheint. Der Anfang ist langsam. Viele Dialoge, lange Gespräche, so viele Details und ganz, ganz viel foreshadowing. Irgendwann wird der Spannungsbogen endlich etwas steiler, es wird wirklich interessant. Einige Szenen haben mich so sehr gefesselt! Dann plötzlich werden die Kapitel kurz, nach dem dramaturgischen Höhepunkt werden wir im übertragenen Sinne nur schnell zur Tür geführt und plötzlich ist alles vorbei. Als wäre man mitten im Traum aufgewacht. Das wirkt nach dem sehr detaillierten Aufbau doch ein wenig, als hätte man sich am Ende irgendwie beeilen müssen. Sehr schade, denn einige Fragezeichen sind geblieben.
Die Idee des Buches ist so gut, die Geschichte hätte meiner Meinung nach noch etwas mehr Potenzial gehabt, wenn das Ende genauer ausgelootet worden wäre.
Trotzdem war es ein gutes Leseerlebnis und ich kann das Buch durchaus empfehlen!
Profile Image for Kim.
272 reviews2 followers
November 7, 2019
Mitternacht hat mich vom ersten Satz an gefesselt. Marzi hat ein großes Talent für Wörter, liebevoll gezeichnete Charaktere und einer einmalig faszinierenden Welt.
Ich bin selten sentimental oder melodramtisch, aber seine Zeilen sind Magie.
Das Buch endet mit mehr Fragen als Antworten. Im Nachwort erklärt der Autor, dass dies seinem gesundheitlichen Zustand geschuldet ist. An dieser Stelle möchte ich anmerken, dass ich ihm meinen größten Respekt zolle: trotz aller Umstände für seine Leidenschaft zu brennen ist bewundernswert! Ich wünsche ihm, dass er sich rasch und vollständig erholt.
Und natürlich bin ich sehr gespannt wie es mit Nicholas James, dem nicht ganz so gewöhnlichen Jungen und Agatha Myles, dem gefunden Geist, weiter gehen wird.
Profile Image for Schwarzfeder.
3 reviews1 follower
January 15, 2020
"Mitternacht" landete Weihnachten unter dem Baum und da ich zu dieser Zeit noch ein anderes las, musste ich warten... die ersten Kapitel lasen sich im typischen Marzi-Stil und ich fühlte mich an die Lycidas Reihe erinnert. Doch zum Ende hin, nach dem Nebelvorfall erschien alles abgehackt und unfertig... zwar schrieb Marzi von seinem Schlaganfall und dass es deswegen schwer war, das Buch zu beenden, aber die halbseitigen Kapitel gleichen eher einem Theaterskript und keinem Roman. Natürlich wünsche ich Herrn Marzi alles Gute und eine baldige Genesung, jedoch ist das "Ende" des Buches sehr enttäuschend gewesen.
Profile Image for Nicole.
105 reviews9 followers
September 5, 2020
Find die Idee spannend, und bis zum letzten drittel fand ich es auch super umgesetzt... leider war dann das Ende so abrupt und abgeschnitten, das es vom Stil nicht zum Rest gepasst hat... es hat sich an gefühlt als hätt der Autor nicht gewusst wie er die Geschichte zum ende bringen soll, dass er einfach ein Flickenteppich mit so vielen löchern als finale hingekleistert hat... wirklich schade! Klar hab dann den Nachwort gelesen und das wirds wohl erklären... aber ja wie gesagt einfach schade. Hätt ein super Buch sein können.
Profile Image for Angelika Kroll.
Author 3 books2 followers
July 8, 2019
Spannende Idee mit mieser Umsetzung.
Das Buch fing mäßig interessant an und ließ dann leider nach. Vieles wird nur angeschnitten, viel zu wenig erklärt, die Charaktere bleiben blass und das Ende ist einfach hingeschludert. Ich kann nicht sagen, was genau die Kernhandlung ist, es plätschert einfach so vor sich hin und am Ende gibt's einen Wasserfall. Sehr, sehr schade.
Profile Image for Kira-Marina.
218 reviews2 followers
August 7, 2019
Bis Kapitel 12 war es ein wirklich schönes Buch. Und dann kommen leider nur noch sehr, sehr kurze Kapitel, in denen das Ende ganz schnell und abgehakt erzählt wird. Schade, dabei mag ich Christoph Marzis Bücher doch so gerne 😔
3 reviews
February 24, 2023
Das Buch war an sich echt gut aber das Ende war irgendwie komisch. Die Kapitel wurden auf einmal unglaublich kurz und das Ende war gefühlt einfach nur so dahin geklatscht. So als ob der Autor noch nicht fertig gewesen wäre aber sich merken wollte wie die Geschichte ungefähr zu Ende geht
Profile Image for Mandy.
294 reviews
March 25, 2021
Schade, dass die letzten 20 Seiten so gar nicht zur wirklich tollen Geschichte passen wollen - doch nachvollziehbar (siehe Nachwort).
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